Beiträge von McChris

    Wenn das so ist, dass man sich Gedanken ums Notklo-Entleeren macht, wird das eher nebensächlich sein.

    Wir hier haben das Glück, dass wir uns da nur für Krisenvorsorge Gedanken drum machen müssen, aber es erdet ungemein, wenn man daran denkt, dass das Verbuddeln für viele Menschen dieser Erde der Normalzustand ist.

    Und zur Beruhigung: Hunde fressen ja auch gern Pferdeäppel oder Kuhfladen. Wenn die immer vorhanden sind, sind sie nach kurzer Zeit gar nicht mehr so interessant. Das war hier bei bisher jedem Hund so.

    Man ist im Fall X zu Dingen in der Lage, die man sich unter Normal-Bedingungen kaum vorstellen kann und mag. Möglicherweise auch zu dem Gedanken "Ooookaaaayyyy - der Hund braucht also heute dann schon mal nix mehr....". ;)

    Hier gibts in Steinwurfweite zum Dorf nicht umsonst eine Wolfsgrube.

    Auf der anderen Seite gibts die Hundesteuersatzung der Gemeinde, die die letzten 150 Jahre den Passus "Hunde, die zum Schutz von Viehherden eingesetzt werden, sind von der Hundesteuer befreit" mitgeschleppt hat. Üblich scheint das also mal gewesen zu sein, sonst gäbe es diesen Satz ja nicht.

    die alles stehen und liegen gelassen haben um ihren Mitmenschen zu helfen….

    Genau das hab ich u. a. mit den "frischeren" Beispielen gemeint.

    Und da sieht man immer wieder aufs Neue, dass der Großteil der Menschheit eben doch soziale Lebewesen sind.


    Wie kann man den Inhalt vom Eimer denn entsorgen?

    Z. B. eine Art Entsorgungslatrine buddeln, oder aus Brettern, Paletten, was auch immer, einen Komposter bauen. Das muss ja nix für "Schöner Wohnen" werden, sondern es geht nur darum, potentiellen Stinke-Kram aus dem Haus rauszukriegen. Immer mal ne Schaufel Erde drüber oder Laub oder was auch immer, dann passt das im Fall X schon. Wenn man zufällig Kalk da hat (wir brauchen den z. B. im Stall), kann man immer mal ne Handvoll drüber pudern, dann müffelts auch nicht.

    Wie hat man dass den früher in der Wanderschäferei gemacht?

    Das weiß ich auch nicht - ich stamme ja (leider :lol: )nicht aus einer Schäfer-Dynastie.

    Richtig ist, dass D keine wirkliche eigene HSH-Rasse hat und das der frühere DSH bei der Behirtung wohl eine Allrounder-Funktion hatte. Es mag aber sein, dass es da in erster Linie darum ging, die Hirten rechtzeitig auf Wölfe aufmerksam zu machen. Ich weiss es nicht.

    Die Hütehunde unseres Schäfers greifen an….

    Das ist der Unterschied zu HSH - die verteidigen.

    Schutzverhalten ist was anderes als Angreifen.

    HSH werden nur körperlich, wenn es sich nicht vermeiden lässt, so lebt es sich einfach länger - und haben dann aufgrund ihrer Statur und Kraft dem Wolf mehr entgegen zu setzen, als die üblichen Hütehund-Rassen.

    Ich kenne Hütehunde tatsächlich nur im Kontext Schäfer, also weniger die in Privathand.

    Aber im Kontext Schäfer fallen vor allem die komplett konträren Wesenszüge zwischen HSH und Hütehund auf. Erstere bewerten die Lage selbstständig, entscheiden selbstständig, leben 24/7 mit der Herde zusammen, die Herde vertraut "ihren" HSH, wird von diesen nicht getrieben, gezwickt oder Ähnliches, Hunde und Herde leben symbiotisch zusammen.

    Das alles ist beim Hüti komplett anders.


    Ich habe einmal bei einem Schäfer erlebt (und beim Trennen geholfen), wie der altdeutsche Tiger, ja durchaus auch eine der größeren Hüti-Rassen, einen der Kangals angegriffen hat. Der Hüti sah ganz schön alt aus dabei und hätte ohne Eingreifen unsererseits nicht überlebt. Beim Kangal brauchte man während des Trennens keine Sorgen haben, auch ich nicht, obwohl der mich grad ein paar Minuten "kannte" - der war nämlich kühl im Kopp und überlegt, im Gegensatz zum Hüti, der auch beim Trennen noch wahllos um sich geschnappt hat.

    Dieses, ich nenns mal "kaltlächelnde" der HSH, der guten HSH, ist genau das, was man im Herdenschutz braucht. Übereifrige, unüberlegte Hunde leben dort nicht lang.

    Jahnke hat HSH im Einsatz, zumindest, wenn man die Schafe im Winter alleine antrifft - auf Gründüngungsflächen zum Beispiel.

    Den Einsatz von HSH in Heidegebieten stelle ich mir echt herausfordernd vor und in wie fern lässt sich das überhaupt mit der Wanderschäferei vereinbaren?

    Es gibt einige wenige Wanderschäfer, die auch HSH dabei haben.

    Aber ja: das ist eine immense Herausforderung an Schäfer und HSH, wenn das Ganze in solchen touristischen Regionen stattfinden soll.

    Solange die Gegebenheiten in D sind wie sie sind, wird man da nur "Pioniere" finden.

    Sonst ufere ich nämlich aus. Und dann füttere ich nicht meine Sicherheit, sondern meine Ängste. Und lebe nicht im Hier und Jetzt, sondern in der Katastrophe, von der ich noch nicht mal weiß, ob sie eintritt. Und das ist ungesund, dann wird aus sinnvoller Vorsorge irrationales Horten. Oder Paranoia, Abschottung, Misstrauen gegenüber Fremden …

    Das ist so wichtig, was Du schreibst.

    Ich finde nach wie vor, dass das Wichtigste, was man in Krisen aller Art benötigt, ein gewisses Grundvertrauen in sich selbst ist, dass man sich an Gegebenheiten anpassen kann, dass man ggf. kreative und unkonventionelle Lösungen finden kann. Das ist erstmal wichtiger, als ein Keller voll mit allem möglichen Zeug und im Grunde die Grundvoraussetzung für alles Weitere.

    Ein sinnvoller Notvorrat machts einem leichter - das bleibt unbestritten. Aber mit dem Notvorrat ists ein wenig wie mit einem Rettungsring, wenn man ins Wasser fällt: mit den Beinen strampeln muss man schon noch selbst.

    @Juno2013 - ich weiß für hier im Dorf, wer nicht allein klar käme. Entsprechend würde ich da schauen gehen und meine medizinischen Ressourcen und Kompetenzen zur Verfügung stellen. Das ist in dieser Branche einfach so. Viele Beispiele in der letzten "frischen" Zeit haben gezeigt, dass es unglaublich viele Menschen gibt, die im Fall X bereit sind, sich für andere einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen.

    Irgendwo zwischen "unbesorgt in den Tag hineinleben und eine halbe Zitrone im Kühlschrank haben" und "die Nachbarn staunten, weil LkW für LkW Vorräte und Zeugs ankarrten" liegt noch ne goldene Mitte in Sachen Krisenvorsorge. Die jeder für sich selbst und seine Möglichkeiten finden sollte.

    Die berühmten 10 Tage, die das BA für Katastrophenschutz empfiehlt, sind da eine ganz gute Hausnummer.

    Und es muss tatsächlich gar nichts aus den speziellen Katastrophen-Shops/Outdoor-Ausrüster-Shops sein. Nahezu alles, was einem bei kein Strom, kein Wasser, kein Essen weiterhilft, gibts im popeligen Supermarkt.

    Einfach anfangen.

    Ja, das ist ein gutes Motto. Und ruhig auch klein anfangen. Nicht als Erstes 48 Konservendosen und dafür nix anderes. Sondern lieber tageweise vorgehen.

    1 Kerze, Streichhölzer, 1 Dose Eintopf oder so, 1 Packg. Müsliriegel, 2 Flaschen Wasser - zack, ist man schon mal den 1. Tag gut versorgt.

    Und ich bin da ganz bei Zucchini - Panik ist da fehl am Platz.

    Du wohnst eher städtisch, oder Newstart2 ?

    Da würde ich vermutlich mit 2 verschiedenen Optionen agieren.

    Wenns rein um stationäres Köcheln im Fall X geht, eine Option für den Balkon und eine Option für in der Wohnung.

    Für Balkonien wären z. B. der vorhandene Grill geeignet (und ja, Holzkohle trocknet auch wieder) oder so ein kleiner Hobo-Kocher/Bush-Box, vorausgesetzt, Du hast die Möglichkeit an kleines Holz zu kommen.

    Und für indoor tuts ein Spirituskocher (indoor würde ich eher einen gekauften nehmen, weil man mit dem Deckel auch die Flamme löschen kann, falls man sich mit der Menge Spiritus verschätzt hat) oder ein Fondue samt Brennpaste zum Warmmachen von Speisen. Würde ich richtig kochen wollen, also z. B. auch Reis und Co würde ich auf einen Camping-Gas-Kocher setzen.

    Immer Lüften, ein geeigneter Standort und zumindest vorheriges Ausprobieren unter entspannten Bedingungen vorausgesetzt.

    Im Idealfall ergänzt durch Löschdecke und Lösch-Schaum.

    Es ist immer das Eine, etwas aus Spaß an der Freude zu machen, sich gern auszuprobieren und so, aber es ist was Anderes, wenn man möglicherweise noch ungeübt ist und das Ganze einfach funktionieren MUSS. So, wie es z. B. das Eine ist, sich, wenn man eh einen Holzofen hat, Anzündholz selbst zu spalten, es aber was Anderes ist, wenn man für Hobo-Kocher oder Bush-Box kleine Hölzchen braucht und sich die erst noch zusammensammeln muss. Da würde ich mir im Baumarkt ein paar Netze Anzündholz und Anzündhilfen besorgen - als Beispiel. Das ist nämlich bereits durchgetrocknet und brennt zuverlässig. Man stelle sich vor, man ist a) bereits etwas durchgefroren b) nervös hat c) supoptimale Bedingungen (Schlagregen, der auf den Balkon fällt, feuchtes Holz oder Holz, das man erst noch spalten muss - das ist im Ernstfall dann kein Spaß mehr.

    Für einen Ernstfall sollte man es sich immer so leicht wie möglich machen.