Beiträge von McChris

    Ja, es ist schade und mich frustriert das auch. Dennoch hilft das jetzt einfach nicht weiter, sich da ellenlang drüber auszulassen.

    Es gibt bei Polyurie ganz klassische Stufendiagnostik, die ich gemeinsam mit meinem TA ganz stumpf abarbeiten würde. Da tastet man sich vom Kleinen, Wahrscheinlichem bei ausbleibenden Ergebnissen zu Größerem, Seltenerem allmählich vor.

    Wichtig ist, dass man nicht davon ausgeht, dass die Ergebnisse beim ersten Ereignis JETZT beim dritten Mal auch noch gelten. So Sachen, wie Blutwerte, Urin-Untersuchungen gehören da immer wieder neu gemacht. Die zeigen jeweils nur den momentanen Stand - was vor drei Monaten war, gilt da bereits nicht mehr.

    Wenn eine Sedierung notwendig ist, würde ich das so gestalten, dass dann unter dieser Sedierung möglichst viele Untersuchungen gemacht werden können.

    So ein Lappenzaun als Akut-Maßnahme nach Riss kann schon was bewirken - er ist aber immer genau das: eine Akut-Maßnahme, keine Dauerlösung.

    In verschiedenen Berichten aus anderen Ländern habe ich was von einer Wirkzeit von einigen Tagen bis zu zwei Wochen gelesen. Verlassen würde ich mich darauf nicht. Das Prinzip Lappenzaun beruht darauf, dass Wölfe auf solche Veränderungen erst einmal sehr vorsichtig reagieren. Je nach "Mut" oder "Erforschungsdrang" ist die Wirkdauer also sehr individuell:

    https://www.suedkurier.de/region/hochrhe…obox=1664550344

    Leider habe ich gelesen, dass in unmittelbarer Nähe zum Herkunftsbetrieb meiner Mutterkühe auch bereits Risse gewesen sind.

    Ich hatte der Rinderunion Baden-Württemberg eine Infoveranstaltung zum Thema HSH bei Mutterkühen angeboten, als Dank für die damalige Vermittlung meiner Kühe. Leider habe ich nie eine Antwort bekommen - die Einstellung ist dort ähnlich wie überall woanders auch. Also so in Richtung pauschal gegen den Wolf und weniger in Richtung, egal, was ich davon halte, ich schütze meine Tiere.

    Es macht mich immer noch traurig, wenn man Verläufe quasi vorhersagen kann, man sollte mittlerweile wissen, wie es läuft, wenn Wölfe auf ungeschützte Weidetiere treffen.

    Das ist ein Artikel, der so in etwa mein Denken in Sachen Herdenschutz wiederspiegelt.

    https://www.nrz.de/staedte/kreis-…obox=1664523716

    Zitat

    Als sich die Wölfin 2018 im Kreis Wesel niederließ, waren die Schafhalter noch nicht darauf vorbereitet, Gloria lernte so, dass sie erfolgreich über Zäune gehen und Schafe reißen kann. Das dürfe gar nicht erst passieren. Dünow wirft der Politik vor, dass viel zu spät reagiert werde. Eigentlich müsse das ganze Land Wolfsgebiet sein und Herdenschutz gefördert werden, damit die Tiere das nicht lernten.

    Grad den letzten Satz würde ich dick-fett unterstreichen wollen. Es macht es so viel leichter, wenn der Herdenschutz schon da ist, bevor der erste Wolf die Szene betritt. Das ist genau der Effekt, den ich in meiner Blase aus bereits Herdenschutz betreibenden Tierhaltern feststelle.

    Herdenschutz erfordert unglaublich viel von den Tierhaltern. Neben reinem Geld bedeutet er auch exorbitant viel Zusatzarbeit. Und wird erschwert, im Artikel wirds auch erwähnt, durch eine unaufgeklärte Bevölkerung. Die Bevölkerung über HSH aufzuklären sollte nicht auch noch den Tierhaltern aufgebürdet werden.

    Selbst bei regelmäßiger Reinigung, Filter und Co hast Du bei Zisternen und Co immer so einen schmierigen "Bio-Film" an den Wänden. Da wächst schon einiges.... Das in Kombination mit Regenwasser, das vom Dach gesammelt wird und den ganzen sonstigen Dreck, wenn auch grob gefiltert, mitbringt, ist schon eine schwierige Kombination.

    Das sollte man wirklich nur als Brauchwasser nutzen.

    Selbst unmittelbar aufgefangenes Regenwasser würde ich nur in einer wirklichen Not-Situation trinken:

    https://www.wissenschaft-im-dialog.de/projekte/wieso…man-es-trinken/


    Beim Stöbern im neuen Askari-Katalog entdeckt - auch, wenn ich finde, dass man das als gesunder, normal-beweglicher Mensch nicht braucht:

    https://www.angelsport.de/outdoor-toilet…er_0129878.html

    Viele Leuts schenken so extra abgepackte Sachen, weil sie sich wegen der Hygiene Gedanken machen, wenn da zig Leuts in so eine Nasch-Schüssel reingrabbeln - wir haben auf Station auch meist Merci bekommen. Das fand tatsächlich niemand schlimm, die Geste an sich war wichtiger. Aber wir waren auch so verfressen, dass sogar Hundekekse in Weihnachts-Form aufgemampt worden sind, die jemand von uns als Scherz auf einem Tellerchen angerichtet hatte.... :pfeif: