Beiträge von McChris

    daß mal iwo diskutiert wurde daß Wölfe aus Deichgebieten vertrieben werden sollten?

    Das hilft den Schafen aber auch nicht viel. Und ändert an den Problemen der Tierhalter auch nichts. Risse gibts dann ja erstmal trotzdem. Quasi als Feststellung "ups, der Wolf ist wieder da". Dann brauchts Zeit, bis er gefunden und vergrämt/erschossen werden konnte. Meist Zeit, in der noch mehr Risse stattfinden. Dann hat man vllt. ein halbes Jahr Ruhe, wenn überhaupt und zack, steht der nächste Wolf da. Und reisst wieder. Abschuss/Vertreiben ist kein Herdenschutz. Das wärs nur, wenn die Herde 24/7 von jemandem begleitet wird, der dann auch schiessen dürfte.

    HSH am Deich sind nicht so unmöglich, wie immer getan wird - es gibt schon mehrere Deichschäfereien, die HSH einsetzen. Nicht jeder Hund buddelt.

    Für so stark mit Fahrrädern frequentierte Deichwege wie bei Kay Krogmann hätte man Hunde tatsächlich mal aktiv von klein auf ausbilden müssen, idealerweise in genau so einem Umfeld, damit sie den schnellen Bewegungsreiz durch die Radfahrer als was unwichtiges für den Herdenschutz empfinden. Viele HSH gewöhnen sich auch ganz von selbst daran.

    Auch die HSH, die in Freiweide auf hochfrequentierten Almen eingesetzt sind, werden gesondert auf diese Anforderung ausgebildet. Das geht nicht mal eben schnell und nicht jeder - ansonsten gute - HSH eignet sich dafür.


    Hier sind mal ein paar Beispiele von Erfahrungen mit Herdenschutz an verschiedenen Deich-Typen:

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    Bei uns hat die Haltung und die Arbeit von Herdenschutzhunden keine Tradition.

    Ja, so ist das. Da werden zwangsläufig viele Fehler auf Kosten der Hunde gemacht.

    Allerdings sind da auch manche "Traditionen" nichts, was wir hier in unseren Breitengraden haben wollten. Tradition ist auch, zu sagen, dass ein von den anderen HSH getöteter Hund eben nichts getaugt hat und er deshalb eliminiert wurde. Nicht teamkompatible HSH werden von den anderen Hunden ausgemerzt, im Herdenschutz zu forsche oder falsch agierende von den Wölfen oder Bären. Das wird traditionell als natürliche Selektion betrachtet.

    Auch diese Fehlerquote ist etwas, was von "der Politik" ganz gepflegt wegignoriert wird.

    Die Alibi-Veranstaltungen zum "Sachkundenachweis Herdenschutzhund", die mittlerweile in einigen Bundesländern Voraussetzung für die Förderung sind, sind ein absoluter Witz.

    HSH sind absolut teamfähige Hunde und hervorragende Körpersprachler, aber wenn da ein Hund nicht reinpasst, warum auch immer, sind sie auch absolut kompromißlos. Da ist zwischen "Hmpf, ich glaub, die Hunde haben ein Problem untereinander" und einer überaus fatalen Eskalation nicht viel Luft.

    Auch ne Lösung:

    Was ein wenig dagegen spricht, dass das ein Hund aus dem aktiven Herdenschutz ist, ist, dass in D nur wenige Kuvasz eingesetzt werden. Ich kenn grad mal 2 und da sinds nur einzelne Hunde zwischen anderen HSH-Rassen.

    Ob diese Meldung zu dem getöteten Herdenschutzhund in dem Facebook-Video gehört?

    Scheint so, ja.

    So im Herdenschutzkontext macht die Beschreibung im Artikel etwas stutzig. Dass Wölfe einen HSH angreifen, ohne dass ein einziger von den anderen Hunden Verletzungen oder zumindest deutliche Kampfspuren trägt, ist tatsächlich unwahrscheinlich, wenn man diese Hunde tagtäglich erlebt. Die stehen da nicht daneben und schauen zu.

    Man sollte also wirklich eine schwere Auseinandersetzung der HSH untereinander nicht völlig beiseite schieben. Da gibts - leider - mehr als genug von, weil nicht jeder Weidetierhalter ein Hundemensch ist, der auftauchende Konflikte der Hunde untereinander auch erkennt und rechtzeitig eingreift.

    Man darf auch nicht unterschätzen, dass einzelne HSH-Rassen sehr unterschiedliche Vorgehensweisen haben, wenn man verschiedene Rassen zusammen einsetzt. Das schürt auch mal Konflikte.

    Bleibt nur, auf die Untersuchungsergebnisse zu warten.

    Tut mir leid, ihr seid alle so enorm freundlich, hilfsbereit und sachlich.

    Und das finde ich als User und auch als Mod sehr gut. Letztlich kann man nur so etwas erreichen. Sei es allgemein Aufklärung über Qualzuchten, sei es, einem ganz individuellem, existierendem Hund und seiner Halterin zu helfen, einen vernünftigen Weg zu finden, damit umzugehen.

    (Deshalb bin ich grad mächtig stolz auf die User hier, dass so viele das schaffen)

    Es wäre verhältnsimäßig einfach, die im Herdenschutz arbeitenden Hunde, die ggf mit Steuermitteln gefördert werden, gegen solche Waldspaziergänge zu schützen. Indem der Eigentümer Rechenschaft über den Verbleib des Hundes bzw. der Leiche schuldig ist (also z. B. indem ein Tierarzt eine Art Totenschein für den Hund mit der jeweiligen Chipnummer ausstellen muss).

    Dann kann man eine Schusswunde eher schlecht mit "plötzlicher Krankheit" des Hundes wegerklären.

    Würds nicht weit mehr Sinn machen, die HSH im Ganzen besser zu schützen?

    Die Förderpolitik mit dem 2-Hunde-Modell plus je 1 weiteren HSH pro 100 Schafe fördert zur Zeit hauptsächlich getötete HSH.

    Die 2 HSH an der 10-köpfigen Schafherde X stehen einer genauso grossen Anzahl Wölfen gegenüber, wie die 8 HSH der mehrere Hundert Tiere zählenden Schafherde Y 1 km weiter. Da passt was ganz gewaltig nicht, solange die Förderpolitik die HSH so zu reinem Verschleissmaterial deklariert.

    Meine Mc`s sind zu Dritt - auch noch kein vollständiges Team. Und dabei ists völlig egal, ob da 5 oder 40 Rinder auf der Weide stehen.

    Mehr kann und will ich hier nicht einsetzen, weil ich dafür den Rückhalt von Behörden und Co bräuchte, den es aber nicht gibt. Da ist - wieder Mal - nicht der Wolf dran Schuld.

    Es gäbe zig Ansatzpunkte, HSH im Einsatz besser zu schützen.

    Ja, auch Alter und Tod gehören dazu, aber die lange Lebensspanne davor sollten sie auch nicht egal sein.

    ...

    Du hast Dein Leben für Deine Herde gegeben. Machs gut.

    Die Frage dabei ist wohl hauptsächlich: will man was erreichen im Sinne des Hundes oder will man seinen - mehr als verständlichen - Frust loswerden?

    Mir hilft Max Frisch:

    "Man sollte die Wahrheit dem anderen wie einen Mantel hinhalten, daß er hineinschlüpfen kann - nicht wie ein nasses Tuch um den Kopf schlagen."

    Ich wäre bereits froh, wenn das Qualzuchtthema als solches akzeptiert würde, weil dann dem bereits existierenden Hund mit Sicherheit besser und rascher geholfen wird, als ohne dies. Wenns bei "das ist halt so bei dieser Rasse" bliebe, wäre das immenses Leid für das Tier.

    Sie hat sonst ganz normale Augen.

    Nein. Schau Dir mal die Augen von meinem McGyver da links im Avatar an. DAS sind normale, gesunde Hundeaugen. Da steht nichts raus, man sieht das Weisse nicht, weil die Lider eng geschlossen sind.

    Als Hundemensch macht einen das traurig, wenn man einen noch so jungen Welpen sieht, dem man bereits die ersten typischen Probleme seiner Rasse ansieht.

    Ich hätte mir gewünscht, dass Du Dich VOR dem Hundekauf hier im DF angemeldet hättest. Dann hätten wir Dich vllt. noch rechtzeitig darüber aufklären können, was Qualzucht-Rassen ausmacht und warum der Mops dazu gehört.

    Versteh das nicht falsch, niemand hat etwas gegen Mona persönlich, ich bin sicher, sie ist ein wunderbares kleines Hundemädel. Aber sie trägt die Last der Qualzuchtrassen, ihr Leben lang und das macht viele hier traurig.

    aber trotzdem bin ich unsicher ob ich morgen zum Tierarzt soll.

    Mein Motto ist da: nicht zum Tierarzt nur dann, wenn ich mir wirklich sicher bin, dass es nicht nötig ist.

    Grad als Hundeneuling (ich weiss nicht, ob Du das bist) würde ich lieber einmal mehr zum TA gehen.

    Und auch beim Welpen wäre ich immer noch nen Hauch eher beim TA.

    "Normal" sind gerötete Augen jedenfalls nicht, Du schreibst ja selbst, dass es anfangs nicht so war.

    Und nur, weil das bei Rassen mit so vorstehenden Augen häufig vorkommt, wie der TA gesagt hat, bedeutet das ja nicht, dass man da nichts unternehmen sollte.