Zumindest sieht die Riss-Statistik in diesem Bereich, in dem Gloria und Co unterwegs sind, ein wenig besser aus, als noch im Vorjahr, NRW macht da keine Angaben zu, ob Herdenschutz vorhanden war:
Beiträge von McChris
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Ich glaube auch dass die Wölfe schnell lernen würden, wenn es für sie "gefährliche" Regionen gibt.
Wie soll denn z. B. ein Wolf hier aus dem Manteler Forst, der sich in Richtung Küste aufmacht, um sich ein Territorium zu suchen, "wissen", dass sein Vorgänger vor einem halben Jahr dort vergrämt/erschossen worden ist?
Das kann doch nur funktionieren, wenns dort bereits mehrere Wölfe gibt, die das dann auch mitbekommen.
Um irgendwas verknüpfen zu können, muss es auch eine gewisse Causal-Kette geben. Deshalb werden genehmigte Abschüsse bei auffälligen Rudeln so versucht, umzusetzen, dass das tatsächlich im Angriffsfall/bei Annäherung an Herden passiert. Dann kann es ein Lernverhalten geben. Es muss schlicht immer auch wer da sein, der das noch mitbekommen kann von den Wölfen.
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Das Ding sauste vielleicht einen Meter an und vorbei.
Sowas kann man anzeigen - das ist, grad bei Jugendlichen, manchmal sehr heilsam.
Oder wahlweise den Eltern mitteilen.
Das hätte im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge gehen können.
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Lasst uns das nächstes Jahr anders machen - da stellen sich hunderttausende HH auf die Strasse und verteilen Eierlikör in grosszügigen Mengen an Böllerwillige. Ich meine: GROSSE Mengen!

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Hattet ihr schon mal einen Jahreswechsel mit den netten Nachbarn?
Nur letztes Jahr, das war wegen des Verkaufsverbots aber nicht so ausssagekräftig. Sind ja auch völlig andere jetzt als damals, die Fahrer wechseln ja ständig.
Ich hab überlegt, ob ich ihnen 2 Flaschen Whisky vorbeibringe....

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Die Mc`s sehen das bisher glücklicherweise mehr unter dem Herdenschutz-Aspekt und verbellen nahes Geböller vehement. Sollen sie, ist mir lieber, als wenn sie Schiss hätten. Bei McYassi wirds gegen Mitternacht ein wenig umschlagen, sie ist kurz vor der Läufigkeit, da ist sie sensibler dafür. Aber da gibts Käse-Würfel. Die Rinder reagieren auf die Böller glücklicherweise gar nicht, nur zuviele Heuler am Stück dürfen es nicht sein. Einer von uns ist immer draussen im Stall, wir wechseln uns ab. Da gehts hauptsächlich um Brandschutz - die Leuts sind teilweise wirklich nur noch bescheuert mit dem Geknalle. Wir haben die Scheunenfenster im Heuboden sicherheitshalber geschlossen, die sonst für die Schleiereule immer aufstehen. In sonstigen Jahren ists hier eher übersichtlich mit der Knallerei, aber momentan hört es sich jetzt schon an wie eine unkontrollierbare Polen-Böller-Apokalypse. Das ist einfach zu viel. Und ich glaube, dass die Böller-Freaks sich damit ihr eigenes Grab schaufeln werden.
Die Toleranz dafür sinkt immer mehr, weil sich ja nicht mit Feuerwerk um Mitternacht begnügt werden kann.
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Aktuell hat die Schäferin hier im Ort übrigens ihre Schafe seit zwei Tagen ohne die HSH auf den Weiden. Die Hunde sind drin, wegen der Knallerei ...
Ja, kann ich verstehen. Hier gibts heute und morgen auch keine Winterweide, allerdings gilt hier, seit die Hunde im Einsatz sind: einer für alle, alle für einen. Und das ist nicht heldenhaft gemeint, sondern mehr im Sinne von: Rinder und HSH gehören zusammen.Immer. Ist hier wegen der arrondierten Flächen und der Offenställe aber auch glücklicherweise kein Problem.
Grad konnten wir nichtmal in Ruhe füttern. Dorf. 18.00 Uhr traditionelle Fütterungszeit. Muss man böllern, klar.

Überhaupt siehts momentan gruselig aus, bisher klingt es nach unkontrollierbarer Polen-Böller-Apokalypse.
Das wird eine interessante Nacht, die ersten heimgekehrten Amazonier haben auch schon geböllert.
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aber was beim Deich auf dem Spiel steht, ist damit einfach nicht zu vergleichen.
Ja, da geb ich Dir vollkommen Recht - nur mit anderen Konsequenzen: dann MUSS dort Herdenschutz möglich gemacht werden.
Wieviele Schützen sollten denn entlang der Deiche parat sitzen, um wolfsfreie Zonen zu garantieren? Um bei Schafen grossen Schaden anzurichten, genügt ein einziger Wolf. Und die kommen immer wieder nach, selbst wenn ihr Vorgänger erschossen wurde.
Selbst, wenn es eine deutlich lockerere Abschusspolitik geben würde, macht das den Herdenschutz nicht unnötig.
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Der Tourismus ist allerdings essentiell für die Küstenregion. Von irgendwas muss der Mensch schließlich leben.
Natürlich könnte man auch den Menschen den Zugang zu den Deichen verbieten.
Natürlich ist er das - das ist doch in anderen Urlaubs-Regionen auch nicht anders.
Und es spricht doch auch überhaupt nix dagegen.
Herdenschutz mit Hunden (auch ohne) ist kein Hinderungsgrund für Tourismus. DAS muss mal in die Köppe hinein.
Meine Rinder und HSH sind hier im Dorf das häufigste Foto-Motiv für Touristen.
Klar gibts auch mal welche, die sich beschweren - das liegt z. Zt. aber noch hauptsächlich an mangelnder Aufklärung der Bevölkerung. Wenn ich als Tourist erschrecke, weil ich nicht weiss, dass da HSH im Einsatz sind und da bellen auf einmal in der Pampas drei grosse Hunde, ist das doof für die Touris, ja. Da könnte man aber - so man will - was dran ändern. (ICH kann da nix machen, an meinem Zaun hängen tonnenweise Erklärbär-Schilder, aber hier ist kein Weg am Zaun, das kann also kaum wer lesen, die Tourismuszentrale ist noch bei Anno 1822 und will keine Erklärbär-Schilder an die Parkplätze hängen oder gar mit auf die HP vom Naturpark....dann ist das für mich halt so: nicht meine Affen, nicht mein Zirkus)
Den Typ Dauer-Meckerer, der immer über irgendwas meckert - ganz ehrlich, auf den kann jede Tourismusregion getrost verzichten. Soll er doch mit dem Bobbes daheim bleiben, wenns ihm woanders nicht gefällt.
Hier ist das so schräg, hier gibts sogar Artikel in Zeitungen und Gemeindeblatt, dass Touristen sich über Baumfällarbeiten beschweren - der Wald im Fichtelgebirge stirbt vor sich hin, die Waldbesitzer verzweifeln an Trockenheit und Borkenkäfer und sind wie die Irren dabei, die Schäden möglichst in Grenzen zu halten, aber Hauptsache, ein Wanderer muss nicht mal 250 Umweg (ausgeschildert noch dazu, wir kennen ja unsere Touris
, einige verirren sich sonst) gehen und motzt über seinen angeblich ausbleibenden Urlaubsgenuß. Da gehört sich kein Zeitungsartikel, das Einzige, was sich da gehört, wäre die Frage: "Aber sonst ist alles in Ordnung mit Ihnen, hoffe ich?"Und nein, ich hab gar nix gegen Touris - aber sie stellen einen schon manches Mal vor Rätsel.
Vom gemütlichen Sofa aus lässt es sich leicht schimpfen auf wolfskritische Stimmen.
Solltest Du mich damit meinen, liegst Du völlig daneben.
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geht die Sicherheit der Menschen vor der Unversehrtheit der Wölfe.
Grad in dem Kay Krogmann-Video wird der Zusammenhang etwas anders dargestellt. Da sind HSH z. B. "unmöglich" wegen der Radfahrer am Deich.
Da wird also Tourismus über Küstenschutz gestellt, nicht der Wolf. Noch dazu unter der Fehlannahme, dass HSH dort nicht einsetzbar wären.
Herdenschutz ist nunmal nichts, was nur die Tierhalter was angeht. Das muss gesamtgesellschaftlich auch durch Verhaltensänderungen bei Erholungssuchenden getragen werden und soweit sind wir in D noch nicht.
Ob wir da je hinkommen, weiss ich nicht. Hier bei mir sehen HH es nichtmal ein, mal für 100 Meter ihre Hunde anzuleinen, an der Strasse gehts dann aber plötzlich. Die Mc`kommen damit zwar zurecht, aber sie agieren bei freilaufenden Hunden nun mal vehementer. Das ist dahingehend schade, weil die regionale Akzeptanz von HSH nun mal auch vom Bellverhalten abhängt. Je weniger die HSH zum Bellen gezwungen werden (und verdammt noch mal, ich WILL keine HSH, die auf freilaufende Hunde NICHT reagieren, diese Hunde sind genauso ein Problem wie die Wölfe für Weidetiere), desto besser ist die Akzeptanz. Nur will niemand von den Erholungssuchenden verstehen, dass das eigene Verhalten da draussen, dazu beitragen könnte. Das ist schlichtweg schräg. Dafür muss man ja nicht nackig auf einem Bein hüpfend Helene Fischer-Songs singend am Weidezaun lang, sondern nur: zügig aber nicht überhastet passieren, den eigenen Hund kurz anleinen und auf den 100 Metern nicht grad rumbrüllen, Drachen steigen lassen oder sich gegenseitig Bälle zuwerfen....Das sollte zu schaffen sein.
Das ist schon sehr ähnlich zum Alpenraum. Wenn da HSH in Freiweide nicht einsetzbar sein sollen, weil heutzutage unbedingt Hunde wirklich überall mit hingenommen werden müssen, stimmt auch da mit den "gesellschaftlichen Wertungen" was nicht. Dann ist das halt so, dass auf mit Zäunen nicht schützbaren Almen keine Wanderer-.Hunde erlaubt sind. Das Betretungsrecht der freien Landschaft in BY gilt für jedermann, nicht für jederhund und ist ein Recht, keine Pflicht. Man kann auch mal verzichten! Wenn mitgeführte Hunde Herdenschutz verunmöglichen, dann sind sie dort halt nicht mehr erlaubt, weil auch die Alm-Beweidung eine Menschen-Schutz-Beweidung ist. Es bleiben noch genug andere Almen übrig, auf denen man wegen möglicher Zäunung auch seinen Hund mitnehmen kann.
Alles einfach so weitermachen wie bisher geht nicht nur in Sachen Wolf und Herdenschutz nicht.