Beiträge von McChris

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    Go green!

    Und wenn die beim zweiten Mal tatsächlich auch über die 1,70 gehüpft sind

    Ich halte es für wahrscheinlicher, dass "nur" über die Höhe der Baustahlmatten gegangen wurde. Wölfe nehmen Anstrengungen auf sich, aber warum 1,70 springen, wenns 1,20 auch tun? Auch dabei können ja Haare am Stacheldraht hängen bleiben.

    Dies Lücke zwischen Baustahlmatte und Stacheldraht ist wirklich gross - und unterschiedlich gross, das sieht man ja auf den Bildern. Der Stacheldraht ist nicht straff gespannt, sondern mal höher mal tiefer.

    Deshalb wäre der Lückenschluss die erste Maßnahme für mich.

    Dafür, wie frustrierend und belastend das ist, habe ich vollstes Verständnis.

    mittelfristig wird der Züchter wohl aufgeben müssen,

    Der könnte seinen Zaun mit kleinen Mitteln deutlich wolfsabweisender gestalten.

    Zynischerweise sieht man auf den Fotos ja, dass da sogar schon eine 2. Isolator-Reihe unterhalb vom Stacheldraht eingeschraubt ist, da ist nur noch keine Litze drin. Damit könnte man diese wirklich große Lücke schliessen.

    Es gibt auch Abstandsisolatoren, die man in den Bauzaun einhängen kann, um dort ebenfalls noch eine Litze, besser 2 zu spannen.

    Ist wie beim Pferd, ein einfach zu taxierender Steilsprung ist einfacher als ein unübersichtliches Doppel-Hindernis.

    Heute gabs hier wieder ein Beispiel dafür, dass Herdenschutz mit Hunden soviel mehr ist, als bellende Hunde am Zaun.

    Kuh Brauni hat sich das Becken verrenkt - sie soll sich lt. TA ruhig bewegen, ohne aber Gefahr zu laufen, von den anderen Rindern angerempelt zu werden.

    Also kam sie heute bei trockenem Wetter neben die anderen Rinder auf den Treibweg. Da kann sie in Höhe der anderen auf dem Treibweg etwas Gras zupfen.

    Sie hat sich - Herdentier halt - aber nicht wohl gefühlt. Die sind ja nicht doof und wissen, dass der Zwischenzaun sie dennoch von der Herde trennt.

    Also war nix mit Gras zupfen, ein wenig im Schritt marschieren, sondern sie stand da nur und hat kleine Muhs von sich gegeben und fühlte sich einfach unwohl.

    Ich hab McGyver dazugepackt. Und schwupps, konnte Brauni entspannt Gras fressen.

    Ich weiß nicht, ob rüberkommt, wieviel das ausdrückt.

    Dass sich ein allein stehendes Herdentier mit einer vollkommen anderen Tierart mit einem Schlag so entspannt und sicher fühlen kann, weil es verstanden hat, dass die Hunde dazu gehören und auch, weil es verstanden hat, dass die Hunde Sicherheit bedeuten.

    Der - buchstäblich - springende Punkt, auf den es hier wirklich ankommt: Der Wolf ist da glatt ein- und ausgeprungen, kein Buddeln, kein Klettern, einfach ein Satz.

    Sagt wer? wollte ich eigentlich schreiben, bis ich die Bilder aus dem von Dir verlinkten Artikel gesehen habe. :shocked:

    Denkt ernsthaft jemand, dass diese Lücke so gross wie ein Scheunentor zwischen Baustahlmatten und Stacheldraht Wölfe abhalten könnte?

    Der kann da durchspringen und genauso gut völlig problemlos durchklettern, ohne je Gefahr zu laufen, den Stacheldraht, ob nun mit oder ohne Strom, zu spüren zu bekommen.

    Mir tut der Tierhalter von Herzen leid. Der hat mit Sicherheit gedacht, dass sein Zaun top ist.

    Aber mit Verlaub, dieser Zaun ist es nicht. Wirklich nicht.

    Da braucht nun wirklich keine "Story" drum aufgebauscht werden, von wegen, der Zaun wäre zig mal besser als die Anforderungen. Nein, verdammt.

    In Sachen Herdenschutz ist dieser Zaun ein völliger Flop. Das einzig Gute daran ist, dass er so tief eingegraben ist.

    Und bitte immer dran denken: ich betrachte das rein aus Herdenschutz-Sicht. Ich mein damit niemals: mei ist der Tierhalter ein Depp, sondern ich sehe den Zaun sozusagen wie bei einer Herdenschutzberatung und beurteile ihn rein nach Herdenschutzkriterien.

    (Das links daneben sieht eher aus wie eine gemähte Wiese und der hohe Bewuchs vorm Zaun sieht mir nach Schwengelrecht aus. Sprich, Zäune müssen auf dem eigenen Grund ein wenig reingesetzt werden, damit Mähwiesen, Äcker problemlos bis zu ihrem Rand bewirtschaftet werden können)

    Ernsthaft? Die typische Maschenweite von Baustahlmatten sind 15x15cm. Oder von welchem Typ sprichst du?

    Ja, die ganz normalen, gängigen Baustahlmatten, da passen Kangal-Bollerköppe auch locker durch. Also locker nicht im Sinne von "da ist noch Luft aussen", aber sie können problemlos, ohne Hängenbleiben-Gefahr den Kopp durchstecken.

    Sowas würde ich z. B. nicht als Hunde-Auslauf-Aussenzaun nehmen. Geschweige denn als wolfsabweisenden Zaun. Lass da mal ein Lamm direkt auf der anderen Zaunseite stehen, das ist schneller durchgezogen, als man papp sagen kann.

    Das ist "nur" ein Fuchs, aber wieviel da geht, kann man gut erkennen:

    https://media.giphy.com/media/l0HlMKxwnwT6J7gha/giphy.gif

    Natürlich ist das so kein Dauerzustand - aber in der anfänglichen Zeit, die sich noch viele Monate hinziehen kann, zum einen nicht zu umgehen und zum anderen auch eine wertvolle Hilfe.

    Wichtig ist, wie Ihr auch selbst schon erkannt habt, dass Ally dabei nicht überfordert wird.

    Maya hat viel mitgemacht - das soll jetzt kein Mitleid schüren, sondern nur als Erklärung dienen.

    Der für einen solchen Hund extrem kurze Aufenthalt bei Menschen bei der 1. Vermittlung hat das vermutlich nur noch schlimmer gemacht.

    Menschen waren für sie noch nie der Anker und die paar Menschen, an die sie sich ein wenig gewöhnen konnte, waren dann plötzlich wieder weg.

    Da ists verständlich, dass sie sich nur an dem orientiert, was sie kennt: andere Hunde.

    Das Gute daran, dass sie mit Ally gemeinsam vieles schafft, ist, dass sie es überhaupt schafft. Das gibt ein wenig Optimismus für Eure gemeinsame Zukunft.

    Mein Vorschlag wäre, sich an einen TA für Verhaltenstherapie zu wenden, um einen guten Überblick zu bekommen, was Maya jetzt braucht, um sich besser an Euch Menschen zu gewöhnen, was Maya jetzt braucht, um sich später ein wenig von Ally lösen zu können und worauf Ihr jetzt achten müsst, um entstehendes Vertrauen nicht wieder kaputt zu machen. Viele Verhaltenstierärzte kennen übrigens auch besonders geeignete Hundetrainer, mit denen sie häufiger zusammen arbeiten.

    HIer ist ein Link zur Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin mit Kontaktadressen:

    http://www.gtvmt.de/

    Es geht da nicht darum, dass der Zaun zu hoch ist. Es geht darum, dass er den Anforderungen an Herdenschutz und auch Tierschutz nicht genügt.

    Durch Baustahlmatten passen sowohl Wolfs- als auch unbehörnte Schafsköpfe z. B. - ich zweifel auch daran, dass man Baustahlmatten als lämmersicher bezeichnen kann.

    Wenn der elektrifizierte Stacheldraht nicht zusätzlich über eine Erdungslitze verfügt, schafft der potentiell vorhandene Erdungseffekt durch die eingegrabenen Baustahlmatten nur ein leichtes Bruzzeln, keinen effizient abschreckenden elektrischen Schlag. Die Wölfe können da einfach drüberklettern.

    Dass da das Ergebnis "kein Mindestschutz vorhanden" zustandekommt, wundert mich nicht.

    Das ist ein Zaunmodell, das durch massives Aussehen beeindruckt, wolfsabweisend ist es nicht. Deshalb sind da auch keine Anforderungen "übertroffen", sie sind schlichtweg nicht erfüllt.

    So richtig was Negatives fällt mir gar nicht ein - der Platz klingt grossartig für z. B. einen älteren, unkomplizierten Abgabehund, der keine grossen Verhaltensbaustellen hat.

    Je größer und älter der Hund kann es sein, was auch schon angesprochen wurde, dass er vllt. irgendwann nicht mehr mit ins obere Geschoss kann, das muss aber, je nachdem, wie sich das Leben im Haus abspielt, kein allzu grosses Problem sein. Einen kleineren Hund könnte man die Treppe jeweils tragen, sofern das nötig werden sollte.

    Sie haben ja einen erfahrenen Hundemenschen als Ansprechpartner, nämlich Dich. Und sowas ist doch optimal.