Wenn in NRW das eingegrabene Knotengeflecht als Untergrabungsschutz ausreichend ist, dann könnte das ein offiziell wolfsabweisender Zaun sein, ja.
Das Hauptaugenmerk liegt bei dem Zaun nach Aussagen des Betreibers aber darin, die Pferde IM Areal zu halten, also die Sorgfaltspflicht als Halter, was Ausbrüche angeht, deren Gefahr in Wolfsanwesenheit deutlich größer ist als ohne.
Ich persönlich würde immer auf zusätzliche Elektrifizierung als Untergrabungsschutz setzen, idealerweise mit 2 Reihen E-Zaun, eine bei 20 und eine bei 40 cm, denn soweit ich weiss, gibts noch keine grossartigen Erfahrungen damit, wie lange so ein eingegrabener Knotengeflecht-Zaun unter der Erde intakt bleibt. Wenn ich mir verzinkte Wühlmaus-Gitter anschaue, die korridieren trotzdem irgendwann. E-Zaun-Kontakt hält Wölfe noch am ehesten davon ab, es mit Klettern zu versuchen.
Es ist neben allem anderen aber auch eine Katastrophe, daß dieser Wildzaun nicht nur die Wölfe abhält, sondern jeglichen Wildtieren, die größer als ein Hase sind, den Wildwechsel abschneidet und den Lebensraum wegnimmt.
Da sind um die 400 ha eingezäunt, ich denke, man kann davon ausgehen, dass da zahlreiche Wildtiere auch innerhalb noch einen guten Lebensraum haben. Problematisch wird irgendwann die abgeschnittene Verbindung zu anderen Populationen werden, was die genetische Vielfalt angeht.