Beiträge von McChris

    Dafür hat sich ein Fohlen gleich im ersten Jahr mit der tiefen unteren Litze fürchterlich das Bein verletzt, trotz der Riesenfläche drumrum blöd dazwischengekommen und Sehne durch.

    Das tut mir leid.

    Etwas mehr Sicherheit kann man erreichen, wenn man für die unteren Reihen Litze mit niedriger Bruchlast nimmt. Die reissen dann aber wirklich schnell.

    Ich frag mich grad: hab jetzt ICH das Mutanten-Wild oder Du? :lol: Vielleicht sollten meine Zaunüberwinder-Populationen mal ein paar Ninja-Gene zu Euch hoch schicken.

    Ich habe auch überlegt ob die Rehe nicht sogar drüber hüpfen über den "normalen" Wolfszaun?

    Meist springen sie in bequemer Höhe durch die Litzen oder Drähte durch.

    Drüber gehen sie bei mir aber auch übers Schafsnetz.

    Hier auf der Ranch natürlich nur auf eingezäunten Flächen, auf denen grad keine Mc`s sind - da kommt dann keiner rein.

    Hier gibts eine ganze Video-Reihe zur Wilddurchlässigkeit von Wolfszäunen, halt keine Knoten-Gitter-Monster-Barrikaden, sondern in der Praxis reichlich vorkommende Elektrozäune:

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    Du immer mit Deinen "Festungen" :lol:

    Durch meinen Reihen-E-Zaun geht alles an Wild durch, was es hier gibt: Rehe, Feldhasen, Dachs, Fuchs, Schweinchen. Wenn da nix schlabbert am Zaun, bleibt auch keiner hängen.

    Mobile Zäune wie Schafsnetze sind ja i. d. R. genau das: mobil und nicht ständig vorhanden. (Und selbst da bomben sich Schweinchen und Dachs durch, wenns sein muss, der Fuchs kommt rüber, genauso wie erwachsene Rehe).

    Was tragischerweise :hust: ausgesperrt wird, sind die Erholungssuchenden. Das sehe ich allerdings eher als deutlichen Pluspunkt.

    Wenn in NRW das eingegrabene Knotengeflecht als Untergrabungsschutz ausreichend ist, dann könnte das ein offiziell wolfsabweisender Zaun sein, ja.

    Das Hauptaugenmerk liegt bei dem Zaun nach Aussagen des Betreibers aber darin, die Pferde IM Areal zu halten, also die Sorgfaltspflicht als Halter, was Ausbrüche angeht, deren Gefahr in Wolfsanwesenheit deutlich größer ist als ohne.

    Ich persönlich würde immer auf zusätzliche Elektrifizierung als Untergrabungsschutz setzen, idealerweise mit 2 Reihen E-Zaun, eine bei 20 und eine bei 40 cm, denn soweit ich weiss, gibts noch keine grossartigen Erfahrungen damit, wie lange so ein eingegrabener Knotengeflecht-Zaun unter der Erde intakt bleibt. Wenn ich mir verzinkte Wühlmaus-Gitter anschaue, die korridieren trotzdem irgendwann. E-Zaun-Kontakt hält Wölfe noch am ehesten davon ab, es mit Klettern zu versuchen.

    Es ist neben allem anderen aber auch eine Katastrophe, daß dieser Wildzaun nicht nur die Wölfe abhält, sondern jeglichen Wildtieren, die größer als ein Hase sind, den Wildwechsel abschneidet und den Lebensraum wegnimmt.

    Da sind um die 400 ha eingezäunt, ich denke, man kann davon ausgehen, dass da zahlreiche Wildtiere auch innerhalb noch einen guten Lebensraum haben. Problematisch wird irgendwann die abgeschnittene Verbindung zu anderen Populationen werden, was die genetische Vielfalt angeht.

    Vielleicht wurde durch den Regen in den letzten Tagen Dünger aus der Erde hochgespült, sodass der auch auf den Wiesen neben dem Feld war?

    Das macht keinen Sinn - wenn im Herbst gedüngt worden ist, ist dieser Dünger längst aufgelöst und von den Mikroorganismen im Boden "eingearbeitet", da löst sich nichts mehr und da wird auch nichts ausgespült. Gespritzt wird ausserhalb der Vegetationsphase auch nicht, das fällt also auch weg.

    Sowas ähnliches kenne ich von Buschwindröschen - die gehören zu den ersten Frühblühern im Frühjahr und das Grün davon, also lange bevor sie blühen, kann argen Juckreiz bis hin zu Hautreizungen auslösen. Schau sie Dir vllt. mal auf Bildern an, die Blätter sind recht einprägsam. Die kommen hier auch an den Rändern der Felder vor. Meist kommen sie im Februar/März aus dem Boden, aber in diesem milden Winter sicher auch schon eher.

    Wenn ich sie abgebe dann werde ich BC in Not nutzen.

    Das wäre das Beste ja.

    Nochmal fürs Verständnis: Deine Kleine ist nicht einfach ein unruhiger Welpe, sie ist ein hochgradig gestresster Welpe. So hochgradiger Stress macht körperlich krank. Damit sie gesund werden kann, muss sie SOFORT aus diesen krankmachenden Situationen heraus.

    Bitte versteh das.

    Da ist es nicht mit "in 2 Wochen trainieren wir mal ein wenig" getan - Dein Hundekind muss so schnell es geht zu jemandem, der sich mit diesem Hundetyp auskennt und der von Anfang an ganz genau weiss, wie er mit dem völlig fertigen Hundekind umgehen muss, damit a) der Schaden nicht noch größer wird und b) sie wirklich möglichst schnell zur Ruhe kommen kann. Bis der bisher aufkumulierte Stress abgebaut ist, wird es Wochen dauern.

    Das ist als Hundeneuling/Rasseneuling nicht zu schaffen.

    Und das ist unter Deinen Bedingungen, an denen Du nichts ändern kannst, nicht zu schaffen.

    Bitte wende Dich so schnell Du kannst an BC in Not.

    Manchmal sieht Hilfe anders aus, als man sich vorgestellt hat - Du hast der Kurzen geholfen, indem Du sie da raus geholt hast und Du kannst ihr vor allem damit helfen, dass Du sie in wirklich kundige Hände weitergibst.