Beiträge von McChris

    Aus unschönem Anlass (Hodentumor bei McGyver - die sind beim Hund aber nur selten bösartig, die Histologie steht aber noch aus) haben wir jetzt nochmal ganz frisch die Erfahrung gemacht, dass man mit einem Hund, der das Grundprinzip kennt, auch in für ihn Ausnahmesitutionen ganz viel adhoc und ohne grossen Zeitverlust erarbeiten kann, wenn der TA sich redlich bemüht, das mitzumachen.

    Montag hatten wir den 1. Vorstellungstermin in der Klinik mit einer super-bemühten TÄ, die sich zunehmend begeistert drauf eingelassen hat, mit Kooperationssignal zu arbeiten.

    Da gingen dann Abhören, Fieber messen, Klöten abtasten, Bauchultraschall (im Stehen, das geht bei grossen Hunden ganz gut) mit "Etappen-Markern" völlig problemlos.

    Und gestern war OP-Tag, da ist ja der Haken, dass man nicht mit Leckerlis arbeiten kann, aber da ich immer zusätzlich auch verbal lobe, hat McGyver gut mitgemacht. "Zugang legen" hatten wir daheim ein paar Mal theoretisch durchgespielt, also mit Stauen, Vene suchen, aber nur mit Fingernagel-Pieks. Und eben stillhalten, bis alles fertig ist. Das ging dank der wunderbar mitmachenden TÄ wirklich grossartig. Nur das Lungen-Röntgen haben wir - schon im Vorfeld abgesprochen - unter Narkose machen lassen, um dem gestressten Hund (die sind hier im Einsatz immer nackig - dort mit MK, Geschirr und Halsband, Autofahren können sie zwar grundsätzlich, machen es aber nur selten, dann die vielen fremden Menschen und der "Kultur-Schock" für einen sonst sehr naturnah lebenden Hund, der plötzlich in der Zivilisation unterwegs ist, das ist schon wirklich viel für einen HSH im Einsatz) nicht zuviel auf einmal zuzumuten.


    Ich war mega-stolz auf den Hunde-Buben. Dem es jetzt schon wieder viel zu gut geht. |)

    Die Wundversorgung haben wir uns aktuell auch erarbeitet - wieder mit Leckerli.

    Jetzt warten wir noch auf die Histologie, da aber Lunge und Leber und Lymphknoten absolut unauffällig waren und die ersten, schon vorhandenen Organwerte auch, geht die Klinik davon aus, dass gutartig absolut wahrscheinlich ist.

    wenn die sauber sind, sehe ich kein Problem

    Das bei Deinem TA sind dann aber vermutlich Hunde, die tatsächlich auch zusammenleben?

    Eine dogwalker-Hundegruppe ist da für mich noch was anderes, selbst, wenn die Hunde sich schon länger vom täglichen Gassigang kennen, sie leben nicht zusammen und da gibts dann noch ganz andere Variablen für eine eskalierende Gruppendynamik.

    ...

    Das ist ein furchtbares Ereignis - ich weiß gar nicht richtig, wie ich in Worte fassen soll, wie unglaublich tough ich die dogwalkerin finde, weil sie bis zum Schluss versucht hat, Einzelpersonen vom Helfen abzuhalten, weil sie wusste, wie gefährlich das für den Helfer ist.

    Bei Rissen können oft sogar Wolfsindividuen bestimmt werden, also z. B. ein bestimmter bekannter Rüde eines bestimmten Rudels. Oder ein Jungwolf aus einem bayerischen Rudel wird auf einmal hoch im Norden nachgewiesen.

    Oder etwas gröbere Angaben wie "Wolf aus der Alpenpopulation".

    Wenn geeignetes Material vorhanden ist, sollte ein "sicheres" Ergebnis möglich sein.

    Hier ist mal ein aktuelles Beispiel:

    https://www.natuerlich-jagd.de/news/wolfshybr…n-nachgewiesen/

    Bis ein HSH einem durch körperliches Anrempeln, Pöbeln, Schnappen klar macht, dass ihm Grenzen fehlen, ist davor - in diesem Fall offensichtlich vollkommen unbemerkt - schon viel, viel, viel mehr passiert, was Odin zu dem Schluss hat kommen lassen, dass er nun, als erst 7-monatiger Jungspund, anfangen muss, die Führung zu übernehmen, Euch und die Kinder maßzuregeln und Besucher abzuchecken. Das ist kein "Haha, der denkt, er wäre klein und kann seine Kraft nicht einschätzen.", das ist ein junger Hund einer höchst eigenständigen Rasse mit noch seltsamen Vorstellungen von der Welt, der das Gefühl hat, sich kümmern zu müssen, weil es sonst niemand tut.

    Soll heissen, da stimmen die Grundlagen des Miteinanders nicht.

    Das ohne Trainer korrigieren? Vergiss es.

    Das wäre zum Scheitern verurteilt und ggf. mit wirklich schlimmen Ereignissen verbunden.

    Wenns bei Euch keine hsh-erfahrenen Trainer in der Nähe gibt (nah genug sollte er schon sein, Ihr braucht ihn ein paar Takte länger), gäbe es ggf. noch die Möglichkeit zu schauen, ob bei Euch in der Näher herdenschützende Tierhalter sind, die mit HSH arbeiten. Die könnten Dir auch weiterhelfen.

    Ohne Trainer beim Selber-Rumdoktoren mit Elementen wie "Hund runterdrücken" wird das in einigen Monaten eskalieren. Dann steht die ganze Familie wie die Orgelpfeifen stramm, weil der Pyri nicht möchte, dass Ihr in die Nähe seines Wassernapfs kommt. Oder irgendwie sowas. Es kann auch eine Socke, ein Brotkrümel, die Haustür oder ein imaginärer Mupfel sein. Vielleicht wird auch als Erstes ein Besucher gebissen, HSH went wrong hat viele Gesichter.

    Wenns wirklich niemanden im Umfeld gibt, der Euch weiterhelfen kann: gebt Odin an den Züchter zurück. Ohne Trainer/Anleitung vor Ort wird das nichts.

    Mit 7 Monaten hat er in hsh-erfahrenen Händen noch die Möglichkeit, sich zu HSH at its best zu entwickeln.

    Du musst dort überhaupt keine Fotos zeigen wenn du nicht willst.

    Äh - doch, ja, natürlich existiert ein Pfoto-Thread in erster Linie dafür, um auch Fotos zu zeigen. Da steht nicht umsonst als "Untertitel": "Stellt Eure Hunde mit Fotos vor".

    Das muss nicht gleich im ersten Beitrag sein, aber Pfoto-Threads, die über zig Seiten keine Fotos haben, machen einfach keinen Sinn.

    Alles, was ich bisher in Sachen zaunspringende Wölfe gehört, gelesen und gesehen habe, war wenn: komplett oben drüber.

    Warum das so ist - keine Ahnung.

    Hunde z. B. reagieren extrem empfindlich auf Elektrozäune, weit empfindlicher als andere Tierarten. Warum - keine Ahnung.

    Sonst wären HSH auch gar nicht einsetzbar. Wenn den Mc`s der Hase vor der Nase durch den Zaun schlüpft, gehen sie dennoch nicht hinterher.

    Diese Eigenschaft war auch der Auslöser dafür, warum Hunde eigentlich nicht hinter E-Zaun gehalten werden dürfen und es für die HSH im Einsatz eine extra Ausnahmegenehmigung gebraucht hat.

    Möglicherweise reagieren Wölfe ähnlich empfindlich auf E-Zaun.

    Ich seh das so oft beim Rausbringen der Rinder und Mc`s - die haben z. T. unterschiedliche Taktiken, aber die Variante "zwischen 2. und 3. Reihe durchhopsen" ist die häufigste. Die senken den Kopf zum "Einfädeln" und springen dann. Das geht ratz-fatz, wenn die die Technik raus haben. Die berühren die obere Litze dabei, aber die flutscht einfach drüber und es gibt im Sprung ja keinen Schlag. Hasen springen auch. Das ist, als wäre da kein Zaun, einfach ein Hopser. Der Fuchs ist so klug, dass er weiss, dass er sich bei Schnee auch einfach unten drunter durchquetschen kann - im Sommer springt er.