Denkt einfach darüber nach und vor allem auch daran was ist wenn es nicht so läuft wie man sich das vorgestellt hat.
Das hast Du sehr treffend geschrieben, Steffi.
Solche Hunde sind immer irgendwie "Überraschungseier" - und man sollte sich ihrer nur annehmen, wenn man flexibel genug ist, sich auf ihre Eigenheiten einstellen zu können. Wenn man schon eine feste Vorstellung im Kopf hat, wie "DER" Hund sein soll, Finger weg.
Der Begriff "Straßenhund" ist m. E. nicht besonders aussagekräftig. Es gibt ja auch noch Strand- und Wald- oder "Pampas"-Hunde...
Oft wird der Begriff zum Mitleid-Heischen genutzt und sagt herzlich wenig über so dinge wie Umweltsicherheit, Umgang mit Menschen, etc. aus....
Falls das wen interessiert, ich hatte vor einiger Zeit mal "MENSCH-Hund-Spielbilder" gemacht, weil mein Liebster sich immer wunderte, dass unsere Dogge das Spiel mit ihm immer bald abbrach...
Daraus ist eine kleine Serie mit Erklärungen geworden - interessant, weil sich manche körpersprachlichen Signale auch mal wieder abschwächen oder aufheben können.
Auf dem oberen Doggen-Bild kann man bei aller Aufmerksamkeit der Dogge sehen, dass sie ihren Fang ganz entspannt leicht geöffnet hat - sie beobachtet zwar recht intensiv, was da hinten so los ist, es herrscht aber noch keine "helle Aufregung" und auch noch kein "Handlungseinfall" wie "da renn ich jetzt hin" - da registriert sie nur, dass da was ist, ist aber noch nicht in dem Entscheidungsprozeß, ob sie selbst handeln will oder nicht.
Auf dem zweiten Doggenbild ist der Fang fest geschlossen - grundsätzlich ein Signal für irgendeine "Anspannung", im Zusammenhang mit der Situation "Hase voraus" und dem "Jagdmodus" hier ein Zeichen für einen ernsthaft jagenden Hund - ich könnte mir vorstellen, dass Doba früher schon mal Erfolg bei der Jagd hatte. Bei Hunden, die "einfach nur so" ohne bisherige Jagderfolge hinter einem Hasen herdüsen (wie z. B. der Podenco...), fehlt in der gesamten Körperhaltung oft die absolute Entschlossenheit des wirklichen Jägers.
Meine Güte, das klingt recht pathetisch, aber mir fällt keine bessere Beschreibung ein.
Ne andere Frage: Das Schnauze schlabbern ist doch Beschwichtigung. Was heißt das dann, wenn ein ranghöherer sehr intensiv an dem rangniederen Hund an der Schnauze schlabbert und auch im Maul? Johnny macht das ganz gern, aber halt auch bei nele, die die Chefin ist.
Das Belecken der Schnauze/Zähne und auch anderer Körperteile bei einem anderen Hund, kann auch mal der Zur-Schau-Stellung der eigenen Überlegenheit dienen. Unsere Oma Jenni war bei allen anderen Hunden immer für die Ohrenpflege zuständig. Manchmal sind es auch "hundegruppen-spezifische" Mischbilder, die sich so eingespielt haben. Kommt immer auf den Zusammenhang an, in dem dieses Belecken gezeigt wird.
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Da KÖNNTE es zu bunt geworden sein, der stehende Hund hat irgendwie zwischen den beiden Bildern seinen Unmut kund getan und der liegende Hund KÖNNTE grad beschwichtigend die Schnauze vom Stehenden lecken... Aber ich seh kaum was! Das ist mehr so geraten jetzt.
Gerade bei frechen Welpen, die erst noch SOVIEL lernen müssen, lege ich auf die Mitarbeit von anderen - Souveränität vorausgesetzt - Hunden großen Wert.
Die können das einfach besser als ich! Besser dosiert, angemessen und genau so lang und deutlich, wie Welpi es braucht....
Und für mich bleibt ja noch die Übungseinheit "Umgang Welpi mit Mensch übrig" - schön, wenn da Hunde schon mal ein wenig vorgearbeitet haben, das macht es mir leichter...
Der Hase, über den Podenco Janosch wirklich gestolpert ist im hohen Gras, ist aufgesprungen und auf der Flucht. Und Doba schaltet prompt in den Jagdmodus um und startet durch. Im tiefen, geduckten Raubtier-Sprint...alle Sinne auf den Hasen gerichtet...und wenn man den festen Fang und den entschlossenen Blick betrachtet, sieht man, dass sie es absolut ernst meint.
Wie hieß dann das nächste Kommando ?
Das Kommando hieß "Janosch, Doba NEIN!" in 180 Dezibel... Und hat gewirkt.
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Killerkatze nähert sich armen, kleinem unschuldigen Hund. Der sieht beschwichtigend weg (Blick weg und sicherheitshalber auch den ganzen Kopf abgewandt), weil der Killerkater den Hund direkt anstarrt.
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Killerkater schleicht vorbei, immer den Hund "dominierend" anstarrend, Hund nimmt den Kopf ein wenig nach vorn, um den Killerkater im Auge zu behalten.
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Hund fühlt sich sichtlich unwohl - Killerkater schräg im Nacken, fieses Gefühl! Hunde-Mimik hat durch die Veränderung im Fang (leicht zurückgezogene Mundwinkel) einen deutlich unsicher-fragenden Ausdruck. Hund versucht, Killerkater im Auge zu behalten.
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Kater entschwindet -- Hund sieht schon etwas entspannter hinterher, Kater sieht Hund nicht mehr an, Hund wird locker (sinkt auf die linke Schulter) Wieder eine Begegnung mit dem Killer-Kater überlebt!
Bei uns hat auch die Katz die Hunde im Griff. Und interessant, wie sehr die Tiere auch zwischenartlich auf die Körpersprache reagieren.