Beiträge von McChris

    Hallo,

    ein Hilfsangebot fände ich auch großartig, wobei ich noch mal nachhaken möchte, ob sich die Unverträglichkeit zwischen den Hunden evtl. schlicht im Hof abgespielt hat?

    DANN könnte es nämlich sein, dass die Hunde sich bei einem Spaziergang dennoch vertragen, ich könnte mir nämlich vorstellen, dass die Hündin den Hof als "ihren" okkupiert hat, wie Hündinnen nun mal oft so drauf sind.

    Wenn einer der Söhne kommt - wie wäre es mit einem gemeinsamen Spaziergang zum Ausprobieren, dann kann man anfangs etwas Abstand halten und sich allmählich rantasten.

    die Hündin einfach häufiger mal in die Wohnung zu nehmen, wäre sicher auch angebracht - da wirst Du ein wenig hartnäckig sein müssen und das immer wieder ruhig und nett zur Sprache bringen - so kommt man nämlich erfahrungsgemäß am Weitesten - z. B. so: "Ich muss heute lernen und mich dabei konzentrieren, könnten Sie die Hündin heute nachmittag mal drinnen lassen?"

    Mit "liebevoller Kreativität" kann man recht weit kommen....

    LG, Chris

    Vor gefühlt 3000 Seiten habe ich ja schon mal meine Meinung offenbart - und bin zum Teil immer noch und immer wieder erschüttert, wieviel Intoleranz bei einigen Usern vorherscht, deren Tierliebe sich tatsächlich nur auf die eigenen Vierbeiner beschränkt.

    Meine - offenbar ja recht krasse Meinung - dazu ist: Wir HH, die wir die Öffentlichkeit ungefragt und ungebeten weit mehr mit unseren Hunden und ja, auch deren Hinterlassenschaften "beglücken", als Katzen, die einem nämlich nur in einem übersichtlichen Umfeld begegnen, sollten doch wohl in der Lage sein, die gar nicht mal so öffentliche Existenz von Katzen hinnehmen zu können, ohne dass gleich "Mord und Totschlag" und Haß auf Katzen und deren Besitzer herrscht...

    Die Öffentlichkeit darf von überall hinpieselnden Hunden "beglückt" werden - wehe aber, es pieselt ein Kater an die EIGENE Hauswand - klar, jetzt kommt wieder der Aufschrei "Also ICH achte darauf, dass mein Rüde nicht an die Hecke vom Nachbarn strullt..." - aber die Wahrheit ist, zahlreiche HH achten eben nicht drauf...

    Können wir, die soviel Toleranz von allen möglichen anderen erwarten, nicht einfach ein klein wenig toleranter anderen Tieren gegenüber sein?

    Das, was einige hier gegen Katzen anbringen, könnte uns HH in tausendfacher Vergrößerung aufs Brot geschmiert werden.

    Warum kann man nicht einfach einen Hauch toleranter sein - wenn alle das wären, wäre das Leben wesentlich friedvoller, nur, irgendeiner muss damit anfangen...

    Die Katzenkacke-Geplagten Gartenbesitzer (nicht immer, aber oft dieselben, die ihren Hund ohne zu stutzen auf einen Acker oder eine Futterwiese ka...cken lassen würden....), könnten doch z. B. ihren Nachbarn um ein Katzenklo-Schäufelchen bitten -damit kann man nämlich prima die Häufchen aus der Gartenerde rauskriegen, diese in einem kleinen Eimer gesammelt und dem Nachbarn zur Kompostierung oder sonstigen Entsorgung über dne Zaun reichen und tschüß.

    Man kann doch im Sinne aller über fast alles miteinander reden und wenn man sich ernsthaft bemüht, sind fast immer auch für beide Nachbarn gute Kompromisse machbar.

    Ich bin froh, in einem Dorf wie meinem zu leben - wo alles, wenn ich so einiges HIER so lese - offensichtlich extrem locker gesehen wird, wo bei Problemen miteinander oder mit den Tieren tatsächlich noch der Mund zu einem Gespräch geöffnet wird - und seltsamerweise immer irgendwelche Lösungen für Probleme gefunden werden können, mit denen alle Beteiligten gut leben können.

    Lg, Chris

    Zitat

    Keine Rangordnung? ich bin der Überzeigung, dass es bei Hunden gleichen Geschlechts die zusammenleben immer einen gibt der wichtiger ist.
    Auch Patricia McConnell spricht, besonders im "Am anderen Ende der leine" oft von rangordnung bei ihren Hunden.
    Und das man selber Chef ist, ändert daran doch nix. Die erbittertsten Kämpfe gibt es in der Mitte, oben und unten fällt meist raus.
    Nicht falsch verstehen, ich würde die es jetzt auch nicht ausprügeln lassen, trotzdem wage ich ein Rangfreies Rudel zu bezweifeln.

    Ich komm nun nicht aus der Verhaltensbiologie, um nun korrekt definitionsgemäß mit dem Wörtchen "Rangordnung" umgehen zu können.

    Natürlich gibt es auch unter Hunden, die nicht nach dem "Rangordnungs-Prinzip" gehalten werden, immer situativ bedingt, Hunde, die gerade eine Handlungsentscheidung treffen, Hunde, die einfach mitziehen oder Hunde, die sich aus allem raushalten.

    Das hängt sehr von den individuellen Wesenszügen der Hunde ab - selbstsichere Typen, Mitläufer-Typen, "unentschlossene" Typen.
    Hunde, die "ohne große Berücksichtigung auf Rangordnung" gehalten werden, sind ja dennoch keine willenlosen Zombies - die haben ihre Vorlieben und Abneigungen und "Kleinkram" dürfen meine auch durchaus selbst entscheiden und in angemessen Bahnen (was ich an der Beschädigungs-Frage im körperlichen, wie auch seelischen Sinn ausmache) untereinander regeln.

    Wenn Hund A gerne da liegen würde, wo Hund B grad liegt und es ohne Probleme durchhsetzen kann, dass Hund B aufsteht und sich woanders hinlegt - ist das für mich absolut ok.

    Das ist dann in meinen Augen einfach ein selbsbewußter Hund, der weiß, was er will und das auch durchsetzen kann - ohne Schaden für andere.

    Ist das dann ein ranghoher Hund?

    Derselbe Hund kann sich in einer völlig anderen Situation - etwa beim Spielen auf einmal nicht so durchsetzen - Hund B ergattert das Spieli und zieht damit ab - wer ist nun der ranghöhere?
    Hat das überhaupt etwas mit Rangordnung zu tun oder ist das einfach nur situativ bedingt?

    In unserer Haltung, die den Hunden ein gewisses Maß an Entscheidungsmöglichkeiten im Umgang miteinander läßt, kommt es aber auf keinen Fall ständig im Umgang mit den Hunden darauf an, auf solche Dinge achten zu müssen.

    Da wird das mit dem Hund getan, was uns gerade sinnig, wichtig oder angebracht erscheint.

    Große Entscheidungen werden von uns Zweibeinern getroffen - z. B. die Frage, welches neue Mitglied in die Hundegruppe aufgenommen wird.

    Aber unsere Hunde würden nie auf den Trichter kommen, Entscheidungen zu treffen wie die, dass der andere eine Konkurrenz darstellt und ständig angegangen werden müßte. Oder, sich vorzudrängeln, weil sie vermeintlich "ranghöher" sind, oder sich das Futter des anderen zu schnappen oder was auch immer sich in schon etwas vitaler-geprägten Bereichen abspielen könnte.

    In unserer Haltung gibt es keine Hunde, die irgendwo ganz oben mitspielen und es gibt noch nicht einmal Hunde, die im oberen Mittelfeld mitspielen - wobei man sich im Klaren darüber sein muss, dass eine "Rangordnung" im tieferen Sinne durchaus auch bedeuten kann, dass in einer Hundegruppe verschiedene Hunde in verschiedenen Momenten das "Sagen" hätten und eine Rangordnung nicht immer unmittelbar linear sortiert verläuft. Das "obere Mittelfeld" kommt in der Rangordnungsfrage erst zum Tragen, wenn sich ganz oben Probleme abzeichnen -

    Wenn ICH also schreibe, dass meine HH sich ohne Rangordnung abspielt, meine ich damit, dass die "großen", vitalen Entscheidungen definitiv nicht von meinen Hunden getroffen werden.


    LG, Chris

    Völlig unabhängig von der rein rechtlichen Frage, würde ich bei meinen Hunden nicht dulden, dass sie Katzen töten.

    Hier auf dem Dorf rennen so viele Katzen rum, die auch immer mal auf unserem Gelände landen, das ist halt so. Manche gehören noch nicht mal wem. Unsere Hunde unterscheiden zwar durchaus zwischen eigenen und "Femdkatzen" - aber dennoch lassen sie sich auch von Katzen "ganz normal" abrufen. Das ist doch nur eine Frage des Trainings - und meine Hunde haben z. T. auch großen Jagdtrieb.

    Im beschriebenen Fall würde ich meinen Hund erstmal nicht mehr unbeaufsichtigt im Garten lassen - schietegal, ob damit meine persönliche "Freiheit" eingeschränkt ist, oder nicht.
    Ich rufe auch mein Pony zurück (ja, auch Ponys können das Wörtchen NEIN lernen...), wenn Touris so dämlich sind, ihre Hunde auf meinen Weiden laufen zu lassen, der würd auch in Tötungsabsicht auf die Hunde gehen - das Argument "die Katze ist selbst schuld", spricht in meinen Augen nicht unbedingt für allzuviel Herzensbildung...

    Ich finde es immer schade, wenn sich die Tierliebe nur auf die eigenen Haustiere beschränkt.

    WENN sowas trotz allen Aufpassens mal passiert - dann ist das so. Das täte mir leid für die betroffene Katze und ich würde mit Sicherheit zusammen mit dem Nachbarn nach einer Lösung suchen - z. B. einem zaun, der zumindest den bisherigen Zugang zu meinem Garten erschwert für die Katzen.

    Wir mögen doch alle unsere Tiere - da kann man sich doch gegenseitig behilflich sein und ein paar Kompromisse eingehen.

    LG, Chris

    Kein Mensch, dessen Tier irgendwie in Not geraten sein könnte, wird sauer reagieren, wenn man sich diesem Tier angenommen hat.

    Info an TH, Polizei, etc. ist doch schon mal gut.
    Ich würd noch "Gefunden-Plakate" bei Euch in der Gegend aufhängen - wenn jemand nach seiner Katze sucht, dann läuft er ja durch die Gegend dabei und sieht die dann schon.

    Wenn Du ihn nicht behalten kannst, bring ihn halt ins TH. Da ist er sicher immer noch besser aufgehoben, als draußen unterwegs.

    LG, Chris

    Noch eine Ergänzung, grad in Bezug auf den Post von dobi-clique:

    ICH bin ein Vertreter der Mehrhundehalter, die die Hunde fast GAR NIX selber regeln lassen - bei uns gibt es unter den Hunden keine Rangordnung, die haben sich alle recht gesittet und umgänglich zu benehmen - das kann man den Herrschaften sehr gut beibringen - ganz einfach aus dem Grund, weil Hunde, die so gehalten werden wie meine, im vermeintlichen Rangordnungssystem an Positionen SO weit unten angesiedelt wären, dass Rangordnungskämpfe, die nur die oberste Etage betreffen, absolut unnötig sind.

    Und schwupps - hat man eine recht harmonische Hundegruppe, in der es zwar auch mal ne Kabbelei gibt, aber das sind nur kurze Momente, in denen es um kleinere Ressourcen geht und vor allem sind es Momente völlig regelkonformer Hundekommunikation.

    Dazu kann ich das Buch "Einmal Meutechef und zurück" von Patricia McCornell empfehlen.

    LG, Chris

    Hallo,
    die Situation, die Ihr da grad mit Euren drei Hunden habt, ist mit die unglücklichste, die entstehen kann, wenn man die "Hunde das unter sich ausmachen" läßt.

    Wenn Ihr jetzt nicht die Notbremse zieht - aber dafür bist Du ja hier gelandet! - wird es so weitergehen, dass der Jungspund immer mehr versuchen wird, Euren Älteren zu vertreiben und da dieser nicht abhauen kann, wird das Ganze böse enden...schlimmstenfalls - bei den doch sehr unterschiedlichen Größenverhältnissen - mit dem Tod des Älteren.

    Ich schreib das so resolut, damit Ihr Euch darüber im Klaren seid, WIE ERNST die Situation bei Euch zu hause gerade ist und WIE DRINGEND Ihr am besten zunächst mal einen Profi zu Hilfe holen solltet.

    Da kann man Hundeerfahrung haben bis zum Umfallen - jeder neue Hund stellt einen vor neue Anforderungen, die man manchmal nicht allein gelöst bekommt, weil man im Laufe der Zeit auch ein wenig "betriebsblind" wird. Und Hunde auszubilden und zu halten ist immer noch ein gänzlich anderes Kapitel als das Management einer Hundegruppe. Bei letzterem kommt es noch weitaus mehr darauf an, die Hunde in ihrem Verhalten richtig "lesen" zu können, so wie Du bisher schreibst, zeigen sich da noch große Lücken momentan...

    Laßt unbedingt einen mit der Mehrhundehaltung sehr vertrauten Hundetrainer "draufschauen". Und zwar am besten gestern noch!

    Bis dahin:

    ALLES meiden, was schon zu Konflikten geführt hat. Z. B. getrennt füttern, Futter nicht rumstehen lassen, mehrere Wassernäpfe aufstellen.
    Spielzeuge weg und auch die paar Tage bis zum Hundetrainer die menschlichen Zuneigungen drastisch "einkürzen" - bis Ihr gezeigt bekommt, worauf Ihr achten müßt.

    LG, chris