Beiträge von McChris

    Hallo,
    ich antworte mal als Tierphysiotherapeutin - "klar" kommen eigentlich alle Hunde mit der Amputation einer Gliedmaße - im beschriebenen Fall wäre es vermutlich mit der Amputation der Pfote allein nicht getan, weil ein langer Stumpf oft noch zusätzliche Probleme schafft - bei großen, schweren Rassen oder extrem bewegungsfreudigen Hunden ist aber sicherlich die Gefahr größer, dass sich früher oder später vermehrt Überlastungen bemerkbar machen - Arthrose, etc.

    DAS wäre allerdings für mich kein Argument, dem Hund - wenn machbar und wenn der Tumor noch nicht gestreut hat - noch einige tolle Jahre rauszuschinden.

    Da immer die Gefahr des Streuens besteht, sollte die Frage inwieweit eine Amputation Sinn macht, sehr BALD geklärt werden, am besten wirklich noch mit einer Zweitmeinung (z. B. von der potentiell operierenden TK) - jegliches Abwarten verringert die Chancen des Hundes oft sehr dramatisch.

    Hier ein Link zu Informationen über dreibeinige Hunde:

    http://www.tierphysiotherapie-homburg.de/news/wissenswe…ibeinige-hunde/

    LG, Chris

    Zitat

    Übrigens würde ich das mit keinem Hund machen, bei dem ich nicht die Chance darauf sehe, dass in der Situation irgendwann die Entspannung folgt. Sonst wäre das ja nicht das Training, dass ich meine ;)

    Ich "nutze" durchaus auch sehr verschiedene Möglichkeiten, einem Hund in seiner Angstbewältigung zu helfen - platt gesagt unter der Rubrik "das musst Du jetzt einfach mal aushalten (mit meiner HIlfe) als "Unterform" des Floodings - aber eben nur bis zu einem bestimmten "Angstlevel". Und eben diesen Angstlevel einzuschätzen - dazu gehört schon Einiges an Wissen/Erfahrung und genau das ist der Punkt, an dem zu unbedarfte Herangehensweisen in die Hose gehen können.

    Einfach nur deshalb kam noch mal meine ernste Anmerkung nach der Holzhammer-Methode - nicht dass Lieschen Müller-Schmidt hier mitliest, ihre an DCM erkrankte Dogge (oder andere typische Herzrasse) maximaler Panik aussetzt und sich dann über den plötzlichen Herztod wundert....

    LG, chris

    Zitat

    Ein gesunder Hund stirbt bei einer Panikattacke?

    Wenn wir beide unter "Panik" dasselbe verstehen, kann das wirklich vorkommen, ja. In dem Moment, wenn wie oben beschrieben ein Hund/Tier für einen längeren Zeitraum dem größten angstauslösenden Moment ausgesetzt wird, kann die hormonelle Antwort so "entarten", dass die "Streßhormone" z. B. zu Herzrhythmusstörungen führen.

    Häufiger als bei Hunden findet man dieses Geschehen bei Wildtieren - z. B. "krank" geschossene Hasen, deren Verletzungsmuster sie fluchtunfähig macht, das aber eigentlich kein Grund zum Sterben wäre - nähert sich der Jäger, sterben diese Hasen oft am plötzlichen Herztod durch Über-Erregung aufgrund ihrer Panik.

    Mir fehlen nun leider die verhaltensbiologischen Hintergründe, um die korrekte Wortwahl zu treffen - aber in dem Moment, in dem ein Tier wirklich Todesangst hat, kann die oben beschriebene Vorgehensweise des Floodings tödlich enden.

    LG, Chris

    Und weil aller guten Dinge drei sind....

    Bei sowas ist es immer "gut", wenn man schon beide Seiten kennen lernen konnte.

    Denn dann ist man eher in der Lage, ein wenig globaler zu denken und auch die Folgen, die mein "Fehlverhalten" und daraus folgernd das meines Hundes für andere hat, nachzuvollziehen.

    Und dann wird man plötzlich ganz ruhig und bescheiden, entschuldigt sich ganz selbstverständlich bei eigenem Mist, wird etwas lockerer, wenn anderen mal Fehler passieren und kann hoffen, dass andere beim nächsten Mal die eigenen Fehler auch leichter verzeihen können...

    Fehler machen wir alle mal, dafür sind Hunde Hunde und Menschen Menschen....- bei noch so guter Ausbildung gibt es immer einen gewissen Faktor X, der dazu führt, dass einer unserer beliebtesten Sätze so häufig gesagt wird - das hat der noch nie gemacht (ein Satz, den ich tatsächlich jeweils als wahr akzeptiere...)

    LG, Chris

    Jetzt nochmal,

    ähnliches ist sicher schon den meisten von uns passiert, nämlich, dass unsere Hunde mal in bestimmten Ausbildungsständen Bohnen in den Ohren hatten, oder wir HH selbst unachtsam oder einfach mal einen Moment zu dusselig gewesen sind, um rechtzeitig das Geschehen zu beeinflussen.

    Die Frage wie man als derjenige damit umgeht, der das dann ausbaden muss, ist in meinen Augen allerdings tatsächlich nur zweitrangig. Das hängt von sovielen Faktoren ab - lies mal die ganzen Beiträge von Leuten, die mit ihren Hunden an der Leinenaggression arbeiten und was die über Hunde sagen, die unkontrolliert auf ihre zustürmen...

    Treten ist kein schönes Mittel - aber manchmal, gerade, wenn die anderen in der Überzahl sind, einfach eines der naheliegenden...

    Das Hochzerren am Halsband ist eigentlich ein absolutes No-Go - aber ich kann mir wirklich vorstellen, dass auch das nur aus der Not heraus geschehen ist (was es nicht besser, aber entschuldbarer macht...)

    Beruhig Du Dich erstmal wieder, schluck Deinen Ärger, sicher auch auf Dich selbst runter, und arbeite dran, mit Deinem Hund zu arbeiten, etwas vorausschauender zu handeln und dann ist das bald vergessen...

    LG, Chris

    Dann komm mal wieder runter von Deiner Wut.

    Solange man nicht die Beweggründe kennt, die diese beiden Männer für ihr Verhalten hatten (Hund erst vor einer Woche zusammengebissen worden, z. B.), ist es schwer, sich ein Urteil zu erlauben, ob sie sich nun so völlig daneben benommen haben oder nicht. Für den einen ist das, was dem anderen wie eine völlig harmlose Situation vorkommt, nun mal leider ein Angriff auf Leben und Tod....

    Arbeite mit Deinem Hund am Abruf, dann bringst Du weder Dich, noch Deinen Hund noch andere Menschen und Hunde in doofe Situationen.

    *Tee rüberschieb*

    LG, Chris