Hallo,
Wooni-Nina hats schon gut erklärt.
Wiese ist nicht gleich Wiese, auch wenn sie alle irgendwie der Futtergewinnung dienen.
Es gibt Wiesen, die bei noch recht kurzem Aufwuchs gemäht werden, um z. B. als Frischfutter für Rinder oder Schweine zu dienen. Da sind Lauf- und Trampelspuren bereits bei einem noch recht niedrigem Aufwuchs problematisch, weil diese Spuren vom Mähwerk nicht immer erfaßt werden können.
Nicht alle HH sind so vernünftig wie Du und sammeln den Kot ein - Hundekot in allen Futtermitteln (Frisch, Silage, Heu) ist ekelig für den, der damit umgehen muss (nicht alle Landwirte haben High-Tec-Betriebe, da ist auch noch viel Handarbeit bei...) und birgt entweder die Gefahr von gesundheitlichen Störungen (Giardien, Kokzidien, etc), was mit erheblichen Kosten für die Landwirte verbunden ist oder verdirbt bei gärigem Futter die Qualität durch Schimmelbildung. Auch wieder vermeidbare Kosten....
Deshalb sind für viele Landwirte HH ein ziemlich rotes Tuch...
Ausserdem wird in vielen Bundesländern das Betretungsrecht der "freien Natur" für jedermann (die es kaum noch gibt, weil fast alles Land irgendwie genutzt wird) nur ausserhalb der Aufwuchsphase gestattet - und die beginnt je nach Standort schon weit vor Mai, oft schon Anfang April.
Schon allein in "eigener Sache" sollte man im Frühjahr recht vorsichtig sein - je nach Düngemittel oder eingesetztem Spritzmittel kann das Betreten des so harmlos aussehenden Grünes mit wunden Pfoten oder sogar leichten Vergiftungserscheinungen für den Hund enden.
Und letzten Endes ist einfach ein wenig Respekt vor dem eigentum anderer (das man ja unter bestimmten Bedingen auch wieder mitnutzen darf - im ganzen Winterhalbjahr, jeweils kurz nach der Mahd, da spricht nämlich nichts dagegen, wenn man sich entsprechend benimmt) und vor allem der Tatsache, das diese anderen damit ihren Lebensunterhalt bestreiten, angebracht.
LG, Chris