Beiträge von McChris

    Hallo,
    grundsätzlich ist die Gabe von Anabolika dann angebracht und sinnvoll, wenn die Tiere selbst für leichte Physiotherapie in einem zu bescheidenen Zustand sind - man steckt da in dem "Teufelskreis", dass der Hund von einem Muskelaufbau absolut profitieren könnte, aber die Grundlagen für diesen normalen Muskelaufbau auf "sportlichem" Weg eben nicht gegeben sind.

    DANN ist die Gabe eines Anabolikums durchaus sinnvoll, wenn man darauf aufbauend erst mit einer leichten Physiotherapie beginnen kann und die aufgrund der anabolen Wirkung dann im Verlauf steigern kann.

    Nur so - ohne weitere Maßnahmen, ist es nicht besonders sinnvoll.

    Die Nebenwirkungen sind ganz individuell auf den einzelnen Hund abzuwägen - aber da kennt Deine TÄ den Hund ja und ist sicher in der Lage, Dir das Für und Wider auf Deinen Hund bezogen, erklären zu können.

    LG, Chris

    Wie das im Leben so ist, kommt jetzt noch eine gegenläufige Meinung ins Spiel... :lol:

    Auch wenn mein letzter Welpe schon ne Weile her ist - Welpen durften immer auch in der Wohnung spielen.
    Weil Spielen einfach wichtig ist - weil Spielen nur draußen bei manchen "Pi...wetter-Tagen" doof ist und weil viele kleine Spielphasen einfach dazu gehören.

    Einschränkungen gab es nur, wenn sich das Spielen zu sehr verselbständigte und der Welpe dabei zu sehr aufgedreht ist - dann gab es eine "angeordnete Zwangspause". In einem Welpengehege - das schont die Nerven der erwachsenen Hunde, die das Wort "Hundefeierabend" kennen und dem auch gern nachgehen würden, die aber auch immer bereitwillig auf die Spiel-Versuche eines Welpen eingehen würden. Der Welpe kommt zur Ruhe und hat den nötigen Ausgleich zwischen Spiel und Ruhe, den er so dringend braucht.

    Wenn die Welpen-Blödsinn-Phase allmählich einschläft, die Zeiten draußen länger werden, kommt die "drinnen ist Ruhe angesagt"-Phase fast von allein.

    Ich denke gar nicht mal so sehr, dass es von Anfang an auf die absolut strikte Trennung von drinnen-Ruhe und draußen-Äktschn ankommt, sondern ich glaube viel mehr, dass man nur das Welpen-Spielverhalten im Auge behalten können muss, um bei "Überdrehung" eine Notbremse ziehen zu können.

    LG, Chris

    Jetzt hab ich fünf mal angefangen zu schreiben und rumgedruckst wie blöd - aber genau DAS hätte ich schreiben wollen, wenn mir die richtigen Worte eingefallen wären....

    LG, Chris

    Zitat

    Also das ist jetzt nicht so, dass ich das Gefühl hab "boa, geht garnicht - Hund muss ins Auto".
    Es klingelt - jemand kommt (grade bei Geburtstagen wo alle auf Etappen kommen was ganz tolles) - Sie bellt 1-2 Min. und dann kriegt sie sich auch wieder ein. Dann lass ich sie je nach Verhalten und wer es ist noch so 2-5 Min. an der Leine neben mir liegen und wenn ich merke - ok, sie hat sich eingekriegt, maschiert sie wieder ohne Leine los. Wenn sie jemand dann wirklich nicht mag brummelt sie denn ganz leise an und geht ihm ausm Weg.

    Wenn ich jetzt NUR das, ohne die Analdrüsen-Geschichte, gelesen hätte, würde ich das Verhalten Deiner Hündin mehr als "Unsicherheit" denn als Angst, geschweige denn Panik bezeichnen.

    Ein wirklich panischer Hund würde sich nie so schnell "einkriegen", während der Auslöser noch in der Nähe ist...

    Ich bin jetzt erst einmal verwirrt....

    Vielleicht kannst Du die Situationen mal NOCH genauer beschreiben, entleeren sich die Anladrüsen immer nur während sie aus Unsicherheit bellt?

    Nicht, das das Ganze doch nur eine rein physikalische Geschichte ist "Druckerhöhung im Bauch beim Bellen und volle Anladrüsen..."

    LG, Chris

    Zitat


    Und wenn mein Hund genervt ist kann sie ja auch einfach weggehen (hinter ihr war der ganze freie Raum, da war niemand.).

    Und genau das Weggehen als Alternative kann man den Hunden wirklich gut beibringen.

    Ich habe nun keine Vergleichsmöglichkeiten in Bezug auf Babys, aber all unsere Hunde haben z. B. gelernt, unsere alte, mittlerweile verstorbene Hunde-Omi, absolut in Ruhe zu lassen - auch, wenn diese auf ihren dementen Traumpfaden zu dicht an denen vorbeigeschlappt ist und die anderern so genervt hat. Die Hunde-Omi konnte nichts dafür, fast blind und taub hat sie mit dem warnenden Brummeln der anderen nichts anfangen können, aber die anderen konnten ja auch nichts dafür.

    Da hieß es dann für uns, einige Wochen lang verstärkt die Hunde zu beobachten und man merkt das "Genervt-Sein" eines Hundes ja meist schon weit vor dem ersten Warnknurrer, gar Abschnapper und dem jeweiligen Hund dann den "Ausweg" weggehen zu zeigen, immer wieder und wieder - bei dem einen ging es schneller, bei dem anderen mussten wir mehr nachhelfen, aber alle haben es gelernt. Das Weggehen wurde beim allerersten Anzeichen des Genervt-Seins abverlangt, der Hund gelobt, wenn er sich woanders hingelegt hat und jedes "gute" Verhalten des Hundes grundsätzlich verbal bestätigt.

    Wenn also z. b. die Omi bei ihren Wanderungen einfach unter einem anderen Hund durchmarschiert ist, der so :schockiert: guckte, aber mucksmäuschenstill stehenblieb - gabs ein dickes Lob. Auch für jedes Warten oder gar zurückweichen, wenn sich die Laufpfade kreuzten - dickes Lob. Wollte Jenni trinken und ein anderer Hund war schon am Napf und machte einen Schritt zurück - dickes Lob.

    Das "Ich bin genervt, also gehe ich" hat sich nach kurzer Zeit bei allen sehr unterschiedlichen vier Hunden absolut zuverlässig etabliert.

    Das wirklich schwierige war der Umgang mit dem Knurren - verbieten wollte ich es nicht, aber gleichzeitig dem Hund klar machen, dass allerspätestens dann der Punkt zum Weggehen gekommen ist. Es gab also kein nein oder aus dafür, sondern ein "Zwischending" einen leicht mahnend ausgeprochenen Hundenamen in Kombination mit der Anweisung, den Platz zu wechseln. Und dann sofort ein dickes Lob dafür.

    Man kann es sicher nicht hundertpro vergleichen - so´n altes Hunde-Ömchen und ein Baby, aber die Grundlagen, ein Lebewesen für den Hund im Grunde für Tabu zu erklären, sind sicher ähnlich.

    LG, Chris

    Nochmal an die TS,

    irgendein netter Kollege hier im Forum hat mal ein "Streßtagebuch" geschrieben - mal was zum einlesen für Dich, vielleicht.

    Und eine noch nettere Kollegin hier im Forum hat mal den "Angsthund-Thread" gestartet, eine Sammlung von Problemlösungs-Möglichkeiten bei den verschiedensten Angst-Situationen, in die Hunde so geraten können.
    Auch da ist bestimmt was für Dich und Deine Hündin dabei.

    (Einfach die Titel in die Forumssuche eingeben)

    LG, Chris

    Zitat


    Ich hab (hatte) ja einen recht schweren Fall von Stresshund zu Hause, und selbst der hat nur zweimal seine Analdrüse entleert aufgrund einer plötzlichen Panik.

    Darf ich mal kurz nachhaken - läuft das nun als ein "meßbarer" Parameter, an dem man das Ausmaß der Panik ablesen kann?

    Denn - obwohl ich es vom vegetativen NS her nachvollziehen kann - begegnet ist es mir bisher (glücklicherweise) noch nicht.

    LG, Chris

    Egal, in welcher Branche ich grad unterwegs bin - die Regel "Es wird immer das als Anhalt genommen, was der "Schwächste" in der Gruppe leisten kann", gilt überall.

    Bin ich mit Pony als Handpferd unterwegs, nimmt das Großpferd mit meiner Hilfe Rücksicht auf den "Schwächeren".
    Bin ich mit allen Hunden unterwegs, passen wir uns alle dem Tempo des behinderten Yorkies an.
    Will ich das Testament unserer alten Hündin erfüllen und mein Liebster kommt mit noch ner Dogge nicht zurecht, wirds halt was ne Nummer kleiner...

    Das kann doch nicht so schwer sein. *haarerauf*

    Aufgeschoben ist nicht aufgehoben und ja, man kann in die Hundehaltung reinwachsen und ja, auch kleinere (bzw. hier ja durchaus schon größere Hunde) sind richtige Hunde...
    Man könnte jetzt z. B. das "mädelfreundlichere" Hundemodell wählen, sie in die HH reinwachsen lassen und zeitgleich eine "Rotti-Desensibilisierung" machen - dann kann man in ein, zwei Jahren evtl ja endlich das Rotti-Projekt (oder den zweiten Zergpinscher...) in Angriff nehmen....

    Manchmal glaub ich, braucht es mehr Selbstbewußtsein, mal ein wenig zurückzustecken und abzuwarten, als immer seinen Willen auf der Stelle durchzusetzen...

    Steter Rotti-Tropfen höhlt den Stein - wenns denn jetzt aus durchaus verständlichen Gründen noch nicht geht, sieht es in einem Jahr vielleicht schon ganz anders aus...

    LG, Chris