Es ist blauäugig zu glauben, dass nur schlechtes/ dummes Verhalten der Wanderer zu Vorfällen mit Rindern führen.
Das behauptet ja auch niemand.
Nur, wenn ich so vergleiche, was man in Rinderhalter-Lehrgängen lernt und wie man als Rinderhalter mit seinen Tieren umgeht und was da im Alltag z. B. auf der Almhütte da im untersten Video meines letzten Beitrags passiert, rollen sich mir die Fussnägel hoch.
Rinder sind für ihre Größe, ihr Gewicht und ihre potentielle Kampfkraft unglaublich friedfertige Tiere.
Ne Freundin von mir hat mal bei einer Attacke von Rindern zu ihren Hunden nen Wanderstock geschrottet.
Sie hat dann hoffentlich Bescheid gesagt danach - sowohl, was das Verhalten der Rinder anging, als auch damit der Halter beim Rind nachsehen konnte, ob es durch den Stock verletzt worden ist.
Ich würde meinen Tieren so einen Tourismus-Kram nicht zumuten wollen. Die Alm-Betriebe haben diese Wahl nicht. Wenn denn dann müssten m. M. n. die Tourismus-Verbände dafür sorgen, dass die Wanderwege umgelegt werden, ausgezäunt werden oder was auch immer notwendig ist, um Touristen und Weidetiere voneinander auf Abstand zu halten.
Jetzt die 100 Punkte Frage, was macht man mit einem Hund, an dem die Kühe großes negatives Interesse zeigen und man ihn quasi ableinen müsste, aber dieser Hund definitiv freudig auf die Kühe zugehen würde und es nicht rafft, dass diese grade gar nicht cool drauf sind?
Ihn nicht in solche Situationen bringen.