Beiträge von McChris

    Das dürfte ein längerwieriges Projekt werden, ja.

    Aber mit einer Kombination aus immer wieder mähen und komplette Pflanzen durch Ausreissen entfernen, sollte sie sich zurückdrängen lassen.

    Die blüht ja über eine längere Zeitspanne, deshalb ist mehrfaches Mähen bis in den späten Herbst hinein, im Idealfall vor der Blüte, aber auf jeden Fall vor der Samenbildung wichtig. Das schwächt die Pflanzen schon enorm, weil sie immer wieder neu austreiben müssen.

    Ob die nach dem Mähen in die Notreife geht, weiss ich nicht.

    Ich würde mir die Fläche wohl in Abschnitte aufteilen. Und dann abschnittsweise komplett mit Wurzeln entfernen und die übrigen Abschnitte derweil durch Mähen in Schach halten.

    Die Fläche, durch die unser Wanderweg ging und auf der sie eingezäunt waren, war wirklich klein. Die Herde sehr groß. Und es gab absolut keinen Weg drumherum

    Sowas geht halt solange gut, bis es irgendwann nicht mehr gut geht.

    Da reichts, wenn vor einem ein paar Wanderer oder gar Hundehalter Bockmist gebaut haben.

    Oder eben, ja zunehmend, die Präsenz von Großraubtieren.

    Wenn man schwierige Begegnungen hatte, sollte man unbedingt dem Tourismusverband in der Region Bescheid geben. Ein Landwirt, der seine Tiere dort stehen hat, muss ja wissen, wenn es Probleme gibt. Sonst kann er nicht reagieren.

    Hier die 2 süßen Babys (mit Abstand und Zoom aufgenommen):

    Auch da sieht man schon Einiges:

    - beide Tiere haben das Ohr auf Dich fokussiert

    - das rechte größere Tier hat das Auge etwas "enger", das scheint Dich also auch blicklich zu fokussieren

    Das ist soweit erstmal "normal", ist ja klar, dass die Tiere jeden im Auge haben, der da durchläuft.

    Kämen da jetzt noch unruhige Bewegungen ins Spiel - sowohl vom Kopf, vom Schwanz, als auch plötzliche Wechsel der Liegeposition, bahnt sich eine Beunruhigung der Tiere an und spätestens da, sollte man so deeskalierend wie möglich kommunizieren, was beim Rind einfach ist: mehr Abstand reinbringen.

    Bei den beiden wäre meine erste, innerliche Frage gewesen: wo ist der Rest der Herde? Damit ich auch die im Blick halten kann und nicht versehentlich zwischen Juntiere und Herde gerate.

    Oder eher so eine Sicherheitsgeschichte beim Menschen, daß es deutlich besser ist, die Gefahr im Auge zu behalten, während man sich zurückzieht, und demtentsprechen noch sich korrigieren kann?

    Ja, so in etwa. Kommunikation funktioniert ja nur, wenn beide Gesprächspartner auch mitbekommen können, was der andere mitteilt.

    Und Rinder gehen von den eigenen Gegebenheiten aus, nämlich einer recht guten "Rundum-Sicht", bis auf den absolut toten Fleck. Sie gehen also davon aus, dass man Kopfschlenker auch schräg von hinten noch wahrnehmen kann - und wenn man darauf nicht reagiert, werden sie halt deutlicher.

    Die Tiere stehen und liegen oft auch mitten auf dem Weg und man hat im Grunde gar keine Chance, als nah dran vorbei zu gehen.

    Am besten versuchst Du es mit non-verbaler Kommunikation.

    Man kann z. B. auf Distanz kurz stehenbleiben, übersetzt als "höfliche Anfrage", ob man kurz die Individualdistanz unterschreiten darf.

    Man kann nach dem Stehenbleiben, wenn die liegenden/stehenden Rinder nicht unruhig reagieren, langsam wieder losgehen, so weit es möglich ist, ein "Bogen-Laufen" andeuten, auch den Oberkörper leicht weg vom Rind drehen, es nicht anstarren (aber natürlich im Auge behalten), niemals frontal auf sie zulaufen, freundlich mit ihnen reden.

    NIe so laufen, gleich dreimal nicht mit Hund, dass auf einmal ein Kalb allein auf der einen Seite von Dir ist und der Rest der Herde auf der anderen Seite.

    Rinder können mit je einem Auge einen sehr großen Sichtradius abdecken - sie sehen da allerdings sehr unscharf, deshalb sind ruhige, unhektische Bewegungen wichtig und die gleichzeitige freundliche Ansprache. Genau hinter sich haben Rinder einen toten Winkel im Blickfeld - also niemals von unmittelbar hinten quasi auf Zehenspitzen anschleichen, das erschreckt sie. Das Ohrenspiel beobachten. Vorm warnenden Kopfschlagen kommt oft ein unwilliges Schwanzschlagen, als Zeichen der zunehmenden Unruhe. All das ist noch Kommunikation vom Rind, auf die man mit Rückzug reagieren kann und da genügen meist wenige Meter, um aus dem Wohlfühlbereich des Rindes zu verschwinden.