Beiträge von McChris

    Das ist aber wohl Teil vom Krankheitsbild.

    Ja, das ist wohl so.

    dass man diese Menschen danach engmaschig überwachen muss, weil sie sofort weitermachen.

    Wobei gefühlt überdurchschnittlich viele Tierhalter, die im Fokus der Veterinärbehörden sind, umziehen. Und dann oft in den Zuständigkeitsbereich eines anderen Veterinäramts, was den Behörden die Arbeit zusätzlich erschwert.

    Was immer nicht so hinhaut ist die Sache mit der Frauenhygiene ( ihr wisst was ich meine :hust: ) da gibt es noch Verbesserungsbedarf.

    Ich bin ja schon soweit, dass ich Tampons nur noch als praktische Feuerstarter sehe :lol:, aber ich hatte Mens-Tassen für diese Zwecke angeschafft und bin dann nach Ausprobieren auch so darauf umgestiegen. Vllt. wäre das ja eine Idee für Dich.

    In der benachbarten Kleinstadt:

    https://www.kurier.de/inhalt.ueberfu…95c3aca0a3.html

    Ist ein Bezahlartikel - kurz zusammengefasst: auch hier klagen die Halter wieder gegen Wegnahme der Tiere, gegen die Kommunikation vom Veterninäramt und gegen die zu zahlenden Kosten für Unterbringung und Tierarzt, dabei hatten sie bereits 2/2023 die mündliche Anordnung, den Tierbestand massiv zu verringern. Stattdessen waren sie umgezogen (allerdings innerhalb des amtsveterinärlichen Bereiches) und haben nichts an der katastrophalen Haltung geändert. 14 Hunde auf 18m² voller Fäkalien, keine Möglichkeit, sich überhaupt hinzulegen, dazwischen massiv gestresste Katzen, die Hunde in gesundheitlich bedenklichem Zustand, so mitgenommen, dass sie bei Beschlagnahmung die Wohnung nicht auf eigenen Füßen verlassen konnten. Die Beschlagnahmung war 12/23. Kosten für Unterbringung und TA: € 31.000,-

    Die Halter haben die Klage verloren.

    Ich finde es erschreckend, in wievielen Fällen von Animal Hoarding überhaupt keine Einsicht von Seiten der Halter da ist, selbst dann nicht, wenn die Beweislast von massiven gesundheitlichen Problemen, die unbehandelt geblieben sind, so deutlich ist.

    Gibt unterschiedliche Wege, wie man dazu beitragen kann, die Gesellschaft insgesamt zu entlasten.

    Das ist mir für den Fall der Krisenvorsorge einfach zu theoretisch. Da kann man drüber diskutieren und sicher wunderbare und anregende Stunden damit verbringen, praktischen Nutzen dabei, im Fall X die knappen personellen Ressourcen sinnvoll einsetzen zu können, gewinnt man dadurch nicht.

    Ich habe viel mit Menschen mit psychischen und chronischen Erkrankungen zu tun sowie mit Menschen mit Behinderungen in unterschiedlichen Ausführungen. Genauso mit Menschen in anders anstrengenden Lebenssituationen.

    Genau diese Menschen gehören für mich zu denjenigen für die die knappen personellen Ressourcen im Fall X dann da sein sollten. Nämlich denen, die sich nicht selbst helfen können.

    Wer es aber KANN, der sollte es tun. Und da erst kommt für mich das Wörtchen "individuell" ins Spiel. Nämlich bei der Frage, ob ich die empfohlenen 10 Tage Krisenvorsorge mit Wasser und Müsliriegel satt bei Kerzenschein verbringen möchte oder mit kochbarem Essen, Dosenkuchen und Espresso zum Nachtisch und Stricken bei Campinglaternenlicht oder mit Notriegeln am Lagerfeuer oder oder oder...Hauptsache, man kriegt die empfohlenen 10 Tage irgendwie leidlich rum.

    Es gibt Leute, ich zum Beispiel, die keinen Platz für Vorratshaltung haben. Und dann gibts Leute (zu denen gehöre jetzt nicht ich), die kein Geld für Vorratshaltung haben. Darf man auch nicht vergessen.

    Unter solchen Voraussetzungen ist es mit Sicherheit deutlich schwieriger.

    Aber das wirklich GAR NICHTS geht, halte ich für eher selten.
    Wenn eins keinen Vorrat für 10 Tage anlegen kann - dann vllt. wenigstens für einen/zwei/drei.

    Letztlich zählt für die Hilfskräfte jede Entlastung im Notfall. Jeder Mensch, der sich im Ernstfall einen, zwei......, mehr Tage selbst helfen kann, trägt dazu bei, dass wichtige Ressourcen nicht fehlbelastet werden.

    ....


    Man muss bitte auch immer dran denken, dass ein großer Teil der Katastrophenhelfer ehrenamtlich tätig ist. Auch die haben Familie, vllt. einen Hund, vllt. ein krankes Kind oder die zu pflegende Oma daheim. Auch die müssen vllt. im Fall X zusehen, wie sie ihre eigene Familie versorgen oder sogar darauf vertrauen, dass die irgendwie selbst klar kommen.

    Will man denen dann wirklich sagen "ich fand die Wasserkästen in der Ecke hinterm Sofa so hässlich" oder "ich hatte kein Geld für ne Packung Knäckebrot, aber wo kann ich bitte mein I-Phone aufladen?" (Das ist jetzt extra dramaturgisch überzogen - wir wollten ja hin zu Emotionen) Während diese seit Jahren regelmäßig in der Freizeit Übungen veranstalten, sich fortbilden, ggf. selbst finanzierte Notfallausrüstung für andere im Auto haben, um für den Fall X bereit zu sein?

    Das kann man doch nicht machen. :ka:

    Ich finde leider kein Video in meiner Sammlung dazu - vermutlich weil Filmende im Fall X immer eher die "Steller" unter den HSH in Aktion filmen, als den vermeintlich unauffällig agierenden Herdenhund. Ich schätze, das meiste macht die Beziehung der Herdentiere zu ihren Hunden, dass die Herdentiere wissen, dass die Hunde sie schützen und die HSH müssen nervöse Tiere eher kurz dran erinnern, dass sie ja da sind. Und das geht über Präsenz und Bindungsverhalten am einfachsten.

    Aber zumindest ein Gefühl davon, wie sehr HSH ihr Verhalten auf ihre Tiere einstellen können, kann dieses Video hier in einem ganz anderen Kontext (neugeborene Zicklein) vermitteln, da weiss der Hund auch, was er tun muss, damit die Ziege ihn Kontakt aufnehmen lässt:

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    Kannst du erklären, wie dieses Verhalten genau aussieht? Versucht er wirklich aktiv zu besänftigen ?

    Das ist einmal die blosse Präsenz von ihm - er geht dann halt zu den nervösen Rindern hin und stellt sich auch demonstrativ zwischen sie und den Auslöser, aber er geht je nach Situation auch zum einzelnen Rind und beruhigt es z. B. durch Nasenkontakt.

    Bei der Situation im Auslauf - die, wie ich mittlerweile denke, darauf beruht hat, dass der (Nacht-)Auslauf mit 400 m² verhältnismäßig klein ist und die Rinder sich nicht wie auf der Weide ein wenig entfernen konnten vom Auslöser - sind die Rinder alle durcheinandergesprutzelt vor Nervösität. Das war schwieriger für ihn - er hat es geschafft, sie als Gruppe zusammen zu schieben und sie in der weitestmöglich entfernten Ecke platziert. Das sah aber überhaupt nicht so aus, wie bei Hütehunden.