Beiträge von McChris

    Der Kurze ist heute kurzfristig auf eine vom Vet-Amt organisierte Pflegestelle umgezogen. Das ist eine MA in unserer Tierklinik, die schon häufiger Lämmer gross gezogen hat und er kann da tagsüber mit hin, das ist quasi das große Los. Da gibts dann für den weiteren Verlauf verschiedene Optionen, entweder behält sie ihn selbst und holt sich dann noch Ziegen dazu oder sie betreut ihn, bis er aus dem Flaschen-Stadium raus ist und zu dem anderen Ziegenhalter könnte. Das wären alles Lebens-Stellen-Optionen. Zu beiden Stellen könnten auch die Mutterziege und das 2. Zicklein.

    Das war etwas hart für mich, so kurzfristig. Aber so ists im Grunde perfekt. Der Dötz ist super versorgt und wir können uns auf die anderen beiden konzentrieren.

    Sobald es morgen früh hell wird, geht die erste Lockrunde los. Da ist es noch ruhig im Dorf und das bietet sich auch dahingehend an, weil der Liebste mich dann unter der Woche frühs da absetzen kann.

    Ich hab nix gegen Laufen, aber das kommt ja zum normalen Kram alles noch on top.

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    Das ist "unser" John Doe - ich denke, er hat sich mit der Flasche arrangiert, kommt gleich angesaust, wenn er sie sieht, ist fit und munter und nimmt jetzt auch zu.

    Ich muss echt mal unser Vet-Amt loben, die rufen tatsächlich mögliche Tierhalter an und fragen, ob i-wo die Ziege vermisst wird, auch mit den Vet-Ämtern der benachbarten Landkreise (hier ist so ein 3-Länder-Eck diesbezüglich) sind sie im Kontakt deshalb und sie suchen auch aktiv nach einer passenden (Pflege-)-Stelle für den Kurzen. Einen Dauerplatz hätte er auch schon - da muss er aber zuverlässig Heu fressen.

    Mit etwas widerwilliger Hilfe unserer Jäger konnte ich den Bereich, in dem die Mutterziege mit dem 2. Zicklein sich regelmäßig aufhält (das klang, als sei sie nicht erst seit Anfang dieser Woche unterwegs....) drastisch eingrenzen, sie frisst da auch regelmäßig an den Kirrungsstellen den Mais. Könnte man meinen, das sei prima, ist sie schon angefüttert, ABER: die Jägerschaft hat klar gemacht, dass an diesen Stellen kein Fangpferch hin darf. Auch darum wird sich das Vet-Amt dann kümmern zu gegebener Zeit.

    Der grobe Plan ist, dass ich mich in dem Bereich jetzt täglich sehen lasse, dieses "Koommet" rufe, darauf hat die Ziege ja zumindest mit Stehenbleiben und kurzem Umdrehen reagiert, mit der Futterschüssel raschele und sonst noch gar nichts gross mache, damit sie sich einfach allmählich an mich gewöhnt. (Was so simpel klingt, aber das wird ein ganz schöner Fussmarsch tagtäglich für mich - wir haben ja nur ein Auto und das ist nächste Woche wieder tagsüber weg...) Deshalb wäre es gut, wenn der Kurze bald gut untergebracht wird, zerreissen kann man sich nun mal nicht.

    Schmalz in Dosen wäre vllt. noch eine Option.

    Sowas wie Butter oder Margarine benutzen wir im Alltag eher nicht.
    Hier ist mehr Team Olivenöl, das geht bei uns für alles und ist ausreichend in der Rotation drin.

    Das hier ist die Mutterziege mit dem 2. Zicklein:

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    Die hab ich vom Auslauf aus gesehen und bin ihnen nachgegangen, in der Hoffnung, sie auf meiner mit Schafsnetzen eingezäunten Waldrandweide reinkriegen zu können. Die waren aber so flott unterwegs, dass ich sie nur noch vom Weiten im Wald hab verschwinden sehen.

    Und dann kam über die Dorf-WA-Gruppe die Nachricht, dass eine Ziege mit 2 Zicklein am Dorf rumläuft.

    Und dann ging die Sucherei nach dem einen Zicklein los.
    Dabei stellte sich heraus, dass die drei aus einem Garten verscheucht worden sind (nein, man denkt sich nichts dabei, wenn in einem Dorf, in dem es keine Ziegen gibt, Ziegen rumlaufen :headbash:) und das eine Zicklein bei der Flucht in eine Sackgasse gerannt ist und den Anschluss verloren hat.

    Erst im Dunkeln hab ich es gefunden und das auch nur, weil es glücklicherweise gemeckert hat. Von einem Landwirt im Nachbarort habe ich dann auf die Schnelle den MAT bekommen und von einer Pferdehalterin im Dorf eine Babyflasche

    Es ist überhaupt nicht ungewöhnlich, dass Lämmer, die die erste Zeit bei der Mutter getrunken haben Probleme bei der Umstellung auf Flasche haben.

    Ich denke auch, dass das unser größtes Problem war, er macht ja nahezu von Mal zu Mal Fortschritte mit der Flasche. Auch die geschmackliche Umstellung über den MAT und dann auf Ziegenmilch kann ja auch einfach Aktzeptanzprobleme machen.
    Der Saugreflex ist auch kräftig vorhanden, er nupselt halt irgendwie immer mit der Zunge rum und macht Leckbewegungen und trinkt nur weit vorn an der Spitze - die Kälber haben den Sauger quasi bis zum Anschlag rein und dann gib ihm Gummi. Einen Anhalt für Pansen-Trinker gibts nicht. Bis auf einmaligen leichten Durchfall nach vorher sehr hartem Kot mit starkem Pressen in einer "Sitzung" war der Kot wieder normal. Ich glaube mittlerweile am ehesten, dass der Durchfall vom MAT kam und jetzt mit der Ziegenmilch Geschichte ist.


    Ich finde die AntiVac Flaschen für ne Ziege sehr passend.

    Ja, die nutzen wir. Ich hab extra noch Ersatzsauger besorgt, damit wir verschiedene Lochgrößen ausprobieren konnten.


    Grundsätzlich hab ich mich an der Tränkeanleitung vom Schafforum orientiert. Nur eben in der ersten Nacht mit dem Problem, nicht zu wissen, in welchem Altersrahmen er sich bewegt. Die nicht nennenswerten Mengen, die er da getrunken hat, wären aber auch für ein deutlich jüngeres Lamm nicht zuviel gewesen. Die Milch ist bei 39° C.

    Das bißchen Traubenzucker-Lösung heute war wie ein Kickstarter - vielleicht ist er aber auch einfach besser in der gesamten Situation angekommen. Er frisst Grünfutter richtig gut, Blätter und Wildkräuter hauptsächlich, Gras frisst er nicht viel, und mümmelt auch zunehmend am Heu rum. Die Milch nimmt er jetzt auch besser an, er trinkt jetzt 80 - 100 ml und das auch, ich nenns mal fokussiert in einem durch. Vorher hat er sich von jedem noch so kleinen Geräusch ablenken lassen. Ich habe den Eindruck, wir grooven uns allmählich ein. Zum Milch absetzen muss er erst zuverlässig Heu fressen.


    Heute hat sich die Mutterziege nicht im Dorf blicken lassen - wir sind nochmal überall rumgelaufen und haben nach ihr geschaut. Mittlerweile sind auch die Jäger involviert, nicht zwecks Abschiessen, sondern zwecks Wildkamera gucken, ob sie da drauf sind und ob sie einen Standort haben, an dem sie häufiger sind. Das würde das Anfüttern und Sichern möglich machen. Ich hoffe, wir finden sie noch. Und auch den Halter.

    Ich weiß nicht, wie lange eine Mutterziege nach einem verlorenen Zicklein sucht - das Meckern von dem Kurzen hört man jedenfalls bis an die Strasse, falls sie das anlockt. Und ich weiss auch nicht, ob eine Wiederzusammenführung im Fall X klappen würde. Solange wir noch die Hoffnung haben, die Ziege finden zu können, bleibt der Kurze hier, wenn diese Hoffnung mangels weiterer Sichtungen schwindet, muss das Veterinäramt entscheiden, wo er hinkann.

    Ich hatte noch keine Zeit nachzulesen - sind ZIegen in irgendeiner Art standorttreu (so grob jedenfalls) oder würde eine wild lebende Ziege einfach immer weiter marschieren?


    Als Rinder und Hunde im Auslauf, bzw. Yassi im Verhüterli-Zwinger waren, habe ich den Kurzen mal in dem Scheunenteil der Hunde etwas rumtollen lassen, so riesig ist der Welpenauslauf ja nicht und heute war auch nicht viel mit draussen fressen, weil es fast durchgehend geschüttet hat. Da waren die Reaktionen der Hunde spannend. Alle drei haben freundlich-aufmerksam auf das Gemeckere reagiert, meine Rüden stammen ja aus einer Schäferei, während bei Yassi nicht bekannt ist, ob sie im Vorleben in der Türkei was mit Weidetieren zu tun hatte. Yassi im Zwinger hab ich das Zicklein kurz gezeigt und da war nur freundlich-begeistertes Interesse in HSH-Manier. Vielleicht kommt sie doch ursprünglich aus der Branche.

    Sorry, etwas wirr alles.

    Auch zum Finden und Einfangen der Mutterziege und zweitem Zicklein wäre ich um Tipps dankbar.

    Als ich sie einmal gesehen habe, ist sie auf "Kommmmet, Kommmet" zwar kurz stehen geblieben und hat sich umgeschaut, ihre "Flucht"-Distanz war aber bei ca. 80 Metern. Also hingehen und Strick um Hörner/Hals ist nicht.

    Ein Versuch, sie mit Heu o. Ä. anzufüttern dürfte nichts bringen, dafür wächst noch zuviel Leckeres draussen. Oder was meint Ihr?


    Das Veterinäramt sucht im Hintergrund per TSK-Meldungen nach einem möglichen Halter, Polizei, Tierheim, Landwirte und sonstige Tierhalter in der Umgebung sind informiert, auch die TÄ, die auch kleine Wiederkäuer betreuen, habe ich angerufen. Unsere Hoffnung ist z. Zt. den Halter zu finden, der sie vllt. einfangen kann und dann die "Wiedervereinigung". Wenn das in den nächsten paar Tagen nichts wird, suchen wir für das Kerlchen einen ziegenerfahrenen Platz, er braucht ja dringend arteigene Gesellschaft.

    Vielleicht habt Ihr noch Tipps für mich.

    Ich stehe in ständigem Austausch mit meinem TA, der zwar auch kleine Wiederkäuer betreut, aber selbst sagt, dass er da kein Vollprofi ist und auch mit einer erfahrenen Ziegenzüchterin. Deren Tipps und Anregungen setze ich bereits um, es geht um Ergänzungen.

    Seit Mittwoch Nacht ist bei uns ein Zicklein. Geschätzte 8 - 10 Wochen alt, käut bereits wieder, die Hornansätze sind schon durchgebrochen.

    Die Vorgeschichte kurz und knapp:

    Mittwoch tagsüber lief plötzlich eine Ziege mit zwei Zicklein durchs Dorf. Die Truppe wurde von einem Anlieger aus dem Garten gescheucht und dabei hat ein Zicklein den Anschluss verloren. Dieses habe ich nach intensiver Suche dann nachts gefunden. Das ist seitdem bei uns.

    Mutterziege und Zicklein 2 sind weitergelaufen, gestern vormittag aber nochmal im Dorf gesichtet worden. Halter unbekannt, hier gibts fast keine Ziegen, die Mutterziege trägt Ohrmarken, die auf Fotos aber leider nicht zu entziffern sind. Der Liebste ist mit Tonaufnahmen von unserem Zicklein auf der Suche, hat Schafsnetze und Getreideschrot-Schüssel im Auto.

    Unser Zicklein macht fütterungstechnisch Probleme.

    In der ersten Nacht hat es MAT für Kälber bekommen, weil so rasch an nichts ranzukommen war. Mittlerweile gibt es Ziegenmilch.

    Dazu bestes Kälberheu - das scheint er aber noch gar nicht zu kennen, da kann man quasi die Halme zählen.

    Und ebenfalls dazu Kräuter, Gräser und Blätter, weil davon auszugehen ist, dass er das am ehesten kennt.

    Gestern war er SEHR vital, heute morgen gefiel er mir nicht, hat leider auch leichten Durchfall heute, nach ausgiebigem Absatz von reichlich sehr hartem Kot.
    Kein Fieber, dehydriert ist er auch nicht. Schleimhäute sind ok, der Pansen arbeitet, er käut auch wieder. Er war heute morgen sehr ruhig, aber noch weit weg von apathisch.

    Nach Rücksprache mit meinem Ziegensupport hat er lauwarmes Wasser mit etwas Traubenzucker bekommen (hat er auch selbst aus der Spritze geschleckt), eine Stunde später war er fast wieder normal, zeigt aber kaum Appetit. Er hat heute erst 50 ml Ziegenmilch getrunken (er saugt nicht richtig an der Flasche, sondern leckt die Tropfen an der Saugerspitze ab, obwohl er einen guten Saugreflex am Finger zeigt), ein paar Blätter (Hasel, Birke, Himbeere, Giersch und Majoran und ein paar Halme Gras hat er auch gemümmelt.

    Lämmerstarter und Lämmerpellets sind bestellt, die kommen aber erst morgen. Die paar Schafhalter, die es im Umkreis gibt, haben leider nichts da.

    Was kann ich ihm noch anbieten?
    Wie kann ich ihm das Heu schmackhaft machen - am ehesten frisst er etwas davon, wenn ich es ihm vor die Nase halte. Zu dem kleinen Heuhaufen hinzugehen ist für ihn noch keine Option.

    Etwas Gras und Wildpflanzen frisst er draussen in einem kleinen Pferch - aber heute schüttet es wie blöd, da hab ich zwar einen Sonnenschirm über den kleinen Pferch gestellt, aber das war wieder was Neues und dann ist er sofort abgelenkt.
    Ich hätte ihn eigentlich gern länger draussen gehabt, um eventuell die Mutterziege anzulocken, wir haben schon ein hohes elektrifizierbares Geflügelnetz aufgestellt, den kleinen Pferch mittendrin, damit wir es ggf. nur noch schliessen brauchen. Aber bei dem Wetter und leicht angeschlagenem Zustand ist mir das zu viel für den Kurzen.

    Der TA meint, der Kurze ist in der Umstellungsphase von Milch auf anderes Futter und es sein nicht dramatisch, wenn ich nicht die Mengen an Milch in ihn hineinbekomme, gestern hat er z. B. insgesamt 400 ml Ziegenmilch getrunken, ein paar Heuhalme gemümmelt und mehrere Kleinportionen an Kräuter-Blätter-Gräser-Mix, er hat seit Mittwoch Abend 250 Gramm abgenommen.

    Seine Lieblingsportion sind 50 ml Milch. Alles danach artet in K(r)ampf aus.

    WEnn ihr noch irgendwelche Anregungen habt, wäre ich dankbar.

    Das ist wirklich bitter. In vielerlei Hinsicht. Für den Artenschutz, für die Geflügelhaltung, aber es gibt ja auch bereits Infektionen bei Rindern und Menschen.

    Schutz- und Überwachungszonen werden bei Tierseuchen unabhängig von Bundesland-/Landkreisgrenzen festgelegt.
    Ähnlich wie bei der MKS gäbe es Impfstoffe, aber der Export wäre bedroht, - Obacht Sarkasmus - dann geht das natürlich nicht....