Beiträge von McChris

    Wären diese Pellets in Ordnung?

    https://www.stallbedarf24.de/havens-ziegen-…ons-pellets-4mm

    Oder habt Ihr andere Vorschläge? Im hiesigen Landhandel gibts nichts für Ziegen, weil keine Nachfrage da ist. Ich muss also eh bestellen.

    Ich würde auf den Witterungsschutz bauen. Ziegen friereb deutlich früher, als Schafe. Nasskaltes Wetter und die stehen mit krummen Buckeln auf der Wiese.

    Wenn sie nen Stall kennt, wovon ich ausgehe, würde ich ihr einen dick eingestreuten Viehhänger mot Beleuchtung hinstellen. Das könnte wirklich attraktiv sein.

    Guter Punkt. Hier sinds aktuell 3 °C, stürmisch und Regen/Schneeregen - sozusagen Anti-Ziegen-Wetter.
    Allerdings sind im Aufenthaltsgebiet zahlreiche Schuppen und Scheunen, auch mitten im Wald, die fürs Holz überhängende Dächer haben, dazu die Fichten-Naturverjüngungen, Dickicht und auch überhängende Felsformationen, die z. T. regelrechte Höhlen oder aber Natur-Unterstände bilden. Da ist oft eine dicke reingewehte Laubschicht drin, die noch trocken ist. Auch unter eng stehenden Fichten ist der Boden oft noch trocken. Aber einen Versuch ist es wert, ich höre mich schon mal nach einem Viehhänger um, der derzeit nicht gebraucht wird.


    Nebenbei tüftel ich gerade an einer Anfütterungskonstruktion - ich habe noch ein altes Bierbank-Biertisch-Set, aus dem ich mit anderen Ergänzungen was bauen könnte, was gut transportabel und gleichzeitig stabil genug ist. Ich hab mir Ziegenstalleinrichtungen mit Liegepodesten und erhöhter Fütterung angeschaut, so ähnlich ist der Plan. (Da gehts nur darum, dass Rehe und Wildschweine da nicht drankommen, die Jäger wären stinkig, wenn ich das Wild von den Kirrungen weglocke....) Sonst könnte ich einfach Einhänge-Futtertröge an Jungbaumschutz-Zäune hängen.

    Heute spreche ich auch noch mit dem/den Flächenbesitzern, einfach damit wir loslegen können, sobald es soweit ist. Und auch alles da haben, wenn wir es brauchen.

    Noch ist ja die Phase, dass ich die Ziege überhaupt erstmal zu Gesicht bekomme (es vllt. sogar schaffe, die Ohrmarke zu fotografieren) und sie bei Gelegenheit ganz allmählich an meine regelmäßige Anwesenheit zu gewöhnen.

    Ich hab den Satz nicht zuende geschrieben, sorry.

    "da gilt hier die 3 Tages-Frist", in der unter Schonung beobachtend abgewartet wird, tut sich dann nichts in Sachen Besserung, geht es ebenfalls zum TA.

    Also starkes Humpeln hieße für dich auch am Sonntag zur TK?

    Bei dem das Bein nicht belastet wird, ja. Da käme hier auch für die Rinder der TA. Da kann durchaus auch ein Bruch hinterstecken und das gehört zügig abgeklärt. Eine hochgradige Lahmheit bedeutet immer auch starke Schmerzen - und starke Schmerzen sind immer ein Grund für einen TA-Besuch, selbst wenn im Notdienst noch nicht alles an Diagnostik laufen kann.

    Es wird tatsächlich merklich besser, vielleicht wirklich vertreten.

    Dann würde ich unter maximaler Schonung (= beim Hund nur angeleint kurz zum Pieseln raus und dann wieder absolute Ruhe) abwarten und am nächsten Wochentag beim TA vorstellen.

    Vielleicht kennt sie einen Leckstein? Dann wäre Salz vielleicht etwas, das sie zieht und sie sonst nirgendwo findet.

    Fürs Wild hängen an vielen Stellen die Minerallecksteine, die man auch für Schafe, Rinder und ZIegen nimmt, ob da die Gier auf Salz dann noch so gross ist, weiss ich nicht. Ich würde aber was mit auf die Podestgeschichte zum Anfüttern tun, wenn es soweit ist.

    Ob das bei Ziegen auch funktionieren kann, weiss ich nicht. Auch sonst ist das vermutlich zu kompliziert?

    Da spielt vor allem z. Zt. das Wetter nicht so mit, wie es müsste. Heut sinds 2° C, Sturm und Schneeregen, für die hiesigen Ziegen ist die Weidesaison bereits vorbei.

    An den Hühnermobilen am Dorfrand laufen ein paar Kamerunschafe mit - das ist so ungefähr der einzige Ort im Dorf, wo die Ziege noch nicht war (da läuft aber auch ein gut von HH begangener Weg lang).

    Ich bin aber in Kontakt zu dem hiesigen Ziegenhalter und wir brainstormen so vor uns hin.

    Macht ihr es beim humpelnden Hund davon abhängig, wie stark er humpelt, ob ihr zum Arzt geht?

    Ja, natürlich. Eine hochgradige Lahmheit (= Bein wird gar nicht belastet) wird hier sofort tierärztlich gesehen und auch eine mittelgradige Lahmheit (= ganz offensichtliches Lahmen im Schritt) wird zeitnah dem TA vorgestellt.

    Abwarten mache ich nur bei geringradigen Lahmheiten, wo man schon genau hinschauen muss, um sie zu sehen oder bei "lahmt kurz, aber läuft sich nach ein paar Schritten ein-Lahmheiten", da gilt hier die 3 Tages-Frist.

    Ich hab den Satz nicht zuende geschrieben, sorry.

    "da gilt hier die 3 Tages-Frist", in der unter Schonung beobachtend abgewartet wird, tut sich dann nichts in Sachen Besserung, geht es ebenfalls zum TA.

    Macht ihr es beim humpelnden Hund davon abhängig, wie stark er humpelt, ob ihr zum Arzt geht?

    Ja, natürlich. Eine hochgradige Lahmheit (= Bein wird gar nicht belastet) wird hier sofort tierärztlich gesehen und auch eine mittelgradige Lahmheit (= ganz offensichtliches Lahmen im Schritt) wird zeitnah dem TA vorgestellt.

    Abwarten mache ich nur bei geringradigen Lahmheiten, wo man schon genau hinschauen muss, um sie zu sehen oder bei "lahmt kurz, aber läuft sich nach ein paar Schritten ein-Lahmheiten", da gilt hier die 3 Tages-Frist.

    Nach der heutigen Suchrunde habe ich beschlossen, die doch etwas anders anzugehen, als geplant. Statt mich am weitest entfernten Punkt "aussetzen" zu lassen und die Strecke einmal abzulaufen, zu rufen und zu schütteln, laufe ich die Strecke einmal hin (da dann ruhig und immer wieder durchs Fernglas schauend, ob ich was entdecken kann) und dann wieder zurück, mit dem Pelleteimer schüttelnd und rufend.

    Eigentlich müsste ich ziemlich frustriert sein, weil die Beiden da draussen wirklich alles haben, was sie brauchen, Wasser überall, Futter ohne Ende und Schutz- und Versteckmöglichkeiten ohne Ende, was ein Anfüttern unglaublich erschwert. Aber auf der anderen Seite kommen sie immer wieder vom Waldrand auf die Rodungsinsel in Dorfnähe. Vielleicht fühlt die Mutterziege sich im Hinblick auf Wolf und Luchs hier in der Gegend am Dorf dann doch sicherer? Oder ist es das zunehmend schlechte Wetter mit Kälte und Nässe? Oder was auch immer.

    Ich hab unterwegs auch schon eine Idee bekommen, wie ich, wenn es soweit kommt, die Ziege anfüttern kann, ohne dass anderes Wild da dran kommt - mit einer Art Podestkonstruktion, auf die Schweinchen und Rehe nicht draufklettern. Das liesse sich recht rasch zusammenzimmern, müsste zwar stabil sein, aber nicht für die Ewigkeit halten.
    Meint Ihr, das könnte klappen?

    Und auch sonst bin ich nach wie vor für jedes Mit-Denken dankbar.

    Die andere Seite will noch Bilder vom Hund mit altem Maulkorb, was aber auch nicht so "mal eben" geht.

    Wobei das in Kombination mit den Maßen des alten Maulkorbs noch am meisten Sinn machen würde, um die Probe-Maulkörbe zumindest grob vorauswählen zu können.

    Im Grunde bleibt ja nur die Option: entweder man probiert mehrere Probe-Maulkörbe durch oder man ermittelt anhand des vorhandenen MKs so gut es geht die nötigen Maße. Ganz ohne Stress wird das nicht hinzubekommen sein.

    und das Geräusch eines geschüttelten Pelleteimers hat doch ziemlich Wiedererkennungswert für die verfressenen Biester.

    Ja, genau - ich hab gestern extra was von den Lämmerpellets behalten, damit es möglichst gut zu hören ist. Und mit dem kleinen Eimer mit Deckel hab ich heute schon geklappert, das dürfte ja internationale Methode aller möglichen Tierhalter sein.

    Bis es überhaupt ans Anfüttern gehen könnte, wirds ja eh dauern, dann besorge ich noch was.

    Mit dem Rufen behalte ich einfach das bei, worauf sie ja schon ganz gut reagiert hat.

    Darfst Du wenigstens eine Kamera einhängen? Dann könnte man vielleicht ihre Tagesroutine herausfinden.

    Da hängen ja die Jägerkameras, ich hoffe, ich "taue" die Jäger noch etwas auf, dass sie etwas bereitwilliger mitmachen und ich ihnen nicht alles aus der Nase ziehen muss. Ich hab ihnen heute nochmal versichert, dass ich nicht vorhabe, ihren Jagdbetrieb zu stören, nur im Hellen und eh am frühen Vormittag da unterwegs bin, dass ich aber nun mal nach den Ziegen "suchen" werde und zwar unter der schützenden Hand des Veterinäramtes und wir bleiben in telefonischem Kontakt deshalb. Das klang schon mal weit besser als gestern. Ich hoffe, ich kriege sie dann, wenns nötig wird, dazu, vllt. mal für eine Zeit lang wenigstens das Altbrot wegzulassen (ganz ehrlich, was da noch rumlag, da hätten meine Wollschweine 8 Wochen von fressen können). Aber die sind im Ort als schwierig verschrieen und das nicht ohne Grund. Mal sehen.

    Mir ist schon klar, dass das in Richtung mission impossible geht, aber ich will es wenigstens versuchen. Und auch, wenn jetzt noch überall Futter zu finden ist, kann es ja sein, dass es zum Winter hin leichter wird, etwas mit anfüttern zu erreichen.

    Bis geklärt ist, wie man das Einfangen angehen kann, mache ich nichts falsch damit, die Ziege allmählich wieder dran zu gewöhnen, dass Menschen beständig und nett sein können und hoffentlich allmählich eine kleine Routine zu schaffen, die man dann irgendwann ggf. für eine Distanznarkose nutzen kann. Die müsste allerdings polizeilich angeordnet werden, auch wenn das Vet-Amt einen gewissen Einfluss ausüben kann.

    Das Thema Lebendfalle gibt es auch noch - das ist aber mit Lamm bei Fuss nur etwas, was man unter unmittelbarer Sicht auslösen kann, also nicht per Trittmechanismus. Sonst erschlägts das Lamm oder die beiden werden getrennt. Das geht nicht.

    Dem Kurzen geht es bestens - ich werde netterweise gut mit Fotos und Kurzvideos versorgt. Was bin ich froh!

    Die Suchrunde ist....sportlich. Das ist eine der ruhigsten Ecken hier, eben weil das Gelände da so unwegsam ist. Da hat die Mutterziege sich schon mal als recht schlau erwiesen. Da mich hier die meisten eh für völlig bekloppt halten, macht es dann den Kohl auch nicht mehr fett, wenn ich den Schäfer-Ruf rufend und mit einem Mini-Futtereimer raschelnd durch die Gegend stapfe. |)

    Noch hab ich nichts gesehen, aber die Kirrstellen gefunden. Puh, das macht es echt schwer, ich hab Mais und alte Brötchen gesehen und was, was Apfeltrester sein könnte. Da muss ich ja mit irgendwas Besonderem gegen an kommen irgendwann. Hat wer eine Idee, was allerliebste Lieblingsspeise für Ziegen ist?

    Toll, dass du dich so gut kümmerst

    Das klappt nur, weil im Hintergrund noch andere mitwirken und unterstützen.

    Das Vet-Amt ist einfach grossartig, ich hab heute lang mit Heino Krannich telefoniert, der zwar altersbedingt nicht mehr aktiv ist, aber ein Vollprofi in Sachen "welches Tier auch immer"-Sicherung ist, ein Pferdehalter aus dem Dorf hat spätabends noch eine Babyflasche organisiert, ein Landwirt den MAT zur Verfügung gestellt, da sind schon viele, die noch Mensch geblieben sind und Einsatz zeigen. Auch der hilfsbereite Ziegenhalter, der allerdings kein Flaschenlamm versorgen kann, hat Unterstützung z. B. mit Material, Transporthänger usw. angeboten. Das bin ich nicht allein. Auch, wenn ich das Ganze sicher mit meiner unnachgiebigen Sturheit angeleiert habe. Aber dafür bin ich ja ein Mc. :lol:

    (Yassi war übrigens überaus enttäuscht, als ich das Zicklein zum Abhol-Auto gebracht habe, die hatte wirklich Herzchen in den Augen, gut, die Läufigkeit mag das noch etwas verstärken, aber ich glaube, dass es nicht soooo schwierig werden dürfte, irgendwann vllt. mal ein Tier zu integrieren)