Beiträge von McChris

    Mein Gartenjahr - dieses Jahr war es nur eine abgespeckte Version - war ganz ok. Nicht so üppig wie sonst, aber auch kein Totalschaden.

    Tomaten, Paprika, Gurken gabs reichlich.

    Im Gewächshaus war es ein ziemlicher Reinfall, da haben mir diese verdammten Mäuse alles mögliche weggefressen. Da konnte ich grad noch eine Tomate Winterschläfer (die lassen sich unglaublich lang lagern, deshalb gehören die hier ins feste Programm) retten, um wenigstens Saatgut für nächstes Jahr zu haben.

    Salate, nachgesäter Blattkohl, Mangold, Zwiebeln, Knoblauch, Bohnen waren auch ok.

    Topi - dabei mag ich den gar nicht so, das stammt noch aus den Wollschweinzeiten, dass ich den anbaue - ist auch üppig.

    Die Kohlpflanzen waren ja dem Hagel zum Opfer gefallen, zwei Rosenkohl hab ich noch stehen.

    Auch vieles an Obst ist Hagel-Opfer geworden. Die Äpfel haben z. T. gehörige Schäden an der Schale, mit Einlagern wird da nix.

    Naja, ein paar werde ich abbekommen, aber die meisten werden wohl in den Rindern landen.

    An den Walnüssen ist Schwarzschimmel, da ist auch nichts mit Ernte.

    Haselnüsse krieg ich eh nie welche ab, Eichel- und Tannenhäher ernten die immer schon vor der menschlichen Genussreife weg.

    Kürbis-Ernte ist so wie immer. Was blöd ist, denn ich mach ja keinen Strassenstand mehr, weils da so bäh aussieht, wegen der ganzen Kippen überall. Das finde ich ekelig. Für die Tafel sind die Kürbisse leider zu gross. Ein paar gehen in die "Gastronomie", ein paar behalte ich natürlich selbst, mal schauen, was ich mit dem Rest mache.

    Und dann hab ich wohl versehentlich eine neue Chili-Sorte gezüchtet.

    Die gedachte Bolivian Rainbow, die eigentlich kleine Knubbel-Schoten ausbildet, die über viele bunte Farben abreifen, sieht im Ergebnis aus wie meine Snackpaprika, reift über grün nach rot ab ohne bunte Farben dazwischen, ist auch genauso gross wie die Snackpaprika, nur dass die Schoten nach oben wegwachsen, statt wie bei der Snackpaprika dranzuhängen. Höllisch scharf sind sie. :lol:

    Mit den Großen kann ich nicht gar so viel anfangen. Normal trockne ich die, mahle sie und nutz dann das Chili-Pulver. Bis die Großen trocken sind, dauerts im Solar-Dörrschrank eher zu lang.

    Heidelbeeren, Aronia, Stachelbeeren, Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren waren normale Erntemengen.

    Vom Sanddorn bekomme ich auch nie was ab - den hauen sich die Vögel weg.

    Meine ersten drei Weintrauben-Trauben haben auch diese verdammten Mäuse weggefressen. Da war ich wirklich sauer.

    Und meine Stachelbeerkiwi-Nachzucht aus Stecklingen ist mir gelungen.

    Da den ganzen Sommer bei all der Hitze immer mal Regen gefallen ist, hatte ich keine Probleme, nur mit Regenwasser zum Giessen auszukommen.

    mit Fledermaus bist du dir sicher?

    Ja, absolut.

    Ich habs mir letzte Nacht nochmal durch den Restlichtverstärker angeschaut, die große Fledermaus kommt von hinten unter der Kirschbaumkrone an.

    Ich erklärs mir jetzt so, dass sich die Elstern da einfach so von gestört fühlen. Die motzen nur leise und kurz, bleiben aber sitzen.

    Vor Ort in dem Moment muss doch erstmal maximale Gefahrenabwehr herrschen.

    Ich versteh schon, was Du meinst.


    Dann ist aber ein bereits sicher untergebrachter Hund situativ die beste Gefahrenabwehr.

    Lt. den Pressebildern gibts da ein grosszügiges Nebengebäude, möglicherweise ist dort ja eine Art Zwingeranlage drin untergebracht, wo man einen Hund sicher verwahren kann.

    Einen dort bereits sicher verwahrten Hund rauszuholen, in ein Fahrzeug zu verfrachten und aus dem Fahrzeug wieder rauszuholen, um ihn in eine behörliche Sicherheitsverwahrung zu geben, sind schon wieder 3 potentielle Gefahrensituationen mehr. Abgesehen davon weiss niemand, ob es überhaupt eine andere sichere Unterbringungsmöglichkeit gab.

    Die Tierheime im näheren und weiteren Umfeld wollten ja selbst die anderen Hunde nicht aufnehmen.

    Die HH, die Elmo zum Einschläfern gebracht hat, hat lt. diverser ZA ausgesagt, dass er dabei ganz ruhig war.

    McChris ich meinte eher die Zweithalterin, natürlich nicht die die dabei war

    Für sie gilt das nahezu identisch. Sie hats nicht miterlebt, hatte in der Akut-Situation und danach aber ihr ganz eigenes Paket zu tragen.

    (Massivste soziale Ächtung, die Unterbringung der Hunde, Morddrohungen, die Sorge um die verletzte und psychisch zusammengebrochene Partnerin, das Kind, das gesamte Geschehen, die Erkenntnis "mein Hund hat einen Menschen getötet". Unterschätzt das bitte nicht, was sowas mit einem ganz normalen Menschen macht.

    Die Behörden hätten einige Stunden Zeit gehabt, Elmo und auch die anderen Hunde zu beschlagnahmen. Elmo ist lt. Zeitungsartikeln am Abend eingeschläfert worden.

    Ja, beim Obduzieren kann man ja auch gleich den Wesenstest wiederholen…..

    Ja, das ist ein Manko.

    Aber auch hauptsächlich rückblickend.

    Und im Gegensatz zu vielen anderen auffälligen Hunden, hatte Elmo diesen Wesenstest bereits absolviert.

    IN der Situation - massiver Druck, berechtigte Annahme, dass es Elmo war, der Mob fordert Blutrache, die gemäßigter Veranlagten zumindest Sicherheit, lag es näher, Elmo sofort einschläfern zu lassen, als ihn in Sicherheitsverwahrung zu überstellen. Zum einen ist fraglich, ob es überhaupt sofort einen geeigneten Ort dafür gegeben hätte, zum anderen kann ich nachvollziehen, dass wenn ich davon ausgehen muss als HH, dass mein Hund eh getötet werden muss, ich das in meiner Anwesenheit unter kontrollierten Bedingungen machen möchte. Es ist immer noch mein Hund in diesem Moment.

    Diese Situation ist alles, aber eines mit Sicherheit nicht: eine klassische Opfer-Täter-Konstellation.

    Es kann doch niemand ernsthaft davon ausgehen, dass ein bis dato völlig normaler Hundemensch so dermaßen kaltblütig aus solch einer traumatischen Situation herausgeht und innert Sekunden dermaßen eiskalte, kalkulierte Entscheidungen trifft?

    Für mich, die im Rettungsdienst und in der Intensivmedizin mehr als genug mit Personen nach Unfällen und sonstigen schrecklichen Ereignissen zu tun hatte, ist das eine höchst unwahrscheinliche Annahme. Die Leuts sind nach sowas vollkommen durch den Wind, können froh sein, wenn sie ihr Geburtsdatum auf die Reihe kriegen, aber doch nicht so raffinierte Konstrukte.

    Deshalb ist und bleibt für mich die wahrscheinlichste Annahme die, dass von der Gegebenheit "2 Hunde trugen MK, also kanns nur Elmo gewesen sein, evtl. noch in Kombination damit, dass Elmo auch für die Verletzungen der HH gesorgt hat" her, automatisch schlussgefolgert wurde in der extrem stressigen Situation, "es war 1 Hund an den Verletzungen der Joggerin beteiligt". Ganz ohne konstruierte Hintergedanken.

    Wenn die Hunde in größter Eile, die Halterin wollte ja offensichtlich schnellstmöglich zur Joggerin zurück, zwecks Sicherung ins Haus gebracht wurden, KANN Blut am Fang tatsächlich auch einfach übersehen worden sein. Die hat doch nicht noch in aller Seelenruhe dutzi-dutzi gemacht und den Hunden noch eine feini-Kaustange gegeben. Himmelherrgottnochmal.