Beiträge von McChris

    Genau - deshalb setzen Herdenschutzhunde auch ihr Leben ein, um "ihre" Herde zu verteidigen.

    Weil das ihr Sozialverband ist, in dem sie aufgewachsen sind und in dem sie leben. Das "ihre" brauchst Du nicht in Gänsefüßchen setzen, sie verteidigen tatsächlich einzig und allein ihre Herde, keine fremden Tiere.

    Als Beispiel: Würde irgendwo ein Rind ausbrechen und auf einmal bei mir aussen am Zaun stehen, würden die Mc`s dieses Rind genauso von ihrer Rinder-Herde fernhalten wie eine Wildsau oder ein Reh.

    Nicht umsonst müssen neue Herdenmitglieder - durch Zukauf z. B. oder bei Almbeweidungen, wo mehrere Herden zusammengeführt werden - erstmal durch den Hunde-TÜV abgenommen werden. Das kann durchaus schnell gehen und erfahrene HSH kann man sehr rasch in eine neue Herde integrieren, aber ein Selbstläufer ist das nun nicht.

    Maximal möglicher Abstand zum Zaun.

    Dazu noch - viele HSH reagieren da schon, wenn man aktiv auf die Kommunikation mit ihnen eingeht und z. B. ein Bogenlaufen auf engem Weg wenigstens andeutet und schrauben die Vehemenz dann deutlich runter, wenn sie sehen, dass man verstanden hat, worum es ihnen geht.

    Wenn man sieht, wie gut es laufen könnte, verflucht man jeden Trottel (rein aus Herdenschutz-Sicht, ich weiss, dass die Leuts da mangels Aufklärung nix für können), der sich versehentlich so verhält, dass die HSH nun wirklich reagieren MÜSSEN.

    Das ist manchmal auch wirklich Popel-Kram - wie in der Nähe des Zauns den Wanderstock hochzureissen und damit eine Richtung anzuzeigen. (Das kommt hier megahäufig vor)

    Letztlich ist der fremde Hund an sich der Faktor.

    Die unterschiedlichsten Verhaltensvariationen von Spaziergängern mit Hund spiegeln sich da dann hauptsächlich im "Level" der Reaktion durch die HSH wieder.

    Meine reagieren z. B.:

    - auf angeleinte/bzw. einfach eng geführte Hunde sehr moderat, da geht das Bellen der Mc`s oft nicht über ein Anschlagen hinaus

    - auf Schleppleinen-Hunde und Freilauf-Hunde, die hin und herwuseln und mal vor, mal hinter dem HH sind, schon weitaus deutlicher, da passt sich das Bellen der HSH der jeweiligen Mini-Situation an (wie beim Topfschlagen :lol: ), rast der Spaziergeh-Hund rum, wirds laut, ist der Spaziergeh-Hund zufällig grad bei seinem Menschen, wirds wieder ruhig

    - der Supergau für meine sind Fremdhunde, die frontal (also aus Herdenschutzsicht in Angriffsrichtung!) auf den Zaun zugerannt kommen, das ist dann das Oberspektakel

    Nicht, dass das hier in meinem Dorf irgendwen von den HH interessieren würde, aber ich habe denen erklärt, dass die HSH natürlich auch Individuen wiedererkennen und bei Hunden, die häufig/regelmäßig an den Flächen vorbeilaufen und sich berechenbar verhalten, dann natürlich auch ein Duldungseffekt eintreten kann.

    Am heftigsten reagieren die Mc`s auf eine Hündin hier aus dem Dorf, die zum Streunen und Wildern neigt. Die kommt auch mal bis knapp vor den Zaun und bellt. Da könnte der Halter (was er aber natürlich nicht tut....) sie anleinen noch und nöcher, diese Erfahrungen macht das dann nicht wett.

    Ich finds grundsätzlich total nett, wenn jemand sagt, er will den HSH keinen zusätzlichen Stress machen, und mit seinem Hund auf andere Strecken ausweicht.

    Grad in Lagen, wo es - siehe Gerichtsurteil aus NRW - vllt. tatsächlich auf jedes Nicht-Wuff ankommt.

    Aber ich würds von niemandem erwarten und wäre mehr als zufrieden, wenn sich an die Grundregel "anleinen und zügig, aber ohne Hektik vorbei" gehalten wird.

    Warst du das, die geschrieben hatte das ihre Hunde Nachts wegen dem Bellen ins Haus müssen?

    Nein - aber ich hole pro-aktiv Rinder und Hunde nachts in Offenstall mit kleinem Nachtauslauf, damit mir niemand was kann.

    (Wo sie sich dann das Amazonier-Geschrei anhören können, weil dagegen ja niemand was machen kann...)

    Meine Rinder und Hunde sind mittlerweile so aufeinander eingeschworen, dass die Rinder ohne ihre Hunde nirgends mehr hingehen. Eine behördlich angeordnete Trennung wäre in meinen Augen eine subtile Form der Tierquälerei.

    Du wirst das Gerichtsurteil aus NRW meinen.

    Mache ich auch manchmal aus purem Aktionismus, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das was bringt, zumindest hat es danach noch nie aufgehört.

    Ja, oft kriegen sie die *XXXX* nicht, aber man macht es damit auch zum Thema in Behörden. Diesen Effekt darf man nicht unterschätzen, auch, wenn es dauert.

    Die Stimmung in der Bevölkerung in Sachen Silvester-Feuerwerk kippt allmählich. Auch dieses Jahr wird bereits wieder diskutiert, ob diese Böllerei noch zeitgemäß ist. Steter Tropfen und so. Das ist ein langer Prozess.

    Tschuldigung Marianne&Senioren , das hilft Dir jetzt auch nicht weiter im Akutfall. Aber ich denke mir immer, je mehr Menschen sich aktiv gegen Silvester-Böllerei einsetzen, desto besser.

    Och, ich bin sicher, dass die Gemeinden gern auf HH hören, die höhere Hundesteuer vorschlagen. |) :lol:

    Das Geld landet dann z. B. in Schnittchen und Sektempfängen, ist auch wichtig.

    Ich bin absolut pro mehr Sachkunde für HH - aber doch bitte für alle. Egal, wie gross oder klein der Hund ist.

    Und ich möchte mal dran erinnern, was mal die Ausgangs-Größe unserer Hunde war. Da kann man doch jetzt nicht willkürlich Verzwergung als Norm nehmen. :ka: