Beiträge von McChris

    Für mich bedeutet "Korrektur" im weitgesteckten Rahmen, dass der Hund ein situatives feedback von mir bekommt, wenn eine seiner Handlungen nicht ok war. Genauso, wie er ein feedback bekommt, wenn was wie gewünscht war.

    Sich nur gut gelaufene Momente rauszupicken und die zu loben, macht für mich keinen Sinn, weil der Weg zum Ziel "der Hund weiß in vielen Situationen in unserem Leben, welches Verhalten von ihm da gewünscht ist", so nur unnötig in die Länge gezogen wird. Das empfinde ich als unfair gegenüber dem Hund, weil er oft unnötig lang in einem Zustand gehalten wird, der es ihm nicht möglich macht, genau zu wissen, was von ihm grad erwartet wird.

    Das ist andersrum übrigens genauso - neulich beim TA ein typisches Beispiel, Ersthundehalter (ich hab gefragt) mit Berner Sennenhund-Welpen. Der Kurze hat gejault, gefiept, war unruhig und ist ständig mit "Neins" drangsaliert worden, ohne aber, dass kurze Momente der Ruhe gelobt worden wären. Das ist doch Kacke. Da ist mir das Prinzip Topfschlagen "heiss - kalt - lauwarm...", wobei jede Aktion des Hundes in einem zu übenden Moment ein feedback bekommt, weitaus lieber, weil klarer für den Hund.

    U. a. sowas ist ein Grund dafür, warum ich auf maximal möglichen Herdenschutz setze:

    https://www.br.de/nachrichten/ba…r-rhoen,TuTNja2

    Wenn das Überwinden von Herdenschutzzäunen als Abschussgrund nicht unmittelbar ausreichend ist, bzw. erstmal monatelang geklagt wird, muss ich ja meine Tiere in dieser Zeit dennoch schützen. Da geht dann nur noch Zaun + Hunde.

    Nichts wirklich Neues, aber ich beneide den ja von Herzen darum, dass er die Netz-Stecken mit den Händen in den Boden drücken kann, ich hops hier auf den Spitzen rum und brauch für jede Zweite noch einen dicken Hammer, sonst krieg ich sie in den steinigen Boden gar nicht rein....

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    Wenn ich das Tier nachts im unbeheizten Camper mit seinem Schlafsack zudecke, liegt er am spätestens nächsten Morgen grundsätzlich drauf statt drin.

    Das könnte ja auch einfach beim Aufstehen und anders Hinlegen passieren.

    Vielleicht mal was "Höhliges" anbieten, das können sie durch eigene Körperwärme erwärmen und sich auch mal anders hinlegen.

    Ich seh bei meinen Draussen-Tieren mit Offenstall, wie unterschiedlich das situativ sein kann. Ich persönlich bevorzuge es, wenn sie die Wahl haben.

    Ich finde das - als ehemalige Tierphysio - nicht normal, dass Physio-Behandlungen so extrem schmerzhaft sind, dass der Hund sich nur noch mit Schnappen zu helfen weiss. Das heisst nicht, dass man immer in der Komfortzone bleibt, aber bekannt schmerzhafte Behandlungen müssen dann einfach besser vorbereitet werden. Keiner meiner vierbeinigen Patienten musste jemals einen Maulkorb tragen oder bei Pferden anderweitig gesichert werden.

    Einfach aus dem simplen Ansatz heraus, dass die Erwartungshaltung "gleich tuts wieder weh" selbst wieder zu Muskelverspannungen führen kann.

    Regelmäßig über deutliche Anzeichen von Unwohlsein bis Schmerzen hinwegzuarbeiten, verhunzt die Kooperationsbereitschaft beim Hund schlimmstenfalls dauerhaft.

    Man kann auch als Physio eine Art Kooperationstraining mit Patientenhunden machen, wo der Hund lernen darf, dass man ganz genau weiss, welche Stellen weh tun, dass er "sagen" darf, wenn etwas zu viel ist und dass darauf eingegangen wird. Das bedeutet aber im Normalfall ein Mehr an Terminen und durchaus auchmal ein bis zwei Termine am Anfang, wo noch gar nicht viel passiert.

    Das hast Du geschrieben:

    Also.... Ich wage mal zu bezweifeln, dass gerade Hunde sich um die Schutzbedürftigkeit anderer Lebewesen scheren.

    Genau - deshalb setzen Herdenschutzhunde auch ihr Leben ein, um "ihre" Herde zu verteidigen.

    Wenn Du da ausgerechnet hochgradige Spezialisten, die seit Tausenden von Jahren für diese Tätigkeit gezüchtet wurden, die nicht den Menschen mal ein, zwei Stündchen am Tag unterstützen bei irgendwas, sondern ihren Job 24/7 bis zum Tod leben, als allgemeines Beispiel für Hunde heranziehst, lässt das nur den Schluss zu, dass Du da Dinge vermischst, die nicht zusammen gehören.

    Mir wird das hier zu wirr. Ich bin auch überhaupt nicht der Typ, der um des Diskutierens Willen von Pontius nach Pilatius diskutiert und sehe in der Diskussion jetzt grad überhaupt keinen Sinn mehr.

    Deshalb sag ich jetzt mal Howdy.