Beiträge von McChris

    Es geht ja allein um die Frage der Angemessenheit und dabei sollte im Fokus stehen, dass zukünftig solche Vorfälle vermieden werden können.

    Es gibt ja noch das Mittel der vorsorglichen Beschlagnahmung - da ist die Gefahr erstmal gebannt und die Behörden können in Ruhe ermitteln.

    Da stehen ja gleich mehrere Verstösse auf der Liste.

    - unangeleint im Siedlungsbereich

    - das gerissene Reh

    - möglicherweise der Aspekt der Tierquälerei (wobei dann auch der Hund selbst vor dem Halter geschützt werden sollte)

    - die Flucht des Halters

    Zur Erinnerung, das hier ist ein Hundeforum. Menschliche Gesundheitsprobleme sollten hier allenfalls am Rande erwähnt werden.

    Hier im Thread ist das Burn-Ort von der Themenstarterin deshalb erwähnt worden, um die Situation zu verdeutlichen. So ist das auch absolut ok.

    Nicht ok ist, wenn dann von Antwortenden das menschliche Gesundheitsthema aufgegriffen und zum Hauptthema gemacht wird.

    3-4 Tage etwa

    Das ist bei Gasthunden hier meist noch keine Dauer gewesen, in der sie die Hausregeln verinnerlicht hätten.

    Soll heissen: eigentlich sind Hunde ganz gut darin, in Betreuung andere Regeln zu akzeptieren als daheim, aber sie brauchen ein wenig mehr Zeit dafür. Ich würde es also gar nicht so schwarz sehen, dass sich an den unbeliebten Eigenschaften nicht doch ganz rasch was ändern kann. Hier hat das pi mal Daumen um die 14 Tage benötigt im Durchschnitt.

    In Sachen nicht stubenrein: mein Yorkie war aus gesundheitlichen Gründen nicht ganz stubenrein, da habe ich diese Fussmatten mit Gummiunterseite an die Stellen gelegt, die konnte man mit dem Gartenschlauch bis Kärcher wieder in den frühlingsfrisch-Modus bringen.

    Selbst die Pressestelle vom Niedersächsischem Umweltministerium gibt zu, dass der Zaun vorher intakt war. Es wird nichtmal angezweifelt, dass das Umreissen des Zauns im Zuge der Wolfspräsenz stattgefunden hat.

    Jetzt also bitte nicht alle möglichen anderen Risse bei nicht vorhandenem Grundschutz mit in diesen Topf hier schmeissen.

    "Die Antwort aus der Pressestelle: „Im vorliegenden Fall handelt es sich um zwei Nutztierschäden vom 23.12.2023 beim selben Schafhalter. Insgesamt wurden dabei 35 Schafe getötet. Beim ersten Übergriff mit 33 getöteten Schafen war der vorher intakte Elektrozaun beim Ausbruch der Schafherde umgeworfen worden und lag bei der Rissaufnahme teilweise am Boden. Daher war der Grundschutz gemäß Richtlinie Wolf als ,beeinträchtigt´ zu bewerten“, heißt es."

    Das ist für mich einfach eine völlig andere Nummer, als wenn da eine Horde Wildschweine den Zaun umgenietet hat oder der Zaun bei Sturm umgedrückt worden ist.

    Einen Ausbruch der Herde, die von Wölfen aufgeschreckt wird und dabei den Zaun umrennt, als "beeinträchtigten Schutz" zu bezeichnen ist für mich vollkommen absurd.

    Genauso absurd ist es, dass dieser Tierhalter auch danach im Stich gelassen wird.

    Ich bin so ziemlich der wolfsfreundlichste Tierhalter den ich kenne, aber selbst ich habe allmählich die Nase voll von diesem Gehampel.

    geht es aber da um die Abschussgenehmigung

    Ja, sicher.

    Wie lange sollen die das hier durchhalten?

    "Seit der Attacke an Weihnachten ist nur deshalb nichts mehr passiert, weil die Herde quasi rund um die Uhr überwacht wird, wie Hillmer ausführt. Genutzt wird (und wurde auch schon bei den Angriffen) ein wolfsabweisender Stromzaun mit mehr als 7.000 Volt, 1,05m hoch. Zudem haben Helferinnen und Helfer Blinkleuchten aufgestellt, Feuerkörbe werden des Nachts mehrfach neu bestückt, es stehen Autos mit Warnblinkern bereit, Kameras wurden aufgestellt sowie Windtrichter und Kleidungsstücke mit menschlichem Geruch verteilt. „Dennoch sehen wir jede Nacht, wie die Wölfe die rund 400 Schafe umkreisen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis hier das nächste Blutbad geschieht“, sorgt sich Hillmer. Außerdem seien die Freiwilligen am Ende, keiner bekomme genügend Schlaf, die Angst sei ihr ständiger Begleiter. „Dieser unwürdige Zustand muss ein Ende haben“, findet die Bürgermeisterin deutliche Worte."

    Es braucht letztlich eine weiterreichende Definition von "Herdenschutzmaßnahmen überwunden", die eben auch den Wolfsdruck auf die Herde und damit verbundene Ausbrüche berücksichtigt.

    Wenn eine Herde in Panik durch den Zaun geht, sieht das anders aus, als wenn ein Einzeltier no risc-no fun spielt und das Gras drüben leckerer findet. Dann müssen die Wolfsberater vllt. einfach mal noch ein wenig mehr im Spurenlesen geschult werden. Und mit Spuren meine ich keine Wolfspfoten-Abdrücke.

    Diese Einschätzung ist für mich ein absolutes No-Go:

    "Die Antwort aus der Pressestelle: „Im vorliegenden Fall handelt es sich um zwei Nutztierschäden vom 23.12.2023 beim selben Schafhalter. Insgesamt wurden dabei 35 Schafe getötet. Beim ersten Übergriff mit 33 getöteten Schafen war der vorher intakte Elektrozaun beim Ausbruch der Schafherde umgeworfen worden und lag bei der Rissaufnahme teilweise am Boden. Daher war der Grundschutz gemäß Richtlinie Wolf als ,beeinträchtigt´ zu bewerten“, heißt es."

    Quelle: https://www.landundforst.de/niedersachsen/…aechtigt-570849

    Also sollen Wölfe jetzt lernen, dass sie bloss die gut eingezäunten Weidetiere solange in Panik versetzen müssen, bis diese von selbst ausbrechen?