Meine kritische Äußerung bezieht sich auch eher auf das Feuer & Flamme Prinzip 'der Junghund braucht das jetzt schon'!
Wenn er in dem Alter schon 'schwerlich' ausgelastet scheint, finde ich das nicht okay. Sein Hunger nach mehr will gestillt werden.
Der Bereich Blindenhund wurde angesprochen. Meines Wissens leben potenzielle 'Blindenhunde' die ersten Lebensmonate in einsatzfreien Familien, Eignungen werden getestet klar, aber die eigentliche Ausbildung startet nicht schon im Welpenalter.
In meiner Trailgruppe z.B. ist ein ehemaliger Personensuchhund (nun 4 Jahre jung) der Polizei, ein Schweißhund. Der Hund wurde direkt nach Ankauf als Welpe von seinem DHF in MT Arbeit genommen, schier tägl. Sucharbeit, WS/Seminare usw. das wurde erwartet von der Behörde. Überforderung von Mensch & Tier (lt. Aussage des ehemaligen Halters), Prüfung nicht bestanden, Querelen innerhalb der Behörde, der Hund musste gehen.
Seine jetzige Besitzerin hat mit dem jungen Frührentner enorme Probleme, sie kann -wie auch- ihm sein 'tägl. Soll' schwerlich erfüllen.
Ich kenne viele Hundeführer in RH Staffeln die leben das Ehrenamt mit Haut & Haaren und ja, sie führen ihre Junghunde auch schon spielerisch in ihren zukünftigen Aufgaben.
Just diese erfahrenen Hasen raten Newbies sogar: komm in unsere Staffel, schaue dir Monate lang alles an, sei aktiv als Mitglied mit allem vor & zurück und je nach Sparte kommt dann dein/ein Hund dazu. Oft wird der extrem zeitintensive Aufwand unterschätzt - Ehrenamt in Staffeln ist nicht nur Training mit den Hunden.
Es geht mir nicht um schlecht reden und klar gibt es auch viele, viele, viele Hundehalter Teams wo alles super läuft, aber der Faktor Zeit & Geduld für Hund & Halter ist imho ein sehr wichtiger.