Beiträge von network

    Keiner sagt zu nem Kangal Kampfhund

    Doch, ziemlich viele sogar. Das sagen sie auch zu anderen HSH-Rassen. Im Herdenschutz mit Hunden ist das ein sehr grosses Problem in Sachen Akzeptanz.

    Das ist so die Liga bellender Hund = aggressiver Hund, an den Zaun rennender, bellender Hund = angreifender Hund, Hund ist in der Lage Beutegreifer abzuwehren = Kampfhund.

    Kangal wurden querbeet wie viele andere auch

    Zitat

    Pit Bull, American Staffordshire Terrier und Staffordshire Bullterrier) sowie Bullmastiff, Bullterrier, Dogo Argentino, Dogue de Bordeaux, Fila Brasileiro, Mastiff, Mastin Espanol, Mastino Napoletano, Kangal und Kaukasischer Owtscharka (Kategorie 2) bezichtigt,

    unstrittig immer Kampfhunde gewesen zu sein und üblicherweise so bezeichnet zu werden

    als Kampfhund bezeichnet.

    Fedderson-Petersen hat zu einer Klageerwiderung einer Verwaltungsrechtssache aus 2000 (mithilfe des Az lässt sich einiges ergoogeln) Stellung genommen:

    http://www.sos-hamburgdog.de/DFP_VG.pdf

    Den Umgang der Sensationspresse und auch das fehlerhafte Verhalten der Behörden seinerzeit in Hamburg spricht sie an.

    Mich verstört diese "Hexenjagd" in den Medien extrem. Gut, es gibt auch gewisse Parallelen. Kleine Gemeinde, zugezogen, anders als die anderen und dann auch noch "solche" Hunde, mag sein, dass mich das sensibler für Untertöne macht.

    Wird da eine Ur-Angst vieler Menschen angesprochen, wenn es um tödliche Hunde-Angriffe geht?

    Ich kann mich nicht an solche Hass-Tiraden erinnern, wenn es zu anderen freizeit-bedingten Unfällen/Vorfällen mit unbeteiligten Toten gekommen ist. Bei Verkehrstoten fragt nie jemand danach, ob das eine "Hobby-Fahrt" war, als Beispiel.

    Ich denke schon auch, dass Vorfälle mit Hunden eine andere Präsenz im Sinne von mehr 'Aufstand' in den Medien hat, gerade Rasselistenhunde betreffend.

    Diese Hexenjagd besteht mittlerweile auch schon ziemlich lange ... auch wenn das traurige Schicksal 2000 in Hamburg fest eingebrannt ist, war das ja nicht der Anfang!

    Die Diskussionslast wiegt unter uns Hundemenschen auch schwer.

    Dass aber bei z.B. Verkehrsdelikten mit Todesfolgen niemand fragt, oder weniger reagiert, kann ich in der Großstadt lebend nicht sagen. Der Protest ist ein anderer, oft stiller, aber nicht nicht vorhanden und auch nicht nur kurzzeitig. Nicht selten kommt es auch zu Tumulten vor Gerichtsgebäuden oder direkt in den Sälen.

    Auch bei Tötungsdelikten durch Kinder/Jugendliche die, falls noch unter 14 Jahren umgehend aus den Familien entnommen und fremd betreut werden, sind Mitbewohner kleinere Dörfer/Gemeinden nicht fein gestimmt. Täterfamilien verlassen oft in einer Nacht und Nebelsituation zeitnah ihr Zuhause, gerade bei Übertötungsdelikten. Vertretende Anwälte erhalten Morddrohungen. Wer bleiben muss, lebt sicher nicht leicht weiter ...

    Bei tödlichen Ausgängen nach Drogenmissbrauch bei Kindern/Jugendlichen herrscht irgendwie ein anderer Tenor, da wird Schuld 'recht schnell' social media Kanälen zugesprochen, dort stießen die Verunglückten auf die Challenges ...