Auch in Büchern steht nicht immer Alles so, wie man es wirklich handhaben sollte. Manche Sachen sind einfach veraltet oder passen nicht auf den jeweiligen Hund.
Bei euch habe ich den Eindruck, dass ihr euch selber und damit auch dem Hund sehr viel Druck macht, diverse Sachen unbedingt üben zu müssen. Warum z.b. muss ein Retriever üben zum Hundefriseur zu gehen? Wofür? Das ist doch keine Rasse die da Bedarf hat.
Dafür wieder bei anderen Dingen, wie der Stubenreinheit habt ihr die Erwartungshaltung gehabt, dass der Hund anzeigt wenn er muss. Ja machen manche Hunde, aber oft ganz anders, wie ihr es wohl erwartet habt. Meine Hündin starrt mich in Grund und Boden, wenn sie wirklich mal dringend raus muß. Und das auch mitten in der Nacht. Sie sagt aber keinen Ton.
Da wäre es an euch gewesen, einfach früh genug mit dem Hund rauszugehen, dass er es gar nicht nötig hat sich zu melden. Dies nur als Beispiel, was mir beim nachlesen aufgefallen ist.
Zu der Aktion die passiert ist: überlegt euch mal, wie es euch gefallen würde, wenn ihr z.b. gerade großen Hunger habt und eine super leckere Pizza esst und da kommt ein Freund und umarmt euch immer wieder. Wahrscheinlich zuerst noch ok, dann käme doch wahrscheinlich, wenn es weiterhin passiert, dass Gefühl: boh man, laß mich jetzt doch mal essen und nach einer kurzen Zeit, würdet ihr dies wohl auch nett äußern. Aber dann wird trotzdem weiter gemacht würdet, wärt ihr auch genervt und würdet bestimmt auch etwas genervt reagieren, bis hin zu: laß das doch jetzt mal endlich.
Tja und genauso hat eure Hündin reagiert eben mit ihren Mitteln.
Das kann man einen Jugendlichen in dem Alter super erklären: frag ihn mal, wie gerne er bei zocken (PC Games oder PS4) gestört wird mitten in einem spannenden Matsch? 
Geht die Erziehung von eurem Hund mal etwas entspannter an und nicht so verkopft und künstlich Situationen schaffen, die überhaupt nicht nötig sind.