Beiträge von CorinnaS

    Ja, Welpen sind eine Katastrophe! Die zwicken, toben, sind nicht stubenrein und stellen den ganzen Tag Unsinn an. Ich wette, Deine Tochter hat Dich auch gezwickt, Dir ihr Essen auf den Pulli gespuckt und gequengelt oder geschrien, wenn's nicht nach ihrem Kopf ging. Und war es wirklich gar nicht eklig, ihre Windeln zu wechseln? Vielleicht erzählst Du ihr mal von der Zeit, als sie noch ein Baby war. Kinder verstehen die Dinge besser, wenn man Vergleiche zu ihrer "Welt" zieht.
    Die Welpenzeit ist hart. Aber es lohnt sich, das durchzuhalten. Und das geht nur mit viel Liebe, Konsequenz und Geduld.
    In einer Familie müssen da alle zusammen halten. Wenn Du zusätzlich noch zwischen den Fronten stehst, dann bist Du überfordert. Darum halte auch ich es für unabdingbar, dass Ihr gemeinsam eine Entscheidung fällt.

    Ansonsten: Türklinke senkrecht stellen und/oder Kindergitter anbringen. Und eine Hundeschule besuchen, um auch Austauschmöglichkeit zu haben. Und zu sehen, dass es den anderen nicht besser geht ;)

    Ich halte nichts von dieser 4-tägigen Auszeit. Was soll das bringen? Und es verwirrt den Hund nur umso mehr.
    Nimm die Aufgabe an! Ich glaube, gerade die vielen Probleme, die Kalle damals mitbrachte, die viele Arbeit, die ich in ihn stecken mußte, haben mir geholfen, über Paco's Tod hinweg zu kommen.
    Trauere um Deinen Herzhund. Und fang gleich heute damit an, den neuen Hund auf den richtigen Weg zu führen und ihm ein schönes Leben zu bieten.

    Ich achte schon drauf, auch das Haus nicht so arg zu überheizen. Man selbst verweichlicht ja auch :D . Die Hunde liegen auch tagsüber viel im etwas kühleren Anbau oder lungern im Garten rum. Von daher denke ich, dass sie gut für den Winter gerüstet sind. Frostbeulen sind sie jedenfalls nicht. Auch Kaukram wird sogar jetzt noch lieber im Garten genüßlich verzehrt als im Haus.
    Trotzdem gibt es extreme Wetterlagen oder eben bestimmte Situationen, in denen ich ihnen einen Mantel anziehe. Kalle ist da empfindlicher. Er hatte die Nierengeschichte letzte Weihnachten (da ging's noch grundsätzlich ohne Mantel raus) und davor auch mal eine schwere Halsentzündung. Lilo hat letzten Winter als Welpe sogar ein Eisbad (sie brach ein) problemlos überstanden.

    Bei uns in der Klinik werden die Pferde alle eingedeckt, wenn sie raus gehen. Mein Nachbar hier hat seine beiden Fuchsstuten auf der Weide nie eingedeckt. Die sehen auch schön plüschig aus.

    Ich denke, man sollte die Mäntel weder zum Standard machen noch sie als Unsinn verteufeln. Ehe einer friert, bekommt er halt was an. Würden wir bei uns auch nicht anders handhaben.

    Ich hatte auch merkwürdige Erlebnisse damals. Kalle war z.B. mal einen Tag bei einer Freundin, weil ich beruflich weg mußte. Als ich abends los ging, um ihn abzuholen, hüpfte mein Herz vor Freude. Und als er dann vor mir in der Türe stand, stellte ich fest, dass ich mich eigentlich auf Paco gefreut hatte. :ops:

    Du solltest Dir bewußt machen, dass nicht nur Du eine Vorgeschichte hast, sondern auch der Hund. Du mußt Dir darüber bewußt werden, dass die Trauer um Deinen vorherigen Hund rein gar nichts mit dem jetzigen Hund zu tun hat. Die beiden sind keine Konkurrenten! Wenn Du den einen Hund so lieben konntest, dann wird Dein Herz sicher auch groß genug für den zweiten sein. Herzen haben Platz für mehrere Hunde!

    Der Hund braucht Zeit, all das zu lernen, was nun ansteht. Er hat verdient, dass Du ihm diese Zeit gibst und ihn geduldig anleitest. Greife zurück auf die Erfahrungen, die Du nunmal hast. Und je mehr Ihr beide die Herausforderung annehmt, desto enger werdet Ihr zusammen wachsen.