Beiträge von Sundri

    Moin,

    ne ne das Sportfuss meine ich nicht, ich meine das Fuß in der jagdlichen Ausbildung, beim pirschen kann es schon sein, das ich schieße, während mein Hund neben mir ist und da will ich 100%tig wissen, wo er neben mir ist und das er neben mir ist. Anschauen soll er mich bloss nicht, seine Augen gehören ins Revier, und die Positon Schulter/Knie (sorry, hab ich oben falsch geschrieben) ist eben so gewählt, das ich an seiner Reaktion erkennen kann, ob er Wild wittert oder nicht.

    Klar ist das eine Konzentrationsübung par exellence und es war nur ein Beispiel.... such Dir ein beliebiges anderes aus. Und doch, wenn ich Malik so sehe und sein Postioneinnehmen, wenn ihm jemand "Fuß" sagt, dann erkenne ich an meinem eigenen Hund genau, welche Wertigkeit die betreffende Person einnimmt und wie er sie einordnet und ihr folgt. Bei mir traut er sich das nicht. Das hat auch etwas mit Führung zu tun. Jedenfalls für mich. Oder es ist eine Folge aus unserer Zusammenarbeit, denn wenn wir gemeinsam so durchs Revier gehen, hat er ja auch etwas davon.

    Sundri

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    Die werden doch vorher auch auf diese Mittelmeerkrankheit getestet!

    Ja, werden sie, aber nicht unbedingt laufend, sprich, im allerdümmsten Fall wird der spanische Hund auf dem Weg zum Flughafen von einer infizierten Mücke gestochen und enwickelt die Herzwürmer erst hier - es dauert einige Wochen bis man sie nachweisen kann.

    Und manche andere Infektionskrankheit entwickelt sich da später, manche Foren sind voll davon. Nur, wenn ich mir einen Spanier hole, mache ich mich auch darüber schlau und gehe zu meinem TA, ich hab Lucas, weil er sie schon hatte, erst einmal auf Herzwürmer prüfen lassen und ich werde das auch im Frühjahr ein zweites Mal testen lassen.

    Als Diego so krank wurde, hat meine Tä ihn nocheinmal auf einige Mittelmeerkrankheiten gestestet - war alles negativ, aber sicher ist sicher.

    Mir tun solche Fälle trotzdem leid, ein Umtausch ist ja nun seltenst das, was die Tierhalter sich wünschen (Ausnahmen gibt es sicher) aber das ist einfach hart, ein krankes Tier zu bekommen und hinterher mit allem allein zu sein. Nicht nur mit dem Geld, sondern auch mit den Sorgen und Ängsten.

    sundri

    Zitat

    Das TH hat auf die Mail der Frau dagegen so geantwortet, dass sie sich einen neuen Hund aussuchen und kostenlos übernehmen kann. Das nenne ich mal ein "faires" Angebot. :mute:

    Na ja, das war einfach zu erwarten, denn es ist der übliche Weg.... da Tierheime oft eigene TÄ haben, sind ihre Kosten andere als wenn sie diese auslagern würden und die meisten Tierheime scheffeln ja nun auch kein Geld und sind oft auf Spenden angewiesen.

    Das mit dem Sticker Sarkom wusste ich z.B. nicht, ich hab auch Hunde aus Spanien, nicht aus Russland, da kenne ich mich besser aus. Tierheime aber sollten um die speziellen Probleme und Krankheiten definitv wissen. Immerhin ist es ihr Job und so ein Hund gehört nicht vermittelt.

    Was ne doofe Situation.

    Sundri

    Moin,

    ich hab ja meinen Malik mit der Pfeife trainiert, allerdings hab ich dafür eine Doppelpfeife genommen.

    Doppelpfiff - komm sofort her
    Einzelpfiff - schau mal, ich wechsele die Richtung, pass auf - wir haben dann auch mit Handzeichen an Richtungswechseln gearbeitet
    Trillerpfiff - hinlegen, jetzt!

    Dabei ist wichtig, das Dein Hund weiß, was Du von ihm willst, also, erst soll er das Kommando lernen, normal mit Eurem Wort und wenn er das zuverlässig kann, kommt die Pfeife hinzu, erst Kommando und sofort, in einem Zug, der Pfiff dazu. Oder umgekehrt - meist klappt aber erst Kommando und dann Pfiff besser.

    Üben erst auf kurze Entfernungen, und wenn er dann irgendwann verstanden hat, was er soll, dürfen diese länger werden.

    Das Problem bei einer einfachen Pfeife ist, das der Hund meist schon kommt, wenn er den ersten Teil des Doppelpfiffs hört und nicht abwartet "war´s das jetzt oder kommt noch was?" Deshalb glaub ich, ist der Triller einfach die bessere Wahl. Zwecks Unterscheidung.

    Sundri

    Moin,

    ne den Namen hab ich mir nicht gemerkt, es waren aber Pyrenäen Berghunde (da musste ich echt nachsehen, wie man die schreibt :ops: ). Er hält sie so, wie es klassiche üblich ist, sie werden in den Herden geboren und wachsen dort auf. Was mir neu war (ist aber nicht meine Thematik - also ich kenn mich mit Herdenschutzhunden nicht so gut aus) das er sagte, die Hunde bilden ein Rudel, das der Zaun begrenzt und das übertreten die Wölfe nicht, weil sie das Revier des Rudels achten. ?!

    Tiere geschossen - Wölfe und Luchse mein ich damit. Eine der Urmütter der deutschen Wölfe wurde verendet gefunden und man hat sie untersucht und sie hatte Verletzungen von unterschiedlichen Schüssen :mute: da könnt ich echt die Krätze kriegen - wenn ich so etwas höre.

    Na ja, überfahren werden eben auch einige, man berichtete von einer Jagd in Polen, in der die ersten Jungwölfe ausserhalb des Schutzgebietes in eine bezahlte Jagd geraten sind und zwei geschossen wurden, von belgischen Jägern die sie für Marderhunde (ich glaub es hackt) gehalten haben. :censored:

    Ach ja, Angriffe auf Menschen sind nicht seriös bekannt, auf Hunde (zumindest war das die Aussage des Luchsexperten) schon.... na ja, ich denke, Katzen sicher auch.

    Sundri

    Moin,

    ich schrieb an anderer Stelle ja auch, es kommt auf den Hund an, auf seinen Charakter, seine Art.

    ich bin niemals in meinem leben so konsequent gewesen, wie ich es bei Malik sein musste - das war - hart für mich. Er gehörte immer zu den Hunden, die aus einer einmaligen Erlaubnis ein Gewohnheitsrecht abgeleitet haben und das bedeutete eben immer Konsequenz.

    "Fuß" war eine ganz bestimmte Position, Hundekopf auf Kniehöhe - er versuchte es immer, ein klein wenig vor zu gehen, wenn man nicht darauf achtete, am zweiten Tag nahm er dann die "sich erkämpfte" Position wie selbstverständlich ein..... bei meinem Liebsten ging er irgendwann nur noch an dessen Seite.... immerhin am Bein, bei meinen Kindern irgendwo auf der Seite, Abstand bestimmte er dann selbst. Das geht noch heute so - nur und ausschließlich bei mir, weiß er plötzlich ganz genau, wo seine Postion beim "Fuß" zu sein hat, da kann er das auch. Ich fordere es aber auch, immer noch, etwas, das ihn eben auch fordert und ihm zeigt "mach mal was für mich" - heute, bald 14 Jahre später gibt es dafür dann aber auch wieder Leckerchen. :ops:

    Viele der hier aufgezählten Dinge werden im Alltag doch zu Routine und man hinterfragt sie nicht mehr oder handelt nicht mehr aufpassend, konsequent, die Dinge spielen sich auch ein. Meine Hunde wissen, das sie beim Anleinen sitzen müssen, sie gehen auf den Flur und setzen sich - ich muss das weder anordnen noch durchsetzen und ich lasse - an dieser Stelle - auch mal 5 grade sein, weil unser Flur mitunter rattig kalt ist und ich sehe, das sie sich stezen würden, aber wirklich ungern.

    Es verlangt ja niemand, das Dein Hund nicht in Dein Bett darf - solange es okay ist, das er nicht in meines kommen würde.... das Schöne daran ist ja eben auch, das man eigene Regeln nach eigenen Bedürfnissen aufstellen darf, kann und auch soll. Und das es für den Hund wichtig ist, verlässlich zu sein da sind wir uns doch alle einig.

    Für mich fängt verlässlich schon damit an, das er sein Futter regelmässig bekommt, egal wie der Tag gelaufen ist (ja ja hab ich tatsächlich schon anders gehört) und das es das Gleiche ist und nicht abhängig von seinem Tun, was Hunde eh nicht begreifen. Das ich gleich auf die gleiche Situation reagiere, ich lasse ihn nicht heute aus dem Napf seines Mithundes fressen, ignoriere das und morgen verhau ich ihn, weil ich das eigentlich nicht will.

    Das meine ich mit Konsequenz und Berechenbarkeit.

    Sundri

    Moin,

    ich hab gestern auf NDR eine Doku gesehen, Luche und Wölfe in Niedersachsen, war nett, ein bisschen informativ aber nicht wirklich bewegend.

    Fazit, wenn der Naturschutz diese Tiere unter uns will - dann muss er mit den Menschen reden und umgehen, die mit ihnen leben müssen. Das sind dann konkret die Schäfer. Da war einer im Interview, der sich 15 Herdenschutzhunde geholt hat, seitdem keine Übergriffe meht durch Wölfe hatte und sich doch beklagte, das die Schutzzäune zwar mit 75 % gefördert werden, aber die Wölfe nicht abgehalten haben und das seine Hunde nicht unterstützt werden. Kosten pro Hund ca. 1000,- € im Jahr. Der Gute beweidet aber auch nur öffentliche Flächen für die Landschaftspflege und meinte, er könne sich halt nicht beklagen, sonst bekäme jemand anders sie Aufträge. :???:

    Vor seinen Herdenschutzhunden hat er in einer nacht einmal 26 Schafe verloren, das ist dann schon bitter, geht ja für Leuts die Tiere halten nicht immer nur um Geld, sondern auch um die Tiere.

    Es werden Tiere geschossen, manchen Anwohnern sind sie zu nah, andere beklagen, das sich mehr um Wölfe als um Menschen gekümmert wird und wollen sie nicht.... gemischt, hauptsächlich aber wollen Luchs und Wold diejenigen, die in den Städten wohnen und verklärte Vorstellungen von Natur und Landleben wollen. Auch nichts Neues.

    Waren aber nette Bilder, das immerhin war sehenswert.

    Euch einen schönen Tag
    Sundri

    Moin,

    im Auto füttern - das Auto mit etwas Wunderbaren verknüpfen, ansonsten schon so wie von JudithB beschrieben, in kleinen Schritten.

    Entweder bekommt er sein Futter in Zukunft im Auto oder aber er bekommt dort, zeitgleich mit dem mal drinnen sitzen irgendwas gaaaanz Tolles, Leberwursttube oder das ihm am besten schmeckenste Nassfutter....

    Mit Füttern im Auto hat meine Freundin gute Erfahrungen gemacht, heute springt ihr Hund immer ins Auto, wenn das nur offen steht, könnt ja was Leckeres geben. :D

    Sundri

    Zitat

    es geht nicht um die Tipps, nur wenn man alle Beiträge liest, merkt man, wie gleich der Besitzer als der Schluldige beschimpft wir.
    MIr wurde immer wieder ausdrücklich gesagt, der hund ist!!! stubenrein, sonst hätten wir uns niemals für ihn entschieden.
    Nicht ohne Grund kommen die Hunde sehr oft in die Hundehilfe zurück, wie ich mittlerweile bemerke. Ich MUSS von einer seriösen Institution ausgehen auf die ich mich verlassen kann. Wenn dort aber nicht mit offenen Karten gespielt wird, kann ich als dummer hundebesitzer auch nichts dafür.

    Ja nun, ist er aber nicht stubenrein, da nutzt doch alle Verzweifelung nichts, und wenn die Orga sich getäuscht hat oder nicht wissen konnte, das es für diesen Hund einfach zu viel ist, schon wieder umzuziehen und alles neu zu erleben und er so reagiert? Du könntest ihn vermutlichzurück geben, in den Schutzverträgen steht, das der Hund meist Eigentum der Orga bleibt?

    Du bist nicht dumm - das wollte niemand sagen, vielleicht unbedarft was die Problematik mit Straßenhunden angeht, na und, kann man lernen - ich hab auch zu Beginn so manches nicht gewusst und wusste erst durch Ausprobieren, das es flasch war - wie etwa Lucas auf dem Hundeplatz hinter mir herzuzerren - den nächsten Tag nämlich ging er mir fein aus dem Weg, wenn ich mit Leine kan - und das war, was er gelernt hatte - mit der Chefin gehen ist doof - es war aber nichts von dem ich wollte, das er es lernt.

    Sundri

    Schade - ich hab nicht den Eindruck gehabt, das ich Dich beschimpft habe, im Gegenteil, ich hab Fragen gestellt undv ersucht zu erklären wie solche Hunde ticken - immerhin hab ich welche und weiß, wovon ich rede.

    Leider hab ich keine Antworten auf meine Fragen bekommen, die es mir ermöglicht hätten, mehr zu erkennen....

    Du wirst in einem Forum immer auch Antworten bekommen, die hilfreich sind und andere, ist wie beim TA oder Trainer, frag drei und Du bekommst drei Antworten. Und ich hab die Erfahrung gemacht, das sich nicht viele Trainer mit Straßenhunden auskennen und manche meinen gar, mit Härte käme man weiter.....

    Ich will`s noch mal versuchen, ich hab eine HuSchu für Lucas und mich gesucht, er konnte nicht viel, als er hier ankam (vor 8 Wochen). Ich sollte meinen Hund anleinen und da er kein "Fuß" kannte, hinter und neben mit herschleifen, Seitenwechsel machen, Kehrtwendungen - am Ende habe ich abgebrochen, ich hab an seinem Verhalten gesehen, DAS macht ihm Angst. Die Trainer hätten mehr wissen sollen als ich, taten sie aber nicht. Heute sind wir in einer HuSchu, in der ich mich auf meinen Hund einstellen kann und siehe da - es klappt - wunderbar.

    Vielleicht magst Du noch einmal in Ruhe alles überdenken und dann schauen, wie es weiter gehen kann. Dem Hund zu liebe?

    Was hat Dein TA Dir denn geraten?

    Sundri