Beiträge von Sundri

    Moin,

    klingt aber so, als sei ihm da draußen etwas zugestossen - vielleicht auch mitgenommen worden? Ich würde ihn auch untersuchen lassen, beim TA abklären ob alles okay ist.

    Und dann würde ich ihn, so schwer das auch sein mag, nicht mehr allein draußen lassen, und, mit ihm zusammen gehen.... damit er wieder Vertrauen fasst.

    Sundri

    Moin,

    mein Malik war so einer und bei ihm war es glasklar Dominanz, bevor er nämlich meinte irgendwen zu besteigen - starrte er einen vorher immer feste an und machte sich ganz steif. Erst legte er einem die Pfote aufs Bein und wenn man die nicht schnell genug beiseite wischte - ging`s los.

    Er machte sich so an Freundinnen von mir, an meinen Partner - als der mal auf dem Boden saß, an meine große Tochter und auch, nach längerer Krankheit in der ich sehr nachsichtig mit ihm war, an mich und da gab`s ne Ansage - die hatte sich echt gewaschen. Bei Besuchern warfen wir ihn kurzerhand raus.... wer sich nicht benehmen kann, muss draußen bleiben. Das war auch der Grund, weshalb er Fernsehzimmerverbot hatte, weil er da häufig anfing zu stieren..... Malik brauchte zeitlebens eine sehr konsequente unnachsichtige Führung, das kam mich manchmal sehr hart - weil ich nicht so der unnachsichtige Typ war, ich hab viel mit ihm gelernt.

    Stressrammeln, hab ich gelernt, hat nichts mit Anstarren zu tun - das deutet auf Dominanz hin, es gibt sie nämlich tatsächlich.

    Große Hunde drängen einen oft ab - das ist etwas, das sehr unangenehm werden kann und sie beschneiden einem damit ja durchaus die eigenen Bewegungsmöglichkeiten. Dagegen muss man etwas tun, aber als Außenstehender ist das eher nicht so einfach.

    Die Tipps des Hundehalters sind allerdings echt unterirdisch, ich würde mich nie auf einen großen fremden Hund werfen, der könnte das als Angriff werten und seine Zähne - sind besser als meine.

    Sundri

    Moin,

    solche Trainer gibt es, als ich Lucas (auch aus Spanien) auf der Suche nach einer Hundeschule war und besonderen Wert auf Trainer mit Erfahrung bei solchen Hunden legte, erzählte ich eine kleine Geschichte von Diego, wenn man ihn zu hart begegnete, warf er sich einfach auf den Boden und spielte toter Hund. Da meinte sie "OH, da muss man aber dann erst recht durchgreifen und das Kommando durchsetzen" und ich wusste "DIE ist es für uns nicht..... niemals nicht!"

    Anspringen und sich freuen - mei, wenn man das zulässt - das hat nichts mit rügen zu tun, ich glaube einfach, jeder normale Hund hat irgendwann in seinem Leben gelernt, das man Menschen nicht anspringen darf. Also - lernen sie es jetzt, einfach von Dir.

    Nachlaufen, das tut Lucas (seit Ende 10/2013 bei mir) auch noch oft - nicht mehr immer und stetig, aber an Tagen, an denen ich zuvor länger aus dem Haus war, etwa - durchaus öfter. Er ist einfach gern bei mir, geschlossene Türen sind aber auch kein Drama. Wenn es Dich nicht stört, lass ihn einfach. Möglicherweise gibt ihm das Sicherheit - solange er den anderen Hund weder anknurrt noch abdrängt - sehe ich das nicht bedenklich. Wer weiß, wie oft er schon ein zu Hause verloren hat?

    Und das Jagen, das beste dagegen, sagt mein Trainer ist ein gut konditionierter Superrückruf und das Anleinen, wenn ich bemerke, das meine Jungs hektisch die Nase in den Wind halten oder ihre Rute anzeigt "oh lecker...."

    Viel Erfolg
    Sundri

    Moin,

    ja, für 4 Wochen ist das ein wenig viel....... mein Lucas ist hier Ende Oktober angekommen und er hat so gut seine 8 Wochen gebraucht, jetzt mag er auch mal auf dem Rücken schlafen - seit ein paar Tagen.....

    Früher hab ich auch immer geglaubt, Hunde dürfen einen nicht anknurren - Malik hat seinerzeit dafür noch richtige Ansagen kassiert (okay, er knurrte mein Kind an) hier habe ich gelernt, das Knurren eine Warnung ist auf die ich noch Zeit habe, zu reagieren - wenn ich das Knurren aberziehe, kann es sein, das ich einen Hund bekomme, der ohne Warnung gleich beisst. Das leuchtet mir total ein und ehrlich,lieber Knurren und ich hab Handlungsspielraum als gleich Schnappen.

    Normalerweise sollte das Hinterherlaufen irgendwann aufhören - wenn Du ihn allerdings derart beachtest und mit ihm sprichst - kann ich mir vorstellen, das es nicht aufhört. Auch Lucas war die ersten Wochen direkt in meiner Fußspur, Mitte Dezember kam es das erste Mal vor, das er in einem anderen Raum liegen blieb und mir nicht folgte, jetzt, seit zwei Wochen kommt es vor, das er woanders hingeht und sich legt.... er hat gelernt, die Geräusche des Hauses einzuordnen. Wenn ich nämlich den Schlüssel in die Hand nehme, dann steht er aber sowas von parat..... ohne Schlüsselklappern kann ich mich frei bewegen. ;) Kluger Hund.

    Lass den Würger, ich weiß das man früher viel damit gearbeitet hat, aber er ist ein spezielles Werkzeug, das punktgenau eingesetzte werden muss und viele Hunde gewöhnen sich daran. Hunde die in Anbindehaltung gehalten worden sind, sind oft harthalsig (das weiß man ja nicht) und denen ist ein Würger aber so was von schnuppe...... (mein Diego war so einer), Geschirr und alles einfach nue aufbauen. Ich hab gute Erfahrungen mit Clicker gemacht, weil er da keine alten Verknüpfungen abrufen kann, mein Hund und wir gemeinsam etwas Neues lernen, das uns gut tut.

    Alles Gute
    Sundri

    P.S. die Situation mit dem großen Knochen würde ich trotzdem nicht überbewerten - das war für ihn vermutlich wie Weihnachten und Ostern zusammen - und sein Misstrauen war berechtigt, ihr habt ihn wieder weg genommen..... ist halt alles noch ein wenig früh gewesen. Lieber üben, Tauschgeschäfte oder "Zeigen und Benennen" (gibt`s nen guten Thread hier), dann wird auch das werden, Zuhause ist für Hunde aber durchaus auch etwas Anderes als Draußen. Hier ist ihr geschützter Raum. Während Lucas hier durchaus Leckerchen nimmt, die mir herunter fallen, rührt er draußen vom Boden einfach absolut nichts an. Die ganze HuSchu lacht über uns, wenn mir das Leckerchen herunter fällt, muss ich es aufheben, während Lucas mit dabei zuschaut. :hust:

    Oha, das wusste ich wirklich nicht, ich dachte immer, in den Städten sind Turmfalken unterwegs - schon spannend, wie sehr sich die Natur anpassen kann. Und ein Singvogel ist schon eine andere Kategorie aus Mäuse.... Respekt dem kleinen Jäger.

    Aber die Normalität ist das noch nicht, bei uns jagen sie klassisch Mäuse, ist auch gut so,mangels Winter werden wir davon nächstes Jahr mehr als genug haben.

    Sundri

    Zitat

    hm ne...
    glaube ich so nicht. nur als beispiel der turmfalke. er wiegt 200 gramm+- 20 gramm (weibchen) und ist nicht als aasfresser bekannt, da er ansitzjäger und sog. "griffhalter" ist. er erbeutet seine beute in der regel im flug.
    eigentlich kommen wir hier immer weiter ins OT.

    Moin,

    sorry, aber ich korrigiere das mal. Turmfalken sind die kleinen Greife die oft am Himmel stehen und "rütteln". Sie ernähren sich komplett und nur ausschließlich von Mäusen. Sie können sogar das Licht, das von Mäusepipi ausgeht sehen und "stehen" deshalb manchmal an günstigen Stellen. Sie erlegen ihre Beute ausschließlich am Boden - weil die Mäuse natürlich dort sitzen.

    Sundri

    Moin,

    nein, ich glaub nicht. Ich meine mich zu erinnern, das rohe Zwiebel Giftstoffe enthält, gegarte aber nicht mehr und zudem war die Menge, aufgeteilt auf zwei Katzen auch sehr gering.

    Alles Gute für Euch
    Sundri

    Moin,

    also, bei unseren heimischen Greifen ist es in der Regel so, das die Weiber um 1/3 größer sind als die Terzel (so heißen die Männchen). Uhus haben eine Spannweite von 150 cm plus/minus, je nach Gegend können sie auch mal 1,60 oder 1,70 erreichen, das ist schon ganz schön groß.

    Eulen fliegen lautlos, was es für Beutetiere schwer macht, sie auszumachen. Das liegt an ihren weichen Federn die absolut keine Fluggeräusche erzeugen. Junge Eulen sind das allerkuscheligste, dem man draußen in der Natur begegnen kann. Sie brüten alle relativ früh, die ersten Uhus beginnen in Mitteleuropa Ende Februar mit der Brut und suchen tatsächlich im Januar schon Nistmöglichkeiten. Sie bauen aber keine Nester, sondern scharren Kuhlen in Feldwände, brüten auch mal unter eine Brücke.

    Sie sind in der Lage große Beutetiere zu schlagen, in Uhurevieren fallen ihnen relativ viele Katzen zum Opfer, kleine Hunde können sie durchaus erlegen, tun dies aber, wenn Menschen in der Nähe sind, nur in allerhöchster Not (wirklich Hunger), weil sie Menschen als natürliche Feinde ansehen. Uhus sind auch in der Lage Kaninchen und Hasen zu schlagen.

    Milane dagegen können das nicht, sie haben relativ kleine Hände (so nennen wir die Füße) ebenso wie Bussarde, sie können weder Hasen schlagen noch ähnlich große Tiere, und ja, zumeist gehen Milane an Aas. Grad im Winter ist das sehr beliebt. Aber sie jagen durchaus erfolgreich selbst.

    Greifvögel packen ihre Beute und beißen ihnen dann gewöhnlich die Nerven im Nacken durch, sie töten also am Ende durch einen gezielten Biss. Natürlich kann das zu schweren Verletzungen führen, weil der Griff, damit die Beute nicht entfleucht, schon sehr fest sein kann.

    Sie hacken aber weder in Augen noch springen sie einem ins Gesicht - DAS tun hingegen Krähen und Raben.

    Ich hätte bei Welpen und sehr kleinen Hunden durchaus ein wenig Vorsicht, wüsste ich, das ich mich in einem Revier von großen Greifen aufhalte und würde meine Hunde in meiner Nähe halten, dann passiert ihnen normalerweise nichts, denn sie sind äußerst scheu.

    Das der Uhu sich dann aber auf ein Dach setzt - ist sehr ungewöhnlich, denn wie gesagt, Uhus sind sehr scheu - entweder hat er wirklich Hunger oder es war eine andere Eule? Manche suchen die Näeh zu Menschen, Schleiereulen etwa. Bei uns brüten sie in der Scheune - sie sind einfach nur schön.....

    Sundri