Beiträge von Sundri

    Moin,

    rein subjektiv? Zunehmend Chi´s - in allen Variationen, ernsthaft, so viele dieser kleinen Hunde hab ich selten gesehen, da laufen auch alle möglichen Leut`s mit herum, von den klassichen blonden Mädschen bis hin zu einem älteren Herrn.

    Ansonsten, ausländische Hunde, wenn ich mich bei uns im Dorf so umseh, hat beinahe jeder Zweite einen Hund aus dem Tierschutz - Spanien - Griechenland - Rumänien - auch so in der Reihenfolge.

    Und die Mopsartigen, auch von klein bis groß - sehr verbreitet, selbst beim TA, ich sitz da kaum mal, ohne das einer der genannten Rassen (Chi - Tierschutzhunde und Mopsartige) im Wartezimmer sitzt.

    Sundri

    P.S. Aussies gibt es hier aber auch in rauhen Mengen, das liegt daran, das meine Nachbarin einige Würfe hatte und die hier alle in der Gegend unter gebracht hat. Heißt immer "ach Rickies Tochter oder Rickies Sohn" :D alles klar....

    Moin,

    ja, ich würde meinen, er ist nun angekommen - mein eigener Spanier ist seit Ende Oktober bei mir, das ist ja ähnlich von der Zeit her. Und ich beobachte durchaus, das sich sein Verhalten verändert, etwa - seit einigen Tagen schlägt er an, wenn ihm draußen etwas nicht so ganz gefällt - mich stört es nicht, von daher....

    Weißt Du welche Rassen in Deinem Hund stecken? Vielleicht etwas, mit besondes ausgeprägtem Schutztrieb? Das würde sein Verhalten erklären - zu dulden ist es weniger.

    Ich kenn das aber von meinem vorherigen Hund, da durften sich manche Besucher auch nicht frei bewegen - ich hab das für ihn geregelt und ihn notfalls in einen anderen Raum gebracht. Allerdings ist er zwar bellend und drohend auf Andere zu - aber er hat nie den Ansatz gemacht, zu beißen. Ich erinnere mich, das ich den einen oder anderen Besucher durchaus vor`s Bad und zurück begleitet hab. Diego hatte fürchterliche Angst vor Männern, die hat er bis zu seinem Lebensende nie ganz verloren, je dunkler - desto gefährlicher :hust:

    Ich weiß nicht, ob es einen Trainer braucht, vielleicht reicht es auch aus, ihn in seinen Korb zu schicken? Hat er denn gelernt, in diesem zu bleiben, wenn Du das forderst? Ansonsten wäre es eine gute Idee, daran zu arbeiten und es langsam zu üben....

    Sundri

    Moin,

    am meisten an dieser Diskussion stört mich das auf jemanden einhacken - es ist viel schief gelaufen und die Konsequenz der, einzig richtigen, Entscheidung ist richtig und gut und für das Hundekind auch noch früh genug.

    Fehler zuzugeben ist für mich persönlich eine Stärke - auf jemanden "einprügeln" auch noch verbal - eine Schwäche, denn derjenige der "geprügelt" wird, gerät in einen Rechtfertigungszwang - und wenn er dort ist, findet weder Lernen noch Einsicht statt.

    Ich finde es mutig, zu sagen "das ist mir zuviel" und den richtigen Weg zu gehen, anstatt den Mund zu halten, Augen zumachen und durchgehen - davon hat am Ende niemand etwas, weder Besitzer, noch Familie schon gar nicht der Hund.

    Überlegt doch vor dem Schreiben einfach mal, wie möchtet Ihr, das mit Euch umgegangen wird, wenn in Eurem Leben etwas schief gelaufen ist? Es gibt weit Schlimmeres als mal die Fassung zu verlieren. Und ein "Siehste" oder "was hast Du gedacht?" ist nicht hilfreich und bringt niemanden weiter.

    Sundri

    Moin,

    genau so sprang mein Diego auch - er ging in die Höhe und ließ sich dann gaaaaanz sanft mit seinen Vorderpfoten auf einen kippen - das war nie wild oder ungestüm, sondern einfach irgendwie zärtlich :tropf: und er machte es auch nur bei großen Begrüßungen. Dann stand er da und ließ sich kraulen....

    Während mein Malik da eher das Trampeltier war und sehr ungestüm, bei ihm haben wir es immer unterbunden, weil es nicht anders ging. Lucas springt auch nicht, ich nehm an, man hat es ihm auch abgewöhnt.

    Und nein, SO ein Anspringen kann auch nicht anders als "Endlich bist Du wieder bei mir" interpretiert werden, jedenfalls würde ich das so sehen.

    Am Anfang, da erinnere ich mich, sprang er mir aber mit voller Wucht in den Rücken, wenn er mit irgendwem von draußen kam und ich am Schreitisch saß und keine Notiz von ihm nehmen wollte - aber auch das haben wir gut in den Griff bekommen, damals mit Hilfe dieses Forums..... aber das war wirklich ein anderes Anspringen als dies Begrüßungsritual.

    Mach Dir darüber keine Sorgen, wenn ich es bei Diego mal nicht wollte, reichte ein deutliches zur Seite drehen und er hat es unterlassen. Hab ich aber selten gewollt. :ops:

    Sundri

    Guten Morgen,

    dann werden wir das am Montag mal in Angriff nehmen, da hab ich eh einen Kliniktermin mit Lucas und nehme Malik gleich mit.

    Im Endeffekt ist es teurer als eine Kastra, ich weiß - aber ich weiß auch, das uns nicht mehr viele Jahre bleiben werden, wenn man überhaupt von Jahren reden kann und wenn es einen Weg gibt, sie für ihn und uns entspannter zu machen, ist das,glaub ich, ein guter Weg.

    Ich nehm wohl den Chip für ein Jahr, meine TÄ meinte vor einiger Zeit, als ich mal darüber nachgedacht hab, dases gut sein kann, das er bei so alten Hunden viel länger wirkt - aber so triebig wie Malik sich im Moment zeigt - glaub ich das mal eher nicht.....

    Danke und liebe Grüße
    Sundri

    Zitat

    aber, wir stammen ja angeblich auch vom Affen ab.....und ich habe noch nie eine Mutter erlebt, die sich mit Erziehungsproblemen an ein Affenhaus gewandt hat (eine Metapher)

    Und das ist wohl der Irrtum, während sich heute alle einig sind, das Hunde irgendwann einmal vom Wolf abstammen, haben die Menschenaffen und wir Menschen gemeinsame Vorfahren, das ist schon etwas Anderes als vom Affen abzustammen. :hust:

    Sundri

    P.S. ich meine aber auch, das unser Erbgut Schimpanse/Mensch zu 98 % übereinstimmt, während es zwischen Hunderassen durchaus eine Differenz von über 3 % geben kann.

    Moin,

    so langsam komm ich an meine Grenzen, mein Malik wird am 26. März 14, er ist intakter Rüde und wir hatten in all den Jahren wenig Probleme damit - außer - das er gern mal Türen öffnete wenn Nachbars Liebste schmutzige Lieder jaulte und von dannen zog - aber im Großen und Ganzen - kein Problem.

    Alles eine Frage der Erziehung, dachte ich. Nun ist er ja dement und seine Sinne wie Hören und Sehen schwinden so langsam. Leider schwindet sein Sexualtrieb so gar nicht, seit längerem schleicht er um Lucas herum (kastriert, da aus dem Tierschutz) fiept, sabbert, leckt ihn - wenn er dran kommt, läuft ihm nach und sabbert an Lucas Pippistellen, vorzugsweise auf dem Rückweg unserer Runden.... Fazit - es nervt!

    So gern ich meinen Hund habe, momentan kommt er mir vor wie ein 90jähriger, der schon mit offener Hose rausgeht um ja nix zu verpassen.

    Schimpfen, was früher mal genügt hat und er dann still war und keine Lieder jaulte - hilft nicht mehr - er kriegt das nicht mehr mit...... Also denke ich darüber nach, ihm einen Chip zu setzen, eine OP möchte ich aufgrund seines Alters nicht mehr wagen. Und irgendwo tut er mir auch leid, liegt in seinem Korb, jammert und fiept und lässt Lucas nicht aus den Augen....

    Was mein Ihr dazu?

    Sundri

    Moin,

    am Ende ist es vielleicht doch eine Frage der Auslegung bzw. der Definition?

    Für mich ist Dominanz bei Hunden bzw. unter Hunden eine Frage der Hircharchie - und die gibt es bei allen in Gesellschaft lebenden Tieren, eben auch bei Wolf und Co. Hirarchisch gesehen fordern die führenden Tiere von den untergebenen Respekt, Achtung und ein bestimmtes Verhalten. Und wenn sie das nicht bekommen, dann knallt`s - oft gewaltig. Und es gibt durchaus Hunde, die übernehmen die Führung, wenn ihr Mensch das nicht tut, es gibt Rassen, die hinterfragen das spezifisch, Tag für Tag - und wenn sie die Führung nicht finden, dann folgern sie daraus, das es ihr Job ist, anzusagen, wo es lang geht.

    Manche Gesten dienen dann eben auch zum Erproben dieser festgelegten Hirarchien und zum Ausweiten der eigenen Position. Und Hunde, die ja hochkommunikativ sind und ihr Verhalten zum größten Teil über Körpersprache einfordern und ausleben - ich glaube - da sind wir Menschen Waisenkinder gegen und bekommen oft nur die Hälfte mit. Bevor zwei Hunde sich beißen haben sie schon alles andere nonverbal geklärt und wenn wir Glück haben, haben wir es mitbekommen..... wie war das mit dem alten Herrn beim Wald neulich? Sein Labbi steht vor uns, Riesenbürste und knurrt und der alte Herr sagt "der will nur spielen, der spielt immer so!" Meine Jungs verstanden das also völlig falsch, denn sie fühlten sich angemacht und wurden sauer und weil sie das nicht richtig übersetzt haben, waren sie die bösen Tölen. Klassisch - oder?

    Der Begriff als Solches ist aber leider abgenudelt, jeder der einen unerzogenen Köter an der Leine hat, redet von Dominanz - weil - das ist Naturgegeben und man kann es nicht erziehen, ist eben Charakter, den hat man oder nicht. Tja - und ich glaub, daher kommt das falsche Denken über Dominanz und ihre Theorien. Für mich ist sie innerhalb des menschlichen Umgangs auch etwas ganz anderes als unter Hunden. Ich hab ja wohl andere Möglichkeiten als Knurren und Erzwingen bestimmter Handlungsweisen meines Gegenübers.

    Ich wüsste nicht, wie ich das Verhalten meines Hundes anders beschreiben könnt - als Dominanzgehabe? Aber am Ende ist mir das auch egal, ich kann erklären was ich meine - und eines war Malik mit großer Sicherheit nie - unerzogen.... jetzt im Alter fängt er an zu pöbeln, abgesehen von den Erzfeinden - aber auch an denen kamen wir im festen "Fuß" immer gut vorbei.

    Sundri

    Ah - dann hat er die wichtigsten Wochen seines Lebens unbekannt verbracht und vermutlich sehr schlimme Erfahrungen gemacht. Die normale Sozialisierung fehlt und damit entstehen oftmals viele Probleme.

    Und nein, wenn ein Hund das eigene Leben so einschränkt, das niemand mehr zu Besuch kommem mag, dann wäre bei mir Schluß mit lustig, zwar gehen meine Hunde bei manchem Besuch auch aus dem Zimmer - weil der eine keine kleinen Kinder mag etwa - oder jemand eine Hundehaarallergie hat - aber das sind normale Gründe und bei uns stört es eher keinen.

    Für Straßenhunde sind Berührungen - ganz besonders - wenn sie unvorhergesehen sind, eine Bedrohung, eben so wie Geräusche, die plötzlich da sind, wenn sie schlafen, man sollte sie niemals anfassen ohne sie anzusprechen oder sich eben auch über sie beugen. Trotzdem gilt es auch unbedingt abzuklären, ob er körperlich gesund ist, nicht das er Schmerzen hat und deshalb so reagiert.

    Nun hat sich Euer Problem in all den Jahren vertieft und ist größer geworden. Solche Methoden wie auf den Rücken werfen - sind nur dazu geeignet, das Vertrauen des Hundes zu einem selbst, zu zerstören. Denn eines wird dabei immer nicht bedacht, nicht der andere Hund wirft seinen Gegner auf den Rücken und stellt sich über ihn - dieser legt sich von selbst nieder - auf den Rücken geworfen werden macht den Menschen unberechenbar und zu einer Bedrohung, weil der Hund das sprachlich überhaupt nicht versteht......

    Leider komme ich nicht aus Deiner Gegend und ich hoffe sehr, da melden sich noch ein paar.... ein guter Trainer, der die Auslandshundeproblematik kennt - ist eine gute Wahl.

    Die Dinge unterlassen, weil er sich so wehrt - macht ihn nur erfolgreich und ist keine Lösung. Meine Jungs kommen ohne abtrocknen nicht rein, Schluß - Ende. Ich rede aber mit ihnen, "gib Pfote" und rubbel sie ab, so dass sie das mitbekommen und darauf eingehen können. Meine beiden Spanier haben dabei immer den Schwanz geklemmt, es hat lange gedauert, bis sie sich entspannt haben. Ich vermute, das Euer Hund wirklich böse Erfahrungen (auch möglicherweise für ihn auch mit Euch) gemacht hat, es braucht Geduld.....

    Ein in Frage kommender Trainer müsste zu Euch kommen, das Ganze vor Ort beurteilen und er sollte, neben Erfahrungen mit Auslandshunden und Wissen über deren Leben und Defizite unbedingt über Verhaltensstörungen Bescheid wissen und sich damit auskennen.

    Sundri

    Moin,

    das klingt nicht gut.....

    Aber vorerst, es ist ein Ammenmärchen, das sich Aggressionen durch eine Kastra auflösen und wilde Hunde zu braven Hunden werden. Aggression hat nicht viel mit Geschlechtshormonen zu tun (die bei der Kastra verschwinden) und sie hat andere Gründe. Ich weiß, TÄ empfehlen das immer gern, aber sie sind auch diejenigen, die daran nicht wenig verdienen.

    Zum Anderen, woher kommt Euer Hund? Und was wisst Ihr darüber, wie er aufgewachsen ist? Das sind existenzielle Fragen die vorab entscheiden - in welche Richtung man handeln muss.

    Sundri