Beiträge von Sundri

    Moin,

    wenn ich mich nicht verlesen habe, lässt er sich Leckerchen und kleine Kauknochen problemlos weg nehmen - nur bei dem Riesenknochen hat er gemuckst..... und das möchte ich hinterfragen und in Bezug setzen.

    So ein großes Teil war für ihn sicher etwas ganz ganz Tolles und Besonderes, ich würde da keine Parallel ziehen zu den anderen Dingen, die er sich im Alltag abnehmen lässt.

    Sundri

    P.S. Gift als Köder wird sicher nicht in Riesenteilen herum liegen, ansonsten bezweifele ich hier vor Ort, das ich auch nur noch eine Chnace hätte, käme einer meiner Hunde kauend aus dem Busch, aber wir haben auch eine andere Geschichte.

    Moin,

    hmpf, die Sache mit dem Knochen.... er war zu dünn als er kam, ich würde daraus schließen, er hat in seinem Leben ernsthaft hungern müssen. Aus welchem Grund ist es nötig, das er bei SO einem TOLLEN Futterdings nicht knurrt oder es verteidigt? Ich mein, wenn man darum weiß, gibt man es ihm, wenn er wirklich allein ist und es in Ruhe genießen kann oder gar nicht. Meine Meinung dazu.

    Und, wenn er auf dem Land die Dinge kennt und einordnet - muss er mit in die Stadt? Ist der Aufwand das zu trainieren nicht einfach viel zu gewaltig? Stadt bedeutet ja eine Vielzahl von Geräuschen, Gerüchen, Eindrücken - ich kann mir vorstellen, das er einfach und schlicht überfordert ist. Zuviel - alles um ihn herum - zuviel.

    Das geht dann nur mit Geduld und kleinen Schritten, wenn er überdreht zurück gehen, Stress minimieren - jedenfalls würde ich das tun. Mein Diego mochte die Stadt auch nicht, wir leben sehr ländlich (aber extrem Stadtnah) und so hab ich ihn einfach daheim gelassen, wenn wir mal in die Stadt mussten, das war für uns alle entspannender, denn in der Stadt war er einfach nicht ansprechbar - kein Ohrzucken bei nichts.

    Warum legst Du Wert darauf?

    Sundri

    Moin,

    zum Grünlippmuschelextrakt kann ich etwas sagen.

    Man darf es, grad bei schwereren Hundereassen, durchaus vorbeugend geben, dann wird niederiger dosiert, als bei Hunden, die bereits Probleme haben.

    Malik hat Arthrose in den Gelenken, er hat sich so doll geleckt, das er bereits verfärbte Vorderläufe hatte, nachdem ich ihm das Grünlippmuschelpulver gegeben hab, hat es aufgehört - hat aber einige Zeit gedauert - und das ein über ein ganzes Jahr hinweg. Heute bekommt er Trocoxil, weil er Dauerschmerzen hat, das Muschelpulver gebe ich aber trotzdem.

    Ich wollte ein Mittel ohne Zusätze und hab mich für Lunderland entschieden. Meine Jungs, beide um die 25 kg, bekommen jeweils einmal 2 ml Löffel, glatt gestrichen über ihr TroFu. Malik weil er Arthrose hat, Lucas aufgrund vermuteter Spondylose - schaden tut es nicht.

    Übrigens gehe ich Montag mit meinem Zweithund Lucas in die Klinik zum Röntgen, die Aussage dort war, wenn er ruhig liegen bleibt, brauchen wir keine Narkose, eventuell eine Sedierung - kommt auf den Hund an. Malik wurde dort auch einmal geröntgt, vor langer Zeit, er bekam weder Narkose noch Sedierung. Aber es kommt sicher auch auf den Grund des Röntgens an. Bei HD muss er sicher anders liegen, als beim Röntgen einer Pfote oder des Rückens?

    Sundri

    Yap, das stimmt, die Knoten üben, wenn man sie einsetzt auch Druck aus, aber auf andere Punkte wie etwa ein Gebiss es tut. Natürlich sind 600 Kilo Pferd, die zu halten sind, schon etwas anderes als ein 25 Kilo Hund an der Leine. Und wenn einem ein Pferd durchgeht, muss man etwas haben, was man tun kann.

    Töchterchen reitet in so einem Fall eine laterale Biegung - klingt toll - funktioniert aber, sie wendet das Pferd weil sie durch das Halfter Möglichkeiten hat, auf es einzuwirken. Am Ende weiß das Pferd, was sein Mensch von ihm will, das ist in jeder Weise ein Lernprozess, bei uns reicht Hand auf die Seite legen und es bleibt stehen.... das war das Ziel der Ausbildung. Hand ein wenig drücken und es geht auf die andere Seite - ich finde es faszienierend auf wie wenig so ein großes Tier reagiert.

    Ob ich mit den Knoten mehr Einwirkung habe, als mit Gebiss - kann ich nicht beantworten, das würde ich einem Experten überlassen wollen. Wobei, Kiefernanbrüche sind nicht mal so selten, hab ich mir sagen lassen, SO etwas geht mit Knoten natürlich nicht.

    Und auch ja, wenn das Pferd nicht tut, was man möchte, dann baut man Druck auf, aber - Pferdegerecht - also ohne Schläge oder Gerte - wir reden jetzt nicht von Problempferden, sondern von normalen netten Pferden, die berühre ich nicht mal unbedingt wenn ich den Druck aufbaue. das geschieht weitestgehend durch Bewegungen vor dem Pferd.

    Sundri

    P.S. wie es das gelernt hat - :ops: - ich weiß nicht, es ist Westernausgebildet und nach NHS geführt worden, es konnte das einfach schon...... da wären meine Töchter wohl eher die Experten. Westernpferde können das aber, soweit ich weiß, alle - gehört in ihr Arbeitsrepertoire.

    @ Hinbekommen, für den betreffenden Reiter ein zuverlässiges und führiges Pferd - ich schrieb aber auch, das es schwer ist und ich es für klüger halte, erst ein wenig Reiten zu können.

    Moin,

    dies Körbchen umgraben kenne ich auch von Malik, (er wird im März 14) manchmal bis er samt dem Korb umfällt.... und dann steht er da und ist total verwirrt.

    Malik ist dement und bekommt Karsivan, das hilft ganz gut, er nimmt es jetzt seit einem Jahr und so gaaanz langsam stelle ich fest, das es mit ihm wieder schlechter wird. Er muss viel laufen, "vergisst" macnhmal wo er ist, orietiert sehr an unserem Zweithund oder an mir, wehe ich bewege mich..... es kommt vor, das er in der Gegend steht und man ihm anmerkt, das er nicht weiß, was los ist oder "einen Moment überlegen" muss, wenn ich ihm ein Kommando gebe. Ohne Karsivan ist es weitaus schlimmer.

    Das Pieseln kann dann einfach dazu gehören. Ich weiß nicht, ob Windeln da ne Möglichkeit sind, ich finde die irgendwie würdelos, vor allem weil man ja nie weiß, wann er sie braucht. Abgesehen davon, Malik würde sie runter pflücken sobald er allein wäre.

    17 ist ja doch ein stolzes Alter, Respekt.

    Sundri

    Hej,

    ich gehe nicht davon aus, das Leut`s die englisch reiten, keine Bindung zu ihrem Pferd haben, nicht missverstehen, aber ich beobachte es halt oft..... Ich sehe Pferd und Mensch und selbst in unserem Stall, der eher klein ist, werden Zwangsmittel wie Nasenketten bei jungen Pferden eingesetzt. Weil es schnell gehen soll, weil das Pferd zum Reiten gedacht ist und das möglichst fix..... da bleibt oft keine Zeit zum Reifen für das Individuum Pferd. Da wird das Pferd mit einer Gerte gehauen, wenn es dem Reiter beim Putzen zu nahe kommt, es soll stehen...... still, aus fertig. Das kann unser Pferd auch, Zügel auf den Boden und es steht - zuverlässig, andere bekommen da Angst, es könnte ja weglaufen, ja - könnte es, aber es will gar nicht.... gehauen hat es aber niemand. Nur länger hat es gedauert, ich hab zu unserem Pferd SO großes Vertrauen, einfach auch, weil es nie schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hat.

    Abgesehen davon reiten natürlich die meisten hier Englisch und daher sieht man mehr Fehler in dieser Reitweise als bei Westernreitern oder NHS, die beide viel seltener zu sehen und zu beobachten sind. Oder öfter, das liegt aber am Vorkommen, natürlich gibt es Schinder bei jeder Reitweise - keine Frage. Und ich kenne viele klassische Reiter die eine sehr schöne und enge Bindung zu ihrem Pferd haben.

    Och, hier gibt es Ställe, da wird Dir Dein Pferd vorgeputzt hingestellt, man setzt sich drauf und gibt es hinterher ab, was das noch mit Pferd zu tun hat, frag ich mich oft, mit Reiten allerdings viel, das sind auch Leut`s die ihre Pferde austauschen, sobald sie nicht tun, was man fordert.....

    Mit Gefühl und Einfühlungsvermögen kann auch ein Nichtreiter ein junges Pferd hinbekommen, aber ich glaub auch, das ist eher selten... und eine Ausnahme. Bei uns kommen die RL jeglicher Art auf den Hof und das geht dauerhaft ganz schön ins Geld..... meine Tochter hat beinahe ein Jahr lang auf dem Hof meiner Freundin einen ganzen Tag lang assisitiert, dabei hat sie unendlich viel gelernt, nicht am eigenen Pferd, aber nachhaltig. Die ersten Stunden oder die grundlegenden Dinge würde ich auch auf einem Fremdpferd, das mehr kann, als ich, lernen wollen. Einfach weil es sehr schwer ist, das junge Pferd zu beobachten und gleichzeitig sich selbst und auf Beides achten, damit es keine Fehlverknüpfungen gibt. Da ist es doch besser, ich hab ein wenig Ahnung, wenn ich loslege und weiß, was ich möchte.

    Das ist dann wie bei Hunden, es gibt auch Hundemenschen, die mit Problemhunden fertig werden, einfach weil sie das notwendige Gefühl haben, oder mit Solchen wo wir alle raten, also als Ersthund? Besser nicht. Ausnahmen wird es immer geben.

    Sundri

    Zitat

    Ich persönlich finde es schöner , wenn das Pferd eigenständig ist und ich ihm nicht alles vorkauen muss, was zu tun ist. Daher ist dieses bedingungslose "ich mach alles für meinen Menschen"-Ding ist nichts für mich.
    Warum sollte das Pferd meinetwegen über eine zu schmale Brücke laufen (siehe letzte Hund Katze Maus folge) nur weil der Mensch das will, aber das Pferd nicht von selbst entscheidet, dass der weg sicher ist?!
    Unsere beiden wären aus natürlichem schutzinstinkt da nicht drauf gegangen. Ich unterbinde es auch nicht, wenn sie intuitive Entscheidungen treffen, irgendwo muss ja was dran sein, wenn das Pferd sowas zb nicht will.

    Da möchte ich nicht missverstanden werden, bitte, das Pferd soll für uns "normale" Dinge tun, uns folgen, problemlos auf den Hänger etwa - das hat nichts mit Eigenständigkeit zu tun, sondern mit Vertrauen. Unser Pferd verlässt sich darauf, das wir nirgends hingehen, wo es für ihn unheimlich, gefährlich oder sonst etwas ist, egal ob über Planen oder einen kleinen Bach. es obliegt unserer Sorgfalt, das wir nichts verlangen, das es ängstigt oder ihm schadet.

    Die meisten NHS Reiter haben ja auch Klassich begonnen, ist doch klar, das sie andere Reitweisen können. Dies Vertrauen zwischen Pferd und Reiter ist etwas, das vielen Reitern ernsthaft suspekt ist und viele klassische Pferde haben es zu ihren Menschen nicht. Gismo war mal einen Moment unaufmerksam und hat meine Tochter von hinten angerempelt, gaaanz leicht - unter Pferden ist das eine Respektlosigkeit hoch drei, dem leitenden Pferd gegenüber, als meine Tochter sich umgedreht hat, hat er aber sowas von beschwichtigt..... was interessant zu sehen - andere Pferde hätten nicht mal gezuckt. Da müssen Reiter aufpassen, das sie nicht zwischen Wand und Pferd eingequetscht werden, warum auch immer das SO ist, es ist ein Zeichen dafür, das es schief ist, zwischen Pferd und Mensch.

    In klassischen Reitschulen bemängele ich, das keine Zeit für Bindungsaufbau zwischen Pferd und Reiter ist, keine Zeit für Körperpflege und Putzen (gibt es ja, das die Pferde fertig geputzt da stehen und die Kids nur noch drauf hopsen) und dann soll Pferd tun, was Mensch will - gehen wir mal zu unseren Hunden, ich wollte doch nie nicht, das mein Hund auf jeden hört, der mal "Sitz" sagt. Wenn Menschen ein Pferd kaufen, dann soll es funktionieren, sie reiten es - aber wieviele beobachten es zuvor in Gesellschaft, einfach so, putzen es vielleicht auch vorher? Da wird schon mehr Wert auf Funktionsfähigkeit gelegt als auf das Wesen Pferd. Und wie oft sehe ich bei uns im Stall das Pferde einfach eines übergebraten bekommen, man sie auf Hänger prügelt..... ich sag da nix mehr, weil die Antwort kenne ich "mein Pferd muss wissen wer hier der Chef ist".

    Grad beim Verladen, sorry, wenn ich ausschweife, unter Pferden geht das leitende Pferd vor und alle anderen folgen, geht meine Tochter auf den Hänger - VOR - dem Pferd, folgt es, ohne Zögern. Bei anderen sieht das oft so aus, das sie auf dem Hänger stehen bleiben und das Pferd soll allein das letzte Stück hinein gehen und wenn das leitende Pferd stehen bleibt - dann geht kein anderes Pferd an ihm vorbei. In diesem Fall am Menschen vorbei..... ich sehe das oft, sie wenden dann den Kopf ihrem Menschen zu, unsicher und kriegen eines hinten drauf..... na ja, lange Rede kurzer Sinn.

    Am Ende ist es so, Gesundheitserhaltend ist, egal welche Reitweise, das Wichtigste. Ich hab das hier auch nur so ausgeführt, weil es um "natürliches" Reiten und Halten von Pferden ging.

    Sundri

    *Hmpf* wenn ich mir die Hunde bei uns betrachte, also, die die mit dem kleinen Mädchen Probleme machen, so sind das durchgehend, gut erzogene Hunde, die vielfach aufs Wort gehorchen - die sich, auch ohne Leine von ihr abhalten lassen - ABER mit Mühe und steter Kontrolle.

    Ist ein Zaun dazwischen verbellen sie sie selbst auf der anderen Straßenseite....... wenn sie dort lang geht.

    Auch mein eigener Hund findet sie so seltsam, das er sie verbellt, also gehen wir ihr aus dem Weg. Malik hingegen, der mit Kindern aufgewachsen ist und früher im Unterricht an Schulen und Kindergärten gewesen ist, beachtet sie ebenfalls äußerst aufmerksam und, mit zunehmendem Alter, auch irritiert.

    Ich weiß nicht ob das wirklich was mit Erziehung zu tun hat.

    Sundri

    Na ja, ich beschäftige mich jetzt schon sehr langemit NHS und meine Freundin führt ihren Reitstall derart, da wird auch mit Knotenhalfter und Pad gemeinsam ausgeritten.

    Für uns - ist es eine Reitweise - und wird zunehmend als eine Solche anerkannt, in Schweden etwa, dürfen NHS Reiter bereits an ganz normalen Turnieren teilnehmen und sich mit den herkömmlichen Reitern messen. Es ist sehr spannend dabei zuzusehen, auch wenn viele die entspannte Haltung eines NHS Pferds als unedel bezeichnen und sie allein deshalb ablehnen.

    Meine Mädchen erleben täglich, wie schwierig es für sie ist, neben den erwachsenen, meist englischen Reiterinnen ernst genommen zu werden. Für die meisten sind sie "die Mädchen die mmit ihrem Pferd spielen" - das unser Pferd aber so gut wie alles macht, was wir von ihm wollen - das wird als purer Zufall angesehen, egal ob Springen, Verladen oder Ausreiten - "der ist eben so lieb" ganz ehrlich - genau das ist er nicht, er hat sich nämlich schon so manchem Reiter verweigert.....

    Es ist eine andere Art des Umgangs mit seinem Pferd, basiert hauptsächlich darauf, das ich die Körpersprache meines Pferdes kenne und es "Pferdegerecht" führe und leite und dann folgt es mir. Und es beginnt damit, dass das Pferd auf der Weide zu mir kommt und nicht - das ich es hole.....

    Wer das mal in Perfektion sehen will, bei Youtube gibt es Videos von Honza Blaha - eine Ikone auf seinem Gebiet.
    http://www.youtube.com/watch?v=K5ZmDkhqhW8 das ist nur eines davon.

    Das aber nur nebenbei. Aber eines fernen Tages wird so ein NHS Pferd auch richtig große Preise gehen.... Tunierzulassungen sind der Anfang.

    Sundri