Beiträge von Sundri

    Moin,

    na ja, spätestens jetzt weißt über die Gesetzelage mehr als Bescheid, musst halt sehen, wie Du da jetzt mit klar kommst.

    Ansonsten, ja - unbedingt TA, denn es kann alles sein, das es dem Hund ansonsten gut geht und er zu nimmt, sagt nzwar ein bisschen, aber nicht viel - und da es viele Gründe geben kann - ist es wichtig, heraus zu finden, woran es liegt. Zwischen Allergie, Giardien und sonstigen Dingen, die auch chronisch werden können, liegen Welten.

    Sundri

    Ich meine mich zu erinnern, das solche Punkte (Länge der Leine) Gemeindeintern geregelt werden können, sprich, das sind Kommunalgesetze und die sind von Gemeinde zu Gemeinde sehr unterschiedlich. Ich meine aber auch, das die Gemeinden einem ihre Texte aushändigen, bei Nachfrage. Hundeverordnungen, kannst bei Dir ja einfach unverbindlich anrufen und nachfragen.

    Ebenso ist es ja auch Gemeindobliegenheit, Wildschutzgebiete auszuweisen. Von daher kann es Dir passieren, das der eine Kontrolleur sagt "alles schön", Du unwissentlich die Gemeindegrenze überschreitest und der nächste zieht schon Block und Stift und sagt "so aber nicht!" Also müsste man sich bei den umliegenen Gemeinden erkundigen, was wo Sache ist.

    Haben wir in Hannover gehabt, da grenzt ein Hundeauslaufgebiet direkt an ein - nicht anderes aussehendes Gebiet an und es kam häufiger zu "Übertretungen" und eben auch zu exorbitanten Bussgeldern. Weil eben ausserhalb der, natürlich unsichtbaren, Grenze, Leinenzwang herrscht und es hält sich das Gerücht, das Kontorlleure mit mieser Laune oder solche, die einen schlechten Tag habe, sich dorthain aufmachen, um mal ordentlich auf den Putz zu hauen. Gerüchte.....

    Sundri

    P.S. ich hab aber in meinem ganzen Leben, mit all meinen Hunden, noch nirgendwo Ärger bekommen, weder mit Leine noch ohne..... und wenn mir einer sagt "die Leine ist zu lang" dann bedanke ich mich schlicht, entschuldige mich und sag "nächstes Mal, verlassen Sie sichd arauf, nehm ich eine andere, ich halte jetzt meinen Hund bis zum Auto kurz" und auch dann passiert nichts, denn eigentlich steht vor dem Ticket die Verwarnung bzw. Aufklärung. Schwierig wird es bei uns für die Hardcoreleinenverweigerer, die haben nämlich meistens nicht mal eine dabei.

    Hallo Annchen,

    das tut mir sehr leid zu lesen.... und wie die anderen schon schreiben, es ist von Hund zu Hund verschieden. Es ist auch von Hund zu Hund verschieden, wie sie damit umgehen und sich weiter entwickeln. Manche lassen nach Tagen keine Traueranzeichen mehr erkennen, andere leiden schwerer....

    Ich kann von meinen Jungs erzählen. Letztes Jahr starb, völlig überraschend, unser junger Hund Diego - wir waren immer davon ausgegangen, das er den Alten locker überlebt. Malik ist alt, sehr krank, er hat starke Arthrose und ist dement. Auch bei uns lag Diego noch einen gewissen Zeitraum im Zimmer, Malik lag hin und wieder neben ihm, stupste ihn an und wir nahmen an, das er "begreift" das Diego nicht mehr ist.

    Wir fuhren mit Diego nach Schweden, weil wir dort Grund und Boden haben, hier leben wir zur Miete und ich wollte meinen "kleinen" Hund nicht weg geben oder allein lassen, so begruben wir ihn dort. Malik sah zu, in Schweden war noch alles gut, Malik hatte zwar diverse Probleme - aber gut, er ist auch alt und krank. Aber er ließ keine Anzeichen von Verwirrtheit erkennen, war einfach so, wie immer.

    Als wir hier ankamen wurde alles anders, das war dann schon zwei Wochen nach Diegos Tod. Er suchte die ganze Wohnung ab und war völlig aus dem Häuschen. Und dann ließ er mich nicht mehr aus den Augen, er konnte nicht mehr allein bleiben, er schlich mir nach wie ein Stalkerhund. Es war richtig schlimm, er war Abends so totmüde, das er Morgens genauso lag, wie Abends hingelegt. Fix und Fertig. Das Karsivan zeigte gar keine Wirkung mehr, er war unruhig und völlig durch den Wind und ich reichlich verzweifelt. Er stand vor der Tür, wie ich ihn verließ, egal wie lang - völlig in sich versunken, oder er lag dort und bellte, bis jemand wieder kam, allein bleiben, auch üfr 10 Minuten zum Bäcker - ging nicht mehr.

    Wir haben uns dann, relativ schnell, entschieden, einen "neuen" Hund zu holen, weil auch unsere TÄ meinte, ein anderer Hund wird ihm helfen, er orientiert sich an ihm (er hört nicht mehr gut, sieht schlecht - war körperlich aber noch wirklich gut drauf) und so kam Lucas zu uns, es dauerte keine zwei Tage (da haben die beiden erst mal geklärt, wer hier was zu sagen hat) und ich hatte meinen "alten" Malik wieder. Allein bleiben, kein Thema, mir nachschleichen - okay, ist besser geworden aber er ist einfach nicht mehr gern ohne mich. Aber ich konnte wieder einkaufen fahren oder mal zum Arzt ohne das ich meine Töchter als Sitter einspannen konnte. Das war schon eine Wohltat.

    Lucas holt Malik aus der Wohung ab, wenn der sich mal wieder "verlaufen" hat, lässt ihm drei, vier Krümel im Napf und steht daneben, wenn Malik sich ausleckt, Lucas "verteidigt" Malik an dessen schlechten Tagen und sirgt dafür (wenn ich nicht aufpasse) das fremde Hunde ihm fern bleiben, weil Malik das nicht mehr gut leiden kann. Lucas relgementiert ihn auch nicht oder schränkt ihn ein, es ist wunderbar zu beobachten, wie sehr Lucas sich "kümmert". Ich würde mich immer wieder für einen zweiten Hund entscheiden und hab auch oft gehört, dass das dem verbliebenen alten Hund gut tut. Kein Welpe - aber ein gestandener Hund.

    Möglicherweise hat Deine Züchterin einen älteren Hund? Der auch mal für ein paar Wochen zu Euch kommen kann, zur Pflege? Wäre ja eine Alternative?

    Ansonsten wünsche ich Euch alles Gute und eine schmerzfreie letzte Zeit.

    Sundri

    Zitat

    Warum fangen Beissereien keine kleinen Hunde an (oder nur selten). Weil Fiffy (nicht böse gemeint, ich mag kleine Hundls) mal eben schnell aufn Arm genommen werden kann wenn er sich nicht gescheit aufführt und auch sicherlich schwerlich jemanden mit sich reißen könnte. Mit nem größerem Hund geht das aber leider nicht, da muss Erziehung her und hin und wieder leider auch mal Kraft aufgewendet werden. Und wenn sich 35kg (mein Dobi-Labbi-Rotti was auch immer Mix, ich weiß nicht wieviel ein RR hat aber ich schätz mal mehr) mit einer klaren Absicht in Bewegung setzen dann ist das nicht zu unterschätzen.

    Ich unterschreibe Deinen Beitrag, niemand will RR runter machen oder als bösartig hinstellen, nur auf Rassespezifische Merkmale und Anlagen eingehen - die es eben auch bei anderen Hunderassen gibt. Und die besonderes Aufmerksamkeit ihrer Menschen fordern. Und das es leider sehr viele Halter gibt, die diese rassespezifischen Merkmale nicht kennen und Züchter, die sie ebenfalls unerwähnt lassen. Das macht`s problematisch. Finde ich.

    Aber, die kleinen Hunde, das bebachte ich hier häufig, sind oftmals diejenigen, die anfangen zu keifen, dann werden sie auf den Arm genommen - klar, auf eine Art wirkt das deeskalierend - und ich kann es nachvollziehen, ich würde einen kleinen Hund auch nicht durch einen großen massregeln lassen. Aber sie beginnen eben oft, Lucas übersieht kleine Hunde, aber wir haben hier Mopszwillinge, die keifen, wenn sie nur einen anderen Hund sehen, ihre Besitzerein hält beide an einer Hand - fest - aber gegen das Gekeife tut sie nichts. Mittlerweile gehen die Lucas so auf die Nerven, das er in die Leine prescht und sie verbellt und plötzlich ist mein Hund gefährlich? Aha - und warum? Nur weil er größer ist? Oder mehr tun könnte, als die Möpschen? Er hat nie angefangen, aber er lässt sich eben auch nicht anpöbeln.

    Auch Malik wurde durch einen kleinen Hund in eine Beißerei gezogen, der ging auf ihn los, wie weiland Blücher, völlig überdreht, ohne Furcht und Tadel, war nur blöd, das meiner 20 kg mehr hatte - ich war dann die Böse und musste TA Kosten zahlen, obwohl ich bis heute glaube, das der Winzling seine Schramme aus dem Rosenbusch hatte.... Malik hat noch nie gebissen, nur gedroht, aber da ich keinen Aufstand wollte - so what.

    Aber ich will jetzt auch keine Diskussion große gegen kleine Hunde vom Zaun brechen, ich bekomm schon immer eines auf die Mütze, wenn ich sag "die Notwendigkeit einen großen Hund zu erziehen und zu führen ist eine andere als bei einem kleinen Hund. Wenn ein kleiner Hund bei Tisch Männchen macht, nutzt ihm das nicht viel, meiner liegt auf dem Teller und der meines Schwiegervaters (Dogge) gleich auf dem Tisch." Sagt aber nichts über Haltung aus, ich kenne auch excellent erzogene kleine Hunde.

    Sundri

    Moin,

    das kommt darauf an, wie oder wer kontrolliert.... ich gehe immer mit Flexi, mitunter auch mit einer 8 mtr. Flexi - unser Jagdpächter ist mein Nachbar, der weiß, das ich meine Jungs an der Leine habe und er ist auch derjenige, der mal herum fährt und Hundehalter anspricht. Der würde auf einen Hund auch nicht schießen, sondern eher ein ernstes Wort an einen richten.

    Wer da zugänglich ist und nicht auf Kravall gebürstet ist, bei dem ist es schnuppe, welche Leine er dabei hat. Bei städtischen Kontrolleuren (im Stadtgebiet) ist das wieder etwas ganz anderes, die reiten ihre §§ und da gibt`s schon mal fix ein ordentliches Bußgeld. Aber hier bei uns tut es auch eine Schlepp, hautsache der Hund hört, alles andere? Passt schon.

    Bei uns im Revier hab ich das auch fallweise gehalten, die Hunde, die auf den Wegen bleiben sollten ihren Freilauf haben, Reitbegleithunde etwa - nur diejenigen, deren Halter einfach unbelehrbar waren und die nachweislich gejagt haben, da wurde ich dann rabiater, bis hin zu einer Anzeige - oder aber auch das weg fangen der wildernden Hunde, aber das sollte immer letzte Konsequenz sein.

    Für mich kommt mehr Jungwild zu Schaden durch das immer frühere Mähen der Wiesen (die Wiesenbrüter haben nicht mal mehr die Chance, die Brut zu beenden), als durch jagende Hunde.

    Sundri

    Oh da kann man sich täuschen, so ein Wiesel ist um einiges zierlicher als ein Frettchen (die es in freier Wildbahn nicht geben sollte, höchstens ausgesetzt), die Wildform der Frettchen ist der Iltis und die sollten nur einen Farbschlag haben.

    Sonst gäbe es da noch die Marder, sind aber auch zu groß. Zwar ist das große Hermelin durchaus so lang wie ein Marder aber zierlicher und dadurch wirkt es kleiner. Wer Lust hat, es gibt hier in NDS das Otterzentrum Hankensbüttel, da kann man sich alle Marderartigen mal ansehen. Leider nur ohne Hund, aber sehenswert, weil auch schön gemacht. Eine Führung lohnt sich unbedingt.

    Oder aber, relativ selten, den europäischen Nerz, der ist aber dunkel und hat am Kinn einen weißen Fleck, total putzige Tierchen.....

    Und die Mauswiesel sind sehr klein, die gehen ja den Mäusen in den Gängen hinterher, sie sind kaum größer, nur etwas länger. Und unglaublich flink.

    Sundri

    P.S. der Zeichung nach ist es ein Wiesel/großes Hermelin - bissi mollig, aber das kann auch getäuscht haben. Oder aber die Gute war hochträchtig, das kann durchaus sein, die werfen dieser Tage. Falls es jemanden interessiert, die Hermeline haben da eine sehr spezielle Fortpflanzung, wenn ein männliches Hermelin den Bau findet, begattet es die weiblichen Babies und die sind dann bereits trächtig, wenn sie groß werden - Hermeline haben, wie Rehe auch, eine Keimruhe. Ich find`s ja gruselig, aber so ist die Natur halt. Und im folgenden Frühjahr gibt es wieder kleine Hermeline.

    Ja, der Bericht komm den RR die ich kenne auch sehr nahe - so sind sie eben. Und sie werden eben spät erwachsen, der Artikel spricht von drei Jahren - das ist eine lange Zeit, und so lange sehen sie ja nicht welpenhaft aus. Und manche entwickeln ihr Eigenleben auch noch später, für ihre Menschen häufg völlig überraschend.

    Vielleicht muss man einfach mal über den Begriff "Familienhund" nachdenken, ich glaub, der wird einfach oft missverstanden oder anders gemeint, als gedacht? Familienhund für einen Hund, der "seine" Menschen als zugehörig sieht und andere nicht - find ich schwierig. Lucas ist so einer, mich liebt er, meinen Liebsten auch, die Kinder sind okay - den Rest muss es nicht geben - aber und das macht ihn so einfach, der Rest wird einfach ignoriert, nicht beachtet. Er knurrt nicht, schränkt nicht ein oder handelt überhaupt - Diego hingegen hat deutliche Tendenzen gehabt, Besucher einzuschränken, wer öfter kam, war irgendwann ausgenommen, aber so manche, selten kommende Freunde - da musste ich sehr deutlich machen, wer hier das Hausrecht hat. Und das war nicht mein Hund. Ich öchte entscheiden, wer bei mir ein- und ausgeht und sich wie bewegen darf, nicht mein Hund, der hat einfach zu dulden, was ich will. Er muss meine Besucher nicht lieben, aber akzeptieren. Stark territoriale Hunde kommen daher nicht für mich in Frage - obwohl ich ein gewisses Maß an Überraschung schätze, Hunde aus dem Tierschutz können da so einiges in Bewegung bringen. Trotzdem muss er sich mir und meinem Leben unterordnen und was nicht geht, das erkenne ich und umgehe es. Etwa wenn kleine Kinder zu Besuch sind, dann sichere ich meinen Hund einfach, vorher und nicht, wenn es bereits eskaliert.

    Familienhunde sind für mich, unkompliziert, offen, freundlich, sie haben einen will to please und ordnen sich unter, sie laufen mal eben so mit.... klar brauchen sie Beschäftigung, aber keine Rassespezifische Ausbildung oder Förderung, sondern sie sind auch mal nebenbei zufrieden. Ich glaube auch, es gibt Menschen, die sind für die ein oder andere Rasse geeignet, auch ohne Erfahrung und was ich mir nicht zutraue (Wolfshunde etwa, obwohl ich die wunderschön finde - kann ich aber nicht mich nach Schweden nehmen) das kann jemand anderes aus dem Ärmel, inutitiv - ohne Buch und Plan aber trotzdem führend.

    Ich liebe, von ganzem Herzen die Hämiltons Stövare, da steh ich immer vor und denke mit "so einen......" aber ich kann ihnen nicht gerecht werden und daher lass ich das bleiben. Dem Hund zu liebe, aber wenn bei uns in Schweden Jagd ist, dann bin ich es, die am Feldrand steht und schwärmt und über`s ganze Gesicht strahlt. DIE sind so toll - nur nicht meins. Oder die Border - die würden mich irre machen, obwohl ich ihnen hinter Schafen den ganzen Tag zusehen könnte....

    Mit meinem Malik hab ich Glück gehabt (oder eine gute Zucht gewählt), die Linie ist bekannt dafür, zu arbeiten bis sie umfallen und wenn keine Arbeit ist, dann liegen sie entspannt in der Sonne und lassen den lieben Gott einen schönen Tag sein - so ist er, hochmotiviert, unkompliziert und einfach mit wenig zufrieden, heute mehr als früher.... da war jeder Spaziergang Arbeit, vom Anzeigen der Wildspur bis hin zu "da ist es lang" und "die ist noch warm" und immer war ich in aller Aufmerksamkeit bei ihm. Muss man mögen..... oder brauchen. Aber ich käme nie auf die Idee, einen KlM als Familienhund zu empfehlen, jedenfalls keinen aus jagdlicher Hochleistungszucht. Wir müssen nicht mal über Exoten reden.

    Sundri

    Zitat

    und oh ja... die Weimarener, die neuen RR. Schlimm, aber mir sind sie doch lieber als die Leute mit RR, die einem entgegenbrüllten: Warten sie, ich muss erst den Hund am Baum anbinden, ich kann den nicht halten!
    Gabs in echt. Die Weimi-Leute sind dafür immer schick angezogen.

    Oha, dann kleide ich mich jetzt passend zu meinen Hunden, Grünzeug für meinen Kleinen Münsterländer und weil Lucas ein Mix ist, zerreiß ich das ein wenig, damit`s auch abgerissen schaut. :lachtot: Bastardo..... :lol:

    Aber so Leute, die sich um einen Baum wickeln, kenne ich hier auch, das sind unterschiedliche Hunde, vom Schäfi bis zum Hovawarth ist da alles bei (okay, sind immer große Hunde) - aber - die sichern ihnren Hund und von daher machen sie es richtig, nicht schön, nicht nachahmenswert - aber in jedem Fall richtig.

    Sundri

    Harvey/Morris,

    da musst mir gar nicht widersprechen ;) Ich sehe das genauso, deshalb hab ich sie hier erwähnt und ich kenne eben auch Weimaraner....die das Schicksal, das Du nennst, gehabt haben.

    Weimaraner werden oft im 5./6. Feld schwierig, vor einigen Jahren gehört eine Mannschärfeprüfung noch in ihren Alltag (die einzigen Jagdhunde, die Mannschärfe haben müssen) und ich hab häufig welche gesehen, die Kinder angegangen sind. Ne - käme mir auch als Jäger, nicht ins Haus. Im Forst und ausgelastet, Traumhunde, aber in falschen Händen - unhaltbar.

    Und ja, auch hier sind sie verbreitet, sie sind eben totschick.... edel und wunderhübsch. Das zieht immer Leut`s an, die meinen, "OH - muss ich haben!" Ohne das sie je schauen, was sie sich da holen.

    Schade um so manche spezielle Rasse.

    Sundri

    Moin,

    sie sind bei uns nicht als Gebrauchshunde anerekannt - das ist schon ein Punkt. Sie jagen auch anders, als unsere Hunde es tun, unsere Hunde treiben das Wild ihrem Jäger zu und RR binden es an einem Platz fest, bis der Jäger kommt - allein die Jagdweise ist halt sehr unterschiedlich. Derart kann man hierkaum jagen, derartiges Wild gibt es auch eher nicht bei uns.

    Ich hab allerdings RR im Jagdbetrieb (kommt hier eben auch vor, das sie Gebrauchshunderüfungen laufen und mitgenmmen werden - jedenfalls hab ich das einige Male beobachten können) gesehen und es endete damit, das bei mancher Gesellschaftsjagd zu Beginn gesagt wurde "RR sind nicht erwünscht" - das liegt an ihrer Art, das Wild - wenn es dazu kommt - zu packen. Während unsere europäischen Jagdhunde das Wild an der Kehle nehmen, nehmen RR es von der Bauchseite her, von unten. Das macht in ihrer Heimt, bei sehr wehrhaftem Wild natrülich Sinn - es schont den Hund ansich - aberbei uns ist es sehr ungern gesehen.

    Und von daher betrachte ich sie durchaus ein wenig wie Herdenschutzhunde" - die sind auch ein ganz anderes Kaliber, das eine besondere Hand benötigt oder besonderes Gefühl und Geschick, Intuition - wie immer man ein Talent für solche Hunde nennen mag. Hier in meiner HuSchu sind 2 RR, junge Tiere, die noch sehr verspielt und jung daher kommen, aber wenn ich mir ihre Halterinnern so betrachte - die kaum wissen, das der Ursprung der Rasse in Südafrika liegt und die auch nicht wissen, das es irgendwann selbstständige Hunde sind - unser Trainer hat sich echt an den Kopf gefasst und auf die Äußerung "die Züchterin hat gesagt, das sind optimale Familienhunde, die lieben einfach alle Kinder........" war er erst Mal sprachlos und meinte hinterher - "an dem Tag, an dem es für Züchter eine Ausbildung gibt, an dem Tag schmeiß ich hier ne Riesenparty! Bullshit und ich hab wieder Arbeit damit, oha, das ist ja immerhin was Gutes."

    Keiner käme auf die Idee, zu behaupten Weimaraner sind die allerbesten Familienhunde, oder Mali`s? Oder irgendwelche anderen Spezialisten überhaupt und bei manchen Rassen hört man es immer immer wieder, RR gehören, zumindest bei uns, grade dazu - ich sehe sie immer öfter. Meinen Diego hat an seinen letzten Tagen beim TA einer sowas von angezickt - den hätte ich bald von seinen Stelzen geholt.... und der Halter "Och der meint das nicht so!" Dabei war die Schnauze schon 4 cm kürzer und bestand nur noch aus Zähnen. Na ja, der wollte sicher nur spielen..... :mute:

    Aber eines ist am Ende auch mal sicher, die Gefahr - die sitzt immer am anderen Ende der Leine - und sie ist größer, wenn es sich um große, wehrhafte Hunde handelt als um Kleine.

    Sundri

    P.S. Familienhund ph..... sollten sie eines Tages unter Gesellschaftshunden zu finden sein, werde ich meine Ansicht darüber überdenken.