Beiträge von Sundri

    Moin,

    ich denke, das ist zu schaffen, aber es wird sehr viel Zeit und sehr vierl Geduld brauchen.

    Bzgl. des eigenen Autos, ich würde sie darin füttern, (natürlich mit nicht laufendem Motor) und das Auto für sie zu einem schönen Ort machen.... sie soll es mit etwas Tollem verknüpfen. Nach dem Füttern kommt irgendwann "anlassen" und rollen lassen und eine (sehr sehr kurze) Fahrt zu einem tollen Ort - Superspiel oder Leckerlie. Das kann Wochen dauern......

    Bzgl. fahrender Autos, ich würde mit ihr so nahe heran gehen, wie Du sie noch ablenken kannst. Und wenn das 100 Meter sind, solange sie auf Dich hört und sich ablenken lässt - supi. Irgendwann kann man dann den Abstand verringern, Meterweise.... in winzigen Schritten. Du kannst mit stehenden Autos beginnen..... oder fahrenden, je nachdem wie weit diese weg sind.

    Merkst Du, sie hört nicht mehr oder beginnt zu zittern, ist Rückzug angesagt und so tastet man sich vor. Hab ich bei meinem Hund mit einem kleinen, sehr ängstlichen Mädchen gemacht.... heute geht er an ihr vorbei. Hat aber auch lange gedauert.

    Warum das so ist, findet man vielleicht nie heraus, aber Hunde lernen ihr leben lang und wie gesagt, Zeit und Geduld sind da ein guter Lehrmeister.

    Sundri

    .... wir haben ja auch nur die Infos, die Du uns gibst. Und die Sätze, die Du schreibst, aus diesen ergibt sich ein Bild für uns, das mag tatsächlich von dem abweichen, was Du wahr nimmst. Und es ist immer gefährlich, sich auf Probleme zu konzentrieren, da die anderen - die guten, schönen und positiven Seiten, die Deine Wahrnehmung färben und beeinflussen, bei uns nicht ankommen und keinen Platz haben. Übrig bleiben Deine Aussagen zu einem Problem und das mag dadurch größer scheinen, als es ist.

    Daher wird auch in solchen Fällen zu Trainern geraten, vor Ort, denn die lesen auch die Körpersprache von Deinem Hund und von Dir und nur SO kann man miteinander arbeiten. Das sind Dinge, dieuns fehlen und so bleibt vielen einfach nur "vermuten" und die Dinge in einen Zusammenhang bringen. Manchmal passt das, manchmal nicht.

    Sundri

    Zitat

    So, nochmal fuer alle. Ich war vorhin bei der Zuechterin meines Rueden, welche selber 7 RR hat abgesehen von ihrer Gemeinschaftszucht und sich schon seit etlichen Jahren mit diesen Tieren auseinandersetzt. Sie hat ihn sich angesehen und ein paar Sachen ausgeschlossen :
    Zum ersten Mal es ist eine Art Rassemerkmal dass ein RR ohnehin mehr Stress mit anderen Hunden hat, da dieser ein Familienhund ist und ausschliesslich diese akzeptiert. Das ist natuerlich kein Grund dafuer dass er sich jedem Hund gegenueber so aufmuepfig und ruepelhaft verhaelt.
    Des Raetsels Loesung liegt naemlich , wer haette es gedacht von den teilweise gehirnlosen Denkern in Richtung " der Hund und das Frauchen sind beide bekloppt" , der Hund ist unglaublich aengstlich und unsicher. Und woher kommt das? Natuerlich nicht vom Hund selbst sondern von mir von Frauchen. Er fuehlt sich in meiner Gegenwart in der Tat so unsicher dass er denkt er muesse alles alleine Regeln. Was heisst das fuer mich? Der Hund muss viel mehr an der Leine gehen, weil Leine fuer Hunde Sicherheit und Schutz ausstrahlt weil WIR Herrchen und Frauchen dann fuer ihn zustaendig sind und das (im Normalfall) regeln. Ich habe ebenfalls das mit dem Maulkorb angesprochen und die Zuechterin meinte das sei mehr als unsinnig, da ich den Hund an der Leine sehr gut kontrollieren kann. Schade, dass ich es den Kleinhundliebhabern unter euch nicht Recht machen konnte. Tyler und ich fangen jetzt ein intensives Training bei ihr an mit ihren Hunden um das Vertrauen mehr zu staerken und dann loest sich das Problemchen hoffentlich ganz von selbst.

    Ich bedanke mich bei allen ernstgemeinten und sachlich gebliebenen Beitraegen, allen anderen wuensche ich noch schoene Tage.

    Liebevolle Grueße
    Dana und Tyler


    Was mich mehr irritiert ist immer die Aussage "das sind Familienhunde" - dazu werden sie gemacht, ursprünglich waren es Jagd- und Schutzhunde und dieses Verhalten ist auch heute noch in ihnen verankert. Ridgebacks binden das zu stellende Großwild (kein Rehlein oder so) an einem Platz, bis der Jäger zu ihnen stösst. Sie arbeiten allein und eigenverantwortlich und wenn sie die Führung, die das benötigt, nicht haben (aber das hast Du ja schon erkannt, das die fehlt, weil Dein Hund unsicher ist DAS ist aber nur eine Vorstufe, wenn dieser Unsicherheit nicht begegnet wird, übernimmt er eines Tages den vakanten Job, weil`s einer machen muss.) dann übernehmen sie die selbst und regeln was sie meinen, regeln zu müssen. Das ist nicht immer Unsicherheit. Vielleicht ne Weile, bis sie ausgelotet haben, wie groß Ihr Rahmen ist, aber dann ist es auch aus mit der Unsicherheit. Selbstständig arbeitenden Hunde sind eine ganz spezielle Sorte Hund.

    Und zu so einem Job, Löwen zu stellen oder Büffel, da gehört ne Menge Mut zu...... mehr als einem mitunter lieb ist. Sie verteidigen ihr Land und ihre Menschen, das ist so ihre Art - bei mehreren Hunden hat man ganz schön zu tun, das sie auf "ihren" Menschen hören und manchmal bekommt man nicht mit, wenn der kleine nette Hunde plötzlich erwachsen wird und die Dinge in die Hand nimmt. Und sie lassen sich durch einen Löwenkratzer auch nicht von ihrer Beute abbringen, sie sind wendig - so dass es dazu selten kommt, aber es kommt eben auch vor.

    Ich kenne so einige Ridgebacks, da war auch einer bei, der aus dem Fenster im ersten Stock ging, weil unten jemand ums Haus schlich - kein Ansatz von Zögern..... die sind nicht ohne. Und wer meint, sie wären Menschenfreundlich, weil sie Familienhunde sind, nun ja, da fehlen mir die Worte.... was in Jahrhunderten heraus gezüchtet worden ist, geht in ein paar Generationen jedenfalls nicht weg.

    Sundri

    :headbash: Ja klar, mein Malik springt draußen auch rum wie blöde..... man merkt ihm seine 14 überhaupt nicht an, der springt aus dem Liegen in den Stand und niemand, der ihn nicht wirklich richtig gut kennt, nimmt seinen Schmerz wahr. Na gut, seit er unter steten Drogen steht hat er wohl auch keine mehr....

    So einfach ist das mit Schmerzen nicht..... besonders wenn man einen "harten" Hund hat und RR gehören schnell mal in diese Kategorie. Aber Du weißt über Deinen Hund sicher mehr als wir.

    Sundri

    Moin,

    nun ja, aber - wenn ich meine Sache denn verteidige - müsste mir das erst mal nachgewiesen werden und einen Ridge, der meinen Hund angreift - da steh ich doch nicht neben und schau mal eben zu oder denke mir "die regeln das schon" - meine Jungs haben soum die 25 kg, sind nicht ganz klein, aber kleine Hunde - mal offen, die muss er doch nur schnappen und schütteln und das war`s.

    Egal wie die Rechtsprechung ist oder ausfällt, wenn Dein Hund etwas abbekommt wenn jemand sein Tier verteidigt - nutzt das Recht haben mal so gar nichts. Ebenso wie einem Kleinhundehalter es etwas nutzt, wenn sein Hund tot gebissen oder schwer verletzt wird.

    Und, das sei gesagt, DAS kann teuer werden, ich erinnere mich an einen kleinen Hund, schwer verletzt, der hier vor Jahren in der TiHo zusammen geflickt wurde, wochenlanger Aufenthalt, mehrere OP`s und ein Kostenaufwand von, ich glaub ca. 8500,- € - zu zahlen vom Hundehalter, der seinen großen Hund nicht ausreichend gesichert hatte. Das war auch Rechtssprechung, denn der meinte, "da hätte er ihn besser tot beißen sollen, ein "neuer" Hund wäre mich billiger gekommen." Ja stimmt - aber darum geht es dann nicht.

    Ich - als Hundehalter - habe, unabhängig von allem dafür zu sorgen, das mein Hund niemandem Schaden zufügen kann, egal was die andere Seite auch anstellt. Mir ist es dabei egal, ob mein Hund dafür sorgt, das ein Bus an einen Baum fährt, weil er mir über die Straße geht oder aber ob er bei einer Beißerei einen anderen schwer verletzt oder verletzten könnte.... ich will das nicht und deshalb sorge ich vor. Auch bei keifenden kleinen Hunden, die schon in 100 mtr. Entfernung ein Theater hinlegen, was immer sie meinen Jungs an den Kopf werfen, es gibt keine Keilerei. Das ist meine Aufgabe und die nehme ich auch ernst.

    Es geht ja nicht nur um Gesetzestexte - sondern auch um Menschen und ihre Tiere - und um ein Miteinander und um Verantwortung innerhalb unseres Lebensumfeldes. Und da sehe ich Dich schon beteiligt.

    Und noch einmal, ich würde auch abklären, ob Dein Hund eventuell dauerhaft Schmerzen hat und deshalb unleidlich reagiert.

    Sundri

    Moin,

    würde ich auch meinen, ein Wiesel - umgangsprachlich so genannt. Es handelt sich dann um ein Hermelin, oder wenn kleiner, ein Mauswiesel. Die laufen buckelig und stellen sich auf, Schwanz ist behaart, aber nicht puschelig wie bei Hörnchen. Sie sind braun (sandfarben) mit schwarzer Schwanzspitze - im Winter weiß.... aus ihren Fellen sind die Umrandungen von Krönungsmänteln gefertigt.

    Große Hermeline sind etwa 20 bis 30 cm lang, ohne Schwanz, der kommt noch hinzu, knapp die Hälfte der Länge des Tieres ansich.

    Nachdem was Du beschreibst, würde ich ein Hermelin oder Großes Wiesel annehmen.

    Sundri

    Moin,

    da kommen, denke ich, mehrere Dinge zusammen. RR werden relativ spät erwachsen, soweit ich weiß, Deiner ist nun erwachsen und da er auch Dich einschränkt (Du darfst keine anderen Hunde steicheln oder mit Leckerchen versorgen - ich würde meinen Jungs was erzählen, sollten sie es wagen, mich einzuschränken) ist er vermutlich der Meinung, das er die Dinge regeln muss - da Du es - in seinen Augen - nicht zuverlässig tust.

    Es könnten auch Schmerzen hinzu kommen - Arthrose kann sehr schmerzhaft sein und ich erlebe es bei meinem Alterchen, zu großer Unduldsamkeit führen, Hunde die ihm zu nahe kommen, die geht er an - aber heftigst. Da wirkt er auch aggressiv. Ich würde das in jedem Fall abklären lassen.

    Ein Trainer scheint mir eine geegnete Lösung und, in jedem Fall, das Tragen eines Maulkorbes, allein um die angeriffenen Hunde zu schützen. RR sind nicht ohne.......

    Vermutlich gibt es noch so einige Dinge mehr, körpersprachlich und auch im Verhalten, die dazu gehören, die wir aber nicht bewerten können. Hol Dir jemanden, der sich damit auskennt. So manch starker Rüde wird, wenn er erwachsen wird, schwierig und braucht eine konsequente erfahrene Führung. Ich kenne das von RR ebenso wie von Weimanranern und anderen Rassen.

    Sundri

    Moin,

    draußen hat Malik auch nie jemanden so angesehen, als wolle er gleich drauf - das waren ausschließlich Freundinnen von mir, die in "unseren" Sicherheitsbereich eingetreten sind - also, in unserem zu Hause. Bei Freundinnen gab es das auch nicht - also, wenn wir zu Besuch waren.

    Bevor ein Hund aufreitet findet ja eine Unmenge von nonverbaler Kommunikation statt und ich hab es immer als meine Aufgabe gesehen, das zu unterbinden. Nicht als die Aufgabe meiner Gäste. Und wehe es lockte irgednwer den abgelegten Hund wieder raus..... ich hab ihn dann weg gebracht, mit Malik ging das auch.

    Das ist vielleicht auch noch was, wenn er viel zerstört - ich würde den Raum beschränken - also, ihm nicht die ganze Wohung zur Verfügung stellen, sondern einen begrenzten Raum. Wer etwa immer ins Bad sch..... - der darf da nicht allein rein. Meine Jungs dürfen nur in Belgeitung in die Küche und sie haben dort einen Korb, in dem sie sich aufhalten müssen - Küche ist keine Hundezone. Dafür steht ihnen Wohnzimmer, Schlafbüro und Flur frei zur Verfügung. In die Kinderzimmer kommt keiner und im Fernsehzimmer herrscht ebenso Korbruhe. Das wissen sie und das funktioniert auch problemlos. Es gibt hier einfach Hundefreie Zonen und Regeln - wie etwa auch, wenn wir Essen, haben die Jungs in ihrem Korb zu sein, kein Gelümmele unter dem Tisch - das fehlte mit noch.

    Übrigens kann ich dem, was Regula schreibt viel abgewinnen, für den Hund muss es verwirrend sein, auch gut möglich, das er daheim keine Probleme hatte (na ja, das er keine Männermag - daran wurde wohl gearbeitet?) und jetzt sozusagen in ein "Loch" fällt. Futterumstellung und TA wurde ja schon gesagt, es kann auch gut helfen, ihn schwimmen zu lassen,falls es also ein Gewässer in der Nähe gibt - regelmässig rein mit ihm..... Malik hat das immer sehr gut getan.

    Das Dir hinterher tappen halte ich durchaus auch für Unsicherheit - "lass mich nicht allein" da benimmt sich der Hund schon so, als habe er sein zu Hause verloren. Ähnlich wie meine Tierschutzhunde, die in der ersten Zeit eben auch echte Stalker waren und das Verhalten Deiner Freundin "ich geh dann mal" mag durchaus das ein oder andere sehr verstärkt haben.

    Bleibt geduldig - Hundeschule, falls es eine gute bei Euch gibt, wäre das eine prima Anlaufstellen, allein für andere Hundekontakte und einen Austausch. Bei uns wird in den Spielstunden alles mögliche nebenbei geklärt und - unser Trainer leitet die Spielstunden wirklich sorgsam an.... für die Hunde ist das immer ein Highligt - schöne Erfahrungen sind nämlich auch etwas ganz wichtiges - für`s miteinander.

    Sundri

    @ Boxer Love,

    mit dem Aufreiten - ich kenne das von meinem Rüden - auch nur bei meinen Freundinnen, Männer mag er, aber ignoriert sie....

    Wenn Du den Hund beobachtest, sollte es normalerweise so sein, das er die Besucher vorher anstarrt - fixiert - kann auch nur ein Augenblick sein.... und dann Nase auf Bein, Pfote folgt und auf geht er.... Zumindest war es bei meinem Hund so. Er findet Fremde eigentlich überflüssig, aber da ging er einfach hin und setzte sich neben meine Besucherinnen und ich sah schon an seinem Blick, gleich geht`s los. Und dann musste er in seinen Korb, sofort.

    Ich hab hier nicht mitgelesen, also, falls doppelt - sorry. Ich würde das freie herum laufen, wenn Besuch da ist, unterbinden. Malik hat sich daneben benommen, also musste er in seinen Korb und wehe er stand auf..... Besucher begrüßen und wieder auf seinen Platz. Ich würde nicht warten, bis er aufreitet. Der Grund dafür ist grad mal egal, denke ich, er soll das einfach lassen. Aus.

    Sundri