Beiträge von Sundri

    Moin,

    oh ja, diese Ankunftsbilder von zwangsgekuschelten Hunden, die finde ich auch immer ganz entsetzlich, glücklich lächelnde neue Hundebesitzer und unglücklich aussehende, deutlich beschwichtigende Hunde - ich dank immer - SO baut man auch keine Beziehung auf..... aber jeder geht halt einen anderen Weg.

    Mich hat man ziemlich komisch angeschaut, als ich mit der Box in mein Auto bin und gesagt hab, "nö - hier auf dem Flughafen hole ich den Hund da nicht raus." Heute weiß ich, mit Lucas hätte ich das machen können, aber damals kanne ich ihn halt nicht.

    "Stinken" - keiner meiner Hunde hat schlecht gerochen, das kann sein - muss aber nicht.... kleinere Orgas haben oft ein anderes Handling mit ihren Hunden, meine TÄ sagte "so einen super gepflegten Hund aus dem Tieschutz habe sie noch nicht gesehen" - ich weiß von Abreisebildern, das Lucas am Flughafen noch mit den anderen reisenden Hunden gespielt hat, bevor er in letzter Sekunde in die Box musste, kurz vor Verladen, er ist auch offen im Auto dorthin gefahren. Das aber würde ich nicht als gegeben annehmen, zumindest nicht bei anderen Orgas.

    Kann aber sein, das die Kleinen sich vor Furcht einnässen, von daher wäre es gut Handtücher oder auch Wasser dabei zu haben, so eine Fahrt kann lang werden. Eine Box zu haben ist sicher für den Notfall eine gute Idee, wir hatten sie ja dabei.

    Dich neben ihn zu setzen finde ich eine gute Idee, Du musst ihn ja nicht ansprechen oder bespielen, kannst ja auch einfach nur ruhig daneben sitzen, mit dem Fahrer sprechen, damit er merkt, Stimmer ist nichts Schlimmes. Wie er das alles erlebt und aushält ist einfach Individualtypisch, der eine ist total durch den Wind, der andere ganz mutig und interessiert. Vermutlich wird er sich bald hinlegen und schlafen..... (hat Lucas auch gemacht), denn im Flugzeug passiert das eher nicht.

    Ich halte von den Anschnallgurten nicht so viel, zum einen, wenn der Hund panisch reagiert, zerrt er hysterisch daran herum, zum anderen, Sicher (im Falle eines Unfalls) sind die meisten nur und ausschließlich, wenn der Hund auf dem Sitz sitzt (das wollte ich bei einem unbekannten Hund nicht) und die meisten Hunde sitzen eben nicht, sondern sie legen sich hin und dann wird bei einem Aufprall aus dem Gurt eine große Gefahr. Dann doch lieber Box.

    Ansonsten, alles Gute....

    Sundri

    Moin,

    frag mal nach, wie sie tranportiert werden, normalerweise werden Hunde (soweit mir bekannt) einzeln in Boxen verschickt? Und die Boxen werden nicht behalten, sondern werden an die Orga zurück gegeben. Ich musste meine damals nach München schicken und von dort wurde sie in einem Tranporter mit genommen.

    Ich würde fragen.

    Ansonsten, gleich eine Box besorgen, die später eben auch genutzt werden soll - ich hab meine Box erst im verschlossenen Auto geöffnet, damit mir der Hund nicht entwischen kann, er hätte überhaupt keinen Grund gehabt zu mir zu kommen,wäre das passiert und davor hatte ich wirklich Angst. Wir kannten uns ja nicht.

    Meine Orga hat den Hunden Halsband und Geschirr angezogen und so kam Lucas auch hier an, samt Leine im Boxenfach, fand ich sehr aufmerksam.

    Ich gehe davon aus, dass der Kleine nichts annehmen mag, weder Wasser noch Leckerchen, er wird gestresst sein..... aber probieren würde ich es bestimmt. Wenn ich ehrlich bin, ich würde ihn vermutlich auf den Schoß nehmen und mich zu ihm nach hinten setzen..... Lucas haben wir aus seiner Fahrt von Berlin zu uns, auch lose im Auto gelassen - ich weiß - ich weiß - aber mir war das wichiger, als ihn hinten einzusperren, als wir nach der langen Fahrt heim kamen, hat er sich schon ein wenig an uns orientiert.... und zwischendurch auch Leckerchen angenommen.

    Wenn ihn das zu sehr stresst - Nähe kann gut tun, muss aber nicht, ist eine Box das sicherste Mittel der Wahl. Wir haben Lucas gleich noch am Flughafen an der Leine heraus gelassen, damit er pullern und sich lösen kann, ersteres klappte sofort, letzters erst am nächsten Tag. War aber auch kein langer Flug und zudem ein Direktflug.

    Alles Gute für Euch
    Sundri

    Ah, die Frage ob Geschirr oder Halsband ist eine Glaubensfrage - ich selbst führe meine Hunde - nein, ich hab sie immer am Halsband geführt. Heute läuft Malik mit einem K9 Geschirr und Lucas kam aus Spanien im Geschirr. Wenn ich ihm an Geschirr führe, zieht er kein bisschen, am Halsband wie ein Karrengaul - also nahm ich das, was er mir bietet ;) er zieht nicht am Geschirr und ich hab alles, was ich will.

    Das Geschirr sollte so beschaffen sein, das er in keinem Fall heraus schlüpfen kann, er also wirklich gut gesichert ist, sollte er sich mal erschrecken.

    Und noch einmal wieder, andere HuSchu, ich kann das nur von uns sagen, der Besitzer entscheidet, wie er seinen Hund führen will und der Trainer bringt es ihm, abgestimmt auf das Team, bei. Mit oder ohne Leckerchen, mit der ohne Clicker, mit oder ohne Lob, er hat für jeden in der Gruppe was dabei. Selbst ich kann von ihm noch unglaublich viel lernen.

    Meiner Erfahrung nach tut Straßenhunden Druck in den seltensten Fällen gut. Druck hat bei meinem ersten Spanier dazu geführt, das er mich gemieden hat und bei meinem jetzigen führt es eher dazu, das er sich auf den Rücken wirft - aber lernen, außer das ich unvorhersehbar bin, tut er bei so etwas nichts. Lucas findet mein Stehen bleiben, wenn er sich mal vergisst und zieht, extrem blöd..... ich mache das zwei, drei Mal und dann läuft er ordentlich mit mir. Aber - wenn er stehen bleibt und schnuppert oder sonstwas, dann sage ich, bevor ich an der Leine ziehe immer "weiter" kurz bevor ich ziehe. Heute spurtet er bei meinem "weiter" in 98 % sofort los.... ohne das die Leine an den Anschlag kommt.

    Animiere ihn, mit Dir zu laufen, lobe ihn und schaff ihm Auszeiten, in denen er - habt Ihr einen Garten - frei laufen kann. Arbeite nur kurze Stecken (ordentlich an der Leine laufen ist für einen jungen Hund eine hohe Konzentrationsaufgabe, das vergessen viele) und lass ihn dann ziehen. Da kann es helfen, für den Hund einen Unterschied aufzubauen. Wenn er neben Dir laufen soll, Leine im Geschirr und im Halsband (da brauchst eine Leine mit zwei Karabinern) und wenn er ziehen darf (jeder braucht ne Auszeit, auch Du) damm wird sie nur im Geschirr eingehakt, aber der Idealfall ist das lose Laufen ohne Zug und das geht mit Stehen bleiben zumeist sehr schnell.

    Sundri

    P.S. ich glaub, er wird die Leine ganz fix mit etwas verknüpfen das toll ist, die meisten Hunde gehen gern raus.

    Moin,

    bitte bitte höre af Dein Gefühl - vertraue Dir, das ist der richtige Weg!

    In so einer HuSchu war ich mit meinem frisch importierten Spanier auch, eine Zuschaustunde und nimmer wieder.... "ziehen sie den Hund hinter sich her, der lernt schon, was sie wollen!" Und eines lernt er da ganz sicher, das er zu mir und der Leine keine Vertrauen haben darf! Will ich das? Nein, ganz sicher nicht!

    Du weißt nicht, was Dein Kleiner erlebt hat, vielleicht wurde er an einer Leine gezogen, angebunden, herum geschleudert? Sie macht ihm Angst - und darauf solltest Du einfach Rücksicht nehmen. Klar ist, ohne Leine ist es draußen zu gefährlich, aber für den Kleinen ist sowieso alles neu, Sprache, Umgebung, Gerüche, Wohnung und all das, was er jetzt kennen lernt.

    Gib ihm Zeit und sie geduldig. Schau mal, ob er auf Sprache reagiert oder eher auf Sichtzeichen? Ich würde mit ihm kleine Wege gehen und ihm zeigen, das Leine nichts Schlimmes ist. Wenn er zieht, wäre meine erste Wahl "Stehen bleiben" sobald sein Zug an der Leine nachlässt oder er den Kopf zu Dir wendet, loben (eventuell Clickern - das wirkt bei solchen Hunden oft total gut, aber auf den Clicker einarbeiten) und weiter gehen. Das Leckerlie nehmen draußen wird sich ändern (meist), noch ist er dzu gestresst, wenn ihr draußen seid. Hunde nehmen unter großem Stress kein Futter und sie lernen nicht, von daher ist das mit dem Einleben nocht nicht so doll.

    Es braucht ein gutes halbes Jahr, bis so ein Hund bei Dir und Euch angekommen ist.

    Such Dir eine HuSchu, die Rücksicht nimmt, auf die Besonderheiten und die geduldig ist. Meine etwa, arbeitet, auch in der Gruppe, mit jedem Mensch/Hundeteam so, wie es den Beiden gut tut!

    Warum braucht er ein Halti?

    Sundri

    Barsoi (81.25%)
    Airedale Terrier (75%)
    Bergamasker (75%)
    Bolonka Zwetna (75%)
    Dackel (75%)

    Aha und bei der Größe hatte ich ich angegeben "groß" und "wichig" angekreuzt..... gibt es Riesendackel, von denen ich noch nichts weiß? :lachtot: oder Bolonkas? Ich dachte immer das seien Kleinhunde? :hust:

    Barsois sind mit dann auch gleich ein bisschen zu groß und Bergamasker als Spezialisten, an die würde ich mich nicht trauen. Airdale - ja, ganz nett, aber Terrier? Ich bleib da mal bei den meinigen.

    Komischer Test

    Sundri

    Moin,

    warst Du denn schon mal bei einer Physiotherapie mit ihr? Blockaden gibt es durchaus auch in anderen Gelenken und die sieht man auf Röntgenbildern nicht. Kann ja aber auch sein, das er durch Mangelernährung und -leben andere Probleme hat, zu wenig Gelenkschmiere, verkürzte Sehnen, kaputte Bänder - bei solchen Hunden kann ja alles möglich sein und woher der Schmerz (oder die Beeinträchtigung) genau kommt, ist nicht immer zu finden.

    Meine TÄ jedenfalls meinte, wenn Hunde es bevorzugen, immer kalt zu liegen, das können auch beginnende Nierenprobleme sein? Man sollte das, sagte sie, überprüfen. Muss nicht sein, kann aber.

    Ich konnte bei der Therapie von Lucas die direkten Zusammenhänge beobachten, wenn die Therapeutin an die Blockaden kam, wollte er immer von ihr weg und seine Nase begann direkt zu laufen, beim zusehen. Seither achte ich auf meine beiden Jungs noch ein wenig anders - eben weil ich das einfach nicht wusste und hier im Umfeld auch oft höre, "nö - dsa wusste ich aber auch nicht".

    Sicher reagiert da nun auch jeder Hund anders, ich gehe davon aus, das unterschiedliche Individuen unterschiedliche Stress- / Schmerzsymptome zeigen und unterschiedlich reagieren.

    Sundri

    Moin,

    das Rückwärtsniesen kommt, glaub ich, von zu großen Gaumensegeln, es hilft ihm dann ein Leckerchen zu geben, dann geht das schnell vorbei.... bei Lucas hilft das unglaublich gut. Probiers einfach mal aus.

    Ich wusste bis vor kurzem auch nicht, dass das Nase laufen bei Hunden ein Anzeichen von Stress oder Schmerz (na ja, der verursacht Stress - also vorerst mal Stress) ist, ich hab immer geglaubt, das sie so ähnlich wie bei uns, da läuft halt mal die Nase.... bei Lucas war es nach dem Blockadenlösen vorbei mit dem Nase laufen.

    Nur neulich, als wir Besuch mit mehreren Kindern hatten, da lief ihm die Nase - er war gestresst - Kinder sind ihm unheimlich. Das mag also von Situation zu Situation verschieden sein.

    Aber ich selbst hab mir Vorwärfe gemacht, weil ich da Anzeichen für Unwohlsein einfach übersehen hab.... oder aus Unwissenheit nicht erkannt hab. Mein armer Hund.

    Sundri

    Moin,

    als ich meinen Lucas bekommen hab (Okt. 2013) hat er auch häufig mal gehechelt und wir haben das darauf geschoben, das er gestresst war, an manchen Tagen mehr, an anderen gar nicht - aber am Ende kam halt heraus, das er Wirbelblockaden hat und diese sind sehr schmerzhaft. Durch die Physio sind sie nun weg und ich habe einen gänzlich anderen Hund.

    Das muss bei Euch nicht genauso sein, aber man könnte ähnliches einfach ausschließen? Wobei das Wälzen und Bellen doch für etwas anderes spricht, da bin ich aber überfragt.

    Alles Gute
    Sundri