Beiträge von Sundri

    Moin,

    es wird immer etwas Besseres geben - Futter ist, so scheint es mir - eine Glaubensfrage zu sein.....

    Solange ich Malik habe, werde ich nichts mehr wechseln, dsa Risiko, das es ihn in seinem Zustand wieder umhaut, ist mir definitiv zu hoch. Und alles andere wird sich dann finden.

    In Deutschland sind vorsorgliche Gaben von Medikamenten erlaubt, ob sich dann alle, die darauf verzichten, daran halten? In Schweden gibt`s die erst mal gar nicht.... da die Medikamentenabgaben dort sehr streng geregelt sind, selbst als Mensch bekommt man das Rezept nicht in die Hand, sondern das geht direkt an die Apotheke..... :hust:

    Nein, es müsste für mich nicht aus Schweden sein, aber da es beide zur Zeit wirklich gut vertragen und vor allem sehr gern mögen -bleib ich dabei.

    Sundri

    Audrey,

    das sind aber viele Infos, Danke für die Mühe - das meiste ist mir bewusst und bekannt, ich wollte darauf gar nicht eingehen.... ich glaube bestimmt, das sich unsere Hunde im Laufe der Jahrtausende an uns und unser Essen angepasst haben - es gibt ja unterschiedliche wissenschaftliche Strömungen - die einen sagen, sie sind Carnivoren (damit mein ich Fleischfesser) die anderen meinen, sie sind längt Omnivoren geworden - weil sie wie diese über lange Zeiträume eben nur Planzen oder nur Fleisch fressen können. Echte Carnivoren kann man dauerhaft (außer durch speziell entwickelte vegane oder vegetarische Nahrung) nicht gesund ernähren. Ein Tiger würde schnell krank werden, bei Getreidefütterung. Da hat sich, wohl auch bei der einen Rasse mehr als bei der anderen, viel getan.

    Da gibst Du ja selbst Beispiele an.... natürlich, die Hunde mit denen Menschen lebten, bekamen eben auch das Essen dieser als Futter oder die Reste. Und die Hirtenvölker aßen zwar Fleisch, aber nicht im Alltag. Nur bin ich einfach dagegen, meine Ethik und Moral zu nutzen um ein Tier zu nötigen, es mir gleich zu tun.

    Artgerecht ernähren heißt für mich keinesfalls das Hunde sich ihr Essen selbst jagen sollen, es gibt Menschen, deren Hunde das tun (hab ich in einigen Büchern darüber gelesen) - gut finde ich das nicht, auch nicht in den beschriebenen Situationen. Ansonsten lernten Hunde mit dem Menschen zu jagen - für sich gemeinsam, aber keinesfalls für sich allein. Da hat sich der Hund eben auch vom Wolf getrennt, der für sich jagt.

    Sundri

    Zitat

    Ich frag mich ja viel mehr, warum Rohstoffe verwendet werden, die chemisch konserviert sind, wenn man so viel Wert auf Qualität legt und warum dies dann auch noch so gemacht wird, dass man es nicht deklarieren muss. Wenn man also nicht gezielt nachfragt, erfährt man es als Verbraucher noch nicht mal. In meinen Augen alles anderes als vertrauensvoll ;)

    Moin,

    haben wir das aber nicht bei all unseren eigenen Lebensmitteln auch? Maggi und Co sind da ganz weit vorn. Es gibt Kekse mit Eiweiß und Vitaminen für kleine Kinder... HÄH? Seit wann müssen Kekse Vitamine haben? Aber während ich denke "so ein Sch....." kaufen junge Eltern das und sagen "cool muss ich mein Kind nicht nötigen Obst zu essen." Verrückte Welt.

    Ich glaube ja ehrlich, das jegliche Art von Trockennahrung sehr weit weg von allem natürlichen Leben ist, hat mir nie eingeleuchtet etwas herzustellen und dann ein Pulver daraus zu machen - ich verwende solche Dinge auch, trotz allem - aber komisch ist das schon. Praktisch aber auch und ein jahrhundertealtes Verfahren (getrocknetes Obst gab`s schon im Mittelalter) das nur immer mehr verfeinert wird. Ich mache meine Gemüsebrühe selbst, feucht.

    Schauen wir doch mal in eine Obstabteilung, normalerweise gäbe es dort nur Saisonware aus dem Umland, aber ich bekomme immer alles mögliche aus aller Herren Länder - wir sind doch weit weg von aller Natürlichkeit. Und dann les ich in der Presse "sind wir bereit für ungrade krumme Möhren?" Da schüttel ich nur noch den Kopf. Und wie das Zeuch haltbar gemacht wird auf den langen Transporten und wie die Erntehelfer in den fremden Ländern arbeiten - das fragt sich keiner, wenn ich hier sag "ich kaufe nur Erdbeeren vom Feld - ansonsten gibt`s einfach keine" hält man mich für Seltsam. Aber das bin ich gern mal.

    Sundri

    P.S. Lebensmitteldeklarationen sind ein ganz anderes Feld, da kann einem übel werden.....wie da getrickst wird, wenn Alkohol als Lösungsmittel für Aromen genutzt wird und nicht als Geschmacksgeber muss er nicht deklariert werden. Eigentlich dürfte es DAS nicht geben.

    Moin,

    das ist ein Thema, das wohl immer wieder die Gemüter erhitzen wird. Ich bin vor langer Zeit (fast 15 Jahre her) in einem Frettchenforum gewesen, ich hab Frettchen für die Jagd gehabt und wollte gern etwas mehr über sie wissen, mich austauschen.

    Damals gab es dort schon eine Diskussion darüber. Jemand wollte sein Frettchen vegan ernähren, damit er sich ihm näher fühlen kann - klar, zwischen Carnivore und Veganer kann keine echte Nähe entstehen?! :hust: Ich war echt geschockt und hab dann provoziert, eigentlich um zu spiegeln. "ich könne mich meinem Pferd nicht nahe fühlen, weil es mein Steak nicht mit mir teilen mag." Ich bind dort raus geflogen - aber ganz ehrlich? Den Unterschied zwischen Frettchen vegan ernähren und meinem Pferd ein Steak füttern - den hab ich nie verstanden. Wobei es auch in vielen Gesprächen immer widersinniger gefunden wird, einem Pferd Steaks zu füttern, als Frettchen vegan zu ernähren. Ich finde das spannend.

    Meiner Meinung nach sollte man Tiere, die man sich nimmt und die mit einem leben - eingeschränkt leben müssen - zumindest artgerecht ernähren und Carnivoren sind nun mal Carnivoren...... fertig. Das vegane Futter ist ja auch durch einen Herstellungsprozess gelaufen um genießbar zu sein. Der Hund würde den Kram roh vermutlich nicht mal ansehen. Ich finde auch Sojawürstchen oder Gulasch oder Hack sehr sehr seltsam. Wenn ich vegan leben möchte, gern, aber warum muss ich dann Fleischprodukte immitieren? Für mich passt das nicht zusammen.

    Bei uns gibt es vegane, vegetarische oder auch vollwertige Gerichte - ich deklariere die nur nie so..... Fleisch essen wir bewusst und eher selten. Aber ohne - mag ich auch nicht. Jedenfalls gehören wir nicht zu denen, die einen ProKopf Verbrauch von unzähligen Kilos haben....

    Meinen Tieren aber würde ich das nicht antun. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, das dass auf Dauer gesund ist. Ist wohl wie bei Billigfutter, individuell vom Tier abhängig, wie es das verträgt und wie es damit alt wird und gesund bleibt. Allergieschock vom Billigfutter hab ich vorhin gelesen, Erbechen vom Frischfleisch (hab ich erlebt) und dazwischen liegen Welten. Nur die Ethik die dahinter steht, die würde mich interessieren...... warum ein fleischfressendes Tier halten und es dann dazu nötigen vegan zu werden? Warum dann nicht Wellensittiche oder Kaninchen halten? Hunde halten ganz schön viel aus, mein Habicht wäre bei solchen Wünschen tot umgefallen, im wahrsten Sinne des Wortes.

    Sundri

    Moin,

    ich weiß es nicht genau, aber nach allem, was ich über schwedische Produktionen weiß und einen gewissen "Stolz" ihren eigenen Produkten gegenüber, glaube ich nicht, das 16 % Hühnchenfleischmehl importierte Billigware sind. Das würden Schweden vermutlich nicht kaufen. Sie legen auch wirklich großen Wert auf ihre Tierhaltung. Zumindest bei den Nutztieren.

    Ich kenne das vom Lebensmittel einkaufen, auf jeder Fleischpackung steht drauf, woher das Fleisch kommt.... aus welchem Land und bevorzugt wird einfach eigene Ware - ist auch eine ganz andere Qualität, das aber nur nebenbei. Und bei Obst und Gemüse kann man das Gleiche beobachten. Die Deklaration ist eindeutig wichtiger als sie es bei uns ist, niemand muss dort nach dem Herkunftsland in Kleingedruckten suchen.

    Wenn Du sicher gehen willst, frag doch einfach den Hersteller? Die haben ja eigene Seiten.

    Sundri

    Moin,

    ich kann nur von uns erzählen, als ich Malik bekam und er im Jagdbetrieb lief, bekam er hochwertiges Futter - dann trennte ich mich von meinem Ex, mitsamt drei Kindern, ich hatte in seiner Firma gearbeitet,stand plötzlich ohne alles da, kein Unterhalt, kein Job - mir blieb nichts übrig, als ihm billiges Futter zu geben.

    Er war schon immer extrem Futterempfindlich, bekam von Schweineohren Magenbluten und Frischfleich führte zu erbrechen - zu meiner Überraschung vertrug er es gut - so gut, das ich viele Jahre dabei geblieben bin und als er 13 war, sagte eine Mitarbeiterin im Futterhandel "Oh, 13 - der sieht aber so toll aus, dar ich fragen was sie füttern?" Und ich damals "ich bin mir sicher, das wollen sie nicht wissen!" :hust: Wollte sie natürlich trotzdem wissen und auf "Aldi & Co" reagierte sie nicht glücklich. Sie hielt mir dann einen langen Vortrag über gutes Futter und dies und jenes, ich probierte zwei, drei Sachen aus, mit dem Erfolg, das Malik von Markus Mühle Magenbluten bekam und echt krank wurde, bei einem anderen bekam er Durchfall und mehr wollte ich dem Alterchen nicht antun.

    Dann wurde Diego krank und musste ein anderes Futter bekommen und in Schweden ging mir Maliks Futter aus (die Mäuse waren darin) und so stieß ich auf Bozita und zu meiner Freude (mir ist schon klar, das Aldi & Co nicht hochwertig ist) vertrug Malik es gut...... auch das Rinti sensible vertrug er - alle anderen Dosenfutter haben immer Komplikationen nach sich gezogen - dabei sind wir geblieben - aber auch erst seit einem halben Jahr. In diesem halben Jahr ist mein Hund sehr gealtert, er ist jetzt 14 - ich schiebe die Veränderungen nicht auf das Futter sondern auf das Altern und seine Krankheiten.

    Aber mit 13 sah er noch aus wie 8 und war toppfit - glänzendes Fell, gesunde Haut, tolle Zähne - kaum Belag..... niemand schätzte ihn auf älter als 8.

    Vielleich kommt es einfach ganz individuell auf den Hund an? Dem einen macht es nichts, dem anderen schon. Wenn ich mich so umhöre nehmen Allergien bei Hunden ja auch immens zu - ich hab noch gelernt, "dem Hund macht es nichts, wenn er jeden Tag das Gleiche bekommt!" Viele hier halten Abwechselung für ungeheuer wichtig - ist sie das wirklich? Oder gehen wir da nur unserem eigenen Gefüfhl nach, nicht jeden Tag das Gleiche essen zu wollen, und, haben wir das nicht über Jahrhunderte auch so gehalten? In unserer eigenen Ernährung? Allergien steigen auch bei uns.....

    Gestern traf ich nach langer Zeit eine griechische Straßenhündin, sie hat eine Futterallergie entwickelt, noch ist nicht raus - gegen was - und ich denk mir (kann falsch sein) wie hat sie auf der Straße überleben können? War die Umstellung einfach zu viel für den Organismus? Wie entsteht so etwas, bei erwachsenen Hunden von jetzt auf gleich? Diese Ursache würde mich mehr interessieren. Jedenfalls mag ich dem Trend, das einfache Futter schwere Krankheiten nach sich ziehen, nicht folgen, sie können wohl, aber sie müssen nicht.

    By the way, all die "neuen" Futterdosen mit schön gemsichtem Fressen, Fleisch, Gemüse, Obst, Flocken - das ist das eine. Aber muss mein Hund wirklich Preiselbeeren in seinem Futter haben? Manchmal denke ich einfach "es hackt!" 7,89 für Nassfutter, ökologisch im Glas auf 800gr? Ist das wirklich nötig oder nährt es nur das eigene Gefühl das Beste vom Besten zu kaufen und tun das die Käufer auch für sich? Täglich? Ich glaub`s kaum, wer kann sich das leisten?

    Sundri

    Moin,

    also, ich würde davon ausgehen, dass, wenn das Flugzeug gelandet ist - der schlimmste Teil für den Hund vorbei ist - ich arbeite noch nicht für eine Orga - aber ich habe von meiner gehört, das noch kein Hund schmutzig, eingenässt oder sonstwie schlimm ankam - ängstlich - ja - aber ansonsten sauber, ordentlich und okay.

    Kommt eben auf die Orga an, "meine" würde keine stinkenden Hunde verschicken - die haben Lucas sogar das Haar geschnitten :ops: damit er "anständig" aussah. Anderen Hunden bleibt nichts übrig, stundenlange Tiertransporte im Auto, zig Boxen neben- und übereinander..... Tage unterwegs, nicht jeder Hund kann da raus und gut versorgt werden. Andererseits in diesem Fall sind die jungen Hunde alle zusammen, das sollte trösten und ihre Angst nicht ins uferlose wachsen lassen. Wenn er schmutzig ist kann man ihn gleich mit einem nassen Handtuch abrubbeln, bevor er in die Transportbox muss - er wird ja so oder so umgesetzt.

    Natürlich sollte man einfach auf alles vorbereitet sein, aber erfahrene Orgas füttern am Abreisetag nicht und sorgen dafür, das die Hunde vorher Auslauf hatten und die Möglichkeit sich zu lösen. All das sind aber oft auch Dinge, die unter Stress nicht statt finden. Wie oft lesen wir hier auch von Hunden, die ankommen und nichts machen können, aus lauter Furcht - klar, kann auch anders sein..... Ich brächte es nicht über mich, bei drei Stunden Fahrt den Hund nicht wenigstens ein wenig zu säubern (nasse Handtücher sind auch da gut) auch wenn ich weiß, das dem Hund das wohl am wenigsten ausmacht.

    Sundri

    Moin,

    ja und nein, Malik hätte das gekonnt, der ist da echt hart, aber meine Spanier nicht. Lucas hätte sich zu Tode erschreckt und Diego hat Rennradfahrer (sie so leise von hinten heran sausen) echt gehasst..... wenn ich da nicht aufgepasst hätte, wäre er auch quer über jede Straße gegangen. Aber er hat am Ende immer auf mich reagiert, weil ich mich so erschrocken hab.

    Ich bin auf derartig rücksichtslose Radfahrer nicht gut zu sprechen und solche sind die Einzigen, die von mir nen Spruch bekommen, etwas in der Art "Also mir hat meine Mutter noch beigebracht zu klingeln, wenn ich von hinten an jemandem so dicht vorbei muss!" Die meisten entschuldigen sich dann..... am Ende ist es vor allem auch für sie selbst gefährlich. Und ich freue mich über diejenigen, die sich bedanken, wenn ich meine Hunde kurz nehmen, weil sie uns auf dem Weg begegnen doppelt.

    Mach Dir nichts daraus, zum Glück passieren solche Dinge nicht täglich.

    Sundri

    Oh, das tut mir so leid zu lesen - so ohne ist ganz schrecklich, das kann ich gut verstehen, ich fand die ganzen ersten Male (als mein Zweithund starb) so schwer, kein Tapsen von Pfoten am Morgen, der erste Spaziergang ohne ihn - es gab so viele erste Male.... und jedes tat auf seine Weise weh.

    Ich wünsche Dir viele schöne Gedanken an Deine Beiden und ein paar ruhige Tage - vielleicht gibt es eines Tages einen anderen Hund, der Dein Herz berührt.

    Alles Gute
    Sundri