Beiträge von Sundri

    Moin,

    ich kenn das aus Schweden, es gibt Tage, da sind die alle sowas von scheu und man bekommt sie kaum zu Gesicht und andere, da liegen sie dreist in der Gegend herum und schauen einem in Seelenruhe zu, wie man die Hunde an ihnen vorbei bekommt.

    Die Ringelnattern sind ja harmlos, aber die Kreuzottern, die hier auch herum liegen, dann schon nicht mehr...... Muss am Wetter liegen?

    Sundri

    Moin,

    die Sache mit dem Impfen ist, glaube ich, eine Glaubensfrage - was den einen zuviel ist und wo auch manche Hunde nagativ drauf reagieren - macht das anderen gar nichts aus.

    Alle meine Hunde wurden regelmässig geimpft, keiner hatte je Probleme damit. Da ich regelmässig nach Schweden fahre, entkomme ich dem Impfen als Solches auch nicht. Ichbin doch schon froh, das ich nicht mehr jedes Jahr gegen Tollwut impfen muss, sondern endlich nur noch alle zwei oder drei Jahre - je nach Impfstoff. Die Alternative ohne meine Hunde zu fahren, existiert nicht.

    Ob Impfen ja oder nein, sollte man für sich entscheiden, wenn es keine Reaktionen drauf gibt, ist alles okay. Mir sind sie geimpft lieber als nicht, lass Dich bitte nicht panisch machen. Ich frag mich immer, was würde ich tun, wenn ich nicht geimpft hätte und dann fängt sich mein Hund ne Staupe oder sonstwas ein? Ich weiß, ich würde mir Vorwürfe machen - also lass ich es einfach.

    Stressbedingter Durchfall - zurück zum Thema - deshalb klinke ich mich hier ein, ich hab das bei Lucas auch - er kommt zwar aus Spanien, aber im Grunde ist er kein Angsthund. Es wird bei ihm auch schlimmer - je enger unsere Beziehung wird, desto weniger kann er gut allein bleiben. Bei ihm erkenne ich die Zusammenhänge auch... grad vor drei Wochen, am Rathaus angebunden und - höchstens - drei Minuten weg gewesen, gar nicht drüber nachgedacht..... als ich zurück kam, war er komplett aufgelöst.... und hatte Abends und des Nachts heftige Durchfälle, gleich mit Bauchweh - so dass ich auch beim TA war.

    Selbst im Auto bleiben klappt immer weniger :verzweifelt: , er beginnt darin herum zu rasen und bellt und bellt - komme ich nicht wieder, legt er sich irgendwann hin - ist aber, wenn ich zurück komme, erkennbar gestresst. Und es folgt? Durchfall. Ziemlich auf den Punkt.

    Ist bei mir zu Hause zuviel los und er ist gestresst - folgt unweigerlich - Durchfall. Das hat nicht viel mit anderen Dingen zu tun, sondern ist wirklich eine Stressreaktion. Vermeiden kann ich es nicht, denn selbst daheim, wenn es unruhig ist - er mag ja nicht von mir fort gehen und sich zurück ziehen. Also beginne ich, mich einzuschränken und nein, das gefällt mir nicht.

    DAS stresst mich, denn ich will ihn nicht überall mitnehmen müssen, ich will, das er das Auto als Rückzugsort begreift, noch nie hab ich ihn dort vergessen.... wir sind viel unterwegs, ein Hund der das nicht kann oder der mit Durchfall reagiert macht mich echt fertig. Okay, in die Wohnung würde er nie machen, er meldet sich und wir gehen dann raus, aber trotzdem....

    Mein Trainer hat mir Kohletabletten empfohlen, ich bin da unsicher - denn das ändert ja nichts am Stress. Und, während er vorher super allein bleiben konnte - wird es eben jetzt zunehmend weniger. Selbst in der HuSchu ist er gestresst, wenn ich mal eben das Gelände verlasse - immerhin - das schlägt ihm nicht aufs Gedärm. Aber ich wart einfach mal, wie lange noch nicht. :verzweifelt:

    Sundri

    Moin,

    ja, Refugio Kimba, oder Tierhilfe Kimba, die machen schon was, unabhängig, damit sie bei einer Überbelegung die Hunde nicht in die Tötung geben müssen - das passiert, wenn ich es richtig verstanden habe, den Orgas, die staatliche Hilfe in Anspruch nehmen.

    Ich bin immer traurig wenn ich höre, seit 7 Jahren im Tierheim und 8 Jahre alt oder, kam als Welpe und nie hat ihn jemand gewollt. Aber ich bekenne mich schuldig, ich suche mir auch einen Hund aus, der mir gefällt bzw. gefallen würde. Den Mut richtig alte Schätzchen zu nehmen, hab ich nicht, Luacs, der auf 5 bis 6 geschätzt wird, ist da meine persönliche Grenze.

    Aber ich wollte ja ein wenig von meinem Pflegling berichten.

    Die macht sich gut.... läuft entspannt an der Leine, zieht nicht - was sie in Spanien getan haben soll - sie ist draußen ansprechbar, kommt bereits auf ihren Namen und grade lernen wir "sitz" - ob meine Hausregeln später auch für sie gelten, weiß ich nicht - aber ich versuche ihr einfach zu zeigen, was erwünscht ist und was nicht. Also, vor der Küche bleiben ist okay, in die Küche kommen ist verboten. ich hab keine Lust mit heißen Töpfen über kleine Hunde zu fallen. ;)

    Sie fährt total entspannt Auto, beginnt zu jammern wenn ich den Raum verlasse, wartet dann aber entspannt bis ich zurück komme, ich hab sie sogar schon einige Minuten ganz allein gelassen und das hat super geklappt.

    Im Haus, sehr zurück haltend und entspannt, sie liegt meist dort, wo ich auch bin. Ich kann sie streicheln, wenn sie etwas zu kauen hat, andere Hunde knurrt sie aber an, was für mich okay ist. Sie versucht Lucas das Futter zu mausen, aber ein leises "nein" und meine Hand dazwischen hält sie davon auch ab. Sie wirft sich nicht mehr dauernd zu Boden oder beschwichtigt - sie wird ein wenig selbstbewusster. Läuft zur Tür, wenn es klingelt, schlägt leise an, wenn Nachts laute Leute bei uns vorbei gehen, ist aber kein Kläffer und ein "ist gut" von mir, reicht auch aus, das sie wieder still ist.

    Sie begegnet allen total freundlich und will jeden begrüßen, das geht natürlich nicht.... noch orientiert sie sich sehr an Lucas, aber auch das wird weniger. Schrittchen für Schrittchen.

    Ich denke, sie wird sich gut entwickeln und ihrer künftigen Familie Freude machen. Zaghaft beginnt sie zu spielen und zerrt an einem Tau mit uns, gestern weinte meine Tochter, da lief sie gleich hin, sprang auf den Schoß und schlappte sie ab. Sie macht keinen Unfug, ist Stubenrein und einfach ein ganz großer kleiner Schatz.

    Für meinen ersten Pflegehund - es hätt nicht besser kommen können.

    Sundri *einbisschenverliebt*

    Oh je Oh je, was mache ich nun mit Lucas? Souveräner Hund, der hier im Haus durchaus darauf achtet, das alles seinen richtigen Gang geht - etwa einschreitet, wenn meine Pflegehündin den Welpen meiner Tochter (ein bisserl größer als sie) besteigt - der aber regelmässig, wenigstens ein einziges Bröckchen Futter im Napf lässt und zuschaut, wie es es verputzt - der das schon bei Malik getan hat, immer etwas übrig lassen und zusehen, wie der andere es genüßlich verspeist. :hust:

    Ich glaub, ich werde es nicht lesen. Rudelführer und Futterverteidigung sind doch nix was mich weiter bringt, by the way, ich bin kein Hund...... von daher darf ich Futter verteilen.

    Sundri

    Moin,

    schaust Du hier:

    http://www.vdh.de/tl_files/media…cm61-161282.pdf

    der Welpe muss gechipt sein und seit seiner Geburt an einem Platz ohne Kontakt zu wilden Tieren gelebt haben - das sollte ein Tierarzt bescheinigen. Er braucht in jedem Fall den blauen EU Pass.

    Tollwutimpfungen gibt es erst später, da Schweden zu den Tollwutfreien Ländern zählt, sollte das kein Problem sein, ansonsten würde ich davon ausgehen, das der Züchter das auch weiß und dafür sorgt.

    Alles Gute zum Nachwuchs, was holt Ihr Euch denn Schönes?

    Sundri

    Moin,

    na ja, also, ich lass meine Jungs immer, wenn ich auf die Fähre warte, in die Seitenstreifen der Parkplätze - das machen die meisten Hundehalter so.... und da die Überfahrten ja kaum mehr als eine Stunde dauern, ist das für einen Hund kein Problem. Normalerweise pieselt kein Hund auf das Schiff - außer an die Säule im Oberdeck, da erwischt es immer jemanden. :lachtot: blank poliertes Holz mitten an Deck, einfach zu verführerisch - an die Säule dürfen meine Jungs auch nicht. :hust:

    Ansonsten schätze ich persönlich die Fähren schon, weil man einfach eine angenehme Pause (ohne Raststättengefühl) mit Picknick und frischer Luft und sanitären Anlagen hat und nicht einfach durchfährt - das mache ich nämlich durchaus..... ich will einfach schnell zu Hause sein, so oder so herum. :ops:

    Sundri

    Zitat

    Der 2. Weltkrieg endete vor 69 Jahren. Die Meisten der Generation 70 +, die heute noch leben, haben damals als Kleinkinder in Kellern oder Luftschutzbunkern gesessen. Welches "Bild", außer dem Wunsch nach Überleben wurde da wohl gelehrt?

    Intoleranz gibt es überall auf der Welt. Ob nun gegen Ausländer oder "fremd" erscheinende und wenn ich an so manchen Thread hier im Forum denke, wo völlig ungeniert über die "Omas und Opas" mit ihren Hunden hergezogen wurde, "Migranten" pauschal als hundefeindlich bezeichnet wurden, empfinde ich solch ein Auslassen über unbelehrbare Minderheiten - ob alt oder jung - befremdlich.

    Es sollte sich mal jeder an seine eigene Nase fassen und mit gutem Beispiel voran gehen.

    Gaby, ihre schweren Jungs und Finn


    Hej Gabi,

    ja, die Generation 70+ war damals noch klein, aber sie wurde von wem erzogen? Und welches Weltbild wurde ihr gelehrt? Und was haben die Menschen geglaubt? Das ist nicht weg.... ich erinnere mich an eine Begebenheit. Ich war noch klein - so zwishcen 6 und 8 und war mit meiner Oma in einer kleinen Stadt unterwegs. Uns kam eine Behindertengruppe entgegen, Sxchwerbehinderte im Rollstuhl und ich war fasziniert.... und neugierig und konnte gar nicht anders als hinsehen. Und meine Oma sagte empört "wo was hat es früher nicht gegeben, die wurden weg gemacht!" Ich wusste nicht, was sie meinte, aber ich spürte, tief in mir, das sie etwas ganz Schlimmes gesagt hatte.... auf meine entsetztes "aber Omi, was sagst Du denn da" folgte nur Schweigen und der, in meiner Kindheit prägende Satz "das verstehst Du eh nicht, warte, bis groß bist". Aber für mich war diese Begebenheit sehr prägend.

    Und mein Prof, ich hab sehr spät studiert, erst vor ein paar Jahren, sagte, "diese Zeit hat etwas mit uns Menschen gemacht, etwas, dem wir uns nicht entziehen können, es lebt in uns und wir haben schwer damit zu tun, dagegen zu steuern. Menschlichkeit und Güte muss man sich heute schwer erarbeiten und sich fragen, was Menschlichkeit überhaupt -nach so einer Zeit - ist?" Da denke ich heut enoch ab und an drüber nach.

    Heute, wo meine Töchter erwachsen sind und werden (die Jüngste ist 17) da sehe ich um mich herum so viele Vorurteile und scharze Gedanken, dasich mich manchmal frage, wo ich lebe. In Kleinigkeiten, nicht in großen Dingen. Ich werde dies Jahr 50 - ich bin die Generation der 60er - da war das alles noch sehr lebendig.... und meine Familie war Flüchtlingsfamilie - die haben alle Dinge erlebt, von denen man sich heute nicht mehr vorstellen kann, das man so etwas überlebt ohne Therapie und Zusammenbruch.

    Sundri *nachdenklich*

    Zitat

    Ich habe auch einige Vorurteile und das mag ich auch nicht besonders an mir, aber niiiiemals würde ich diese offen kundtun vor Fremden und Gefahr laufen jemanden damit zu verletzten :verzweifelt: . Unterste Schublade ist das für mich!
    Und das hat meiner Meinung nach mit Erziehung und vielleicht einem gewissen Grad an Intelligenz zu tun! :hust:


    Und ich glaube, da täuscht Du Dich.... man "spricht" die Dinge eben doch aus - nicht so, wie die beiden alten Damen - das war ungehörig - so etwas würde mir auch nie passieren - aber oft genug entlarven uns Sprüche, Witze und Aussagen oder Fragen in dem, was wir innerlich denken. Ich hab mal eine Beobachtung im KiGa gemacht, als einfaches Beispiel, während meiner Studienzeit. Es ging ums geschlechtsneutrale Erziehung und die Erzieherinnen schworen Stock und Bein, das sie keine Vorurteile hinsichtlich dessen hätten und alle gleich behandeln würden und dann kam der erste Tag, sagt die eine "ich brauch mal ein paar starke Kinder, die mir Kartons tragen, welcher Junge kann das?" und die andere "ich brauch mal eine Sauberkeitspolizei, welches fleissige Mädchen hat Lust mir zu helfen?" Ertappt - so schnell geht das.

    All unsere Kinder "leiden" darunter, das Mädchen nicht rechnen können und Jungs nicht sprachbegabt sind..... Lehrer nehmen Jungs in Mathe schlicht mehr ran.... und Mädchen in Englisch. Das ist nichts anderes als Vorurteil lebendig gelebt und das prägt....

    Frag mal die Kevins dieser Welt.

    Sundri

    :lachtot:

    ja man könnte auch sagen, "das ist mein Bewährungshelfer, der passt auf, das (mir) nichts passiert!"

    Ach, Vorurteile haben wir alle, sie gehören einfach in unsere Sozialisation und wir können uns dem nicht entziehen, sie sind anerzogen..... und manchmal verstärken sie sich im Laufe unseres Lebens und manchmal verlieren wir sie, wenn wir reflektiert leben und uns hinterfragen. Ich glaub, keiner kann sich daovn frei machen.... wenn ich hier so manche Threads lese?! Kommt eben immer darauf an, wie sehr man sich angesprochen fühlt.

    Alle Menschen dieser Welt haben welche - man muss einfach nur "seinen" Umgang damit finden. Mein Liebster arbeitet als Projektleiter im europäischen Ausland, was der sich alles anhören muss - bis hin zu "German Tank Commander" ist alles dabei. :hust:

    Auf Dummheit muss man nicht reagieren, man darf einfach darüber stehen.... und wenn man etwas sagen sollte, sollte kein Angriff darin versteckt sein oder ein anderes Vorurteil bestätigt werden.

    Sundri