Beiträge von Sundri

    :headbash:

    Oh mann - das Klügste als Antwort scheint zu sein "Ja, der Hund nimmt immer alles mit, was er kriegen kann, der kommt aus`m Ausland."

    Leute gibt´s, unglaublich. Ich kenn das nur vom Möwenpick, am Nachbartisch sitzen zwei ältere Damen - kommt ein südländischer Ober, sagt die eine zur anderen "ob der wohl versteht, was wir wollen?" Man kann sich ganz schön fremdschämen......

    Sundri

    Moin,

    ich würde auch unbedingt eine gute Physiotherapeutin drauf sehen lassen, Lucas war ja auch so schlapp und hatte häufig Schmerzen und am Ende lag es daran, das er Wirbelblockaden hatte und durch die Schonhaltung bereits einen Muskelabbau an der Hinterhand.

    Bevor ich an Röhre etc. denken würde - käme das als Untersuchungsmethode in Frage, unsere Rötngenbilder waren absolut unauffällig. MRT etc. war bereits im Gespräch als unsere Klinik meinte,aber bevor wir das machen, lassen wir unsere Physiotherapeutin mal drauf schauen, sie soll eine "große" Untersuchung machen und fand sofort einiges.

    Physiotherapie und Unterwasserlaufband haben meinem Hund einen ganzen neuen Gang beschert. Ich hätte nie gedacht, das eine Physio derart viel bewirken kann und würde es unbedingt weiter empfehlen bzw. als Untersuchung in jedem Fall einplanen.

    Sundri

    Moin,

    kommt eben sehr auf das Land an, in dem man Urlaub macht, in Skandinavien, wo man nicht an Campingplätze gebunden ist - oder diese teils so weitläufig sind, das man keine Nachbarn hat - ist es eine wunderbare Art Ferien zumachen, auch mit Wohnwagen.....

    In anderen Ländern wo man "halten" darf, aber nicht campen - ist ein WoMo sicher die bessere Alternative.

    Und ja, Campingplätze können schrecklich sein :hust: ganz schrecklich - nichts gruselt mich mehr, als Dauercampingplätze.

    Sundri

    Moin,

    bis Ende August gilt überall Leinenpflicht, die entspricht unserer Brut- und Setzzeit. Öland ist sehr speziell, es wird dort Hundestrände geben (einfach mal googeln). Ansonsten, da wo ich z.B. mein Ferienhaus habe, ist niemand im Wald außer mir.... da ist mir das mit der Leinenpflicht ein wenig - schnuppe - derweil ich auch alle Leuts, die im Wald sein könnten, seit einigen Jahren gut kenne und diese meine Hunde kennen.

    Ich kann sogar zu den Jägern gehen und sagen "Diego ist mir weg gelaufen, bitte nicht schießen" - war grad große Gesellschaftsjagd. Kostet mich nur ein Auslachen und ein paar Sprüche - wie "solange er keinen Elch reisst.... oder den Hasen auch raus gibt - ist alles gut" Geschossen wird übrigens erstaunlich viel mit Schalldämpfer, im Gegensatz zu früher bekommt man von der Jagd kaum noch was mit - ist mir - ehrlich, unheimlich. Aber Jagdzeit ist auch später.

    Allerdings kenne ich das aus dicht bewohnten Gegenden eher so, das frei laufenden Hunde nicht geschätzt werden und schon der Hinweis kommt, "bitte anleinen - sonst melde ich Sie" - grad in Gegendenen mit vielen Feriengästen habe ich das häufiger erlebt, als etwa bei uns im Ort. Was auch bedeutet, unbedingt Kotbeutel dabei zu haben und auf zu räumen.....

    Auf Öland, wenn Du die Insel kennst, gibt es viele Schutzgebiete, die Steppe und so weiter - dort herrscht ganzjährig Leinenpflicht, man darf auch die Wege nicht verlassen. Und Öland ist, touristisch, besonders gut erschlossen und im Sommer auch rappelvoll, da ist es wohl eher so, das Hunde an der Leine zu führen sind, es sei denn, es ist sehr einsam oder Hundestrand. Kommt, denk ich mir, auch immer auf den Hund an, Lucas findet fremde Menchen überflüssig, der ignoriert sie total und wäre eher ein Freiläufer als meine Pflegehündin, die will zu allen "Hallo" sagen, sie anspringen und abschlecken - also, das wäre mir unangenehm. Weißt, was ich meine?

    Und, ganz genau, was in welcher Gegend, Gemeinde, Ortschaft wie geregelt ist, erfährst Du in den ortansässigen Turistbyra - für mich immer noch eine gute Anlaufadresse für alle Fragen, in den Sommermonaten ist meist jemand vor Ort, der auch Deutsch spricht.

    Viel Spaß in Schweden, ich kann es dies Jahrt kaum erwarten - unsere Ferien beginnen sooooo spät.

    Sundri

    Moin,

    ich hab nicht alle Antworten gelesen, aber diesen Disput haben mein Liebster und ich auch.... ständig. Während ich ein großer Fan von Wohnwagen bin, ist er halt Kerl und alles in einem ist cool und praktisch.

    Und, das ist es eben nicht.... wenn ich irgendwo Ferien machen oder stehen möchte, richte ich mir meinen Platz ja auch ein,. stelle eventuell einen Campingstuhl auf, parke meine Fahrräder, lasse mal eine kleine Vase auf dem Tisch stehen oder verstaue nicht alles im Wagen stets transportsicher. Ich kann im Auto fix mal einkaufen fahren oder eine Besichtigung machen - fahr mal mit WoMo durch große Städte..... geht gar nicht, und wenn die dann noch alt sind, geht nichts mehr. Selbst mal vergessene Sahne holen, während ich koche, ist möglich.

    Solche Dinge beim WoMo sind lästig.... alles einpacken, fest machen und dann los fahren? Oder wenn ich doch fix mal zum Tierarzt muss? Mit dem Auto kann ich beinahe überall vor die Tür fahren, mit dem Gespann oder WoMo eben nicht. Für mich überwiegt der Vorteil eines Gespannes ganz klar und deutlich.

    Da ist es doch schön, mit dem Auto alles erledigen zu können und Abends heim zum WoWa zu kommen und man ist zu Hause. Ich kann sogar meinen Hund am Wohnwagen lassen, weil der das kann. Jedenfalls Malik konnte das und ich konnte dann auch mal Dinge ohne Hund tun, Museen besichtigen etwa.

    Und komme ich nach Schließzeit des Campingplatzes an, kann ich mein Auto vor der Tür lassen und zum WoWa gehen, mit allem anderen wird das blöd.

    Sundri

    P.S. falls das schon dutzende Mal genannt wurde - einfach übersehen. ;)

    Moin,

    Erstes Wochenende

    So, nun kann ich auf drei Tage Erfahrung zurück schauen. Es ist ungeheuer spannend, was so ein Hund mitbringt und wie er sich, in völlig unbekannten Situationen verhält.

    Frieda ist, Menschen gegenüber, sehr freundlich - ich hab zwar eher den Eindruck, das ist eher "ich bin ganz ganz ganz lieb zu Dir und Du tust mir nichts" aber das ist als ehemalige Straßenhündin auch eine gute Eigenschaft. Sie ist sehr unterwürfig und wirft sich fix mal auf den Rücken, aber auch nur, wenn man sie direkt handelt - nicht wenn sie um einen herum ist und man mit ihr spricht. Sie ist sehr gelassen und wenig schreckhaft, egal was ihr draußen begegnet, sie ist vorsichtig aber nicht ängstlich.

    Hunden gegenüber zeigt sie sich durchaus zickig.... so frisst sie ihren Napf leer, legt die Schnauze auf den Napf von Lucas und knurrt ganz schrecklich. Lou geht Ärger gern aus dem Weg und zieht sich zurück und Frieda meint "super, mein Futter, hab ich mehr" da reicht von mir dann aber ein "nein" (normal gesprochen) und meine Hand, die sich zwischen Napf und sie schiebt und dann schaut sie nur zu, wie Lucas sein Futter auffrisst. Sie legt sich auch in seinen Korb zu ihm und strampelt ihn dann weg.... bedeutet aber nur, das ich sie dort raus nehme. Auch wenn ich Lucas streicheln will, drängt sie sich glatt dazwischen, sehr vehement und nachhaltig - gut, das immer noch ich bestimme, wen ich wann bekuschele. :lol: freche Motte.

    Ich darf sie auch völlig ohne Reaktion streicheln, während sie einen Kauknochen frisst, Lucas wird angeknurrt, wenn er näher kommt. Völlig okay für mich.... sie wird mit Kindern zusammen leben, das sieht vielversprechend aus.

    Fremden Hunden gegenüber zeigt sie sich sehr vorsichtig und unterwürfig, ganze Körpersprache ist auf "tu mir nix" ausgerichtet, das gibt sich aber sofort, wenn der andere Hund signalisiert "alles ist schön." Dann lässt sie ihn sein.

    Sie fährt sehr entspannt Auto, würde gern Radfahrer und Jogger jagen, klaut nicht, frisst nichts von der Straße, jagt nach Mäusen und springt mit einem Satz ins Grün..... im Haus ist sie einfach nur unproblematisch. Klaut auch hier nichts, geht zwar ganz selbstverständlich aufs Sofa, lässt sich aber mit leisen Worten davon abhalten. Sie hält sich gern dort auf, wo einer von uns ist, wer ist egal. Auch wenn sie mal nen Moment allein bleiben muss - kein Thema.

    Was mir ansonsten auffällt, sie hat Probleme mit Hunden zu spielen. Spielaufforderungen sowohl vom Welpen meiner Tocher und von Lucas werden mit Knurren und Zähnefletschen und Schnappen abgewehrt. Sie würde gern - weiß aber offensichtlich gar nicht, wie das geht...... man sieht es ihr an, das sie möchte, aber nicht weiß, was sie jetzt tun soll. Toben geht natürlich auch vorerst nur in der Wohnung, da wir keinen geschlossenen Garten haben und sie nichts kann..... und SO verfressen, das wie für Leckerchen sonst was täte, ist sie nicht, noch nicht. Sie kennt offensichtlich kaum welche.

    Gut, das sind Dinge, an denen kann man arbeiten, ich wohl aber eher nicht, denn dafür sind 14 Tage zu kurz. Sie zeigt keine Furcht vor Männern, erstaunlicherweise und hat eine Menge netter Eigenschaften. Friedas Familie bekommt einen Hund mit viel Potential, eine süße Maus..... aber man muss das im Auge haben, sie wird das ein oder andere durchaus noch auspacken. Aber solange sie auf leise Worte reagiert und sanfte Hilfen (beim anspringen etwa) wird das alles werden.

    Sundri

    Moin,

    so, zwei kurze Zusammenstöße gab es noch, bei denen er wehement versuchte Frieda anzugehen, aber dann war es auch gut. Heute morgen ist sie mehrfach bei ihm aufgestiegen und er hat ihr die Lefzen geleckt.... und dann haben sie gespielt, jedenfalls wollte Cooper spielen, aber sie "kann" es nicht. Dazu schreib ich aber woanders.

    Ich schätze sein Verhalten mal als Unsicherheit ein, erst angreifen und dann schauen, wen ich rund gemacht habe. Muss meine Tochter im Auge behalten und drauf achten, das wird sich finden.

    Liebe Grüße
    Sundri

    Das hast Du schön geschrieben, besonders der Teil mit dem vertauschten Rollenspiel (Kind/Hund) ist eine gute Idee - nur vorsichtig, manche Kinder wollen dann gern testen, ob der Hund auch tut, was Mama erklärt hat. Ich hab so eine Tochter gehabt...... und war selbst so ein Kind :ops:

    Und ja, man hat nie eine 100tige Kontrolle, kann man nicht haben, sollte man auch nicht - und wenn man nur mal zur Toilette ist..... man kann nicht immer Hund oder Kind mitnehmen - aber das sind auch Dinge, die bei dreijährigen klappen, da sollte die Trotzphase vorbei sein.

    Was ich gut finde, ist Verantwortung abgeben, Kinder in dem Alter sind SOOOO stolz, wenn sie helfen dürfen, auf den Hund aufpassen, das er eben keine Schoki bekommt oder genug Wasser da ist oder - es fallen einem im Familienleben bestimmt viele kleine Dinge ein, die Kind und Hund verbinden. Und sie sind so stolz die Zwerge, wenn sie anderen etwas erklären können.

    Meine Tochter, damals 3 "Malik spricht eine andere Sprache als Du und ich, wenn er wedelt, freut er sich (meistens jedenfalls) und wenn er knurrt, heißt das "lass mich sofort in Ruhe!" Das musst Du wissen, sonst beißt er Dich." Was er nie getan hätte - aber nicht alle Hunde waren Malik. ;)

    Meine Kinder haben ihn nie geärgert oder ihm weh getan.... das ist aber eine Folge des Umgangs untereinander, zwischen Erwachsenen und Kindern und Tieren. Respekt - das haben sie mit 3 bereits ganz gut gelernt, wenn man sie ernst nimmt.

    Sundri

    Moin,

    ich halte es sowieso für grundsätzlich besser, wenn erst die Kinder da sind und dann der Hund dazu kommt ;) So hab ich es auch gehalten, meine Jüngste war drei Jahre als, als Malik bei uns einzog und es war eine gute Entscheidung.

    Natürlich muss man auf vieles achten, der Platz des Hundes etwa - ist absolut tabu.... wenn er sich zurück zieht und seine Ruhe möchte - was meine Kinder später nie daran gehindert hat, in Maliks Korb zu liegen, wenn sie Kummer hatten und er, der Nähe eigentlich nicht mochte - ihnen dann die Tränen ableckte und für sie da war.

    Ich hab Zerrspiele zwischen Kindern und Hund unterbunden - die aren verboten. Das lag aber auch eher daran, das Malik sich da sehr reinsteigern konnte und eben auch mal daneben fasste und dann eben am Kind zerrte :ops: - es kommt auf den Hund drauf an. Manche lieben Kinder und können davon nicht genug haben (Malik lag inmitten einer Schulklasse, 15 kleine Hände auf sich und schloß die Augen) und andere können Kinder nicht leiden. Das muss schon passen.

    Alles andere findet sich. Natürlich musst Du aufpassen, erklären, 100 mal das Gleiche vielleicht, den Hund bei Dir haben und nicht im Kinderzimmer - dabei sein wenn Freunde kommen - zusammen Bücher lesen, es gibt sehr schöne Bücher für Kind mit Hund, ein Auge darauf haben. Und beiden vertrauen, Kind und Hund.

    Ich würde es immer wieder so machen, Kinder und Hunde sind eine tolle Sache, näher am Leben kann man nicht groß werden. Besser kann man Verantwortung nicht lernen. Und als Malik vor einigen Wochen für immer von uns ging, nach 14 Jahren, da haben all meine Mädchen geweint (ich auch) und sie werden ihn nie vergessen. Der Hund unserer Kindheit wird immer eine besondere Erinnerung bleiben.

    Alles Gute für Euch
    Sundri