Beiträge von Sundri

    Moin,

    na ja, wahnsinnig werden hilft einfach nicht weiter..... klingt blöd, ist aber so. Tun kannst Du eh nichts, außer abwarten.

    Epi ist eine Ausschlußdiagnose, nur weil ein Hund mal krampft (das kann viele Gründe haben) hat er noch lang keine Epi. Es gibt Schmerzkrämpfe..... und durchaus andere Dinge, die damit zu tun haben können. Impfungen, Antizeckenmittel, Futterunverträglichkeiten - alles ist möglich.

    Wenn die Abstände derartig groß sind und von allein relativ schnell vorbei gehen, würde ich z.B. nichts machen. Lucas habe ich seit Okt. 2013, er hatte seitdem 3 Anfälle, am 6.11.13, am5.12.13 und den letzten am 14.05.14 - erliegt dabei aufrecht, hechelt, speichelt stark, ist ansprechbar und beruhigt sich spürbar, wenn ich ihn berühre und liebevoll zu ihm rede, er ist hinterher nicht desorientiert, er macht nicht unter sich, er fällt nicht um.... er ist hinterher ganz wie vorher, ohne Anzeichen.... Kein Grund für Medikamente.

    Meine TÄ meinte, über Medikamente würde sie nachdenken, wenn die Anfälle schwerer werden mit allen Symptomen oder aber, wenn sie häufiger werden (ein, zweimal in der Woche). Aber so? Im Auge behalten.

    Deinem Hund hilft am meisten ein geregeltes Leben, ein liebevolles zugewandtes Frauchen das sicher im Umgang mit ihm ist und das eben nicht heulend in der Ecke liegt und ihn verunsichert und ängstigt. Der spürt ja, das es Dir nicht gut geht..... Das aber ist es, was ihm Halt gibt.

    Sundri

    Moin,

    hmpf, mein Malik hatte seinerzeit heftige Anfälle, die als Epi eingeordnet worden sind und Lucas hat, in sehr großen Abständen auch welche.... aber lange nicht so heftig.

    Mit der Zeit, so weiß ich von Betroffenen, kann man die Anzeichen bei seinem eigenen Hund gut erkennen, er wird unruhiger als sonst oder kuscheliger, verhält sich einfach anders.

    Medikamente sind so eine Sache, bei Malik haben sie sehr stark wesensverändert gewirkt, so dass ich keine mehr geben würde, wenn die Abstände der Anfälle recht lang sind oder aber die Anfälle nur so schwach wie bei Lucas. Das muss man für sich entscheiden.... ich finde abwarten und beobachten ist ein guter Anfang.

    Malik war einfach ein anderer Hund, verhielt sich anders, benahm sich anders - kein Vergleich, wir haben irgendwann die Medis ausgeschlichen und er hatte dann auch nie mehr einen Anfall..... vielleicht waren wir zu schnell damit? Möglich.

    Es melden sich bestimmt noch mehr zum Thema, weil es hier auch einige EPI Hunde gibt.

    Sundri

    Moin,

    nun ja, ich sag`s mal so, man muss Häuser nicht unbedingt selbst beziehen, sondern kann sie vermieten. Das ist zwar nichts, was mir Freude macht, aber ein gangbarer Weg...... der Bauleiter hat heute seine Anweisungen bekommen. Nicht schön und nichts, was wir wollen, aber notwendig.

    Um das Riesentier tut es mir leid, aber ich kann es nicht ändern - will ich auch nicht. Ich werde doch grad nicht 50 um mich wieder gängeln zu lassen, wie ein kleines Mädchen.

    Sundri *sehrgeknickt*

    Moin,

    eine Lösung hab ich nicht, aber die Sache mit dem Teppich (oder einer anderen weichen Untelage) ist tatsächlich Naturbedingt. Teppich spritzt ganz einfach nicht.... Hunde die auf blanken Boden pieseln sind echt in Not. Wenn kein Teppich da ist, tun es Bett, Sofa oder eben Körbchen. Auch draußen werden Hunde, wenn man sie lässt, Gras jedem anderen Boden vorziehen bzw. wenigstens auf etwas Grün pieseln.

    Warum es so ist, ist nach 12 Jahren wohl eher schwierig, es zu ändern vermutlich auch. Ich glaub, ich würde ihr alles weg nehmen und ihr eine Moltonunterlage (die sind von unten gummiert) hinlegen. Die kann man super waschen und ja, ich würde ihr in jedem Fall die Räumlichkeiten begrenzen, wenn ich weg gehe.

    Kann ein Laufstall sein (notfalls einer mit Klappe obendrauf) oder ein großer Kennel oder ein Raum, in dem das möglich ist. Klar, wer sich nicht benehmen kann, kann keinen Freilauf haben. Das sehe ich da ganz schlicht.

    Sundri

    Moin,

    dem alten Herrn kann man leider nichts sagen, er gehört zu denjenigen, die einen immer als Kinder sehen und meinen, man habe keine Ahnung.

    Gehört ja nicht hierher, aber das Bauen bei ihm entpuppt sich als wahrer Albtraum, er hat schlichtweg unser Haus um eineinhalb Meter versetzen lassen, weil es ihm dort besser gefiel und Bauleiter und Vermesser haben dem, ohne Rücksprache, stattgegeben - ich bin sprachlos.

    Ich wollte eigentlich eine HuSchu besuchen um mit dem Doggentier zu arbeiten, aber momenten bleibt mir einfach die Spucke weg..... und geht mir die Kraft aus. Hundepension...... auch eine Lösung.

    Danke für Eure Vorschläge, ein Halti wäre dafür tatsächlich eine Möglichkeit gewesen.

    Sundri

    So,

    das Haus beginnt zu entstehen, von Außen ist es schon beinahe fertig... aber natürlich, das Problem "Dogge" wird nicht besser.

    Zwar ist sie im Haus angenehm ruhig und gut auszuhalten, solange mein Hund nicht dabei ist, was nicht immer möglich ist, dsa Lucas entsetzlich leidet, wenn ich nicht da bin, aber gut. Draußen geht gar nicht.

    Als die Sandfläche für das Gießen der Bodenplatte fertig war,schön plan gezogen, dachte das Großtier wohl "Geil, ein Spielplatz für mich" und tobte sich darin richtig aus. Die Bauarbeiter, die die Platte gießen sollten, waren total aus dem Häuschen.... ließen sich dann aber wohl überreden,alles plan zu ziehen und gut war`s. Mein Schweigervater meinte nur "Och, mein Hund hatte so einen großen Spaß!" Na toll...... :mute:

    Weshalb ich aber jetzt schreibe ist folgendes, sie kommt ja kaum vom Grundstück runter.... und ist demnach auch in keinster Weise leinenführig. Gestern hat mein Schwiegervater, weil sie zu meinem Hund wollte und einfach loslief und den alten Herrn hinter sich her zog wie nix, beinahe wäre er gestürzt und ich mit, weil ich im Weg stand - sie mit der Leine verprügelt - dann gings... aber man sah ihr an, das sie nicht wusste "was will der von mir" und das sie total beschwichtigte. Keine schöne Situation. 65 kg ziehender Hund sind wirklich eine Gefahr für den Halter. Ich mag bei so etwas auch nicht zusehen.... ich hasse es, wenn jemand seinen Hund derart schlägt. Hab mich aber tapfer raus gehalten. :verzweifelt:

    Wie bringt man einem so großen und schweren Hund Leinenführigkeit bei? Ich kann keine 65 kg halten..... das mag noch gehen, in geschütztem Raum, aber draußen? Wenn sie wohin will, wo ich nicht hinwill? Ich denke, das hätte längst passieren müssen, als sie klein war, aber jetzt?

    Im Januar soll ich vier Wochen auf sie aufpassen, ich will sie weder allein in meinem Haus haben, wenn ich mit Lucas raus gehe noch kann ich sie SO mitnehmen, weil sie einfach nicht handelbar ist. Schwiegervater fährt mit ihr Auto, heißt er fährt, sie rennt..... er hat da irgendwo einen Weg, der kaum befahren ist und den er mir zeigen will, mir sträuben sich dabei schon alle Haare (Malik konnte das auch, am Auto laufen, aber der hörte auch wie ne Eins und folgte mir. Die Dogge aber ist schon mal einem anderen Auto, das genauso aus sah, auf eine Landstraße gefolgt und war ne ganze Weile weg..... sowas mache ich in keinem Fall, aber sie vier Wochen im Garten zu lassen ist ja keine Lösung (wohl eine, die ich nutzen werde, wenn es nicht anders geht).

    Irgendwelche Tipps? Wie hält man so einen Hund davon ab, woanders als man selbst, hinzuwollen?

    Hilflose Grüße
    Sundri

    Moin,

    eine schwere Entscheidung, so oder so.... als es bei Malik soweit war, ging es ihm gesamt gesehen, schlechter, aber erkennbar - nicht wirklich. Ich wusste das er ständig Schmerzen hat, weil ich ihn so gut gekannt habe, ich sah das es ihm nicht gut ging, im Außen war das nicht erkennbar, draußen war er putzmunter und ich schon schräge Blicke und manch fragendes Wort bekommen, nachdem er nicht mehr da war.

    Für uns ging es irgendwann um Würde und um Erinnerungen, wollen wir uns an einen Hund erinnern,der nichts mehr kann oder an einen Hund, der selbstständig laufen kann? Ist es dem Tier gegenüber würdig, das es sich quält? Malik war Jagdhund, ein "harter" Hund, andere blieben vor dem Brombeergebüsch stehen "Ihhhh das piekst" er war der Typ "Hey, da drinnen ist das Schwein, das krieg ich" hinterher zupfte ich halt Stacheln aus Nase und Körper..... und er hielt still. Er zeigte eben nicht, wie schlecht es ihm wirklich ging.

    An seinem letzten Tag sind wir noch lange spazieren gegangen, es ging ihm soweit gut, das nicht so gut, merkte ich dann, als er ständig den Ruheplatz wechselte, eben nicht schlafen konnte.... und dann kam unsere Tierärztin. Er ging ihr entgegen und legte sich in seinen Korb. Es war einfach an der Zeit.... hinterher hab ich auch gezweifelt, mit anderen Medis hätte er nch ein bisschen älter werden können, aber für wen? Für ihn? Oder für uns, damit es uns tröstet? Ich hab mich für ihn entschieden und ich glaube, das war gut.

    Malik war zeitlebens aktiv, eigenständig und er wollte laufen, laufen, laufen.... es war ihm grottenpeinlich, in die Wohnung zu machen oder auf Gehwege..... Ich weiß nicht, wie ein Hund seinen eigenen Verfall wahr nimmt, aber ich denke, man muss ihm nicht alles zumuten. Windeln? Für wen, für den Hund? Meine Liebe zu ihm ist unbestritten, aber ich denke, Würde spielt am Ende eine Rolle....

    Und heute denke ich an manchen Tagen an ihn und stelle mir vor, wie er jetzt wohl laufen würde, wäre er noch da. Wie begeistert wäre er gewesen, über die ein oder andere Spur. Und so behalte ich ihn auch in meinen Erinnerungen.

    Du weißt, was Du tun musst, auch wenn es schwer ist..... frag Dich, wer von der Verlängerunge eines Lebens etwas hat.

    Fühl Dich gedrückt
    Sundri

    Zitat

    Es gibt ja auch so ein Spray, was man auf Sachen sprühen kann z.B für Mögel, damit der Hund nicht darauf rumkaut, wäre das auch eine Lösung, zumindest für manche Sachen oder eher nicht?


    Nein, eher nicht, das ist eine Ausbildungsfrage..... ebenso wie das Kauen an Möbeln, da gab`s bei uns jedes Mal ne Ansage und, wenn es passte, eine Alternative - etwas zum Kauen halt. Aber Spielzeug einsprühen? Das würde ich nicht tun.

    Hier müssen zwei lernen,das Kind und der Hund und ja, ich wäre dafür, dass das Kinderzimmer oder die Spielzone einfach Hundefreie Zone ist, solang der Hund noch viel klaut und kauen will. Kann ja sein, das er jünger ist? ich würde ihm in jedem Fall etwas zum Kauen anbieten. Tauschen, ich denke, er wird schnell begreifen, das Kauknochen viiiieeel besser sind als Stofftiere oder anderes Spielzeug. Und Aufräumen ist auch eine Tugend, kann nicht schaden, da ein wenig Eigenverantwortung zu fördern und wenn das nur ist "mach bitte Deine Tür zu" und "och schade, das Du Deine Tür offen gelassen hast....." Das begreifen 4jährige ganz gut. Nach dem ersten schmerzhaften Schaden erst Recht.

    Yap, meine Küche, mein Bad, mein Hauswirtschafstraum und Gäste- und Kinderzimmer sind bei uns Hundefreie Zone.... bleibt genug Raum im Alltag. Bei Lucas etwa muss ich die Küche (er darf in den Essbereich) nicht schließen, weil er einfach nichts anstellt. Bei Diego ging das seinerzeit nicht. Aber solche Dinge kommen erst mit der Zeit.

    Sundri

    P.S. das er draußen alles frisst was er bekommen kann ist nur ein weiteres Indiz dafür, das er Not erlebt hat. Das hat Diego auch gemacht, Tempotaschentücher, Einwickelpapiere, Pferdeäpfel und andere Hinterlassenschaften, besser man nimmt sowas, wenn man nicht weiß, das es Besseres gibt. :dead2: Armes Ding.... Diego brauchte ein halbes Jahr bis er begriffen hatte, es gibt zu Hause Besseres und mein "Pfui" akzeptierte. Auch hier kann man Leckerchen als Alternative anbieten.

    Moin,

    auch Labradore sind Jagdhunde, zwar sind sie ursprünglich für die Arbeit nach dem Schuss in der Zucht selektiert worden, aber sie sind und bleiben Jagdhunde. Ich kenne durchaus welche, die auch mit auf Drückjagden unterwegs sind oder aber Nachsuchen absolvieren. Sie sind locker in der Lage ein Reh zu reißen.

    Ja, lies mal in Ruhe quer und denk darüber nach,was hier so nach einfacher Lösung klingt - ist einfach keine..... ohne Zaun schon überhaupt nicht.

    Die einzige Art Hund die ich mir bei offenen Grundstücken vorstellen kann - aber die muss man sorgsam über lange Zeit ausbilden und kann sie erst einmal lange nicht frei laufen lassen, sind sog. Hofhunde. Wir haben hier im Dorf einen Schweizer Sennenhund. Der "küßt" aber auch jeden, der vorbei kommt. ;) Verlässt aber Hof und Grundstück nicht. Allerdings hat die Ausbildung gut 2 Jahre gedauert, bis er begriffen hat "stromern darf ich nicht."

    Sundri

    Moin,

    auch wenn es schwer ist und viel Arbeit bedeutet, ihn einfach nicht rauf lassen, vorher einschreiten.... oder aber gleich mit Leckerchen herunter locken. Wenn er verfressen ist, müsste das doch klappen?

    Wie alt ist das Kind? Meine Jüngste war damals, als unser Hund einzog, drei Jahre alt, sie hatte fix raus, das es besser war, nichts herum liegen zu lassen.... in die Kinderzimmer durfte unser Hund nicht. Es gab immer Räume, die Hundefrei waren oder wo auch einfach die Türen geschlossen wurden, wenn er unbeaufsichtigt war. Das muss man mit so einem Hund managen, dass das Kind spielen kann, wo es mag, ohne das der Hund dazwischen läuft.

    Ich würde ihm zwar Zeit geben, bei Dir anzukommen, aber auch darauf achten, das er Dinge die er nie tun soll, auch nicht tun kann.

    Nur Geduld, solche Dinge brauchen ihre Zeit.

    Sundri