Beiträge von malimuc

    Ich schrieb es irgendwann schon mal: ich befürchte viele gehen bei einer obligaten TA Versicherung von unrealistisch niedrigen Beiträgen aus. Wenn sowas zur Pflicht wird zeigt die Erfahrung dass es meist sehr teuer und qualitativ eher schlechter wird. Wie bei jedem Monopol, das es dann ja quasi wäre.

    Orientierung bietet da der humanmedizinische PKV Bereich, der für einen kostendeckenden Beitragssatz jenseits der Lockangebote für sehr junge Leute bei ca. 600€ monatlich liegt. Nach oben offen.

    Es freut mich dass ihr es ähnlich seht…bin manchmal in Sorge etwas zu betriebsblind zu sein und andere Aspekte zu wenig zu berücksichtigen.

    Aber ja, die Chemo + Bestrahlung war, wie mir schien, der obligatorische Weg. Zweifel bezüglich seines Alters wurden jedenfalls nicht thematisiert (hat mich auch echt überrascht). Aber ich denke und hoffe sie werden mein klares Nein schon verknusen, halte die Praxis sonst nämlich für recht gut (was bei mir schon was heißen will).

    Naja, irgendwie bin ich gerade recht guter Dinge und eher verhalten optimistisch für ihn, so gefühlstechnisch…ich kann‘s nicht logisch begründen, aber ich sehe ihn nicht als schwer kranken Hund. Nur eben alt. So wie davor auch.

    Ich habe heute in den Nachrichten gehört dass sich die Tierheime sorgenvoll auf eine steigende Anzahl abgegebener Tiere einrichtet, Inflationsbedingt.

    Das ist für den Tierschutz eine echte Katastrophe wenn es wirklich so kommt.

    Da kam mir der Gedanke ob es nicht eine Möglichkeit wäre nachgewiesen nicht ganz so finanzstarken Menschen so ne Art Pflegschaft anzubieten, für einen Tierheiminsassen ohne gute Vermittlungschancen.

    Mit z.B. der Möglichkeit das Tier im Fall der Fälle vom Tierheimarzt betreuen zu lassen oder ähnliches…dafür bekommen nicht ganz so leicht vermittelbare, vielleicht ältere Langzeitinsassen einen guten Platz und einen „eigenen Menschen“, das Tierheim wird entlastet und der Mensch hat ne sinnvolle Aufgabe und einen Gefährten.

    Dem Hund geht es übrigens prima soweit, er hat keine Schmerzen und frisst wie ein Scheunendrescher - Gassi geht er auch noch gerne, wenngleich auch deutlich kürzer als früher, da fehlts einfach an der Kraft.

    Aber da fahren wir seit geraumer Zeit ganz pragmatisch die Schiene: er entscheidet selbst wie lange er gehen möchte, je nach Tagesform. Kann er ganz gut mitteilen, er kennt auch die Abzweigungen zu den unterschiedlichen Routen und lässt sich dann zurückfallen wenn’s für heute zuviel wäre - ergo gehts dann retour.

    Ich hatte übrigens den Eindruck dass meine Entscheidung in der TA Praxis für etwas Verwunderung sorgte…ich hätte den Tumor gerne operativ entfernen lassen, das geht leider nicht weil zuwenig Haut da ist und die Wunde so wohl nicht mehr abheilen würde.

    Stattdessen haben sie Chemotherapie und Bestrahlung vorgeschlagen, das habe ich abgelehnt. Bin da in meiner Entscheidung sehr klar.

    Der Schnorch ist ein Schäfer/Colliemix und vertrug seit jeher viele Medikamente sehr schlecht (MDR 1 Gendefekt) und er ist 14 Jahre alt. Das heißt wir hatten eh schon ein Schweineglück im Leben und es ging ihm eigentlich immer sehr sehr gut, gesundheitlich.

    Er ist jetzt alt, das merkt man auch, aber JETZT geht es ihm eben auch gut und das soll auch so bleiben.

    Der Hund hat einen Schädel aus Stahl 😳

    Liege gestern auf der Couch, Hund kommt angeschlendert und hält den Kopf über den massiven! Couchtisch - dann muss er niesen, nimmt reflektorisch den Kopf dabei runter und schlägt sich mit dem Unterkiefer volle Breitseite gegen die Tischplatte…das hat gekracht wie sonstwas, er hingegen verzieht keine Miene und schlendert wieder von Dannen

    Zuerst: ich verstehe deinen Frust total! Behandlungsfehler passieren pausenlos und mit zum Teil dramatischen Folgen für den Betroffenen. Selbst kann ich ganz klar sagen: hätte ich immer genau getan was mir von Behandlern für Mensch und Tier angeraten wurde wäre ich heute tot. Meine Mutter und mein Hund ebenso. Das ist Fakt.

    Jetzt zur anderen Seite: Behandler sind Menschen und machen Fehler, sehen manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht. Eine gute Fehlerkultur könnte da enorm helfen herauszuarbeiten warum es schiefgelaufen ist und wie man dafür Sorge trägt dass dieser Fehler nie mehr passiert.

    Der natürlich Feind einer solchen Fehlerkultur ist aber das drohen mit juristischen Konsequenzen - das erzeugt massiven Stress und Angst, da geht jeder in Abwehr und macht dicht. Nicht schön, ist aber menschlich.

    Was ich tun würde: nochmal das Gespräch suchen bzw. ne Mail schicken und im ersten Absatz sofort darauf hinweisen dass ich ihm/ihr keinen juristischen Ärger machen möchte.

    Aber im Gegenzug verlange dass über die Gründe der Fehldiagnose und der Unfähigkeit zum revidieren der selben nachgedacht wird - damit‘s in Zukunft nicht nochmal passiert. Dann war es wenigstens für was gut. Als Patientin würde ich da aber vermutlich nie mehr aufkreuzen, Vertrauensbasis flöten.

    Um einen Arzt tatsächlich irgendwo berufsrechtlich hinzuhängen müsste die Fehlleistung für mich tatsächlich extrem gravierend und! vorsätzlich sein - besoffen operiert oder so. Das ist zum Glück sehr selten, die meisten tun doch was sie können, sind aber eben einfach nur Menschen.

    Wobei sich für mich dabei die interessante philosophische Frage auftut: wenn jemand seinen Hund so uneigennützig zu lieben vermag, dass er bereit wäre nur auf die potenzielle Möglichkeit einer Zahlungskrise im potenziellen Krankheitsfalle hin ihn an den imaginären, finanziell für alle Zeit gespickten Neuinteressenten abzugeben…wäre dieser Mensch nicht eh, frei nach König Salomo, der ideale Mensch für diesen Hund?

    Edit: Tierkrankenversicherung mit vernünftigen Vertragsinhalten für ein neu ins Haus kommendes Getier kann allerdings wirklich sinnvoll sein. Wie gesagt, mit vernünftigen Konditionen.

    BieBoss da reicht ein Danke garnicht aus!

    Wirklich, ich denke viele machen sich gar keine Vorstellung wie teuer eine solche Pflichtversicherung wäre. Das ist mit den jetzigen Kosten, die ja zum Teil auch schon happig ist und alles mögliche ausschließen, null vergleichbar.

    Das geht schon damit los dass dann „Extreminanspruchnehmer“ die wegen jedem Mist zum Doc gehen nicht mehr, wie bisher, gekündigt werden können.

    Geht weiter über „wenn ich’s schon zahlen muss nehme ich es auch in Anspruch“ bis hin zur Tatsache dass eine solche Tierversicherung finanziell schon ganz klar analog zur PKV zu sehen wäre…viel Glück bezüglich Finanzierbarkeit.