Beiträge von Estandia

    19. Lies ein Buch eines/einer Autor*in, der oder die im selben Monat Geburtstag hat wie du

    Siri Hustvedt – Der Somme ohne Männer

    "Die New Yorker Dichterin Mia steckt in einer Krise. Ihr Mann Boris will eine Ehe-Pause. Als Mia feststellt, dass die «Pause» viel jünger als sie und überdies Boris’ Assistentin ist, erleidet sie einen Zusammenbruch. Und beschließt kurzerhand, den Sommer in der Nähe ihrer Mutter, einer rüstigen Neunzigjährigen, zu verbringen. Es ist eine Zeit ohne Männer. Mia trifft die alten Freundinnen der Mutter und unterrichtet eine Gruppe pubertierender Mädchen in Lyrik. Und sie lernt sich selbst neu kennen. Endlich atmet Mia wieder frei durch — bis eine flehende Mail von Boris kommt ..."

    Wobei der letzte Satz des Klappentextes dramatischer klingt als das alles eigentlich ist ... Der Sommer ohne Männer ist ein ganz ruhiges aber sehr interessantes Buch.

    Zum einen muss sich Mia mit ihrem Aufenthalt in der Psychiatrie auseinandersetzen und verarbeitet dies in Sitzungen mit ihrer Psychiaterin. Sie sinniert über ihren Ehemann, jemand der sie plötzlich (nach immerhin 30 Jahren Ehe und einer gemeinsamen Tochter) "mit Vorbehalt beiseite gestellt hat". Ohne Krach, ohne Trennung, vorerst ohne Erklärung...

    Dann verbringt Mia ihre eigene Pause in der Nähe ihrer Mutter, die in einer Anlage des betreuten Wohnens wohnt und macht dort Bekanntschaft mit den "alten Schwänen", wie sie die Seniorinnen um ihre Mutter herum nennt. Hier geht es viel um Erinnerungen, Familie und um den Tod.

    Mia hat sich ein Haus in der Nähe gemietet, sie freundet sich mit den Nachbarn an. Die kleine quirlige Tochter, der Sohn der noch ein Baby ist und der immer leicht gestressten aber sehr netten Mutter. Der Vater tritt nur in vage Erscheinung mit Gebrüll und Streit.

    Weiterhin unterrichtet Mia eine kleine Mädchengruppe in Lyrik. Die Mädels sind um die 12, 13 Jahre, gerade im Inbegriff ihre Körper und das eigene Selbst zu begreifen. Hier geht um Machtverhältnisse, Dynamiken und Mobbing innerhalb der Gruppe. Mia, selbst Opfer von Mobbing in ihrer Jugend, muss herausfinden wie sie sich und den Mädels sinnvoll helfen kann.

    Und dann geht es eben viel um Feminismus. Die Protagonisten sind alle Frauen, es geht um Sexualität, wie Frauen denken und fühlen und um die Unterschiede zu Männern, die offensichtlichen und die verborgenen...

    Ich hab das Hörbuch gehört, gelesen von Eva Mattes, wahrscheinlich die beste Stimme für diese Geschichte. Einzig den Punkt Abzug gibt es (für mich), für die Überbeanspruchung von (Lyrik-)Zitaten. Ansonsten eine großartige, emotionale, tiefgründige Geschichte mit viel Herz und wahnsinnig guten Beobachtungen. 4/5 Sternen.

    44. Lies zwei Bücher, die einen ähnlichen Titel tragen

    1. Stephen King – Night Shift

    20 sehr unterschiedliche Kurzgeschichten, die fast alle (?) in der einen oder anderen Form mittlerweile verfilmt wurden. Da waren echt gute "Monster im Schrank"-Stories dabei, sowie einige Geschichten, wo "schwere Entscheidungen" den Horror ausmachen. 4/5 Sternen

    2. Kiare Ladner – Nightshift

    Die 23jährige Meggie lernt auf Arbeit die enigmatische aber distanzierte Sabine kennen und verfällt ihr auf eine Art und Weise, die für Meggie neu und unergründlich ist. Zwischen den Frauen entwickelt sich eine äußerst ambivalente Freundschaft, welche Meggie zwingt ihre Sexualität, ihre Persönlichkeit und Prioritäten neu zu definieren. Als sie Sabine aufgrund ihrer Obsession in die Nachtschicht folgt, lassen die Arbeitszeiten, Alkohol, Drogen und wechselnde Sexualpartner Meggie immer mehr den Halt unter ihren Füßen verlieren...

    Eine berührende Geschichte über die mannigfaltigen Freundschaften, platonisch wie romantisch, die lockeren wie obsessiven und wie lange es dauern kann, bis man herausfindet, wer man wirklich ist oder nicht ist. Meggie und Sabine sind junge Frauen mit zig Fehlern und noch mehr dummen Entscheidungen, wie sie jede(r) machen kann. Das Buch feiert seine unperfekten, ambivalenten und spontanen Charaktere sowie ein herrliches London mit unendlichen Möglichkeiten, für die, die sich trauen, anders zu sein. 4/5 sternen

    31. Lies ein Buch mit einem Personalpronomen im Titel (ich, mein, unser, euch, ihr, ...)

    I who have never known men - Jaqueline Harpman

    40 Frauen, gefangen in einer Zelle, in einem Bunker, bewacht von Männern, versorgt nur mit dem nötigsten zum Überleben mit strengen Regeln und Einschränkungen. Die Jahre im Gefängnis ziehen dahin... doch ein Moment puren Zufalls und Glücks macht die Flucht in die Welt möglich.

    Pure Dystopie, mitten drin ganz viel Menschlichkeit in einer Welt ohne (andere) Menschen. Ich fands großartig, 5/5 Sternchen.

    nutzt ihr für eure Senioren eigentlich extra Senior Futter?

    Ist das vom Vorteil?

    Tidou bekam Senioren Futter ab ungefähr 11 1/2 Jahren. Futter für Senioren haben oft weniger Fett und auch einen geringeren Phosphorgehalt. Weniger Phosphor ist ja wünschenswert bei älteren Hunden.

    Das kommt bei uns auch etwa so hin. So mit 12 Jahren fing Böki an von seinem normalen Futter stärker zuzunehmen - bei normaler Aktivität - und ich bin auf Seniorfutter gewechselt. Bis er so 15 war hab ich versucht rauszufinden wie viel er davon wirklich braucht, da er fortwährend mit dem Gewicht zu kämpfen hatte. Ab 15 wurde er dann erkennbar älter und bekommt seitdem Nierenfutter.