Beiträge von Estandia

    30. Lies ein Buch, das mindestens einen Preis erhalten hat

    The Natural Way of Things – Charlotte Wood

    10 junge Frauen erwachen in der Wüste, auf einer Farm, die wenigen Gebäude heruntergekommen und baufällig, das weite Land umgeben von einem hohen Starkstromzaun. Die einzigen anderen Menschen, eine nichtsnutzige Krankenschwester und zwei ungeschickte ungehobelte Männer mit simplen Waffen, die sie bewachen und zwingen Dinge zu tun. Den Frauen wurde alles abgenommen, die Haare geschoren, nun laufen sie in einfachen rauen Klamotten herum, verrichten Zwangsarbeit ohne zu verstehen warum. Nach und nach wird den Frauen klar, dass sie sich alle irgendwie kennen... Tage werden zu Wochen zu Monaten ... niemand sucht nach ihnen, das wenige Essen wird knapp, irgendwann fällt der Strom aus und die Bewacher werden zu Mithäftlingen. Die Frauen verstehen, dass Niemand kommen wird, sie können nur sich selbst retten.

    3 von 5 Sternchen für mich. Eine starke Geschichte über Macht, Frauenfeindlichkeit und Veränderung.

    Was meint ihr? Wie geht es euch, wenn ihr das real life mit manchen Aussagen hier im Forum vergleicht?

    Ich kann nur sagen, die Leute, die ich hier im DF auch persönlich kennengelernt habe, da stimmten die Aussagen. Über alles andere kann ich mir kein Urteil erlauben bzw. interessiert es mich auch nicht. Ich bin mit meinem Hund noch nie in den Wettbewerb mit anderen HH oder Usern (unbekannterweise) getreten.

    Oder seid ihr bei 100% und euer Hund zeigt euch nie seine ignorante Schulter?

    Ich habe meinen Hund seit Juni 2007 (da war der 2einhalb), ich bin mit dem Ende 2007 das erste Mal in die HuSchu und Frühjahr 2009 (Hundeführerschein) war der für mich fertig erzogen. Nach der Prüfung hab ich nichts Essenzielles mehr trainieren müssen, danach war alles nur noch Spiel und Spaß und Sport und Beschäftigung. Und wenn ich das alles nun Revue passieren lassen, dann muss ich sagen, ja, der hat immer gemacht was ich wollte, der war immer an allem interessiert was ich angeboten oder gefordert habe, der hat sich benommen und verhalten in dem Maße wie ich die Dinge trainiert habe. Ich bin eine ruhige und geduldige Person, ich bin kein Freund von ständigen Kommandos für zig verschiedene Dinge. Der Hund ist mittlerweile taub und erblindet langsam und seine Demenz wird auch stetig schlechter aber das was ich von ihm will funktioniert immer noch ohne Probleme. Ich kann mich nicht beschweren, irgendwas muss ich richtig gemacht haben. Ob man das 100% nennen kann, keine Ahnung. Ich habe Bokey's Namen vielleicht 5 mal in 15 Jahren gerufen und das ist kein Rückruf gewesen. Ich bin mir sicher, dass ich eine ganze Reihe an Signalen für meinen Hund nicht habe trainieren müssen wie andere sie gebraucht haben und ich erinnere mich an die Missgunst oder Neid anderer HuSchu-Teilnehmer, die grantig auf ihren Hund wurden, weil der nicht "so gut gehört hat" wie Bokey. Ich bin halt ein anderer Schnack und das hat uns glaube auch ganz viel Stress erspart, ich weiß wie gutes Training funktioniert und was ich wann vom Hund verlangen kann.

    40. Lies ein Buch, in dem jemand etwas anderes ist als er vorgibt zu sein

    Chana Porter – The Seep

    Trina und ihre Frau Deeba leben in einer zukünftigen Welt, komplett verändert durch eine lang zurückliegende gutartige Invasion von Aliens, bekannt als The Seep. Während Trina immerfort versucht so menschlich wie irgendmöglich zu bleiben und den Konsum von The Seep in Grenzen zu halten, gehen andere Menschen im Gebrauch der Möglichkeiten durch The Seep total auf. Jeder Mensch kann einfach alles sein was er sich wünscht, jeder ist mit allem verbunden, viele Menschen leben viele Leben und lieben viele Menschen, die Welt ist voll von Charakteren, die nicht das sind, was sie mal waren oder sich ständig verändern. Speziell in Deeba reift nach einigen Jahren der Wunsch mithilfe des Seep als Baby wiedergeboren zu werden. Sie möchte ihr bisheriges Leben aufgeben, bei einer neuen Familie, die sie liebt, aufwachsen und neue schöne Erinnerungen sammeln. Trina ist am Boden zerstört. Sie fällt in ein tiefes Loch und begibt sich auf eine Reise, auf der sie rausfinden muss, "wer sie ohne Deeba ist".

    Ein ruhiges Buch, das primär Veränderungen und Trauerbewältigung behandelt, gepaart mit einer faszinierenden Art und Weise der Alien-Invasion, frei von Gewalt und Bösartigkeit. Die neue Weltordnung, die daraus resultiert war unglaublich interessant und spannend beschrieben. Größter Pluspunkt war das Thema Inklusion, jeder und alles wird vom Seep-Kollektiv akzeptiert, u.a. gab es allgemeingültige Gestiken, die es fremden Personen sofort ermöglicht, zu erkennen wie sich wer als was auch immer identifiziert. 5 Sternchen für mich.

    Um nur die Ausgangsfrage zu beantworten, ich würde es eher jetzt machen als in 2 Jahren.

    Sehe ich auch so.

    Da grundsätzlich ja Pläne gemacht wurden, wäre ich auch auf dem Standpunkt, eher jetzt den Welpen zu holen als später, da du Newton ja jetzt schon als gemütlich(er) beschreibst. In seinem jetzigen Alter mag er das besser verknuspern können als in einigen Jahren. Und wenn du erziehungstechnisch mit Hunter auch zufrieden bist, kann der Welpe doch grundsätzlich erstmal nur profitieren.

    45. Lies ein Buch, das einem oder beiden Elternteilen gewidmet ist

    Michelle Zauner – Crying in H Mart / Tränen im Asiamarkt

    "Als Michelle mit Mitte zwanzig erfährt, dass ihre Mutter an Krebs erkrankt ist, steht die Welt für sie still. Sie lässt ihr bisheriges Leben in Philadelphia zurück und kehrt heim nach Oregon, in ihr abgelegenes Elternhaus, um ganz für ihre Mutter da zu sein. Doch schon ein halbes Jahr später stirbt die Mutter. Michelle begegnet ihrer Trauer, ihrer Wut, ihrer Angst mit einer Selbsttherapie: der koreanischen Küche. Sie kocht all die asiatischen Gerichte, die sie früher mit ihrer Mutter aß und erinnert sich dabei an die gemeinsame Zeit: an das Aufwachsen unter den Augen einer strengen und fordernden Mutter; an die quirligen Sommer in Seoul; an das Gefühl, weder in den USA noch in Korea ganz dazuzugehören. Und an die Körper und Seele wärmenden Gerichte, über denen sie und ihre Mutter immer wieder zusammengefunden haben."

    4 Sterne für mich, selten habe ich in einer Biografie so sehr die Widmung auf jeder Seite gefühlt.