Beiträge von Estandia

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    http://www.merkur-online.de/nachrichten/we…sel-281815.html

    Solche und ähnliche Berichte habe ich schon öfter gelesen aus Tierschutzkreisen.

    So weltbewegend furchtbar ist das doch aber nicht?! Wer überleben will jagt und frisst nunmal was der Lebensraum hergibt. Nur weil es ein Artgenosse ist, ist das doch nicht abnormal. Kannibalismus in der Tierwelt ist doch nichts ungewöhnliches :???: Hunde passen sich der Umgebung an und wenn die Futterkonkurrenz so groß ist, dann wird das Fressverhalten eben daran angepasst.

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    Habe selbst einen Jagdhund aus Spanien, der jahrelang auf der Strasse lebte. Er würde nie einen kleinen Hund als Beute sehn, ihn sogar fressen. Was für ein Unsinn!
    Ein solcher Hund wäre für mich enorm verhaltensgestört.

    Soweit würde ich nicht gehen. Infantizid ist auch nicht schön - aber trotzdem normales Verhalten. Der Mensch stigmatisiert das Töten und Fressen von Artgenossen so extrem.

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    Ich weiß nicht, ob man kleinen Hunden das quiecken abgewöhnen kann. Ich denke aber, wenn man es als HH schafft, dem kleinen Hund Sicherheit zu vermitteln, dann wird er auch nicht qieckend davon rennen.

    Man kann natürlich "ungünstiges" Verhalten unterbrechen/verhindern und eines "heranziehen", dass für die Situation besser ist, der Hund muss therotisch nur sooft (hintereinander) in dem neuen Verhalten (durch andere Hunde) bestätigt werden, dass er das "falsche" Verhalten komplett ablegt und das Neue auch als besser für sich selbst empfindet.

    Es ist aber auch die Frage was für den individuellen Hund vom Halter her sinnvoller ist. Hab ich nen gegenrell ängstlichen Hund, schütze ICH ihn damit er Vertrauen zu mir bekommt und im Notfall zu mir rennt, habe ich nen Hund der aber ansonsten völlig okay ist und vielleicht nur eine einzige blöde Situation erlebt hat, stelle ich mich nicht schützend vor ihn, sondern lasse ihn ruhige Situationen (durch Management) erleben.

    Generell bin ich aber dann auch ein Freund von Kamera und drittem, kompetenten Menschen :D

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    Nein, das ist ja schon weiter hinten in der Jagdsequenz. Ich meine die Hunde, die gar keine jagdfreie Kontaktaufnahme hinbekommen.

    Meinst du die, die bei Sichtkontakt schon fixieren und anschleichen?

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    Sprich die meisten Rennspiele kippen, oder?

    Das ist glaub ich die häufigste Variante.

    Ich persönlich passe mehr auf, wenn Bokey es mit zwei Hunden zu tun bekommt (und Gruppendynanik ein Thema wird). Ich weiß zudem aber auch, dass er eine höhere Fluchtendenz hat(te), mittlerweile hat er selbst eine Strategie entwickelt, um zu vermeiden Mobbingopfer zu werden. Und auch das ist wichtig, dass Hunde lernen mehrere Strategien auszuprobieren, zu verfeinern, sie zu perfektionieren. Die Kompetenz dafür legt die Genetik, die Aufzucht und letztlich auch der Mensch.

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    Kommt auf den Hund drauf an, aber mit viel training sollte sowas möglich sein. Ob man als Halter eines solchen Hundes aber auch nach einem solchen Training den Hund ruhigen gewisens ohne Mauli wieder laufen lassen kann ist die andere Frage.

    Und Stimmungsübertragung ist wie wir wissen eine große Sache beim Hund.

    Ich denke ja. Aber das ist Arbeit. Wäre die Frage, ob man einfach nur managt und vermeidet oder sich da reinhängt, weil jener Hund mit einem "gefährdeten" Hund täglich Kontakt hat o.ä.

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    Estandia: Du bist doch aus der Ecke, wie stellst Du Dir eine Lösung vor?

    Welche "Ecke"? :lol:

    Es liegt wie alles am Halter :/ Ich glaube, man kann in Welpengruppen "gutes Benehmen" fördern, die jagdlichen Anlagen eines Hundes kommen aber eh erst ab 8 Monaten so richtig zum Vorschein. Auch der Abschluss der Geschlechtsreife ist dabei ein Thema - die ja mix-/rasseabhängig ist. Da gibt's einen Haufen Faktoren zu beachten - wenn man denn wirklich einen Hund hat, der zum töten neigt. Man muss sich auch klarmachen, dass das nichts mit "nicht mögen" zu tun hat, Jagdverhalten ist kein Aggressionsverhalten. Dennoch nehme ich einen Hund, der öfter "über die Stränge schlägt" aus den Spielen heraus, auch wenn jetzt die Gewichts-/Größenverhältnisse nicht sonderlich verschieden sind.

    Es ist nunmal so, dass das Umschlagen ins Beutefangverhalten aus dem Spiel heraus durchaus passieren kann. Meistens denkt man "ohne Grund". Hunde sind nunmal Beutegreifer, sie reagieren auf schnelle Bewegungen, auf Quietschlaute... je höher der Größenunterschied zwischen den Hunden, desto "schneller" kann das Umschlagen passieren. Natürlich liegt das auch am individuellen Hund, nicht jeder Schäfer packt jeden Yorkie. OB ein Hund kleineren gefährlich werden kann, kann man aber an einigen Faktoren "festmachen": Überreaktion bei Ressourcenverteidiung, Hang zur/Ausführung der Endhandlung (Töten und Fressen), gezieltes Aussuchen von "Opfern" auf der Hundewiese, generell schlechte Selbstkontrolle etc. pp. Man sollte sich auch über Spielformen und "Wann Spiel kein Spiel ist" ausgiebig informieren. Lieber einmal zu früh unterbrochen als zu spät. Hunde, die getötet haben, nicht mehr zu kleinen/dem getöten ähnlichen Hunden, höchstens nur noch kontrolliert und ohne Dynamik.

    Edit: Ob das Kennenlernen in HuSchus Sinn macht vermag ich nicht zu sagen. Dabei gehts eigentlich um ständige Kommunikation und Lernverhalten und Kontrolle durch den Menschen, das fällt eigentlich alles weg, sobald der Hund wirklich jagt und zupackt.

    Ich bin der Meinung der Senior wird geschützt und wer sich nicht zu benehmen weiß wird runterprivilegiert. Junior darf nicht mehr auf die Couch, hat sich vom Alten fernzuhalten und bekommt ein paar Ruhe und Zurücknehm-Übungen im Haus "aufgebrummt". Wenn er versteht, dass DU Grenzen setzt und er diese einhält, kann man den Gürtel auch wieder lockern. Aber sobald ein Mitglied des "Rudels" unter einem anderen leidet wäre bei mir Schluß mit lustig. Kastrieren wäre für mich kein Thema, sondern schlichtweg Erziehung.