Herzlichen Glückwunsch zum neuen Familienmitglied schonmal vorab 
Ein sensibler Hund kann Fluch und Segen zugleich sein. Zum einen ist die Erziehung einfacher, weil der Hund vom "Grundgerüst" ruhiger und abwartender daherkommt und du vllt. nur einmal "Sitz" sagen musst und Hundi das eben nicht hinterfragt, andererseits ist es schwieriger, da sensible Hunde viel viel stärker über Körpersprache "arbeiten" und auf jede noch so kleine Augenbrauenbewegung ihres Menschen reagieren!
Bist du mit anderen Hunden unterwegs und bekommt ein anderer Hund von seinem Halter eine gröbere Ansage, kann dein Hund das auf sich beziehen und als "schlechte Erfahrung" verbuchen. Ist es ein Hund, der sich nicht so traut was zu tun oder etwas auszuprobieren und sich lieber aus den hinteren Reihen das Geschen ansieht, muss man stärker motivieren, um den Hund aus der Reserve zu locken. Ich kann dir nur raten, wenn du wirklich einen sensiblen Verteter bekommst, fördere sein Erkundungsverhalten, damit er nicht irgendwann einfach nur nebenherläuft. Er mag länger brauchen, um richtig zu spielen, aber biete ihm die verschiedensten Dinge an, damit er Vorlieben aufbauen kann, auch wenn es so aussieht, als wenn sich Hundi für nix so wirklich interessiert.
Sensibler Hund heisst aber nicht automatisch Mutterhündchen oder Angsthase. Es kann auch ein kleiner Stratege bei dir einziehen, der andere Hunde "vorschickt", um sich selbst "nicht schmutzig" zu machen. Und WENN du eine Welpengruppe besuchst, sprich vor dem ersten Besuch mit dem Trainer. Sensible Hunde sollten nicht sofort in den bunten Haufen "geworfen" werden, sondern sich in IHREM Tempo die Sache erstmal von aussen (!) betrachten dürfen.