Beiträge von Estandia

    Ich kann hierzu n bissl Senf zugeben :D

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    Es sollte aber kein Hund sein, der absolut jeden Tag extremst viel Bewegung braucht, er sollte auch mal mit ner schönen Gassirunde zufrieden sein, und er sollte in der Wohnung nicht allzusehr aufdrehen.


    Das ist eigentlich keine Frage der Rasse sondern der Erziehung. Menschen neigen oft dazu zu viel mit dem Hund zu machen und übersehen, dass der Hund schon über den "Müdigkeitspunkt" hinaus ist. Es gibt einen sehr treffenden Spruch "nach Müde kommt blöd" und viele Halter denken, der Hund sei unterbeschäftigt und fahren ein tägliches Hochschulprogramm, dass an Quälerei grenzt. Das erste was der Hund lernen sollte, ist Ruhe - arbeiten kann man später immer noch, wenn der Hund sich eingelebt hat.

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    - lieber nicht allzuviel Jagdtrieb (bisschen ist ok, aber man sollte es auch als Anfänger kontrollieren können)


    Dann nimm auf jeden Fall (meine persönliche Meinung) Abstand vom FlatCoated! Die Retrieverrassen sind reine Jagdhunde, bei einem guten Züchter kannst du gemäßigte Hunde bekommen aber auch wirkliche Jagdsäue, selbst unter den "Show-Linien". Trotzdem halte ich Labbi und Goldi aus einer seriösen Zucht für sehr familiengeeignet! :smile:

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    Die größten Kritiker von Cesar sitzen in Deutschland (Europa) und das sind meist die, die eben die Unterschiede der "Wertstellung" Hung und der Hundehaltung allgemein und auch der Hundegesetze in den USA nicht bewusst sind.

    och es gibt auch "da drüben" große Kritiker :hust:

    Ich mit Hund auf dem Fußgängerweg unterwegs. Vor mir eiert eine Frau umher, die sich mehrmals irgendwie den Schnürsenkel richten muss. Mir entgegen kommen dabei noch Radfahrer, ergo befinde ich mich zwar direkt hinter der Frau, will sie aber schon rechts überholen und habe den angeleinten Hund links von mir. Da kommt sie aus ihrer halben Hocke wieder hoch und sieht Bokey auf Höhe ihres Schienbeins, prompt fällt ihr was schlaues ein "Na, der beisst mir doch jetzt nicht in die Wade?" Ich darauf "Heute nicht." :muede:

    Eingreifen? Ja! :D

    Allein schon aufgrund, dass es dem Älteren "irgendwann mal reichen sollte". Kein Hund sollte unentwegt von einem anderen bedrängt und getriezt werden dürfen. Der Jüngere lernt, dass auch Du Grenzen setzt und der Ältere lernt, dass er sich auf dich verlassen kann und beiden somit Sicherheit gibst.

    Hallo :smile:

    Ich würde euch raten, dem Hund Geschirr/Halsband mit einer Hausleine dranzumachen. Die Leine sollte keine Schlaufe haben und so lang sein, dass sie zwar auf dem Boden schleift, aber ihr nicht andauernd drauftretet. Und dann, JEDES MAL, wenn der Hund zu euch kommt, euch im Weg liegt, aufsteht, von wo er nicht aufstehen sollte, kommentarlos Leine nehmen und den Hund zu seinem Körbchen führen und ihn dort ablegen - evtl. ist auch sinnvoll, den Hund dort anzubinden, damit er dort erstmal verbleibt. Das könnt ihr beide machen, er soll euch beide respektieren und merken, dass er sich bei euch beiden gleich verhalten muss und ebenso von euch beiden gleiche Konsequenzen folgen. Streicheln, Knuddeln, Nähe - wird nur noch auf Einladung erlaubt. Anfang und Ende bestimmt ihr, drängt der Hund sich zwischen euch, mit Leine wieder zum Platz führen. Winseln, Rumgejaule, Übersprungshandlungen ignorieren - WENN es nicht zu massiv wird - ist der Hund ruhig, bekommt er eine Belohnung (das kann auch nur ein nettes Wort sein).
    Allerdings vermag ich nicht zu sagen, ob das bei einem 15jährigen noch alles so machbar ist, wenn sich sein Kontrollverhalten schon über Jahre verfestigt hat. Wenn er arg in Stress gerät, ganz kleinschrittig vorgehen. Wenn sich sein Verhalten bessert, können die "Regeln" auch wieder gelockert werden.
    Natürlich solltet ihr auch das "als erster durch die Tür gehen" unterbinden. Wenn es geht, Hund absitzen lassen, Tür öffen und selbst erst durchgehen, dann den Hund rufen. Springt der Hund vorher auf, Tür zu und wieder ins Sitz. So oft wiederholen, bis der Hund sitzenbleibt, nicht lauter oder "böser" werden, sonst wird's ein lustiges Aufmerksamkeitsspiel für den Hund. So eine Warteübung kann man auch mit dem Futternapf machen. Bevor er ihn bekommt soll er einmal absitzen und darf auf Kommando dann fressen.

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    Dabei hat der Hund immer die Wahl, sich für das Futter zu entscheiden oder eben nicht. Das funktioniert natürlich nur, wenn abends nicht der vollen Napf zuhause steht.

    Bei uns funktioniert das auch MIT gefülltem Napf daheim :D Ich persönlich tue mich da n bissl schwer, den Hund über ein Grundbedürfnis zur Zusammenarbeit zu "verdonnern". Ich setz da auf Freilligkeit und wenn der Hund mal nicht kann wie ich gern möchte, sollte er dennoch keinen Schaden durch "Hunger schieben" davontragen.

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    wie macht ihr das?
    füttert ihr zu festen zeiten oder wenn euer hund hunger hat?
    oder gibts hier hundebesitzer, die ihrem hund das futter ebenfalls zur freien verfügung überlassen? und wenn ja, warum?

    In der Woche gibt's die Tagesration frühs irgendwie zwischen 7 und 9 Uhr. Das passt mir einfach am besten und es hat sich rausgestellt, dass es auch für den Hund entspannter ist, als wie früher abends um 7. Am Wochende gibt's Futter irgendwann, je nachdem wie lange ich schlafe :rollsmile:
    Da der Hund nur einmal am Tag was bekommt gibt's auch keine Probleme von wegen mäkeln und nicht auffressen :D
    Hungrig ist er eh immer, er bekommt eine Ration, die auf sein (mein) Wunschgewicht zugeschnitten ist und nicht soviel wie er gerne fressen möchte :lol:

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    vll ist es nur noch nich so publik wie bei hunden?

    Das Ding ist auch, die überflüssigen Katzen werden ausgesetzt und verwildern innerhalb von wenigen Tagen komplett. Die könn(t)en sich auch, dank des vollständig erhaltenen Jagdverhaltens, selbst ernähren. Durch das Verwildern werden sie sehr scheu und die Öffentlichkeit sieht das Problem einfach nicht so deutlich, als wenn Hunde rumstreunen. Die Katzentierschutzvereine beklagen aber Dunkelziffern von Streunerkatzen, das ist nicht mehr schön :/ Hier in der Nachbarschaft hängt z.B. 2 mal im Jahr ein Schild am Hoftor, wo es nebst "Frischen Eiern" auch "Perserkätzchen" zu erstehen gibt.

    Haaach es gibt ein sehr schönes Video dazu, wie man sowas (Impulskontrolle) trainieren kann, aber mir fällt nicht ein wo und wie :tropf:
    Es gibt aber diese "einfache" Faust-Übung, die du probieren könntest. Es geht einfach darum, dass der Hund mal ruhig sitzen bleibt, OBWOHL sich da eine Hand mit Leckerli vor seiner Nase befindet.
    Also Leckerli in Hand, Hund zeigen und sobald er ran will Faust machen. Wenn der Hund ablässt und eine Milisekunde ruhig ist, Faust öffnen damit er das Leckerli wieder sehen kann - gleiches Spiel wenn Hund wieder aufspringt und sich das Futter einverleiben will. Sobald der Wauz nicht sofort zuschnappen will und du deine Hand offen lassen kannst, bekommt er das Futter.
    Bei Hunden, die alles mögliche ausprobieren und an der Hand sogar kratzen und nagen würden, Hund ohne Kommentar ruhig etwas zurückschieben. Hand nicht panisch wegziehen, sonst wird's ein lustiges Spiel für den Hund. Er soll merken was nicht geht aber dennoch Freiraum haben, um sich was anderes auszudenken und das soll eben erstmal das ruhige Warten sein.