Beiträge von Estandia

    Zitat


    Gehst Du da vielleicht zu großschrittig vor?

    Wär auch meine Frage. Mit nem Hund der eh schon sehr erregbar ist, würde ich viel länger die "eigentlich gut sitzenden" Übungen trainieren und nur minimal schwieriger werden. Ebenso würd ich über variable Bestätigung arbeiten, falls du es nicht eh schon tust. Um Frust zu vermeiden müsste der Hund viel öfter und schneller Erfolg haben, aber eben auch GENAU wissen, wann er etwas "falsch" gemacht hat. Bei uns ist das z.B. ein Marker für "diese Chance hast du dir verbaut aber versuch es weiter". Ebenso kann es hilfreich sein, einen anderen Hund "mitzutrainieren" der die gewünschten Verhaltensweisen sicher zeigt. Dein Hund müsste aber dennoch "Nr. 1 " bleiben, das Training beginnen, öfter drankommen und auch die letze Übung ausführen. Nach dem Impulstraining würd ich auch keine "höherwertigen" Übungen oder Spiele machen, vor allem nix dynamisches. Eventuell würd ich sogar vor und nach der Impulskontrolle etwas schwierige, ruhige Suchspiele machen.

    Zitat

    Hi, wollte mal fragen, ob ihr euren Hunden ab und an mal was vom Tisch und eurem Esse abtretet? :p


    Nö. Ich nicht. Aus dem einfachen Grund, weil ich immer aufesse und keinen Tisch habe :D

    Zitat

    direkt am tisch gibts nichts, mir reicht's schon, dass diego kaum an sich halten kann, wenn wir essen, weil er weiß, dass er die reste kriegt.


    Bei uns GENAU DASSELBE bei Familienessen. Dank meiner Mutter :roll: :D

    Zitat

    Ich hatte heute auch eine Situation:

    Meine Schwester kam mit ihrem neuen Freund (meinem Hund unbekannt) Zu Besuch. Bailey hat ihn angeknurrt und gebrummelt. Habe sie dann auf ihren Platz geschickt, von dem sie uns aber sehen konnte, und wenn sie ruhig war durfte sie zu uns kommen. Er wurde vorsichtig beschnuppert, bei weiterem Brummeln musste sie wieder auf ihren Platz. Zum schluss war sie ihm gegenuber ruhig, hat sich aber nicht anfassen lassen ( muss sie ja auch nicht)
    So nun bitte eure Meinungen.

    Lg

    Wenn sowas bei uns vorkam hab ich mich kommentarlos und ruhig zwischen fremde Person und Hund gedrängt und hab den Hund etwas "weg getrieben", damit er nicht mehr in die Verlegenheit kam, knurren zu müssen. Bei Bokey war es bisher immer defensiv, er wollte, dass v.a. Männer ihm fernblieben. Ich fand's wichtig, dass er sich notfalls immer weiter zurückziehen konnte und nicht im Körbchen (was bei uns in eine Ecke steht) bleiben musste. Er wäre ja nie von allein auf den Fremden zugegangen, von daher ließ ich ihm immer die Wahl wie weit und wohin er sich in der Wohnung zurückziehen wollte, um sich wieder entspannen zu können. Andererseits kam es auch schon vor, dass ich in weniger "kritischen" Situationen ihn einmal an der Person hab schnuppern lassen und ihn dann sofort ganz nett ins Körbchen geschickt hab, ohne dass er geknurrt hatte. Ein weiteres Beschnuppern gab es dann aber nicht nochmal. ICH hab halt gesagt, 'komm her, schau nach und jetzt regel ich das alles, du wirst nicht mehr behelligt werden' :D

    Zitat

    Hätte ich anders reagieren sollen?


    Ich wüsste nicht wie bzw. hätte ich auch nicht anders gehandelt. Ich persönlich hätte nur schon vorher die Bedingungen im/am Agi-Parcour anders gestaltet, aber das ist auch nur so eine Handlungweise von mir, dass ich mit meinem Hund immer den Weg der geringstmöglichen Reibung gehe - gerade weil ich auch nen verwunschenen Schäferhund hab :D

    Blue war eben zu nah am Schäfer (sogar noch mit Beute), dem hat's nich gepasst und hat (deiner Beschreibung nach) nen Schnauzgriff angewandt. Für mich der andere wichtige Punkt, der Schäfer hat abgelassen und somit ordentlich geregelt. Manche Bomben platzen eben. Beim nächsten Mal managt man das vielleicht alles n bisschen anders oder der eigene Hund bleibt von sich aus dem Schäfer fern :smile:

    Zitat

    Sagt mal, wie macht ihr das denn beim Rückruftraining.
    Ihr ruft, euer Hund markiert erst was und kommt dann. Trotzdem belohnen? Eigentlich ja nicht, ich will doch, dass er sofort kommt, oder?
    Bin da grad ein wenig unschlüssig, wenn er nämlich fertig markiert hat, kommt er ratz fatz angerannt und das zu 99%. Ein zweites Mal rufen brauche ich da nicht. Trotzdem nervt es eigentlich.

    lG

    Am Anfang würde ich alles belohnen. Auch das Kommen NACH dem pieseln. Er entscheidet sich ja dennoch zu kommen. Später würde ich nur noch die perfekten Ausführungen belohnen, die dann aber auch höherwertig. Kommt der Hund sofort OBWOHL er gerade pinkeln wollte, gäbs bei mir nen Jackpot. Andererseits rufe ich aber auch nicht, wenn der Hund offensichtlich gerade ne Stelle zum pieseln sucht. Ich bin eher so veranlagt, dass ich in Situationen rufe, wo der Hund zu 99% kommen wird, so macht der gar nicht erst die Erfahrung, dass er ja auch später kommen könnte bzw. wenn ich mal gerufen habe es irgendwie doch nichts zur Belohnung gibt.

    Zitat

    Jetzt haben wir in letzter Zeit öfter mal Möpse oder Französische Bulldoggen getroffen und da ist es das gleiche, aber nach einem kurzen Augenblick fängt meine an Vertreter dieser Rassen zu mobben.


    Wie äußert sich das mobben? IST es mobben oder eher pöbeln, weil dein Hund denkt "ey der mops pöbelt mich an, also pöbel ich zurück"?

    Zitat

    Wir haben jetzt im Real life schon einige Male diskutiert woran es liegt:
    Ist es die Atmung? Weil sie so schnaufen?Oder das Knautschgesicht, daß sie nicht sauber über ihre Mimik kommunizieren können?

    Oder ist es die Kombination aus beiden?


    Kann sein, kann nicht sein :D WENN die angesprochenen Rassen hörbar schnaufen kann das vom anderen Hund durchaus als offensive Drohung verstanden werden, da es nunmal in den Bereich der Aggression fällt - auch wenn der Mops einfach mal gar nicht in die Intention hatte. Die Gesichtsmimik tut ihr übrigens. Das ist einfach mal so. Die Frage ist doch nur, wie mein eigener Hund damit umgeht. Denn DEN kann ich ändern, Möpse wird's immer geben, genau wie deren verständnisvolle oder weniger verständnissvolle Halter :D

    Zitat

    wo ihr eure Meinung rauslassen könnt, warum euer Hund jagt, oder warum eben nicht.


    Ich glaube mein Hund jagt nicht, weil er zum Zeitpunkt der Entwicklung und Verfeinerung des Jagdtriebes nicht die erforderlichen Reize und deren Bestätigung bekommen hat. Für ihn war es nicht wichtig Wild nachzugehen bzw. denke ich, dass es für ihn gar nicht möglich war als Straßenhund unter den damaligen Bedingungen.

    Zitat

    Hier geht es evtl um die Motivation des Hundes, aber auch um die Erziehung, habt ihr dem ganzen vorgebeugt? Wenn ja wie? Habt ihr es nicht getan weil ihr dachtet es ist ja ein Hütehund und kein Jagdhund? Hattet ihr vielleicht einfach keine Ahnung?


    Bokey hat überhaupt keine Motivation was eigenständiges Jagen angeht. Er sucht nicht nach Reizen. Er springt auf keine Bewegung an. Er erschnüffelt keine Fährten. Er lauscht nicht nach Geräuschen im Unterholz. Er gräbt nicht gezielt nach Getier in der Erde...
    Dennoch darf und soll er das mit mir zusammen machen. Das fordere und fördere ich schon weil's einfach Riesenpaß macht, der Hund schön arbeitet und es einfach eine unglaubliche Bereicherung des Alltags ist. Angeblich sind ja 3 Jagdhundrassen in/an Bokey beteiligt und deren Talente kommen zwar durch, aber eben nicht unkontrolliert oder in einem unhändelbaren Maß. Wenn man so will, kann man eigentlich sagen, dass Bokey eine hohe Motivation hat zu jagen, um danach von mir oder durch mich (extra) belohnt zu werden. Aber er hat irgendwie offensichtlich nie die Erfahrung gemacht, dass jagen eigentlich selbstbelohnend ist. Ich bin ganz froh, dass er das nicht weiß :D

    Bei uns gibt es
    "Nein" als Abbruchsignal,
    "Schluss" beendet Spiele oder Übungen und
    "Schade" sagt dem Hund, dass er sich mit dem gerade gezeigten Verhalten die Chance auf Futter verbaut hat, er es aber gern nochmal anders versuchen kann :D
    Ein Signal für komplett verbotene Aktionen hab ich gar nicht :???: Alles was der Hund nicht darf, hat er einmal beigebracht bekommen aber eben ohne Auftrainieren eines Hör- oder Sichtzeichens und eben auch nicht über positive Verstärkung.

    Ich würd anfangs einfach aus dem Dummy füttern, ohne Werfen. Dann mit dem Ding lustig über den Boden wedeln, zeigt sie Interesse und will irgendwie ran und mitmachen, wieder sofort mit nem fetten Lob füttern.

    Zitat

    Dieses "Spiel" ist für sie natürlich ultralangweilig, weil für "auf halben Weg fallenlassen" gibt's kein Leckerli aus dem Dummy.

    Würd ich anfangs drüber hinwegsehen, Hund locken, ruhig nochmal aufnehmen lassen. Feilen kannst du später immernoch dran. Wichtig ist erstmal nur, dass der HUnd viel Erfolg hat und das Teil klasse findet mit möglichst wenig Korrekturen.