Ich musste grad nochmal nach dem eigentlichen Problem suchen 
Ich schreib mal hierzu was:
Zitat
Wie kriege ich das hin das er mir auch außerhalb einer richtigen Übungssituation Aufmerksamkeit schenkt und Kommandos befolgt?
Ganz grob, indem er nicht mehr zwischen "üben" und "nicht üben" unterscheiden kann.
Ein Hund weiß ganz genau WANN man Leckerchen/Spielzeug dabei hat. So geht der schon mit einer anderen Erwartungshaltung aus der Tür. Dann kommen auf dem Spaziergang Fixpunkte, wo der Halter - und mag es nur ein einziges Mal gewesen sein - irgendwas interessantes gemacht hat. Wieder kommt der Hund in eine Erwartungshaltung, wird diese nicht erfüllt, wird der Hund aufhören an diesem Punkt etwas zu erwarten - wird sie erfüllt, macht der Hund begeistert mit. Danach kommt ein Abfallen der Erwartungshaltung, der Hund hat sich aufregen und abregen dürfen - gemäß dem Motto "taucht in einem Krimi eine Pistole auf, wird sie auch abgefeuert".
Was du möchtest (so lese ich das zumindest) ist "sich das Beherrschen können von innen heraus". Auf Kommando sitzen und warten bis Hund den Ball suchen darf ist was anderes. Wenn der Hund gelernt hat sich trotz starken Reizen zu beherrschen (und das ist einfach Fleißarbeit bei der man Reize steigert) dann nimmt der Hund seine Umwelt und deren Reize einfach mal als gegeben hin und wird sich in einer ruhigeren Art und Weise mit diesen auseinandersetzen, wenn er denn überhaupt muss und will.
Es geht nicht darum wer oder was spannender ist, so bringst du dich nur in einen Wettbewerb mit externen Reizen, gegen die keine "Wurst" ankommt 
Hunde lernen am besten mit mehreren, kurzen, adäquaten Trainingseinheiten über den Tag verteilt. Komplexität und Abwechslung sollte dabei im Vordergrund stehen. Lass den Hund spielen, biete ihm doch verschiedene Spielzeuge an, die er ohne Regeln und Kommandos bearbeiten darf. Verschiedene Objekte fördern verschiedene Handlungen vom Hund und sprechen verschiedene Gehirnregionen an. Für's Training sind Eindeutigkeit, klare Körpersprache, gutes Timing von Vorteil. Beles dich doch mal zu variabler und differenzierter Belohnung. Das kann schon viel ausmachen. Auch Kommandos "unter Signalkontrolle bringen" ist ein gutes Stichwort.
Wenn du weisst, dass der Hund eben genau in den beschriebenen Situationen dir nicht "zuhören" kann, lass es. Beobachte ihn und sprech ihn an wenn er mental wieder bei dir ist. Die Kommandos, auf die er nicht in ALLEN Situationen einwandfrei hört, würd ich vergraben und mit anderem Kommando neu trainieren.