Beiträge von Estandia

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    Also so schnell wie manche Hunde dabei sind, hat das Gegenüber gar keine andere Wahl als unten zu liegen.
    Klar, irgendwo reagiert der Unterworfene auch, aber die Aktion geht ja vom anderen aus, der den anderen körperlich unterwirft.

    Klingt für mich nach der logischen Konsequenz auf das Missachten von Drohsignalen. Und dass ein überraschter oder schwächerer Hund nach so einer Attacke auf dem Rücken liegt ist auch nur verständlich, wenn der umgeworfen wurde. Das heisst doch aber nicht, dass er das nicht trotzdem kacke findet oder nicht versucht davonzukommen. Das ist für mich eine normale aggressive Auseinandersetzung mit Bewegungseinschränkung wie sie tausendfach täglich zwischen verschiedensten Hunden passiert.

    Für mich hat das weder was mit "einordnen" noch "unterwerfen" in dem Sinne zu tun, "damit der Liegende weiß wo sein Platz in der Hierarchie ist" oder sonstwie einen Rang aufgedrückt bekommt.

    Beziehungen unter zusammenlebenden Hunden werden meiner Meinung nach anders gebildet, gefestigt und aufrecht erhalten. Um mal wieder auf das "Rudeltier" zurückzukommen :hust:

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    Also ein Wurfbruder von Logray ist auf seinen Bruder losgegangen und hat ihn mal so aufs Kreuz gelegt.


    Das wäre doch gehemmte Aggression mit Körperkontakt.

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    Außerdem macht das eine Hündin mit den Welpen auch schonmal, die unterwerfen sich nicht, sondern werden unterworfen.

    Warum unterwerfen sich Welpen der Mutterhündin nicht? :???: Aktive Demut ist doch ein sozio-positives Verhalten und soll Aggressionen dämpfen und Bindungen stärken und Nähe aufbauen etc. pp. Jedenfalls dachte ich das immer. Laut Literatur gibt es doch gar kein "unterworfen werden" - Passive Demut/Unterwerfung heisst doch so weil der Hund passiv ist und auf dem Rücken liegt und eben - passiv - nichts macht und wartet, nicht weil er dazu gebracht wurde - hinlegen tun sich die "Unterlegenen" doch bei beiden Arten freiwillig?!

    oh dass Hunde andere Hunde umschmeissen/drüberstehen/niedrringen bezweifel ich auch nicht, das hat aber nichts mit Aktiver oder Passiver Demut/Unterwerfung zu tun?!

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    das nächste Mal wenn wieder ein Hund einen anderen aktiv unterwirft!!! filme ich das mal. Müsste ich ja berühmt mit werden, scheinen ja spektukulären Anomalien zu sein.

    Hast du das schonmal gesehen und kannst das mal beschreiben? In welchem Zusammenhang oder aus welcher Situation entstand das?

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    Beispiel: Hund will Blumen ausbuddeln. Ist es ein sensibler Hund kann ein entsprechende Hey genügen und Hund lässt es, ohne dazu eine Strafevkennenlernen zu müssen. Außer das Hey wird jetzt schon wieder als Strafe erklärt.

    Demnach ist doch ein "Hey" für einen sensiblen Hund eine Strafe. Verhalten unter- oder sogar abzubrechen als Konsequenz auf's "Hey" kann (mMn) ja nur aus einer momentanen Verunsicherung entstehen. Wenn der Hund das Verhalten nicht wieder aufnimmt, ist es ein Zeichen (für mich), dass der Hund aus dieser für ihn unangenehmen/uneinschätzbaren Situation raus will, um wieder einen entspannten Zustand herzustellen :ka:

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    Ich kann ja schlecht von jemand verlangen, dass er meinen Hund konfliktfrei hinbekommt, wenn er/sie es beim eigenen Hund nicht schafft. :???:

    Obwohl unsere Trainerin damals einen problematischen Hund hatte, stand das bei mir nicht zur Debatte und war auch kein Ausschlusskriterium. Wichtig war mir nur, dass sie erklärt was das Problem ist und dementsprechend managt. Genau das muss ICH ja auch tun, wenn MEIN Hund problematisch ist. Also ich suche meinen Trainer nicht danach aus, wie gut dessen Hund spurt :D

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    So wie ich es verstanden habe lautete die Begruendung:

    Da Terrier sehr eigen sind, muss man sich intensiver mit denen beschaeftigen...und da die gerade sehr viele Welpen haben, koennten die sich auf einen Terrier nicht konzentrieren :mute:

    Die haben echt klasse Angebote da, aber so jemand bekommt kein Geld von mir.

    Da haben sie sich wohl selbst ins Bein geschossen :lol: Ich hätt ja verstanden wenn sie sowas gesagt hätten wie "die maximale Gruppengröße ist erreicht, bei mehr Teilnehmern können wir kein qualitativ hochwertiges Training mehr garantieren" oder so :ugly:

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    Worum es mir geht: Denkt ihr ein guter Hundetrainer muss auch bereit sein außerhalb von Stunden und Training seinen Kunden entstandene Fragen zu beantworten?

    Ich denke bis zu einem gewissen Komplexitätsgrad - ja. Also Fragen die schnell ohne viel Nachdenken beantwortet werden können und der Trainer euch regelmäßig im Training hat/hatte. Bei nem Hund der mit seinem problematischen Verhalten Dritte gefährdet würde ich eher Fragen, die sich wirklich darauf beziehen UND sich (schnell) häufen weil aus einer Frage sich 2 weitere ergeben, sammeln und in einer Einzelstunde angehen. Trainer haben ja auch nicht unendlich Zeit, manche antworten vielleicht lieber später als zwischen Tür und Angel nen halbherzigen "Abspeise"-Tipp zu geben. Hinzukommt, dass der Trainer damit eigentlich kein Geld verdient aber trotzdem sein Wissen und Erfahrung weitergibt.