Beiträge von Estandia

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    Ahja, Hunderassen die seit Jahrzehnten auf Gruppenhaltung selektiert werden sind also alleine glücklicher. Womit belegst du das?


    Ging es nicht um Ausnahmen? Dass es "Ausreisser" in jeder Rasse gibt ist doch wohl klar :???:

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    Aber ich denke schon, dass sich Züchter nicht umsonst die ganze Mühe mit der Selektion gemacht haben, wenn dann doch jeder Meutehund lieber alleine wäre.

    Heute gibt es diese Selektion doch gar nicht mehr, Zuchtziele sind oder waren doch erreicht. Was heute so alles gehalten wird, hätte früher als Gebrauchshund keinen Tag überstanden :ka:

    Ich würd dem Hund die Möglichkeit nehmen "unter die Couch zu flüchten". Nur das erstmal, nicht den Hund locken oder bedrängen, einfach schauen was er anstelle des Versteckens unter der Couch macht. Verstell die Couch einfach so, dass er keinesfalls runter kann und du nicht eingreifen und ihn doch dran hindern musst.

    Ich hätte einfach Bedenken, dass mein Hund die gesamte Fütterungssituation (oder Futter im allgemeinen) langsam aber sicher als negatives Ereignis erlebt und dem Stress, der sich schon vor der eigentlichen Fütterung aufbaut, immer mehr/stärker entgegengewirkt werden muss.
    Ich könnte nach einigen "Hin-und-Her-Fehlschlägen" nicht mehr sagen, ob mein Hund wirklich entspannt ist und ob das Sitzen und Warten nicht doch unter Spannung steht. Selbst wenn mein Hund allein sitzt und wartet, heisst das nicht, dass er das mit Hund 2 und 3 später genauso gut kann. Dann kann ich das auch trainieren, wenn wirklicher Handlungebdarf besteht unter Realbedingungen. Da ich es ja eh bei beiden Hunden trainieren müsste könnte ich mir später das "Lernen durch Nachahmen/Abschauen" zu Nutze machen.

    Mein Hund macht das auch :pfeif:
    Der wiegt aber nur 16 kg und schubst (ähhh rempelt *hihi*) den Aufreiter auch sehr gekonnt und einmalig vom "Geschädigten" runter.
    Ich erlaube das insoweit wie das Kräfte-/Masseverhältnis gleichwertig ist und der Stresser eben in "unsere" Gruppe reingepoltert kommt. Bokey rennt nicht woanders hin und schubbst da lustig wen umher :ugly:
    Es ist auch vorhersehbar, dass Bokey gleich mal wen vom hohen Ross rempeln wird, er kommunziert sauber und warnt deutlich vor. Nur die blinden Reiter sehen und hören ja meist nix mehr wenn sie ihr Opfer oder eine Rüdin erspäht haben :roll:

    Ich schreib mal spontan hier zu was :smile:

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    Baustelle 3: Hinter mir warten

    Der Trainer meinte ja, es wäre sinnvoll, wenn sie nicht mehr vor mir läuft und alle abcheckt und eben zuerst begrüßt. Sie soll hinter mir warten, bis ich die Situation abgeklärt habe. Auch damit ich im Freilauf andere Hunde besser blocken kann, wenn ich merke, dass sie unsicher ist. Moe denkt aber gar nicht daran, im Sitz hinter mir zu bleiben, wenn jemand kommt (egal ob Mensch oder Hund). Es fällt mir schwer sie zu händeln und sie zu blockieren in solchen Situationen. Wie kann man das am besten üben?

    Also, sie soll hinter dir warten. Wie sieht das aus, RICHTIG hinter dir, dass du nicht sehen kannst was sie macht oder eher so halb, damit du aus dem Augenwinkel siehst, ob sie vorkommt? Soll sie (immer) sitzen oder nur hinter dir "bleiben"? Wenn das noch nicht so sicher ist oder du mal so mal so zufrieden (oder eher unzufrieden) bist, entscheide dich für eine bestimmte Position an einem genau definierten Ort (bspw. Sitz mit Schulterkontakt am Knie).

    Bei einem Sitz würd ich ganz normal an der Generalisierung arbeiten und das Kommando unter Signalkontrolle bringen. Also immer und überall bombenfest, ob du dich bewegst, ihr grad stillsteht, du die Wohnung putzt, du im Kreis um sie rummrennst oder mal 2 Minuten das Zimmer verlässt - üben üben üben bis es ihr zum Hals raushängt :D DANN kannst du damit rausgehen und weiterüben und ganz langsam die Anforderungen steigern. Wenn sich die Umwelt ändert, musst du andere Parameter erstmal runterschrauben. Sie steht auf, weil sie es noch nicht besser kann, nicht weil sie keinen Bock hat - alles was um sie geschieht ist einfach noch ein bisschen zuviel auf einmal. Weil es in diesen brenzligen Situationen öfter zu Misserfolgen kommt, dauert das Training auch länger und scheint so gar nicht voranzugehen.

    Dann sag ihr WO sie sitzen soll. Ich lass meinen Hund NEBEN mir sitzen, da ich weiß, dass er nicht aufstehen wird. Er ist relativ klein, also muss ich seine Nase an meiner Hand spüren, um zu wissen wo er ist (wir haben das per Nasentarget trainiert). Damit fällt das Rumdrehen (und das evtl. wiederverlangen vom Kommando/Handling) weg, ob und wo er sitzt.

    Macht dein Hund Theater tritt auf die Leine - nicht so dass er zu Boden gezogen wird, sondern einfach nicht springen oder vorlaufen kann - und lass ihn rumhampeln. So entsteht zumindest kein Gegendruck/Gezerre an der Leine/HB, wenn du versuchst sie zurückzuhalten. Gib auch keine Kommandos im Feuer des Gefechts - wenn Moe etwas runtergekommen ist, kannst du ihr ein Sitz abverlangen, die Leine aufnehmen und mit einem freundlichen Auflösewort weitergehen.