Laura Purcell – The Silent Companions / Die stillen Gefährten
England, 1865.
Elsie ist frisch verheiratet, aber auch frisch verwitwet. Im Begriff ihr Jahr der Trauer zu beginnen, zieht sie mit Sarah, der Cousine ihres verstorbenen Mannes, in das alte Herrenhaus seiner Ahnen ein, will sie hier doch ihren Mann zur Ruhe betten und ihre Schwangerschaft durchstehen. Die wenigen Bediensteten sind argwöhnisch und wortkarg, die Leute der Umgebung feindlich gesinnt. Elsie hat große Not sich an das desolate Haus und die unerfahrenen Beschäftigen zu gewöhnen, da findet sie eines Nachts auf dem Dachboden ein 200 Jahre altes Tagebuch, nebst einer lebensgroßen Holzfigur, wie sie im 17. Jahrhundert vielfach als Dekorationen verwendet wurden. Diese Holzfigur sieht Elsie allerdings erstaunlich ähnlich ...
In drei Zeitebenen wird hier eine recht spannende und komplexe Gothic Horror/Mystery-Geschichte erzählt, die stilsicher mit einem guten Tempo und so einigen Twists daherkommt. Man fängt an niemandem zu trauen und verdächtigt irgendwann jeden. Das Ende fand ich zufriedenstellender als bei "Der Schattenriss", da hier die lange Entwicklung der Geschehnisse besser herausgearbeitet war.