Beiträge von Estandia

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    Ich denke einfach, dass wenn ich Ruby beigebracht hätte, dass drinnen machen eher doof ist (per Abbruchsignal), sie es schneller verstanden hätte

    A) Wenn es "doof" wird für den Hund fängt der an HEIMLICH reinzumachen. Er versteht nicht WARUM es doof wird für ihn, da pinkeln nichts schlimmes für ihn ist. Es gibt einfach keinen Zusammenhang. Man muss einfach hinterher sein, öfter rausgehen, regelmäßig rausgehen und genau schauen, ob der Hund auch wirklich draussen macht, was er soll. Wenn ich eine doofe Konsequenz nutzen muss/möchte, heisst das, dass es schon zu spät war. Der Hund konnte "Pinkeln im Haus" praktizieren und er lernt mit jedem Mal besser wo und wie und wann. Doof werden muss ich in dem Moment wo es passiert und zwar jedesmal, das kann man nicht gewährleisten. Demnach werden die Male, wo der Hund ungehindert "davonkommt", verstärkt. Und ein operant erlerntes Verhalten, dass über variable Verstärkung trainiert wurde ist am schwersten zu löschen. Egal ob ich das wollte oder nicht. Der Hund tut das was sich lohnt.

    B) Abbruchssignal. Was sagt das Abbruchsignal? Unterlasse was du tust (und tue etwas anderes). Aber was? NICHT PINKELN? Der Hund MUSS pieseln - er kann es nicht einfach sein lassen. Wenn er dann noch das Verhalten raten muss, dass er stattdessen tun soll, ist es umso schwerer für ihn.

    C) Abbruchssignal. Wie wurde es trainiert? Ein normal trainiertes Abbruchssignal gibt einem Hund vor, was er stattdessen tun soll. Und das heisst nicht, dass ich erst Nein sage und dann was anderes verlange. Des Weiteren beeinflusst ein Abbruchssignal das Verhalten davor, also das was VOR dem eigentlichen Fehlverhalten geschah. Hund pinkelt also, bekommt ein Nein und erinnert sich, dass das Nein urprünglich mit Belohnung trainiert wurde. Das Nein hat demnach selbst schon eine verstärkende Wirkung angenommen. In gewollten Verhaltensketten ist das sinnvoll, bei der Stubenreinheit unterbricht man den Hund einfach mit nem Geräusch, dass keine "Bedeutung" für ihn hat, ihn aber aufschauen lässt.

    D) Belohnung draussen. BESSER belohnen. MEHR belohnen. RUHIGER belohnen. SCHNELLER belohnen. Mach ich draussen bambule, pieselt der Hund beim Reinkommen gleich nochmal...

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    Wegen mir nenn es Strafe,


    Wenn es unwichtig ist erwähne es nicht. Ich habe nicht von einem lauten Wort gesprochen :ka:

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    Hm, nein, gilt er nicht, wie zum Geier kommst du denn darauf? Und wo hsb ich wsd von keiner/schlechter Belohnung gesagt? Odet von schlechtrm Timing??

    Du bist auf die Frage angesprungen und im Verlaufe dessen hab ich erklärt worum es geht. Meinetwegen red dich raus, auch mir, zum Geier, ist es egal wie und was du trainierst. Deine Beiträge lassen mich einfach logisch darauf schließen, dass es gewisse Parameter gibt, die verbesserungswürdig erscheinen wenn man sie denn mal richtig verstünde ...

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    Aber ab und an schadet da ein lauter Ruf nicht, ein HEY oder NEIN!


    Nicht ab und an. Im Stubenreinheitsttraining wird JEDES MAL unterbrochen, wenn der Hund drauf und dran ist reinzumachen und ich das sehe. Nur das WIE ist entscheidend.

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    Wegen mir nenn es Strafe,


    Nicht wegen dir. Wegen der Lerntheorie und nach der funktioniert nunmal das Hundehirn.

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    aber dann bedeutet nicht jede Strafe gleich einen lebenslangen Knacks beim Hund oder ein gestörtes Verhältnis zwischen Hund und Besitzer.


    Davon sprach keiner.

    Nur schlechtes Timing und schlechte bis keine Belohnungen verlängern und erschweren das Training einfach nur. Hier scheint auch wiedermal der Satz zu gelten "der Hund lernt trotz und nicht wegen der Bemühungen des Halters etwas" ...

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    :hust: warum WUSSTE ich, das du das aufgreifen wirst? ^^

    oh gott ... also manchmal frag ich mich WER hier mit WAS anfängt ... :muede:

    Was ist denn eine unangenehme Konsequenz und warum wendet man sie an? Sie soll das das Verhalten DAVOR mindern, der Hund soll die Konsequenz vermeiden wollen und zeigt das "falsche" Verhalten nicht mehr. Lerntheoretisch ist es Strafe. Daran gibt es nichts zu rütteln. Egal wie ich es nenne. SINN macht es bei einem adäquaten Stubenreinheitstraining nicht.

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    Mia hat das Fiepen für sich entdeckt. Sie muss auf ihren Platz - fiepen, sie muss auf eine Freigabe warten - fiepen... Das nervt... Momentan hab ich auch das Gefühl dass das schlimmer wird. Ideen was ich machen kann, außer zu warten bis sie ruhig ist?

    Uuuund sie hat gestern den Pizzaboten "angeknurrt". Wenn man das so nennen kann. Ich denke sie fand es eher sch*** das ich sie in "nicht-Sicht-Weite" hab absitzen lassen und mich dann mit einem Fremden unterhalten habe. Geht ja gar nicht :roll:


    Nicht warten BIS sie ruhig ist. Die Belohnung die du fürs ruhigsein gibst färbt auf das Verhalten davor ab. Der Hund bildet eine Verhaltenskette und "muss" erstmal fiepen um überhaupt ruhig sein zu können. Gib die Belohnungen so schnell und hintereinander, dass sie nichtmal ans fiepen denken kann. Dann kannst du die Zeit wieder ausdehnen. Wenn sie wieder fiepen sollte, Übung kommentarlos (!) abbrechen und neu ansetzen.