Beiträge von Estandia

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    es geht nur darum, dass er irgendwie vergessen hat, dass er sich in die Box legen muss damit es weiter geht, obwohl er es 2 mal vorher ganz selbstständig gemacht hat :???:

    Das ist bei Verhaltensketten normal, dass Teile daraus mal schwächer werden, dann bestärkt man sie explizit wieder. Vor allem ist der Teil mit der Box nicht logisch (für den Hund) - die Apportkette hingegen schon. Der Hund kann nur etwas apportieren, dass er vorher geholt hat. Die Box ist somit nicht zwingend notwendig, um etwas apportieren zu können. Deswegen bestärke das einfach wieder etwas mehr. Auch nehmen Hunde manchmal Verhalten vor, das aus Ketten stammt. Sie zeigen dann das Verhalten direkt vor dem primären Verstärker spontan (da dieses am stärksten ist) und scheinen eben ein vorhergehendes "vergessen" zu haben.

    Ich dachte hier gehts um die Frage, ob bestimmte RASSEN zur Haltung und Ausbildung einen "härteren Ton" zwingend brauchen. Und nicht darum, ob ich meinen Hund mal lauter anspreche/anbrülle, um einfach konkurrierende Umweltverstärker, sprich Ablenkungen, in einer expliziten Situation zu "übertönen". Das auch dies funktioniert steht ausser Frage, nur ob man weiter so verfahren will, muss jeder für sich selbst entscheiden :D

    Ich würd sagen, da steckt nicht mehr dahinter, als man tatsächlich sieht: Informationen aus der Luft holen ohne nah dran zu sein :D Evtl. gab es vorher Signale des einen Hundes, dass er sich Abstand ausbittet. Der andere hat's akzeptiert - will aber trotzdem in etwa wissen, wer da vorbeigestiefelt ist.

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    Gibt es wirklich Rassen, die nur hören, wenn man sie im Befehlston anspricht?


    Wär mir neu :D

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    Eine Freundin von mir hatte einen DSH-Mix, der laut ihren Angaben nur gefolgt hat, wenn er im Befehlston angesprochen wurde. Ein nett ausgesprochenes "Sitz" wurde einfach ignoriert.


    Meiner Meinung nach technischer Trainingsfehler. Es passiert sehr schnell, dass man nach einem normal ausgesprochenen Signal, dass der Hund einmal nicht ausführt (wofür es hunderte Gründe geben kann) lauter und schärfer in der Aussprache wird - der Hund reagiert und führt das Verhalten aus. Die Belohnung folgt - Gutes bekommen oder Schlechtes vermeiden. Damit wurde das "laute Signal" verstärkt, das Verhalten auf das normal gesprochene wird nicht mehr ausgeführt bzw. tritt seltener auf.

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    Ist das von Rasse zu Rasse unterschiedlich oder Erziehungssache?


    Das Lernverhalten ist bei jedem Hund gleich, nur die Motivationen sind rassebedingt einfach anders. Bei einem selbständigen Hund mag die Erziehung einem mehr abverlangen als bei einem, der dem Halter jeden Wunsch von den Augen abliest ...


    Ich persönlich habe keine Lust meinen Hund im "Befehlston" anzusprechen/ansprechen zu müssen, ergo habe ich das auch nicht trainiert.

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    Warum ?


    Nicht jeder Hund kann mit "sowas" umgehen. Einem ist die Menge an fremden Hunden zuviel, ein anderer ist territorial und sieht nach 2 Besuchen die Wiese als seine an... Ein weiterer Faktor sind die anderen Halter selbst - mitunter trifft sich dort ein Klientel, das meist täglich und direkt aus der Nähe kommt und ein Gros an Ahnung aufweist - nur nicht in der Hundehaltung :lol: Umzäunte Hundewiesen werden auch von Haltern genutzt, die ihre Hunde sonst nicht ableinen können. Die SOLLEN dann mal rennen und spielen ...

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    Habt ihr schlechte Erfahrungen gemacht ?


    Ich persönlich nicht. Ja, ich finde manche Halter achten zu wenig auf ihre Hunde und andere geben verbalen Stuss von sich, dass man am liebsten wieder umdrehen möchte. Ich bin aber niemand, der sich darüber aufregt. Ich bin nicht dazu da, andere zu belehren oder zu erklären, was gerade zwischen Hunden passiert. Auf einer Hundewiese mache ich mein Ding mit meinem Hund. Und deswegen geht der auch gern mit mir auf solche Plätze. Ich bin nicht auf andere HH und ihre Hunde angewiesen, damit meiner Sozialkontakte hat. Ich geh da zum Spaß hin und wenn sich was ergibt ist das schön aber nicht zwingend notwendig. Ich finde nur wichtig, dass mein Hund das "kann". Sich angemessen in einem Areal bewegen, in dem er sich mit mehreren Artgenossen auseinandersetzen muss. Für alles, was ihn zu sehr stressen würde, bin ich dann da. Das hab ich aber hier im Alltag genauso, das ist kein "Problem einer Hundewiese".

    Ich geb's 2 mal im Jahr als Kur zusammen mit Grünlippmuschel. Für einen 15kg-Hund ist das ein Teelöffel. Eine Überdosierung wird über Urin und Kot ausgeschieden.

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    Naja, wenn ich ihn Bürste und er mir danach in die Wohnung macht dann fühlt sich das für mich schon an wie eine Trotzreaktion.

    Wenn der Hund mir NACH einer Aktion, wo ich ihn anfassen, bedrängen, an ihm rumzupfen musste in die Wohnung macht, bringe ich persönlich das mit möglichem Stress während des Bürstens in Verbindung und achte beim nächsten Mal da genauer drauf. Die Einstellung "da muss er durch" mit Festhalten führt zu sowas und wenn man dann noch mögliche Warnsignale ignoriert hat man schnell den Salat. Trotz kennen Hunde nicht. Es ist einfach eine Verhaltenskette, die immer wieder durch den gleichen Kontext auftritt.