Beiträge von Estandia

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    Und meiner Meinung nach wirken negative Sachen wesentlich effektiver, nachhaltiger, nebenwirkungsfreier (weil geringer in der Dosierung) und besser wenn man hauptsächlich positiv arbeitet.

    Zum Glück ist das nur eine "Meinung" :???: Negative Sachen sind nebenwirkungs- und risikoreicher als die Positiven - rein schon vom logischen her.

    Möglich:
    _Fehlverknüpfungen
    _Meideverhalten
    _Gegenwehr
    _Hohe Stressbelastung
    _Erlernte Hilflosigkeit
    _Vertrauensverlust zum Menschen
    _Emotionale Verhaltensursache bleibt unbehandelt
    _Gewaltspirale (punishment callus)

    Allein deswegen würde ich sowas nie empfehlen. Nicht meinen semi-bekannten Nachbarn und schon gar nicht in einem Forum, wo ich weder Hund noch Halter kenne. Und die Aussage "ja bei meinem Hund war das richtig, der hat keinen Schaden davon getragen" ist mir persönlich egal, ich muss nicht von irgendwas überzeugt werden, was ich weder kenne noch gesehen habe.

    Ich trainiere und behandle meinen Hund "hauptsächlich positiv". In den 8 Jahren Hundehaltung musste ich mir noch nie Gedanken um "negative Sachen" machen, ich habe es noch nie in Erwägung gezogen/ziehen müssen und bin weit entfernt davon zu sagen, dass es besser oder effektiver ist. Trotzdem weiß ich ganz genau, dass und wie es funktioniert. Ich kenn's halt einfach anders und unser Zusammenleben funktioniert einwandfrei. Nur weil ich aversiv erziehen kann, heisst das nicht, dass ich das tun muss. Dafür ist mir mein Hund und die Beziehung einfach zu schade. Ganz ehrlich. Ich weiß, dass man nicht zu 100% positiv sein kann, dennoch ist es mein Bestreben, soweit wie möglich dorthin zu gelangen, einfach weil's saumäßig Spaß macht mit meinem Hund zusammen zu sein und es auch weiterhin so bleiben soll.

    Man weiß doch mittlerweile, dass die menschliche Sozialisierung über Strafe es uns einfach schwer vorstellbar macht, dass man „nur über Belohnung“ auch wirklich zuverlässiges Verhalten bekommt. Das schließt es dennoch nicht aus. Auch weiß man, dass Hunde, die etwas tun "müssen", es (mitunter) schlechter leisten. Auch besteht immer noch die irrige Annahme, dass bei „ernsten“ Kommandos der Spaß aufhört (Leinenführigkeit, Rückruf, Bleib...). Auch bekannt ist, dass „Nachdruck“ Signale vergiftet... Wie kann all das besser und effektiver sein?!

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    Mädels (und Jungs?) - mal ne Frage zwischendrin? Ist es echt fairer den Hund durchdacht zu bestrafen, als mal nen Brüller loszulassen? Ich denke da grad drüber nach. Mal abgesehen vom Ergebnis finde ich es schon ein bisschen fies und hinterrücks, den Hund in die Situation laufen zu lassen und dann was vorbereitetes an Strafe auf ihn niederregnen zu lassen, wie diese Wurfdiscs? So liest es sich gerade, aber vielleicht mag es mir einer von euch erklären?? ;)

    Fairer find ICH es net. So aversiv zu sein, dass der Hund sein Verhalten ändert? Nein, ist nichts für mich. Wenn ich so "gut" bin und Strafe gezielt und punktgenau und richtig getimt einsetzen kann, kann ich auch genauso gut die nette Variante mit Belohnen wählen. Find ich besser. N Brüller oder Anranzer, seh ich ne Unterbrechung drin, für mich selbst erwarte ich daraufhin aber nicht die erwünschte nachhaltige Verhaltensänderung - wenn der Hund eben keine weiteren Informationen bekommt.

    Sorry, Liv's Emotionsgeschreibsel hat mich verwirrt.

    Sorry, ich habe keine Ahnung wovon du sprichst oder worauf du hinaus willst.

    Ich bezog mich auf das

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    Ich kann nicht emotionslos STRAFEN...

    Wenn du gezielt strafen willst, ist die Einhaltung der obigen Regeln zwingend notwendig. Mit oder ohne Emotion ist belanglos.

    Richtiges Strafen unterliegt Regeln.

    … muss ein Verhalten reduzieren
    … muss ausreichend massiv sein
    … darf nicht zu massiv sein
    … muss immer angekündigt werden
    … muss immer bei unerwünschtem Verhalten angewendet werden
    … muss maximal 2 Sekunden nach Beginn des unerwünschten Verhaltens erfolgen

    Von notwendiger "Emotionslosigkeit" lese ich da nichts.

    Wobei ich mir dann auch mal (schnellstmöglich) nen Kopf machen sollte, warum ich denn IMMER WIEDER ein unerwünschtes Verhalten ab- oder unterbrechen muss, so dass das positiv aufgebaute Abbruchsignal überhaupt zum Verstärker des vorigen Verhaltens werden kann... Es ist logisch, dass man unerwünschtes Verhalten nicht mit einer Belohnung unterbrechen sollte.

    Auch ist logisch, dass ich mit Z&B den Hund kirre machen kann - eine Methode ist nur so gut wie der, der sie anwendet - im Verlauf der Anwendung und des Trainings sollte ich eigentlich sehen, ob und was sich beim Hund ändert. Deswegen ist aber die Methode an sich nicht schlecht, sondern nur ungeeignet für Hund und/oder Halter.

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    Es ist schon witzig das immer gleich davon ausgegangen wird, das man wie eine Wild gewordene Büffelherde, brüllend auf den Hund zutrampelt und ihm Prügel androht.

    Ich bin nicht davon ausgegangen :ka: Ich weiß, wo (Be)drohen anfängt ...
    Aber witzig ist, dass andere meinen, sie würden erst bedrohen wenn "man wie eine Wild gewordene Büffelherde, brüllend auf den Hund zutrampelt und ihm Prügel androht" ...

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    In der Situation ist mir ein "Meideverhalten" des Hundes deutlichlieber als ein überfahrener Hund oder ein verunglückter Autofahrer!

    Die Argumentation mittels zweier Extreme - Meideverhalten über Schreck vs. überfahrerer Hund/verunglückter Autofahrer - schließt eine andere Lösung "dazwischen" dennoch nicht aus.

    Soll doch jeder Schreck, Angst, Schmerz in allen für sich vertretbaren Abstufungen nutzen wie er es für richtig hält. Dass es hier und da schnell funktioniert bestreitet keiner. Nur dann sollte ich so ehrlich sein und auch das Kind beim Namen nennen.

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    Genau. Das ist eine ganz einfache Sache und der Hund wird dabei weder eingeschüchtert noch bestraft :smile:


    Ah ja. Rausdrängen ist keine Einschüchterung? Warum geht der Hund denn raus??
    Wenn der Hund danach nicht mehr in die Küche kommt IST das Verhalten bestaft worden, da es weniger wurde.

    Soll doch jeder machen wie er mag, aber das Zitierte ist einfach Unsinn. Steht doch einfach hinter euren Methoden und redet sie nicht noch schön :ka: