Beiträge von Estandia

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    Was sagen denn die immer/fast immer-leinenlosen konkret zu der Geschichte von terriers4me weiter vorn in diesem Thread?


    Dazu werde ICH mir doch, als Fremder, der weder Hund noch Halter kennt, kein Urteil erlauben. Jeder ist für seinen eigenen Hund verantwortlich und trifft Entscheidungen selbst. Mutmaßungen und Unterstellungen überlass ich anderen :D

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    Wie hoch schätzt ihr das Risiko ein, dass euer Hund doch mal anders reagiert als ihr gewohnt seid oder das er ausnahmsweise doch mal nicht hört?


    Gering.

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    Glaubt ihr, euer Hund kann Straßenverkehr selbstständig realistisch einschätzen (Geschwindigkeit von herankommenden Fahrzeugen, Gefährlichkeit derselben)?


    Warum sollte er das können? Dafür bin ich zuständig. Ich gefährde weder dritte noch meinen eigenen Hund. Dafür hab ich nunmal zwei Augen und nen Kopf, den ich VOR dem Spaziergang einschalten sollte ;)

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    Wisst ihr, ob eure Haftpflichtversicherung den Schaden übernehmen würde, wenn euer Hund an einer Straße mit fließendem Verkehr ohne Leine unterwegs war und einen Unfall verursacht?


    Keine Ahnung. Wenn ich Schaden verursache stehe ich dafür gerade, mit oder ohne Versicherung.

    Och ich musste 3 Jahre lang die Schönhauser auf und ab und Wisbyer und Bornholmer und wie sie alle heissen :D Kudamm kennt mein Hund auch, was nicht heisst dass der dort freilaufen muss. 1. isses verboten und 2. für mich zu stressig.

    Wir sind regelmäßig in ländlichen Umgebungen unterwegs, dort wie hier gelten für meinen Hund die gleichen Regeln. Dass er da irgendwie EHER auf die Straße rennen wollte konnte ich nie feststellen. Überhaupt interessiert ihn der Verkehr rein gar nicht und daran erinnern auf dem Bürgersteig zu bleiben musste ich ihn auch noch nie.

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    Wie gesagt, das ist Gang und Gebe hier in Köln.

    Kennt ihr so was auch, oder gehört ihr vielleicht zu diesen Hundebesitzern?

    Das soll jetzt keine Kritik sein, ich bin einfach nur erstaunt, dass das funktioniert.

    Ist hier auch Gang und Gäbe in Berlin :D Kenn ich nur so und gehöre somit dazu. Erstaunt, dass es funktioniert bin ich nicht. Bei uns war es sowieso Ziel, also hab ich das adäquat trainiert und handhabe es seit über 6 Jahren nach meinem Gusto ohne Zwischenfälle.

    Und nein, mein Hund läuft weder ZU noch anderen Hunden HINTERHER. Er rennt weder in den Straßenverkehr noch ist Freilauf an der Straße Spielezeit ;)

    Ja wünschte ich auch ...

    Der Hund weiß nicht, dass er in ein neues Zuhause ziehen wird, der Mensch jedoch weiß bisweilen (sehr lang) im Voraus, dass ein Hund kommen wird. Und ab da habe ich die Wahl, ob ich mich bilde oder nicht. In den heutigen Zeiten geht es nicht um Jahre, sondern um ein paar Klicks innerhalb weniger Stunden. Das Wissen ist frei verfügbar. Die Entscheidung dagegen muss der Hund ausbaden. Es geht nicht daraum, sich VOR dem Hund für jedes etwaige Fehlverhalten eine Lösung parat zu legen, sondern darum einfach vorbereitet zu sein. Ja, Adoption von unbekannten Hunden ist immer ein Sprung ins kalte Wasser - aber ich als zukünftiger Halter kann bestimmen WIE KALT das Wasser für mich und den Hund ist.

    Dass ein Hund mit dieser Vergangenheit (womöglich) nichts kann und kennt weiß man doch vorher :???: Warum man da wütend und sauer ist erschließt sich mir nicht.

    Erzieh den Hund und bringe ihm all die wichtigen Dinge adäquat bei, das ist nunmal deine Aufgabe. Von nichts kommt eben nichts.

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    Bei Nova ist es so, er wechselt zwischen Aufregung/Frust und Konzentration. Spreche ich ihn an, ist er natürlich still aber nicht entspannt, sondern konzentriert.

    Man bekommt halt das was man belohnt :D

    Aufmerksamkeit ist ein großer Verstärker und wirkt sich auf das Verhalten DAVOR aus. Wenn ich oft "falsches" Verhalten mit einem Signal abbreche, das ich positiv aufgebaut habe, trainiere ich auf lange Sicht das falsche Verhalten mit an. Bestes Beispiel: Hund bellt - wird angsprochen - ist ruhig - bekommt Keks. Der Hund lernt, dass er erst bellen muss, um dann ruhig sein zu können, da erst daraufhin der Keks kommt :D

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    Jetzt habe ich das mit so einer Rütteldose trainiert. Ich sage "weiter" klapper kurz mit der Dose und dann gibt es eine Belohnung. Klappt schon sehr gut. Er ist dadurch insgesamt viel Aufmerksamer geworden. Allerdings ist das mit der Dose etwas umständlich.


    Wozu die Dose/das Geräusch? Im Grunde bekommt der Hund eine Kette: Dein verbales "Weiter", dann das "Dosengeräusch", dann läuft er weiter und bekommt die Belohnung. Rein theoretisch kannst du die Dose weglassen und nur belohnen, dass er auf "Weiter" weitergeht. Es macht einfach keinen Sinn sich da noch ein akustisches Signal reinzubauen. Ich glaub dein Problem ist nur, dass der Hund auf "Weiter" nicht reagiert - aber das ist einfaches Training.

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    Den Clicker habe ich immer dabei. Wir clickern auch Z&B bei Hunden.
    Ganz normal Click und Belohnung.
    Jetzt habe ich heute probiert "weiter" zu sagen dann einen Doppelclick zu clickern und dann Belohnung. Hat wunderbar funktioniert. Wäre für mich halt praktischer da ich den clicker ja sowieso in der Hand habe.


    KANN man machen... Allerdings sollte auch der Einzelklick den Sinn erfüllen.

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    Bin jetzt nur etwas unsicher ob dadurch das normale clickern irgendwie durcheinander gebracht wird :???:


    Eventuell ... der Hund könnte anfangen auf einen Doppelklick zu warten und einen Einzelklick als weniger lohnend zu empfinden ...

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    bei Benny kommt es öfter mal vor das er sich bei den Gassigängen an der Leine mal wo festschnüffelt und ich dann nicht mehr zu ihm durchdringe oder er einfach wenn er was spanendes entdeckt ( Hund, Katze etc.) mich wirklich nicht mehr hört.


    Wenn der Hund nicht mehr reagieren kann, ist die Ablenkung eh zu groß. Training fängt im Leichten an. Sprich deinen Hund an wenn er mit einem halben Ohr eh bei dir ist. Sag "Weiter" und wirf ein Lecker nach vorn, dass er sofort verfolgen kann. Dann kann man die Anforderungen langsam steigern. Und da er sowieso bei dir an der Leine ist und du ihn sofort mit dem Lecker belohnen kannst brauchst du eigentlich nichtmal einen Klicker.

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    Jedenfalls - ein bisschen mehr Gefühl für den Hund, ein bisschen mehr Klarheit im Umgang, ein bisschen mehr Authentizität, alles toll, aber ganz sicher nichts, wozu man die Vorstellung vererbter Stellungen braucht.

    Das mein ich wohl auch! :gut:

    Mir scheint es, als wolle man mit vRS ein "neu erfundenes Rad" unter die Leute bringen. Viele fallen auf die Illusion rein. Aber wie es oft mit der Werbung ist, man muss es nur zu verkaufen wissen... dann glauben die Leute auch bald fest daran, dass sie vRS brauchen würden.